Top Gun. Werbe- und Imagefilm des US-Militärs?

Eine Filmanalyse


Seminararbeit, 2013
21 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Imagekampagne und Werbefilm?

2. Produktionsdaten

3. Plot

4. Darsteller und Charaktere
4.1 Ambiguität: Held und Schatten
4.2 Mentor
4.3 Herold
4.4 Schwellenhüter
4.5 Trickster
4.6 Weitere Rollen

5. Dramatische Struktur des Films
5.1 Plot Points
5.2 Schlüsselsatz
5.3 Grundkonflikt

6. Die Reise des Helden

7. Visuelle Mittel
7.1 Kameraeinstellungen
7.2 Platzieren und Ernten

8. Auditive Mittel

9. Top Gun aus ethischer Perspektive

10. Fazit

1. Einleitung: Imagekampagne und Werbefilm?

„Sie sind… die Elite. Die Besten der Besten. Wir machen Sie noch besser.“1

Commander Mike Metcalf

Obgleich das Militär zur Entstehungszeit des Filmes Top Gun in vielen Ländern ein hohes Ansehen genoss, gelang es doch keinem Film, die Zuschauer in vergleichbarer Art und Weise zu begeistern und das Bild des – in diesem Fall – Militärpiloten nachhaltig zu prägen. Bis heute zählt Top Gun zu den „finanziell erfolgreichsten Militär-Filme[n]“2. Nach den großen Verlusten des Vietnamkrieges und der anhaltenden Friedensbewegung hatten die Streitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika mit erheblichen Nachwuchsproblemen und einem schlechten Image zu kämpfen; es fanden sich nicht ausreichend Freiwillige, die in den Militärdienst eintreten wollten.

Durch die personelle, materielle und auch finanzielle Unterstützung des US-Verteidigungsministeriums bei den Dreharbeiten erhielt Top Gun ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit, Professionalität und Authentizität und erfüllte die hoffnungsvollen Erwartungen des Mäzen3: Beeindruckt von dem im Film gezeichneten Bild des Soldaten stiegen die Bewerberzahlen signifikant.

In der vorliegenden Arbeit soll der Film Top Gun nach verschiedenen Gesichtspunkten analysiert werden. Nach einer Übersicht über die Produktionsdaten und den Plot werden die Darsteller und die archetypischen Charaktere dargestellt. Im Rahmen der Untersuchung der dramatischen Struktur des Films werden neben der Einteilung des Films ein drei Akte und somit zwei trennenden Plot-Points der Schlüsselsatz und der Grundkonflikt erläutert. Im Weiteren wird die Reise des Helden nach Vogler dargestellt. Anschließend werden die den Film gestaltenden visuellen und auditiven Mittel erarbeitet. Die ethische Betrachtung des Filmes Top Gun in Bezug auf Gewaltdarstellung und Einstufung durch die Freiwillige Selbstkontrolle (FSK) rundet die Analyse ab und leitet zum abschließenden Fazit über.

Der Schwerpunkt dieser Arbeit ist zweigeteilt und liegt zum einen auf den Charakteren und zum anderen auf der – damit in engem Zusammenhang stehenden – ethischen Betrachtung. Hierbei soll insbesondere auf das durch Top Gun vermittelte Bild des Soldaten eingegangen werden und die Frage, ob es sich retrospektiv lediglich um einen Werbe- und Imagefilm des US-Militärs handelte, beantwortet werden.

2. Produktionsdaten

Der Film Top Gun erschien am 16. Mai 1986 in den USA und gelangte bereits am 7. August desselben Jahres unter dem Titel Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel in die deutschen Kinos. Im Jahr 2013 wurde eine technisch überarbeitete 3D-Fassung des Films kurzzeitig in den Kinos gezeigt. Die Laufzeit des Films beträgt, je nach Fassung, zwischen 105 und 110 Minuten. Unterstützt von dem Produzentenduo Don Simpson und Jerry Bruckheimer (u.a. Armageddon, Black Hawk Down, Fluch der Karibik) verfilmte der 2012 verstorbene Hollywood-Regisseur Tony Scott (u.a. Beverly Hills Cop, Der Staatsfeind Nr. 1, Unstoppable) die aus der Feder von Jack Epps Jr. und Jim Cash stammende Geschichte zweier Navy-Piloten. Harold Faltermeyer steuerte die mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigte Filmmusik bei.4 Die Kameraführung oblag Jeffrey K. Kimball.

Aufgrund der bereits erwähnten großzügigen Unterstützung durch das US-Verteidigungsministerium beliefen sich die Produktionskosten auf 15 Mio. US-$. Das Einspielergebnis von 353,8 Mio. US-$ übertraf demnach die Ausgaben bei Weitem und machte Top Gun zu einem der erfolgreichsten Militärfilme aller Zeiten.

Top Gun per se lässt sich nicht eindeutig einem bestimmten Genre5 zuordnen, sondern kombiniert verschiedene Elemente des Abenteuerfilms6, des Dramas und der Romanze, wobei keines der Genres mit Blick auf die prozentuale Verteilung die beiden anderen übertrifft.

Der Film spaltete bei der Bewertung das Publikum: Die bis heute maßstabsetzenden Luftkampfmanöverszenen glichen die vergleichsweise schwachen Dialoge aus. So erreichte Top Gun bei verschiedenen Bewertungen durchwegs mittelmäßige Bewertungen.7 Top Gun warf keine tiefgründigen Fragen auf oder brach provokativ Tabus, sondern sollte in erster Linie unterhalten, faszinieren und junge Männer animieren, dem Militär beizutreten.

3. Plot

Top Gun handelt von zwei jungen Navy-Kampfpiloten, Maverick und Goose, die auf die Fliegerschule Topgun nach Miramar, CA geschickt werden, in der die Elite der Piloten trainiert wird. Ziel der Lehrgangsteilnehmer ist es, die begehrte Topgun Trophy zu gewinnen. Während seines Aufenthalts verliebt sich Maverick in seine Ausbilderin Charlotte Charlie Blackwood und findet in Iceman einen Rivalen um die Trophäe. Bei einem Trainingsunfall verliert er seinen Copiloten Goose und will daraufhin das Training abbrechen und seine Beziehung mit Charlie beenden. Er erscheint zur Abschlussfeier der Piloten und erhält, zusammen mit anderen Lehrgangsteilnehmern, seinen Einsatzbefehl für eine Mission in einem nicht näher definierten Einsatzgebiet. Diese führen die Piloten erfolgreich aus und Maverick und Iceman begraben ihre Rivalität. Schlussendlich finden Maverick und Charlie wieder zueinander.

4. Darsteller und Charaktere

Mit der Besetzung der Rollen durch bestimmte Schauspieler8, die der Regisseur und die Produzenten casten, erfahren die Rollen bereits eine „erste Interpretation“9. Das Aussehen, die Art und die Artikulation des Schauspielers beeinflussen die Perzeption durch den Zuschauer nachhaltig. Im Folgenden werden die wichtigsten Archetypen nach Christopher Vogler10, die in Top Gun auftreten, vorgestellt, welche als Funktionsträger fungieren.

4.1 Ambiguität: Held und Schatten

Hauptfigur und Held des Films ist der „schwerstpubertierende[…] Mittzwanziger“11 Lieutenant Pete Mitchell, ein Navy-Pilot mit dem Codenamen Maverick, der von Tom Cruise dargestellt wird. Neben einer offensichtlichen Schwäche für das weibliche Geschlecht12 verfügt er auch über einen „healthy disrespect for authority“13 und gerät somit häufig in Konflikt mit den Dienstvorschriften14. Dieses Handeln wirkte sich bereits nachteilig auf seine Karriere und seinen Ruf aus, obgleich er beeindruckende Fähigkeiten als Pilot hat15. Als Held verkörpert er die „Suche des Ich nach Identität und Ganzheit“16 wohingegen der Aspekt des Schattens dadurch zum Tragen kommt, dass er hier die dunkle Seite des Helden darstellt. Denn gleichzeitig ist die Figur des Maverick auch der Feind, der Schatten. Sein oft rücksichtsloses, respektloses, egoistisches und wenig teamorientiertes Handeln ist zurückzuführen auf seine in der Navy als unrühmlich angesehene Abstammung: Sein Vater, Duke Mitchell, verschwand 1965 unter mysteriösen Umständen während eines Kampfeinsatzes im Vietnamkrieg und gilt als vermisst. Um seine Herkunft zu kompensieren und seinen Namen reinzuwaschen17, versucht Maverick alles, um der beste Pilot der Navy zu werden und steht sich dabei selbst im Weg. Sein Copilot Goose beschreibt Mavericks Verhalten, als ob er gegen einen Geist anfliege18. Im Verlauf des Films werden die persönliche Entwicklung Mavericks und seine Bemühungen, mit diesem Erbe umzugehen beschrieben.

Wegen dieser notwendigen „innere[n] Entwicklung“19 ist der Charakter des Maverick als dynamisch zu bezeichnen. Neben seiner Abstammung gibt es drei weitere Punkte, die maßgeblich zu seiner Reifung beitragen: seine Beziehung mit Charlie, die Rivalität mit Iceman um die Topgun Trophy und seine Schuldgefühle nach dem Absturz, bei dem sein Copilot Goose ums Leben kommt.

So wird aus dem übermütigen, sorglosen Jungspund nach dem Unfall zunächst ein traumatisierter junger Mann, der sich selbst die Schuld am Tod seines Freundes gibt und der seinen Traum vom Fliegen aufgeben will. Durch den Einfluss der Mentoren, Charlie und Viper, rappelt er sich jedoch auf und überwindet schlussendlich seinen Schatten. Auch mit seiner Rolle als Mitglied eines Teams arrangiert er sich und strebt nicht länger danach, stets der Beste zu sein.

4.2 Mentor

Gemäß Voglers Definition handelt es sich bei einem Mentor um eine Figur, „die den Held ausbilde[t] oder ihn unterstütz[t]“.20 In Top Gun lassen sich zwei Mentoren ausmachen, die diese Wirkung auf Maverick ausüben.

Zum einen handelt es sich hierbei um den von Tom Skerritt dargestellten Kommandeur der Marinefliegerschule, Commander Mike Metcalf, einen altgedienten und exzellenten Piloten21 mit dem Codenamen Viper. Früh erfährt der Zuschauer, dass Viper mit Mavericks Vater flog.22 Durch seine nahezu legendären Fähigkeiten ist er für Maverick ein Vorbild und bringt ihn auf einem Übungsflug dazu, seinen ihm zugeteilten wingman Hollywood im Stich zu lassen, um sich mit Viper zu messen23, woran er jedoch scheitert. Viper klärt Maverick über den tatsächlichen Verbleib seines Vaters auf: Statt eines Deserteurs handelt es sich bei Duke Mitchell in Wahrheit um einen Kriegshelden, dessen Name aufgrund politischer Entscheidungen diffamiert wurde.24 Durch Viper wird Maverick sowohl ausgebildet als auch unterstützt.

Zum anderen ist auch die Astrophysikerin und zivile Ausbilderin25 Mavericks bei Topgun, Charlotte Charlie Blackwood als Mentorin zu sehen, die von der Schauspielerin Kelly McGillis dargestellt wird. Ohne um ihren Beruf oder ihre Stellung auf der Fliegerschule zu wissen macht ihr Maverick am ersten Abend in einer Bar eindeutige Avancen, welche Charlie jedoch zunächst höflich ablehnt. Ihr fachliches Interesse gilt primär dem neuen feindlichen Flugzeugtypen MIG 28, über dessen Flugeigenschaften Maverick ihr Auskunft geben kann, zudem will sie sich nicht auf eine Affäre mit Flugschülern einlassen. Im Laufe des Films entwickelt sich trotzdem zwischen den beiden allmählich eine Liebesbeziehung, welche durch den Tod von Goose zunächst beendet scheint, da Charlie davon ausgeht, dass Maverick trotz ihrer Versuche, ihn zum Bleiben zu überreden, nicht mehr fliegen will.

Beide Mentoren sind auch als Gefährten Mavericks zu betrachten, da sie ihm während seiner Reise zur rechten Zeit zur Seite stehen und eine wichtige Rolle für ihn spielen, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen.

4.3 Herold

Mavericks Vorgesetzter auf dem Flugzeugträger, Tom Stinger Jordan (James Tolkan), nimmt in Top Gun die Rolle des Herolds ein, der den Helden auf die Reise schickt und ihm somit das Abenteuer ankündigt. Da der Pilot Bill Cougar Cortell, dargestellt von John Stockwell, nach einer Panikattacke auf einem Übungsflug den Dienst quittiert, wird sein Platz als Kandidat bei Topgun frei. An seiner statt erhalten nun Maverick und Goose diese Chance, an einem Elitepilotentraining teilzunehmen, und erfahren dies durch Stinger.26 Er ist es auch, der zum Ende des Films seinem Piloten Maverick die Nachricht überbringt, er könne sich seine Anschlussverwendung aussuchen27, woraufhin Maverick sich für eine Stelle als Ausbilder bei Topgun entscheidet.

4.4 Schwellenhüter

Die Rolle eines der Schwellenhüter im Film übernimmt der Topgun-Ausbilder Lieutenant Commander Rick Jester Heatherly, gespielt von Michael Ironside. Auch er ist Pilot und fungiert während der Übungsflüge als Beute für die Lehrgangsteilnehmer. Durch seine Vorgaben werden den Piloten Grenzen gesetzt, sie werden geprüft und er ist es, der seinem Vorgesetzten Viper gegenüber seine Einschätzungen der fliegerischen Fähigkeiten der Flugschüler äußert. Bei Jester handelt es sich somit eher um eine „neutrale Gestalt“28, welche fachliche und professionelle Kritik übt und somit Maverick unsichtbare Hindernisse in den Weg legt.

Ein weiterer Schwellenhüter ist Mavericks ärgster Konkurrent um die Topgun Trophy, Lieutenant Tom Iceman Kazanski, gespielt von Val Kilmer. Durch sein stets regelkonformes Verhalten in Verbindung mit seinem fliegerischen Können setzt er Maverick Grenzen und weist ihn auf sachliche Art und Weise auf seine Fehler hin29, wobei er sich nicht scheut, den Konkurrenzgedanken und indirekt sein Überlegenheit klar zum Ausdruck zu bringen. Am Ende ist es schließlich Iceman, der die Topgun Trophy gewinnt und hierzu von Maverick auch beglückwünscht wird.30 Nach dem den Film beschließenden gemeinsamen Einsatz begraben die beiden Piloten ihre Rivalität und akzeptieren sich als ebenbürtige Partner.

Eine andere Interpretation des Schwellenhüters, der nicht zwingend personaler Natur31 sein muss, ist Mavericks Flugzeug. Durch zwei Dinge lässt sich diese Maschine als Schwellenhüter sehen, der den Helden prüft: Einerseits ist das zunächst ungeklärte Schicksal von Mavericks Vater, einem Piloten, in Betracht zu ziehen, der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, andererseits der für Goose tödliche Absturz, bei dem Maverick die Kontrolle über sein Flugzeug verliert. Bedingt durch diese Erfahrungen und Eindrücke muss sich Maverick der Prüfung stellen und seinen Weg zurück ins Cockpit finden.

4.5 Trickster

Mavericks Copilot, Lieutenant Nick Goose Bradshaw, dargestellt von Anthony Edwards, nimmt in erster Linie die Rolle des Tricksters ein. Zusammen mit seiner Frau Carol, gespielt von Meg Ryan, und dem Sohn stellt er Mavericks Familie32 dar, da dieser seine Eltern verloren hat. Durch seinen humorvollen und witzigen Charakter und zeitlich gut platzierten Witzen schafft es Goose immer, den Zuschauer zum Schmunzeln zu bewegen. Als Familienvater und Pilot hat er jedoch auch eine verantwortungsbewusste, ernste und nachdenkliche Seite und ermahnt Maverick zu vernünftigerem Verhalten. Der Charakter des Goose durchlebt keinen Wandel, sondern kann als ein statischer Charakter betrachtet werden.

Da Goose für Maverick auch über seinen Tod hinaus eine wichtige moralische Stütze darstellt, könnte man ihm theoretisch auch die Rolle eines Mentors zuschreiben. Doch er lehrt Maverick nichts oder gibt ihm Ratschläge, sondern begleitet ihn als treuer, enger Freund für einen Abschnitt des Abenteuers. Somit ist eine weitere mögliche Rollenzuschreibung die des Gefährten. Durch sein Verhalten und auch seine Rolle in der Beziehung zu Maverick ist jedoch die Rolle des Tricksters am zutreffendsten.

4.6 Weitere Rollen

Neben den bisher genannten flankieren zahlreiche weitere Charaktere Mavericks Weg. Die wohl wichtigste Gruppe ist die der Piloten, die ebenfalls am Lehrgang bei Topgun teilnehmen. Insbesondere Icemans Copilot, Lieutenant Ron Slider Kerner, gespielt von Rick Rossovich, das Pilotenteam, die Lieutenants Rick Hollywood Neven (Whip Hubley) und Henry Wolfman Ruth (Barry Tubb) sowie Marcus Sundown Williams (Clarence Gilyard Jr.) begleiten Maverick während seiner Zeit in Miramar. In ihrer Beziehung zu Maverick tritt jedoch keiner von ihnen als einer der von Vogler definierten Archetypen auf.

Auf dem Flugzeugträger und in der Fliegerschule ihren Dienst verrichtende Soldaten werden durch nicht näher benannte Statisten dargestellt, ebenso treten zahlreiche Militärangehörige in der Barszene33 auf.

Als nur auf Fotografien34 erscheinende Person kann auch Mavericks Vater, Duke Mitchell, als Charakter in einer weiteren Rolle bezeichnet werden. Durch sein ungeklärtes Verschwinden während des Vietnamkrieges ist er im Verhalten seines Sohnes allgegenwärtig. Nach Vipers Schilderung handelte es sich bei Duke Mitchell um einen nicht beachteten Kriegshelden, exzellenten Piloten und vorbildlichen Soldaten.

5. Dramatische Struktur des Films

In diesem Kapitel wird die Untergliederung des Films in drei Akte dargestellt: die Exposition, die Konfrontation und den dritten Akt, der die bis hierhin aufgebaute Spannung auflöst. Hierfür wird auf die die Akte trennenden Plot Points eingegangen. Zudem wird die Einbettung des Schlüsselsatzes und dessen Bedeutung für den Helden erläutert. Den Abschluss dieses Kapitels bildet die Schilderung des Grundkonflikts.

5.1 Plot Points

Ein Plot Point ist ein Ereignis, welches in den Verlauf der Geschichte eingreift und sie in eine neue Richtung lenkt. Für Top Gun sind dies die Sprünge zwischen den verschiedenen Schauplätzen. Klassisch lassen sich zwei Plot Points ausmachen, welche somit die Geschichte dreiteilen.

Im Film werden insgesamt vier Ortsangaben gemacht. Zu Beginn des Films wird dem Zuschauer durch eine Einblendung deutlich gemacht, dass der Film aktuell – present day – irgendwo im Indischen Ozean beginnt. Nach der Exposition und der Ankündigung des Abenteuers, dem Lehrgang auf der Fliegerschule Topgun wechselt das Set bei Time Code 00:15:05 bis 00:15:25 ins kalifornische Miramar, wo sich der zweite Akt abspielt. Nach Erhalt der Einsatzbefehle verlegen die Piloten bei Time Code 01:23:33 bis 01:23:47 erneut auf den Flugzeugträger im Indischen Ozean. An diesem Ort findet fast der gesamte abschließende dritte Akt, die Auflösung, statt.

[...]


1 Top Gun, Time Code 00:16:25

2 http://www.filmstarts.de/kritiken/49583-Top-Gun.html

3 vgl. http://www.rogerebert.com/reviews/top-gun-1986

4 So errang Top Gun 1987 den ASCAP Award für Most Performed Songs from Motion Pictures, den Oscar für die beste Musik, den Brit Award für den besten Soundtrack und den Golden Globe für den Best Original Song – Motion Picture.

5 Genres lassen sich „grundsätzlich auf die Grundformen des griechischen Theaters, die Tragödie und die Komödie“ (Faulstich, Werner, Grundkurs Filmanalyse, Paderborn 2008, S. 28) zurückführen und tradieren Mythen (vgl. Hickethier, Knut, Film- und Fernsehanalyse, Stuttgart 2007, S. 204). Das Wissen um die Zugehörigkeit eines Films zu einem spezifischen Genre erleichtern die Rezeption und das Verständnis (vgl. Faulstich, Werner, Grundkurs Filmanalyse, S. 28).

6 vgl. ebd., S. 40 ff.

7 vgl. http://www.rottentomatoes.com/m/top_gun/

8 Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird in dieser Arbeit der Einfachheit halber lediglich die männliche Form verwendet. Die weibliche Form ist selbstverständlich immer mit eingeschlossen.

9 Hickethier, Knut, Film- und Fernsehanalyse, Stuttgart 2007, S. 168.

10 Vogler, Christopher, Die Odyssee des Drehbuchschreibers – Über die mythologischen Grundmuster des amerikanischen Erfolgskinos, Frankfurt/Main, 2004.

11 http://www.filmstarts.de/kritiken/49583-Top-Gun.html

12 vgl. Top Gun, Time Code 00:13:40; 00:18:39; 00:59:20.

13 http://www.rogerebert.com/reviews/top-gun-1986

14 vgl. Top Gun, Time Code 00:13:21; 00:33:25; 00:35:26.

15 vgl. Top Gun, Time Code 00:13:15, 00:35:30.

16 Vogler, Christopher, Die Odyssee des Drehbuchschreibers, S. 88.

17 vgl. Top Gun, Time Code 00:36:49.

18 vgl. Top Gun, Time Code 00:36:55.

19 Hroß, Gerhard, Die Funktion von Gewalt im Film, in: Hausmanninger, Thomas/Bohrmann, Thomas (Hrsg.), Mediale Gewalt, München 2002, S. 139.

20 Vogler, Christopher, Die Odyssee des Drehbuchschreibers, S. 105.

21 vgl. Top Gun, Time Code 00:16:10.

22 vgl. Top Gun, Time Code 00:35:40.

23 vgl. Top Gun, Time Code 00:54:54.

24 vgl. Top Gun, Time Code 01:18:35.

25 vgl. Top Gun, Time Code 00:24:45.

26 vgl. Top Gun, Time Code 00:13:13.

27 vgl. Top Gun, Time Code 01:37:50.

28 Vogler, Christopher, Die Odyssee des Drehbuchschreibers, S. 122.

29 vgl. Top Gun, Time Code 00:57:31.

30 vgl. Top Gun, Time Code 01:22:40.

31 Vogler, Christopher, Die Odyssee des Drehbuchschreibers, S. 126.

32 vgl. Top Gun, Time Code 00:37:05; 00:48:10.

33 vgl. Top Gun, Time Code 00:18:20.

34 vgl. Top Gun, Time Code 00:58:44; 01:18:35.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Top Gun. Werbe- und Imagefilm des US-Militärs?
Untertitel
Eine Filmanalyse
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
21
Katalognummer
V288285
ISBN (eBook)
9783656885009
ISBN (Buch)
9783656885016
Dateigröße
630 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
werbe-, imagefilm, us-militärs, eine, filmanalyse
Arbeit zitieren
Stephanie Theresa Trapp (Autor), 2013, Top Gun. Werbe- und Imagefilm des US-Militärs?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288285

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