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Die Gründung des Schmalkaldischen Bundes

Titel: Die Gründung des Schmalkaldischen Bundes

Hausarbeit , 2014 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Saskia Jungmann (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit „Die Gründung des Schmalkaldischen Bundes“ bearbeitet ein Thema im Rahmen des Seminartitels „Glaube und Politik“. Die Verbindung von „Glaube und Politik“ zur Reformationszeit ist bei der Untersuchung des Schmalkaldischen Bundes ein zentrales Motiv. Im Mittelpunkt der Arbeit bilden die Entstehungsphase des Bundes als eine Vereinigung evangelischer Reichsstände der Frühen Neuzeit und ausgewählte Persönlichkeiten, welche innerhalb dieser Zeit in Verbindung mit dem Bund in Erscheinung traten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ausgangslage im Reich

3. Gründung des Schmalkaldischen Bundes

4. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Hausarbeit untersucht die Entstehungsgeschichte des Schmalkaldischen Bundes im Kontext des Spannungsfeldes zwischen Glaube und Politik in der Frühen Neuzeit. Ziel ist es, die auslösenden Ereignisse und die individuellen Motivationen der führenden Akteure – insbesondere von Kurfürst Johann von Sachsen und Landgraf Philipp von Hessen – im Vorfeld der Bundesgründung 1531 zu analysieren.

  • Die Rolle der Speyrer Reichstage als politische Zäsur
  • Einfluss des Augsburger Reichstags 1530 auf die Bündnisdynamik
  • Rezeption der lutherischen Gehorsamkeitslehre und das Widerstandsrecht
  • Instrumentalisierung der Bundesgründung für politische Partikularinteressen
  • Bedeutung der Konfession als verbindendes, politisches Element

Auszug aus dem Buch

Die Gründung des Schmalkaldischen Bundes

Im Vorfeld der Gründung des Schmalkaldischen Bundes war es zu kleineren Zusammenschlüssen evangelischer Reichsstände gekommen. So umfasste das hessisch-kursächsischen Defensivbündnis von Torgau, im Februar 1526 unter der Führung des Landgrafen Phillip von Hessen ausgehandelt, weitere nord- und oberdeutschen Bündnispartner. Trotz dieser beidseitigen Bündnisse, die katholischen Reichsstände hatten sich bereits 1524/25 im Dessauer Bündnis zusammengeschlossen, wurde eine direkte Konfrontation der beiden Glaubensparteien im Reich noch vermieden. Was aber gab kurze Zeit später den Anstoß zur Formierung eines umfassenden Bündnisses seitens der evangelischen Reichsstände, wieso beließ man es nicht bei der Existenz von regionalen Zusammenschlüssen?

Die Situation im Reich hatte aufgrund des Speyrer Reichstags 1529 eine bedeutende Wende erfahren. Die evangelischen Reichsstände befanden sich durch ihren Protest in einer prekären Situation. Der Reichsabschied, gegen welchen sie sich gestellt hatten, konnte auch mit Waffengewalt durchgesetzt werden und den Protestanten drohte nach ihrer Aktion die Verhängung der Reichsacht. Aufgrund der vermehrten Spannungen im Reich im Zuge der Speyrer Reichstage standen die protestantischen Reichsstände unter Handlungszwang, um einer möglichen kriegerischen Durchsetzung des Reichsabschiedes durch die katholische Partei Karls V. Widerstand leisten zu können. Es galt, sich möglichst rasch zu Verhandlungen zusammenzufinden und zu organisieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, definiert den zeitlichen Untersuchungsrahmen von der zweiten Hälfte der 1520er Jahre bis 1531 und benennt die wesentliche Forschungsgrundlage.

2. Ausgangslage im Reich: Hier werden die politischen Rahmenbedingungen analysiert, insbesondere der Einfluss der Speyrer Reichstage und die Zuspitzung durch das „kaiserlose Reich“ sowie der zunehmende Gegensatz zwischen Kaiser und Reichsständen.

3. Gründung des Schmalkaldischen Bundes: Dieses Hauptkapitel untersucht die konkreten Phasen der Bündnisbildung, die Rolle Luthers Lehre, die juristische Argumentation für das Widerstandsrecht und die persönlichen Interessen der Fürsten.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Bundesgründung maßgeblich durch die Ablehnung der Confessio Augustana und das juristische Gutachten zum Widerstandsrecht ermöglicht wurde, wobei politische Interessen der Fürsten eine entscheidende Rolle spielten.

Schlüsselwörter

Schmalkaldischer Bund, Reformation, Kaiser Karl V., Landgraf Philipp von Hessen, Kurfürst Johann von Sachsen, Reichstag zu Speyer, Reichstag zu Augsburg, Confessio Augustana, Religionspolitik, Widerstandsrecht, Zwei-Reiche-Lehre, Landesherrschaft, Protestation, Reichsstände, Territorialpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung des Schmalkaldischen Bundes im 16. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung der Verbindung von religiösen Motiven und politischen Machtbestrebungen der Reichsstände.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die Auswirkungen der Reformation auf das politische Gefüge im Heiligen Römischen Reich, die Rolle der Reichsstände gegenüber Kaiser Karl V. und die Entwicklung von Verteidigungsbündnissen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsarbeit geht der Frage nach, welche Ereignisse und Hindernisse im Vorfeld der Gründung des Schmalkaldischen Bundes eine zentrale Rolle spielten und inwieweit persönliche politische Ziele der Fürsten die Entscheidung zur Bündnisgründung beeinflussten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine historisch-analytische Methode, basierend auf der Auswertung relevanter Fachliteratur, zeitgenössischer Dokumente und der Analyse forschungsrelevanter Kontroversen zur Entstehungsgeschichte des Bundes.

Was ist Inhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Ausgangslage im Reich sowie die detaillierte Analyse der Bündnisgenese, wobei Luthers Gehorsamkeitslehre und deren juristische Neuinterpretation für das Widerstandsrecht gegenüber dem Kaiser im Fokus stehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Schmalkaldischer Bund, Konfessionalisierung, Reichsverfassung, Widerstandsrecht und die politische Instrumentalisierung von Religion beschreiben.

Welche Rolle spielte die lutherische Gehorsamkeitslehre bei der Gründung?

Die Lehre stellte zunächst ein Hindernis dar, da sie Widerstand gegen die von Gott eingesetzte Obrigkeit verbot. Erst durch eine juristische Neuinterpretation, die den Kaiser als "primus inter pares" definierte, konnte der Widerstand legitimiert werden.

Warum verfolgte Kurfürst Johann neben dem Glaubenschutz persönliche Ziele?

Der Kurfürst sah sich in einer Oppositionsrolle gegen die Habsburger, insbesondere im Kontext der Nachfolgeregelung und der Wahl Ferdinands zum römischen König, was er mit der Bündnispolitik zu verbinden suchte.

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Details

Titel
Die Gründung des Schmalkaldischen Bundes
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Frühe Neuzeit)
Veranstaltung
Basismodul Frühe Neuzeit, Seminar "Glaube und Politik"
Note
1,0
Autor
Saskia Jungmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
24
Katalognummer
V288328
ISBN (eBook)
9783656886037
ISBN (Buch)
9783656886044
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gründung schmalkaldischen bundes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Saskia Jungmann (Autor:in), 2014, Die Gründung des Schmalkaldischen Bundes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288328
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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