In diesem Unterweisungsentwurf wird erläutert, wie eine Unterweisung einer Auszubildenden im zweiten Lehrjahre für die „Cocktails – Herstellung eines Mai Tai“ aussehen kann.
Inhaltsverzeichnis
I. Vorbemerkungen
1. Beschreibung der Ausgangsituation
1.1. Der Ausbilder
1.2. Der Auszubildende
2. Beschreibung der Lernziele
2.1. Gesamtziel
2.2. Feinlernziele
2.2.1. Kognitive Lernziele
2.2.2. Psychomotorische Lernziele
2.2.3. Affektive Lernziele
3. Ort der Unterweisung
4. Lernzeit
5. Unterweisungsmethode
6. Ausbildungsmittel
II. Ablauf der Unterweisung: Vier Stufenmethode
6.1. Vorbereitung durch den Ausbilder
6.2. Vormachen und erklären durch den Ausbilder
6.3. Nachmachen und erklären lassen durch den Auszubildenden
6.4. Selbstständiges üben lassen
III. Schlussbesprechung
IV. Anhang
Rezeptur des Mai Tais
Mai Tai – Nicht aus dieser Welt
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit dient als strukturierte Vorlage für eine praktische Unterweisungsprobe im Rahmen der Ausbildereignungsprüfung, mit dem Ziel, einem Auszubildenden die fachgerechte und selbstständige Zubereitung des Cocktails „Mai Tai“ zu vermitteln.
- Strukturierung einer praktischen Unterweisungseinheit nach der Vier-Stufen-Methode.
- Definition von Lernzielen (kognitiv, psychomotorisch, affektiv) für den Ausbildungsberuf Hotelfachmann/-frau.
- Methodische Planung der Unterweisung im Bar-Bereich unter Berücksichtigung pädagogischer Grundsätze.
- Vermittlung von Fachwissen zu Rezepturen, Arbeitsmitteln und Hygienestandards.
- Historischer Kontext und Qualitätsanspruch bei der Cocktailherstellung.
Auszug aus dem Buch
Mai Tai – Nicht aus dieser Welt
Kaum drei Jahre, nachdem er ihn erfunden hatte, sah sich Victor Bergeron (1902-1984) bereits gezwungen, all die beleidigenden Vermutungen, Gerüchte und Spekulationen mit aller Deutlichkeit vom Tisch zu wischen: Er, und nur er, habe die Zutaten des Mai Tai erstmals im Shaker zusammengefügt. Und es sei nicht auf Tahiti und nicht in Honolulu und auch nicht in Thailand gewesen. 1944 habe er ihn an der Bar eines Restaurants „Trader Vic`s“ in Oakland an der San Francisco Bay gemixt. Und jeder, der etwas anderes behauptet, sei ein dreckiges … Aber lassen wir ihn selbst zu Wort kommen, wie das alles war, mit dem Mai Tai, damals, und was derjenige wohl sei, der etwas anderes behauptet.
Denn was in einen original Mai Tai, der heute weltweit zu den Tropical-Cocktail Klassikern zählt, im Detail gehört und wie der Mai Tai zu seinem exotischen Namen kam, beschrieb Vitor Bergeron, den man in der Fachwelt nur unter seinem Spitznamen „Trader Vic“ kennt, in seinem 1947 erschienenen „Bartender’s Guide“ in freimütiger Offenheit:
„Nach dem Erfolg mit verschiedenen exotischen Rum-Drinks hatte ich 1944 das Gefühl, dass ein neuer Drink hermüsste. Ich dachte über all die wirklich erfolgreichen Drinks nach: Martinis, Manhattans, Daiquiris… In der Bar meines Restaurants in Oakland nahm ich eine Flasche mit 17 Jahre altem Rum – einem J. Wray Nephew aus Jamaika. Er war von erstaunlich goldener Farbe, mit mittlerem Köper, aber dem vollen, scharfen Aroma, das den Jamaika-Verschnitten eigen ist.
Dieses Aroma durfte nicht durch Fruchtsäfte und Würzessenzen überlagert werden. Also nahm ich eine frische Limette, gab ein wenig holländischen Orangencuraçao dazu, einen Spritzer Kandissirup und einen Tropfen französischen Orgeat-Sirup wegen seines subtilen Mandelaromas. Ich fügte reichlich geschabtes Eis hinzu und schüttelte das Ganze kräftig von Hand, um die Verbindung herzustellen, auf die ich aus war.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Vorbemerkungen: Beschreibt die Ausgangssituation mit Informationen zum Ausbilder sowie zum Auszubildenden inklusive dessen bisheriger Ausbildungshistorie.
1. Beschreibung der Ausgangsituation: Detaillierte Vorstellung der beteiligten Personen und deren Voraussetzungen für die Unterweisung.
2. Beschreibung der Lernziele: Festlegung der übergeordneten Gesamtlernziele sowie der detaillierten kognitiven, psychomotorischen und affektiven Feinlernziele.
3. Ort der Unterweisung: Bestimmung der Hotelbar als professionelle Lernumgebung.
4. Lernzeit: Festlegung des zeitlichen Rahmens für die Unterweisungseinheit.
5. Unterweisungsmethode: Begründung und Auswahl der Vier-Stufen-Methode sowie ergänzender Lehrgespräche.
6. Ausbildungsmittel: Auflistung der benötigten Zutaten und Werkzeuge für die praktische Durchführung.
II. Ablauf der Unterweisung: Vier Stufenmethode: Konkrete, schrittweise Anleitung für die Durchführung der Unterweisung von der Vorbereitung bis zum eigenständigen Üben.
III. Schlussbesprechung: Anleitung zum Abschluss der Unterweisung inklusive Feedback und Dokumentation im Ausbildungsnachweis.
IV. Anhang: Bereitstellung der Rezeptur sowie historischer Hintergrundinformationen zum „Mai Tai“.
Schlüsselwörter
Ausbildereignungsprüfung, ADA, Unterweisungsprobe, Hotelfachmann, Mai Tai, Vier-Stufen-Methode, Bar, Lernziele, Ausbildung, Cocktail, Rezeptur, Fachgerecht, Berufsausbildung, Pädagogik, Gastronomie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterweisungsprobe grundlegend?
Die Arbeit dient als Leitfaden für eine praktische Unterweisung im Rahmen der Ausbildereignungsprüfung, in der einem Hotelfach-Auszubildenden die fachgerechte Herstellung eines Mai Tai vermittelt wird.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themenfelder umfassen die pädagogische Planung einer Unterweisung, die Festlegung von Lernzielen, die methodische Umsetzung nach der Vier-Stufen-Methode sowie die praktische Vermittlung von Bar-Fachwissen.
Was ist das primäre Ziel der beschriebenen Unterweisung?
Das Ziel ist, dass der Auszubildende nach der Einheit in der Lage ist, einen Mai Tai selbstständig, schnell und fachgerecht nach Rezeptur zuzubereiten.
Welche wissenschaftliche bzw. pädagogische Methode wird verwendet?
Es wird die klassische Vier-Stufen-Methode (Vorbereitung, Vormachen, Nachmachen, selbstständiges Üben) in Kombination mit Elementen des Lehrgesprächs angewandt.
Was umfasst der inhaltliche Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die pädagogische Strukturierung der Unterweisungssituation und die detaillierte Beschreibung der vier Stufen der praktischen Durchführung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Ausbildereignungsprüfung (ADA), Vier-Stufen-Methode, praktische Unterweisung, Hotelfachmann und didaktische Planung beschreiben.
Warum wird der Mai Tai als Lerngegenstand für die Prüfung gewählt?
Der Mai Tai eignet sich gut, um sowohl theoretisches Fachwissen zu Zutaten und Historie als auch praktische Fertigkeiten wie Abmessen, Shaken und Garnieren zu prüfen.
Welche Rolle spielt die historische Komponente im Anhang?
Die Hintergrundinformationen dienen dazu, dem Auszubildenden ein tieferes Verständnis für das Produkt und dessen "Story" zu geben, um seine Beratungskompetenz gegenüber Gästen zu erhöhen.
- Arbeit zitieren
- Diplom Hotelbetriebswirt René Pflüger (Autor:in), 2015, Cocktails. Herstellung eines "Mai Tai" (Unterweisung Hotelfachmann / Hotelfachfrau), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288444