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Berlusconi und die Macht der Massenmedien

Title: Berlusconi und die Macht der Massenmedien

Term Paper , 2004 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Adeline Kerekes (Author)

Politics - Region: Western Europe
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Mit dieser Hausarbeit möchte ich anhand des Beispiels „Berlusconi und die Macht der (Massen-) Medien“ belegen, dass die ideelle Richtgröße der Medien als kritische Kontrollgewalt der Politik in Hinblick auf die Instrumentalisierung von Medien, den sprachlich-instrumentellen Kurs der Politik Berlusconis, in keinem einzigen Ansatz mehr vorhanden sein wird, überlässt man sie der Gewalt einer einzigen Person. Die Arbeit teilt sich auf in die „Medienpower Berlusconis“ (Voraussetzung für seine [Medien-] Politik), in den Teil der „Politik, Werbung, Unterhaltung“ (spezifische Charakteristik seiner Politik) und in den dritten und vierten Teil der „Demoskopie“ und des „Wahlkampfes“ (Anwendung). Über jene Gliederung möchte ich zu meiner Ausgangsthese gelangen und aufgekommene Fragen beantworten.
Ausgangspunkt meiner Betrachtung ist meine, über die Erarbeitung des Themas zustande gekommene persönliche Einstellung, dass ohne die geringste Bemühung, die Medien in ihrer Autonomie zu stärken und ihren kritischen Faktor stets hervorzuheben und als allgemeines Gut zu klassieren, nach und nach jede Demokratie in ihrer idealen Form einem „Italien-Komplex“ anheim fallen würde.
Natürlich wird sich ein Leo Kirch nun nicht mehr in der Politik involvieren wollen, doch wer verspricht uns, dass nicht einer seiner Nachfolger das Kirchimperium zugunsten von politischen Entscheidungsprozessen benutzen wird um eigene Vorteile zu erzielen? Dass es in jedem Land innerhalb der Printmedien, sowie im TV verschiedene politische Lager gibt, ist niemandem neu.
Nun denn, Berlusconi stellt in jeder Hinsicht ein „Paradebeispiel“ für die Akkumulation
medialer und politischer Macht dar, welche es zu betrachten lohnt. Mit seinen Machtressourcen gelang es ihm innerhalb von vier Monaten, Ministerpräsident Italiens zu werden: Ohne Ideologie, ohne politischen Hintergrund, ohne einen zunächst erkennbaren Grund.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Die Medienpower Berlusconis

1.1 TV

1.2 Printmedien

1.3 Mediengesetzgebung

1.4 Journalismus

2 Politik, Werbung, Unterhaltung

2.1 Der AC Milan

2.2 Images, Gefühle, Effekte

2.3 Sprachanalyse

3. Meinungsforschung (Demoskopie)

4. Wahlkampfstrategien

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Instrumentalisierung der Medien durch Silvio Berlusconi und analysiert, wie durch die Akkumulation medialer und politischer Macht die Rolle der Medien als kritische Kontrollinstanz untergraben wird.

  • Medienmacht als Voraussetzung für Berlusconis Politik
  • Wechselspiel zwischen Politik, Werbung und Unterhaltung
  • Einsatz von Demoskopie und Marketingstrategien im Wahlkampf
  • Analyse sprachlicher Strategien und rhetorischer Instrumente
  • Die Aushöhlung demokratischer Kontrollmechanismen durch Konformität

Auszug aus dem Buch

1.1 TV

Josef Klein (1996, S.20) sagt: „TV wirkt über den Bauch, nicht über den Kopf. Sie sind gleichwohl nachhaltig und sie sind Gift für ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Politiker und politischer Praxis.“

Dieser Fakt stellt sozusagen die Zusammenfassung dar, warum das TV nicht unbedingt als vorteilhafte Fläche für politische Praxis dient, wohl aber für die Inszenierung und Dramaturgie des sonst für den Zuschauer so langweiligen politischen Lebens. Wenn an dieser Stelle allerdings die Medien nicht mehr bewertend sondern nur noch passiv fungieren, also als Fläche, auf der jeder unterschwellig und verführerisch das an den Zuschauer bringen darf, was er will, entsteht hieraus eine durchaus bedrohliche Situation für den Willensbildungsprozess.

Berlusconi darf. Er besitzt 90% der TV-Reichweite (Wallisch, 1997, S.43) und drei der sechs größten Sender in Italien (S.68). Die öffentlich-rechtliche RAI stellt hierbei einen Gegenpol zu Berlusconis Hofberichterstattung dar, indem sie sich selbst als Berlusconi-kritisch betitelt. Dennoch gerät sie aufgrund der Unterhaltungsoffensive der „Berlusconi-Sender“ und den damit verbundenen Quoteneinbrüchen immer mehr unter Zugzwang. Dem Tiger werden also im Voraus ohne eigenes Zutun die Zähne gezogen. Einerseits entmachtet sich die RAI durch ihr Kulturprogramm selber. Andererseits wird sie gegenwärtig auch durch Berlusconi, in der Regierung sitzend, stark entmachtet.

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und der These, dass die Medienmacht Berlusconis die demokratische Kontrollfunktion der Medien in Italien massiv gefährdet.

1 Die Medienpower Berlusconis: Untersuchung der Dominanz von TV und Printmedien, der Mediengesetzgebung sowie der Unterwerfung des Journalismus unter die Interessen des Medienmagnaten.

2 Politik, Werbung, Unterhaltung: Analyse der Vermischung von politischer Arbeit mit Unterhaltungselementen am Beispiel des AC Milan, des Images der Forza Italia und Berlusconis Sprachstrategien.

3. Meinungsforschung (Demoskopie): Erläuterung, wie Demoskopie als politisches Steuerungsinstrument genutzt wird, um statt echter Problemlösung rein umfragebasierte Marketingpolitik zu betreiben.

4. Wahlkampfstrategien: Darstellung der Verflechtung von medialen Ressourcen, Lobbyismus und der Rekrutierung politischer Akteure durch Fininvest-Strukturen.

5. Zusammenfassung: Abschließendes Fazit zur totalitären Gefahr der Machtkonzentration und dem Verlust pluralistischer Meinungsbildung durch Korruption und Konformität.

Schlüsselwörter

Silvio Berlusconi, Medienmacht, Mediendemokratie, Instrumentalisierung, Politikmarketing, Demoskopie, Fininvest, Wahlkampfstrategien, Journalismus, Korruption, Machtakkumulation, Medienfreiheit, TV-Monopol, Populismus, Politische Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Machtkonzentration Silvio Berlusconis, der durch seine Kontrolle über Medienunternehmen und politische Ämter die demokratischen Kontrollmechanismen in Italien aushebelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die mediale Dominanz (TV und Print), die Verzahnung von Politik und Unterhaltung, strategische Meinungsforschung sowie der Einsatz von Rhetorik als Instrument der Macht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Beleg, dass durch die Instrumentalisierung von Medien die Rolle der kritischen Kontrollgewalt der Politik vollständig verloren geht, sobald diese der Macht einer einzigen Person unterliegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer politikwissenschaftlichen Analyse von Fachliteratur sowie der Untersuchung von Medienberichterstattung und strategischen Kommunikationsmustern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der „Berlusconi-Show“: vom Aufbau medialer Macht, über das Sponsoring von Politik durch Unterhaltung, bis hin zu manipulativen Sprachstrategien im politischen Diskurs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentral sind Begriffe wie Medienmacht, Instrumentalisierung, Politikmarketing, Demoskopie und das Phänomen der Konformität in der Demokratie.

Inwiefern hat der AC Milan eine politische Bedeutung für Berlusconi?

Der Verein dient als Metapher und „Legitimationsquelle“, um Erfolg und Führungskompetenz auf die staatliche Ebene zu übertragen und die Wähler emotional zu binden.

Warum wird der italienische Journalismus als „versagt“ kritisiert?

Der Arbeit zufolge liegt das Versagen in der korrupten Verflechtung begründet, bei der Journalisten sich für positive Berichterstattung „sponsern“ lassen oder aus Angst vor beruflichem Ruin auf kritische Enthüllungen verzichten.

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Details

Title
Berlusconi und die Macht der Massenmedien
College
Martin Luther University  (Institut für Politikwissenschaften)
Course
Politisch-strategische Instrumente
Grade
1,3
Author
Adeline Kerekes (Author)
Publication Year
2004
Pages
23
Catalog Number
V28845
ISBN (eBook)
9783638305136
ISBN (Book)
9783638649995
Language
German
Tags
Berlusconi Macht Massenmedien Politisch-strategische Instrumente
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Adeline Kerekes (Author), 2004, Berlusconi und die Macht der Massenmedien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28845
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