Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern. Die Genese des § 108e StGB n.F.


Seminararbeit, 2014

48 Seiten, Note: 16


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

LITERATURVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

A. Einleitung

B. § 109 RStGB 1871

C. Gesetzesentwürfe zur Zeit des deutschen Kaiserreichs 1871 – 1918, der Weimarer Republik 1918 – 1933 und der Nazi-Herrschaft 1933 – 1945

D. Gesetzgeberische Aktivitäten in der 1. Wahlperiode des Deutschen Bundestages

E. Gesetzesvorschläge zwischen 1953 und 1994

F. Einführung des § 108e StGB im Jahre 1994
I. Allgemeines
II. Entwurf der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 5.12.1991
III. Entwürfe der Fraktionen der SPD vom 21.11.1991 bzw. CDU/CSU und FDP vom 20.10.1993

G. Reformansätze in der 17. Wahlperiode
I. Allgemeines
II. Die Gesetzesentwürfe im Einzelnen

H. Die Einführung des § 108e StGB n.F.

I. Fazit

ANHANG

LITERATURVERZEICHNIS

Arnim, Hans Herbert von: Der gekaufte Abgeordnete – Nebeneinkünfte und Korruptionsproblematik, NVwZ 2006, 249 ff.

Barton, Stephan: Der Tatbestand der Abgeordnetenbestechung (§ 108e StGB), NJW 1994, 1098 ff.

Becker, Michaela: Korruptionsbekämpfung im parlamentarischen Bereich unter besonderer Berücksichtigung des § 108e StGB sowie der Verhaltensregeln des Bundestages, Diss. Univ. Bonn 1998 (zitiert: Becker, Korruptionsbekämpfung).

Francuski, Ramona: Die Neuregelung der Abgeordnetenbestechung (§ 108e StGB), HRSS 2014, 222 ff.

Fritz, Hans-Joachim: Erweiterung der Abgeordnetenbestechung, NJW-Spezial 2014, 184.

Deutscher Anwaltsverein Strafrechtsausschuss: Stellungnahme des Deutschen Anwaltvereins durch den Strafrechtsausschuss zum Gesetzentwurf der Abgeordneten Jerzy Montag, Volker Beck (Köln), Monika Lazar, Irmingard Schewe-Gerigk, Silke Stokar von Neuforn, Hans Christian Ströbele, Wolfgang Wieland, Josef Philip Winkler und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Entwurf eines … Strafrechtsänderungsgesetzes – Bestechung und Bestechlichkeit von Abgeordneten – (… StrÄndG) (BT-Drs. 16/6726) und zum Gesetzentwurf der Abgeordneten Wolfgang Neskovic, Sevim Dağdelen, Dr. Dagmar Enkelmann, Ulla Jelpke, Jan Korte, Kersten Naumann, Petra Pau und der Fraktion DIE LINKE. – Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung der Abgeordnetenbestechung - (BT-Drs. 16/8979), abrufbar unter: http://www.anwaltverein.de/downloads/Stellungnahmen-09/SN09-09.pdf (zitiert: DAV, SN 09-09).

Deutscher Anwaltsverein Strafrechtsausschuss: Stellungnahme des Deutschen Anwaltvereins durch den Strafrechtsausschuss zum Entwurf eines Strafrechtsänderungsgesetzes – Bekämpfung der Abgeordnetenbestechung (BT-Drs. 17/8613), abrufbar unter: http://anwaltverein.de/downloads/Stellungnahmen-11/SN-67-2012-zur-Abgeordentenbestechung-108-e.pdf (zitiert: DAV, SN 67-12).

Dölling, Dieter: Empfehlen sich Änderungen des Straf- und Strafprozeßrechts, um der Gefahr von Korruption in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft wirksam zu begegnen? Gutachten C für den 61. Deutschen Juristentag, München 1996 (zitiert: Dölling, Gutachten C).

Dreher, Eduard: Das Dritte Strafrechtsänderungsgesetz, JZ 1953, 421 ff.

Epp, Ursula: Die Abgeordnetenbestechung - §108e StGB, Frankfurt am Main 1997 (zitiert: Epp, Abgeordnetenbestechung).

Fischer, Thomas: Strafgesetzbuch mit Nebengesetzen, 61. Aufl., München 2014 (zitiert: Fischer).

Franke, Ulrich: Stellungnahme zum Entwurf eines Strafrechtsänderungsgesetzes – Bekämpfung der Abgeordnetenbestechung (BT-Drucksache 17/8613), Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung der Abgeordnetenbestechung (BT-Drucksache 17/1412), Entwurf eines Strafrechtsänderungsgesetzes – Bestechung und Bestechlichkeit von Abgeordneten (BT-Drucksache 17/5933), abrufbar unter: http://webarchiv.bundestag.de/cgi/show.php?fileToLoad=2930&id=1223 (zitiert: Franke, SN GE Grüne, Linke, SPD).

Gärditz, Klaus Ferdinand: Stellungnahme zur Verfassungskonformität der Gesetzentwürfe zur Einführung eines Straftatbestandes der Abgeordnetenbestechung, abrufbar unter: http://webarchiv.bundestag.de/cgi/show.php?fileToLoad=2930&id=1223 (zitiert: Gärditz, SN GE Grüne, Linke, SPD).

Hartmann, Marcus: Reformmodelle zur Abgeordnetenbestechung, Berlin 2013 (zitiert: Hartmann, Abgeordnetenbestechung).

Heinrich, Bernd: Stellungnahme. Neuregelung des Straftatbestands der Abgeordnetenbestechung, abrufbar unter: http://webarchiv.bundestag.de/cgi/show.php?fileToLoad=2930&id=1223 (zitiert: Heinrich, SN GE Grüne, Linke, SPD).

Hoven, Elisa: Die Strafbarkeit der Abgeordnetenbestechung. Wege und Ziele einer Reform des § 108e StGB, ZIS 2013, 33 ff.

Jäckle, Wolfgang: Abgeordnetenkorruption und Strafrecht – Eine unendliche Geschichte?, ZRP 2012, 97 ff.

Ders. : Sturzgeburt – „Hauruck“-Gesetzgebung bei der Mandatsträgerbestechung, ZRP 2014, 121 ff.

Kempf, Eberhard: Gesetzentwürfe unter BT-Drs. 17/1412 (Die Linke), 17/5932 (Bündnis 90/Die Grünen), 17/8613 (SPD) – Neufassung von § 108e StGB – Abgeordnetenbestechung. Thesen zur Anhörung des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages am 17. Oktober 2012, abrufbar unter: http://webarchiv.bundestag.de/cgi/show.php?fileToLoad=2930&id=1223 (zitiert: Kempf, SN GE Grüne, Linke, SPD).

Kühne, Jörg-Detlef: Die Abgeordnetenbestechung – Möglichkeiten einer gesetzlichen Gegenmaßnahme unter dem Grundgesetz, Frankfurt am Main 1971 (zitiert: Kühne, Abgeordnetenbestechung).

Laufhütte, Heinrich Wilhelm / Rissing - van Saan, Ruth / Tiedemann, Klaus (Hrsg.): Strafgesetzbuch Leipziger Kommentar, Großkommentar, Band 4: §§ 80 bis 109k, 12. Aufl. Berlin 2007.

Meyer, Dieter: Juristische Fremdwörter, Fachausdrücke und Abkürzungen. Sowie die gängigsten Registerzeichen der ordentlichen Gerichtsbarkeit, der Staatsanwaltschaft, der Arbeitsgerichtsbarkeit sowie der wichtigsten Registerzeichen der Verwaltungs-, Sozial- und Finanzgerichtsbarkeit in der Bundesrepublik Deutschland und des Bundesverfassungsgerichts, 13. Aufl. München 2012.

Meyer, Hans: Der Wahlstimmenkauf des § 109 RStGB, Borna-Leipzig 1912 (zitiert: Meyer, Wahlstimmenkauf).

Michalke, Regina: Abgeordnetenbestechung (§ 108e StGB). Plädoyer gegen die Erweiterung einer ohnehin zu weiten Vorschrift, in: Michalke, Regina u.a. (Hrsg.), Festschrift für Rainer Hamm zum 65. Geburtstag am 24. Februar 2008, Berlin 2008, 459 ff.

Dies.: Der neue § 108e StGB – „Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern“, CB 2014, 215 ff.

Möhrenschlager, Manfred Ernst: Die Struktur des Straftatbestandes der Abgeordnetenbestechung auf dem Prüfstand – Historisches und Künftiges, in: Heinrich, Bernd u.a. (Hrsg.), Festschrift für Ulrich Weber zum 70. Geburtstag am 18. September 2004, Bielefeld 2004, 217 ff.

Niederschriften über die Sitzungen der Großen Strafrechtskommission, 10. Band, Besonderer Teil, 104. bis 114. Sitzung, Bonn 1959 (zitiert: Redner, Ndschr. Bd. 10).

Dies. 13. Band, Besonderer Teil, 2. Lesung, 124. bis 143. Sitzung Bonn 1960 (zitiert: Redner, Ndschr. Bd. 13).

Peek, Markus: Strafrecht als Mittel der Bekämpfung politischer Korruption: Zur Reform des Tatbestandes der Abgeordnetenbestechung (§108e StGB), ZStW 120 (2008), 785 ff.

Richter, Carolin: Lobbyismus und Abgeordnetenbestechung – Legitimität und Grenzen der Einflussnahme von Lobbyisten auf Abgeordnete, Aachen 1997 (zitiert: Richter, Lobbyismus und Abgeordnetenbestechung).

Römer, Peter: Das strafrechtliche Problem der Abgeordnetenbestechung, Diss. Univ. Marburg 1964 (zitiert: Römer, Abgeordnetenbestechung).

Schäfer, Leopold: Deutsche Strafgesetzentwürfe von 1909 bis 1927. Synoptische Gegenüberstellung der deutschen und österreichischen Strafgesetzentwürfe und des geltenden deutschen Strafrechts, Mannheim u.a. 1927 (zitiert: Schäfer, Strafgesetzentwürfe 1909-1927).

Schaller, Heiner: Strafrechtliche Probleme der Abgeordnetenbestechung, Diss. Univ. Tübingen 2002 (zitiert: Schaller, Abgeordnetenbestechung).

Schnell, Eric: Neuer Anlauf zur Bekämpfung der Abgeordnetenbestechung?, ZRP 2011, 4 ff.

Schlüchter, Ellen: Zur (Un-)Lauterkeit in den Volksvertretungen, in: Dies. (Hrsg.), Kriminalistik und Strafrecht. Festschrift für Friedrich Geerds zum 70. Geburtstag, Lübeck 1995, 713 ff.

Schmitz, Roland: Vorteilsnahme durch Abgeordnete – internationale Verpflichtungen und nationale Verpflichtungen und nationale Schwierigkeiten, in: Joerden, Jan C. u.a. (Hrsg.), Vergleichende Strafrechtswissenschaft. Frankfurter Festschrift für Andrzej J. Szwarc zum 70. Geburtstag, Berlin 2009, 387 ff.

Schulze, Burkhard: Zur Frage der Strafbarkeit der Abgeordnetenbestechung, JR 1973, 485 ff.

Schwarz, Kyrill-Alexander: Sachverständige Stellungnahme zu dem a) Gesetzentwurf der Fraktion der SPD („Entwurf eines Strafrechtsänderungsgesetzes – Bekämpfung der Abgeordnetenbestechung“), BT-Drs. 17/8613, b) Gesetzentwurf der Fraktion DIE LINKE („Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung der Abgeordnetenbestechung“), BT-Drs. 17/1412 und c) Gesetzentwurf der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN („Entwurf eines Strafrechtsänderungsgesetzes – Bestechung und Bestechlichkeit von Abgeordneten“), BT-Drs. 17/5933, abrufbar unter: http://webarchiv.bundestag.de/cgi/show.php?fileToLoad=2930&id=1223 (zitiert: Schwarz, SN GE Grüne, Linke, SPD).

Stünker, Joachim: Strafbarkeit der Einflussnahme auf Volksvertreter, in: Derra, Hans-Jörg (Hrsg.), Freiheit, Sicherheit und Recht. Festschrift für Jürgen Meyer zum 70. Geburtstag, Baden-Baden 2006, 589 ff.

Süße, Sascha/Püschel, Carolin: Deutscher Bundestag beschließt einen Gesetzentwurf der Fraktionen CDU/CSU und SPD zur Erweiterung des Straftatbestandes der Abgeordnetenbestechung, Newsdienst Compliance 2014, 31007.

Vormbaum, Thomas / Rentrop, Kathrin (Hrsg.): Reform des Strafgesetzbuchs. Sammlung der Reformentwürfe, Band 1: 1909 bis 1919, Berlin 2008 (zitiert: Vormbaum/Rentrop, Band 1).

Dies. (Hrsg.): Reform des Strafgesetzbuchs. Sammlung der Reformentwürfe, Band 2: 1922 bis 1939, Berlin 2008 (zitiert: Vormbaum/Rentrop, Band 2).

Dies. (Hrsg.): Reform des Strafgesetzbuchs. Sammlung der Reformentwürfe, Band 3: 1959 bis 1996, Berlin 2008 (zitiert: Vormbaum/Rentrop, Band 3).

Wabnitz, Heinz – Bernd / Janovsky, Thomas (Hrsg.): Handbuch des Wirtschafts- und Steuerstrafrechts, 4. Auflage München 2014.

Wolf, Sebastian: Die Modernisierung des deutschen Antikorruptionsstrafrechts durch internationale Vorgaben. Momentaufnahme und Ausblick, NJW 2006, 2735 ff.

Ders.: Regierungsproblem Abgeordnetenbestechung: eine Analyse neuer Entwicklungen, CCZ 2013, 99 ff.

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten.

A. Einleitung

Die Abgeordnetenbestechung bzw. die Bestechung von Mandatsträgern kann „auf keine allzu große Anzahl von historischen Vorläufern zurückblicken“1. Das liegt in der Tatsache begründet, dass in Deutschland erst nach der Revolution von 1848 ein Bedarf an Regelungen, welche die Demokratie und den Rechtsstaat schützen sollten, aufkam.2 Nichtsdestotrotz soll in dieser Seminararbeit die historische Entwicklung der Bestechung von Abgeordneten, bzw. Volksvertretern oder Mandatsträgern in Deutschland möglichst genau veranschaulicht werden.3 Da im Rahmen einer Seminararbeit nicht jedes Gesetz bzw. jeder Gesetzentwurf in gleichen Maßen berücksichtigt werden kann, wurden die Schwerpunkte wie folgt gesetzt:

Die Ausführungen zur Genese des § 108e StGB n.F. beginnen mit einer ausführlicheren Darstellung des § 109 des RStGB aus dem Jahr 1871.4 Im Anschluss werden kurz die Reformvorschläge zwischen 1871 und 1945 aufgezeigt. Danach wird beschrieben wie es zu der Straflosigkeit der Abgeordnetenbestechung in der 1. Wahlperiode des Bundestags kam, um im Anschluss darzustellen welche Versuche unternommen wurden um eine Strafbarkeit wieder einzuführen. Dies gelang schließlich nach 40 Jahren Straflosigkeit in begrenzter Form im Jahr 1994 mit dem § 108e StGB a.F. Die einzelnen Tatbestandsmerkmale und die Kritik an diesen Merkmalen wird in der Arbeit detailliert beschrieben. Den größten Anteil der Seminararbeit nimmt die abschließende Darstellung der Gesetzesentwürfe der 17. und 18. Wahlperiode, welche letztlich zu § 108e StGB n.F. geführt haben, ein. Der Blick auf die verschiedenen Gesetze und Initiativen wird zeigen, dass seit 1871, unabhängig von den jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnissen, mehr oder weniger die gleichen Probleme bei der Schaffung eines Straftatbestandes der „Abgeordnetenbestechung“ bestanden und auch weiterhin bestehen.5

B. § 109 RStGB 1871

Der Tatbestand des § 109 RStGB 1871 baute auf dem code pénal von 1810 auf6 und war zu der damaligen Zeit höchst umstritten.7 Weitestgehend einig war man sich darüber, dass in diesem Tatbestand der allgemeinen Wahlbestechung8 neben der Wählerbestechung9 auch die Abgeordnetenbestechung erfasst werden sollte,10 wohingegen strittig war welches Rechtsgut der § 109 RStGB 1871 überhaupt schützen sollte. Die Meinungen gingen reichten hier von „Schutz der Freiheit des einzelnen Wählers vor Beeinflussung“11, über die Lauterkeit des Wahlaktes,12 bis hinzu die „Freiheit in dem Wahlakte“13.14

Bei dem Tatbestandsmerkmal der „öffentlichen Angelegenheiten“ stand vor allem die Frage im Raum inwieweit der Kauf von Abgeordnetenstimmen unter das Merkmal fiel.15 Aus einer Entscheidung des Reichsgerichts16 lässt sich entnehmen, dass nicht nur die Wahlen zu den Volksvertretungen sondern auch die Wahlen in den Volksvertretungen in dem Zusammenhang mit § 109 RStGB 1871 gesehen wurden.17 Des Weiteren bestanden in Literatur und Rechtsprechung Differenzen über die Auslegung des Merkmals der Wahlstimme. Das Reichsgericht sprach sich für eine Einbeziehung von Abstimmungen über Sachfragen unter den Anwendungsbereich des § 108 StGB 1871 aus.18 Diese Entscheidung zu § 108 StGB 1871 wurde sodann auf § 109 StGB 1871 übertragen.19 Die h.M. in der Literatur ging davon aus, dass nur der Stimmenkauf bei Abstimmungen über Personalfragen von der Vorschrift umfasst war.20 Einigkeit bestand darüber, dass Verhaltensweisen, die nicht die Stimmabgabe betrafen, nicht von dem Tatbestand erfasst werden konnten.21

Die Debatte um das Merkmal „Kaufen oder Verkaufen einer Wahlstimme“ nahm eine exponierte Stellung ein, da sich anhand der Auslegung der Tathandlung die Abgrenzung zwischen sozialadäquaten und strafwürdigen Verhaltensweisen des Abgeordneten treffen lassen kann.22 Voraussetzung für die Erfüllung des Tatbestandsmerkmals war die – ausdrückliche oder stillschweigende – Einigung über den Stimmenverkauf, wobei der Begriff der Einigung umgangssprachlich und nicht streng im Sinne des Zivilrechts verstanden werden sollte.23 Die Tatsache, dass der Abgeordnete seine Stimme aus eigener Überzeugung auch ohne diese Einigung in dem Sinne des Bestechenden abgegeben hätte, hatte nach h.M. keine Straflosigkeit zur Folge, da die Entschließungsfreiheit schon durch die Einigung beschränkt wurde.24 Eine Strafbarkeit kam nach h.A. jedoch nicht in Betracht, wenn der Abgeordnete den inneren Vorbehalt hatte, doch nicht im Sinne des Vereinbarten zu stimmen, weil er dann keinen Vorsatz gehabt habe seine Wahlfreiheit aufzugeben und dadurch keine Unrechtsvereinbarung hätte zustande kommen können.25 Uneinigkeit bestand auch darüber, ob nur materielle oder auch immaterielle Vorteile als Vorteile im Sinne der Norm angesehen werden sollten,26 wobei das Reichsgericht sich gegen eine Einbeziehung immaterieller Vorteile aussprach.27 Kritik wurde an beiden Auslegungsalternativen geübt. Da der § 109 RStGB 1871 sowohl die Wähler- als auch die Abgeordnetenbestechung erfasste, war man der Ansicht, dass eine weite Auslegung dazu führen würde, dass der Anwendungsbereich der Abgeordnetenbestechung zu weit ausgedehnt werde, da auch bloße politische Vorteile, die zumeist immaterieller Natur sind, darunter zu subsumieren waren.28 Eine enge Auslegung hätte wiederum zur Folge gehabt, dass im Rahmen der Wählerbestechung Strafbarkeitslücken entstünden.29 Mittelbare Vorteile wurden als Vorteile im Sinne des § 109 RStGB 1871 angesehen.30

Da es sich bei dem § 109 RStGB 1871 weder um ein Unternehmensdelikt handelte noch der Versuch unter Strafe gestellt war, konnte man sich letztlich nur strafbar machen, wenn der Abgeordnete auf das Angebot tatsächlich einging, also eine Einigung zustande kam.31

C. Gesetzesentwürfe zur Zeit des deutschen Kaiserreichs 1871 – 1918, der Weimarer Republik 1918 – 1933 und der Nazi-Herrschaft 1933 – 1945

Sowohl der Vorentwurf zu einem Deutschen Strafgesetzbuch von 1909 als auch der Gegenentwurf zum Vorentwurf eines deutschen Strafgesetzbuchs von 1911 sowie der Entwurf zu einem Deutschen Strafgesetzbuch nach den Beschlüssen der Strafrechtskommission von 191332 enthielten einen Tatbestand der „Wahlbestechung“.33 Hiervon wurde jedoch nicht die Abgeordnetenbestechung erfasst, da alle Entwürfe nur von Wahlen für oder zu einer gesetzgebenden oder anderen politischen Versammlung sprachen.34 Die Wahlen oder Abstimmungen in den gesetzgebenden Versammlungen wurden von diesen Tatbeständen nicht erfasst. Dies hatte zur Folge, dass die Bestechung und Bestechlichkeit eines Abgeordneten nach den Entwürfen straffrei blieb, da diese auch nicht nach den Regeln der Beamtenbestechung bestraft werden konnten.35

Alle Gesetzesentwürfe zur Zeit der Weimarer Republik enthielten den Tatbestand der „Bestechung bei Wahlen und Abstimmungen“.36 Im Unterschied zu den vorherigen Gesetzesentwürfen war der Geltungsbereich der Normen hier nicht nur auf Wahlen zu bzw. für gesetzgebende oder andere politische Versammlungen beschränkt, sondern erfasste auch (Personen-)Wahlen und (Sach-)Abstimmungen innerhalb dieser Versammlungen.37 Daraus folgte, dass nun auch die Abgeordnetenbestechung und -bestechlichkeit erfasst werden sollte.38 Tathandlung war bei allen Entwürfen das Anbieten, Versprechen oder Gewähren39 eines Entgelts40 dafür, dass der Abgeordnete nicht, oder in einem bestimmten Sinne wähle. Weil eine Einigung bei diesen Tathandlungen keine zwingende Strafbarkeitsvoraussetzung mehr war, wurde die Strafbarkeit dadurch nach vorne verlagert.41 Der Begriff Entgelt erfasste neben materiellen auch immaterielle Vorteile sowie Drittvorteile.42

Da die Parlamente der Länder zur Zeit der Nazi-Herrschaft durch die Gleichschaltung aufgelöst wurden und es sich bei dem Reichstag nur noch um ein Scheinparlament ohne Entscheidungsmacht handelte, war die Frage ob sich Abgeordnete der Bestechlichkeit strafbar machen können eigentlich obsolet geworden.43 Der E 1933 hatte bzgl. der Bestechung bei Wahlen und Abstimmungen den gleichen Inhalt wie die Entwürfe E 1927 und E 1930. Die E 1936 und E 1939 enthielten in § 283 bzw. § 313 den Tatbestand des Stimmenkaufs. Danach machte sich strafbar, wer eine Stimme bei Wahlen und Abstimmungen, die auf Grund einer gesetzlichen Vorschrift in öffentlichen Angelegenheiten vorgenommen werden, kauft oder verkauft.44

D. Gesetzgeberische Aktivitäten in der 1. Wahlperiode des Deutschen Bundestages

Nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs wollte der Gesetzgeber das deutsche Strafrecht umfassend modernisieren.45 Zu den reformbedürftigen Vorschriften zählten auch die §§ 107b und 109 E 1950.46 Ein Grund für den Wunsch nach Reformen bei den Wahldelikten war der Umstand, dass bei der Entscheidung um die neue Bundeshauptstadt extreme Geldzahlungen an mehrere Abgeordnete geleistet wurden.47 Die kurze Gesetzesbegründung weist auf folgendes hin: Der § 107b E 1950 sollte neben dem klassischen Stimmenkauf auch die Fälle erfassen, in denen es nicht zu einer Willenseinigung zwischen den Parteien gekommen sei.48 Man wollte sowohl die Konstellationen erfassen in denen der Bestochene dazu veranlasst werden sollte, in einem bestimmten Sinne zu wählen als auch diese in denen er ausschließlich dazu gebracht werden sollte, sich überhaupt an einer Wahl oder Abstimmung zu beteiligen bzw. nicht zu beteiligen.49 Wie § 109 E 1950 zweifelsfrei belegt, hatte man die Absicht durch § 107b E 1950 sowohl (Personen-)Wahlen als auch (Sach-)Abstimmungen zu erfassen. Durch die Wahl des Merkmals der öffentlichen Angelegenheit lässt sich entnehmen, dass der Gesetzgeber eine Strafbarkeit von Bestechungshandlungen im Rahmen von Wahlen und Abstimmungen zu und in den Parlamenten einführen wollte.50 Der § 107b E 1950 stellte somit auch die Abgeordnetenbestechung unter Strafe.51 In den Beratungen des Rechtsausschusses zu dem Gesetz wurde sogar die Möglichkeit erkannt, dass auch außerhalb des Aktes der Stimmabgabe auf die politische Meinungsbildung – z.B. durch Äußerungen in den Ausschüssen – eingewirkt werden könne und man daher eine Regelung schaffen sollte, die auch diese Art von korrupten Handlungen erfasse.52 Vereinzelt gab es jedoch auch Stimmen, die sich generell gegen eine strafrechtliche Lösung aussprachen.53 Da die Vorschriften über die Wahldelikte letztlich bei der zweiten und dritten Lesung im Bundestag aus Zeitgründen nicht mehr mitbehandelt wurden, hat man das Gesetz ohne eine Reformierung dieser Delikte erlassen.54

Der ursprüngliche Entwurf eines dritten Strafrechtsänderungsgesetzes der Bundesregierung aus dem Jahre 1952 enthielt keine Ausführungen zu den Regelungen der §§ 107 ff. StGB.55 In der Folgezeit nahm sich jedoch der Rechtsausschuss der Sache an und entwarf einen eigenen Vorschlag bezüglich der Wahldelikte.56 Die Tathandlung wurde insofern erweitert, als dass sie komplett auf eine tatsächlich eingetretene Einigung verzichtete.57 Größere Auswirkungen als die Erweiterung der Tathandlung hatte die Begrenzung des Anwendungsbereichs in § 109a StGB 1953.58 Dieser wurde nicht mehr durch den, von der Rechtsprechung weit ausgelegten59 Begriff der „öffentlichen Angelegenheit“ definiert. Es wurde vielmehr klargestellt, dass die Wahldelikte nur noch für Wahlen zu den Volksvertretungen und für sonstige Wahlen und Abstimmungen des Volkes gelten sollten. Diese Formulierung, welche sich gegen den Widerstand der Bundesregierung durchgesetzt hatte,60 hatte zur Folge, dass Abstimmungen und Wahlen in den Volksvertretungen nicht von § 108b StGB 1953 erfasst wurden und die Abgeordnetenbestechung von diesem Zeitpunkt an für ca. 40 Jahre straffrei blieb.61 Diese lange Periode der Straffreiheit war freilich nicht gewollt.62 Man nahm zwar die Strafbarkeitslücke bewusst in Kauf,63 da man der Ansicht war, dass diese komplexe Materie in der Kürze der Zeit nicht adäquat besprochen werden könne, wollte aber in der nächsten Legislaturperiode eine besondere, außerhalb der allgemeinen Wahlbestechungsdelikte stehende Regelung finden.64 In der Literatur hat die Nichterfassung der Abgeordnetenbestechung durch das Strafgesetzbuch von Anfang an heftige Kritik erfahren.65

E. Gesetzesvorschläge zwischen 1953 und 1994

Die FDP-Fraktion hat im Jahr 1956 den ersten Versuch unternommen die Abgeordnetenbestechung wieder in das StGB aufzunehmen.66 Auslöser hierfür war der bekannt gewordene Versuch der Bestechung eines Landtagsabgeordneten.67 Der § 109a StGB sollte dahingehend geändert werden, dass die §§ 107-109 StGB 1953 auch wieder auf Wahlen und Abstimmungen innerhalb der Volksvertretungen anwendbar sein sollten. In der ersten Beratung im Bundestag waren sich die Abgeordneten darüber einig, dass die Straflosigkeit der Abgeordnetenbestechung ein nicht hinzunehmender Zustand sei, der dringendst behoben werden müsse.68 Der Gesetzesentwurf scheiterte am Ablauf der Legislaturperiode.69 Zudem wurden in dem Rechtsausschuss Bedenken bezüglich der Einhaltung des Bestimmtheitsgebots geäußert.70

Die Große Strafrechtskommission wurde 1959 mit dem Ziel ins Leben gerufen einen künftigen Entwurf eines Strafgesetzbuchs zu entwickeln.71 Zu Beginn der Debatte wies Tröndle darauf hin, dass es einhellige Meinung unter den Kommissionsmitgliedern sei, dass die Abgeordnetenbestechung unter Strafe gestellt werden muss,72 die Vorschrift jedoch normative Tatbestandsmerkmale enthalten solle, da eine Fassung mit ausschließlich deskriptiven Merkmalen nicht möglich sei73 und dass der Tatbestand die besondere Herausforderung enthalte, sozialadäquate Handlungen des politischen Bereichs von strafbarem Verhalten abzugrenzen.74 Des Weiteren bestand schnell Einigkeit darüber, dass die Abgeordnetenbestechung nicht durch eine Ausweitung des Amtsträgerbegriffs auf Abgeordnete erreicht werden solle, da dies der deutschen Rechtstradition widersprechen würde75 und das Problem bestünde, dass „politisch adäquate Vorteile“ unter den Vorteilsbegriff der §§ 331 ff. StGB fallen würden.76 Im Anschluss wurden in die Debatte verschiedene Vorschläge eingebracht, wie man den Straftatbestand der Abgeordnetenbestechung ausgestalten könnte. Zunächst schlug die I. Unterkommission vor, dass man den Vorteilsbegriff durch das Merkmal der „Unangemessenheit“ einschränken,77 an dem Merkmal des Stimmenkaufs festhalten und Wahlen und Abstimmungen zu und innerhalb der Volksvertretungen erfassen sollte.le.78 Die Sachbearbeiter des Bundesjustizministeriums wollten zur Einschränkung des Tatbestands eine Rechtswidrigkeitsregel nach Vorbild des § 240 StGB einführen79 und ein Teil der Kommissionsmitglieder wollte nur dann eine Strafbarkeit annehmen, wenn das Entgelt in „verwerflicher Weise“ gefordert oder angeboten wird.80 Die Mehrheit sprach sich jedoch für das Merkmal des „Stimmenkaufs- bzw. Verkaufs“81 und gegen Formulierungen wie „Anbieten von Vorteilen in pflichtwidriger82 oder unlauterer83 Weise“84 bzw. „ein nach den Gepflogenheiten eines ehrenhaften Abgeordneten unangemessenen Entgelt“85 aus. Das Positive an der letztlich präferierten Formulierung sei, dass durch das Merkmal der Käuflichkeit der Unrechtsgehalt der Norm am Besten zum Tragen komme86 und sie kurz und prägnant sei.87 Der Anwendungsbereich der Norm solle sich auf Wahlen zu und auf Wahlen und Abstimmungen in den Volksvertretungen erstrecken.88 Zudem solle die Norm als Unternehmensdelikt ausgestaltet werden. Insgesamt war man jedoch mit der vorgeschlagenen Fassung nicht wirklich zufrieden,89 sondern attestierte der Norm vielmehr, dass sie keine große praktische Bedeutung erlangen würde.90

Im Jahr 1962 brachte die Bundesregierung einen Gesetzesentwurf91 in den Bundestag ein, die Abgeordnetenbestechung im Rahmen der „Stimmbestechung“ nach § 404 E 1962 erfassen sollte.92 Der § 409 E 1962 war so gefasst, dass der § 404 E 1962 bei Wahlen und Abstimmungen des Volkes und bei Wahlen und Abstimmungen in den Volksvertretungen anzuwenden sei, obwohl in dieser Vorschrift ausdrücklich nur die Abstimmung genannt wurde.93 Ansonsten hat sich die Bundesregierung größtenteils den Vorschlägen der Großen Strafrechtskommission angeschlossen. Befremdlich erscheint, dass die Gesetzesbegründung die Probleme, welche die Kommission bei der Beratung des Tatbestandes eingehend besprochen hatte, mit keiner Silbe erwähnt, sondern vielmehr darauf hinweist, dass durch die Schaffung des neuen Tatbestandes alle „Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Tatbestandsfassung aus dem Weg geräumt seien“94.95 Wegen des Ablaufs der Legislaturperiode wurden die Vorschriften nicht weiter besprochen; die Abgeordnetenbestechung blieb trotz der ausführlichen Beratungen durch die Große Strafrechtskommission, dem Umstand, dass sowohl in der Literatur als auch in Abgeordnetenkreisen die Strafbarkeitslücke zumindest als unbefriedigend empfunden wurde und des Gesetzesvorschlags der Bundesregierung, weiterhin straffrei.96

Ein Gesetzesvorschlag der im Jahre 1965 von den Fraktionen der CDU/CSU und FDP eingebracht wurde, war inhaltlich identisch zu dem Regierungsentwurf des Jahres 1962.97 Folge dieses Entwurfs war eine konstruktive Diskussion welche in einer weitreichenden Reform des StGB mündete, von der jedoch die Regelungen der §§ 404, 409 E 1965 nicht erfasst wurden.98

Der Vorschlag der CDU/CSU-Fraktion aus der 7. Wahlperiode war hingegen wieder anders ausgestaltet.99 Man hat sich gegen einen eigenständigen Tatbestand der Abgeordnetenbestechung entschieden und stattdessen die Möglichkeit gewählt, die bestehenden Tatbestände so zu gestalten, dass sie auch die Abgeordnetenbestechung erfassen.100 Um den Tatbestand einzugrenzen wurde die Formulierung gewählt, dass man „Geld oder andere Vermögenswerte für sich fordere...“ (Abs. 2).101 Hiermit wollte man solche Fälle aus dem Tatbestand ausschließen, in denen der Abgeordnete die Vorteile nur zum Wohle seiner Partei forderte, sich versprechen ließ oder annahm.102 Der Abgeordnete sollte so vor ungerechtfertigten Verdächtigungen geschützt werden.103 Aus diesem Grund sollten auch immaterielle Vorteile außen vor bleiben und nur konkrete Vermögenswerte erfasst werden.104 Diese Einschränkungen sollten sowohl für die aktive als auch für die passive Seite gelten.105 § 108d Abs. 2 E 1974 wollte den Anwendungsbereich des § 108b E 1974 auf Wahlen und Abstimmungen in den Volksvertretungen ausweiten. Eine Ausdehnung der Strafbarkeit auf sonstiges Handeln in den Volksvertretungen stand jedoch nicht zur Debatte. Aus Zeitgründen wurde der Gesetzesvorschlag nicht weiter verfolgt; er fiel dem Ende der Legislaturperiode zum Opfer.106

F. Einführung des § 108e StGB im Jahre 1994

I. Allgemeines

Die Fraktionen der SPD, der CDU/CSU und FDP sowie von Bündnis 90/Die Grünen brachten in der 12. Wahlperiode drei Gesetzesvorschläge in den Bundestag ein. Da der Gesetzentwurf von CDU/CSU und FDP dem der SPD-Fraktion fast vollständig gleicht107 und die Gesetzesbegründungen vom Wortlaut vollkommen identisch sind werden die beiden Entwürfe hier zusammenfassend dargestellt. Der Deutsche Bundestag hat die Gesetzentwürfe der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und SPD am 16. Januar 1992 in erster Lesung beraten und an den Rechtsausschuss federführend sowie an den Ausschuss für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung zur Mitberatung überwiesen.108 Der Gesetzentwurf der CDU/CSU- und FDP-Fraktionen wurde am 21.10.1993 in erster Lesung beraten und ebenfalls an die soeben genannten Ausschüsse überwiesen.109 Der Rechtsausschuss hat nach Beratung der Vorlagen empfohlen, den Entwurf der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen für erledigt zu erklären und die Entwürfe der Fraktionen CDU/CSU und FDP sowie SPD zusammenzuführen und in der Fassung der schwarz-gelben Regierungsfraktionen anzunehmen.110 Diese Beschlussempfehlungen wurde von den Mitgliedern des Bundetags einstimmig bzw. mit einer Enthaltung angenommen.111 Die Vorschrift des § 108e StGB a.F. wurde nach Annahme durch den Bundesrat durch das 28. Strafrechtsänderungsgesetz vom 13.01.1994 in das StGB eingeführt und war vom 14.01.1994112 bis zum 30.08.2014 wirksam.113

II. Entwurf der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 5.12.1991

In der sehr kurz gehaltenen Gesetzesbegründung wird erwähnt, dass der Entwurf sich größtenteils an den Vorschlägen der Großen Strafrechtskommission orientiert.114 Die Entscheidung den Tatbestand als Unternehmensdelikt auszugestalten wird damit begründet, dass sich eine große Mehrheit der Mitglieder der Strafrechtskommission für diese Variante ausgesprochen hatte.115 Durch das normative Tatbestandsmerkmal der „Käuflichkeit“ sollte der Tatbestand eingeschränkt werden, um eine Abgrenzung zwischen erlaubten und verbotenen Handlungen vorzunehmen. Durch den Tatbestand sollte nur der Kauf und Verkauf einer Stimme in den Volksvertretungen erfasst werden. Anderes Verhalten in den Volksvertretungen wie das Stellen von Anträgen oder meinungsbildende Redebeiträge sollten genauso wenig strafbar sein, wie das Stimmverhalten außerhalb der Volksvertretungen. Die Abgeordnetenbestechung war nicht als eigener Tatbestand ausgestaltet, vielmehr wollte § 108d StGB-E 1991 den Anwendungsbereich der Stimmbestechung auf „Wahlen und andere Abstimmungen in den Volksvertretungen“ ausdehnen und somit auch die Abgeordnetenbestechung erfassen.116 Der Begriff der „Abstimmung“ in § 108b StGB-E 1991 (B 90/Die Grünen) wurde als Oberbegriff für Abstimmungen und Wahlen angesehen.117 118 119

III. Entwürfe der Fraktionen der SPD vom 21.11.1991 bzw. CDU/CSU und FDP vom 20.10.1993

Die Entscheidung, die Abgeordnetenbestechung in einem eigenen, neuen Tatbestand zu regeln folgte aus dem Umstand, dass der Gesetzgeber der Ansicht war, dass bei einer Einfügung in einen anderen Tatbestand des 4. Abschnitts des StGB zum einen die Gefahr der Einschränkung dieser Delikte bestünde und zum anderen so eine größere Symbolwirkung erreicht würde.120 Ein Verstoß gegen Verfassungsrecht, insbesondere gegen Art. 38 Abs. 1 S. 2 und 46 Abs. 1 GG, würde durch die Neufassung des § 108e StGB a.F. nicht eintreten, vielmehr diene der Tatbestand der Abgeordnetenbestechung dem gleichen Zweck wie die erwähnten Artikel des GG.121 Schon im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens wurde die Fassung des § 108e StGB a.F. in einer Sachverständigenanhörung des Rechtsausschusses heftig kritisiert.122

[...]


1 Epp, Abgeordnetenbestechung, 40.

2 Epp, aaO, 40.

3 Vgl. zu der Entwicklung im Ausland, Möhrenschlager, in: Heinrich u.a. (Hrsg.) FS Weber, 217 (223 ff.).

4 Vgl. zu der Strafbarkeit nach dem römischen Recht, den Vorschriften in den Partikularstaaten und dem Art. 113 code pénal von 1810, Epp, aaO, 35 ff.

5 RGBl. 1871, 127. Vgl. ausführlich zu der Regelung des § 109 StGB a.F. die Dissertation von Meyer, Wahlstimmenkauf.

6 Epp, aaO, 40. In diesem Fall auf Art. 113 code pénal 1810

7 Becker, Korruptionsbekämpfung, 8; Epp, aaO, 40; Hartmann, Abgeordnetenbestechung, 27.

8 Hartmann, aaO, 26.

9 Die Wählerbestechung konnte von Jedermann begangen werden, Hartmann, aaO, 26.

10 Vgl. Kühne, Abgeordnetenbestechung 24; Schlüchter, in: Dies. (Hrsg.), FS Geerds, 713 (724).

11 RGSt 7, 223, 225; Becker, aaO, 8.

12 Becker, aaO, 8 m.w.N.; Römer, Abgeordnetenbestechung 34;

13 Becker, aaO, 8 m.w.N.

14 Becker, aaO, 8; Hartmann, aaO, 27 f. Der Unterschied zwischen den Rechtsgütern „Lauterkeit des Wahlaktes“ und „Freiheit in dem Wahlakte“ besteht darin, dass bei der 1. Alternative die Abstimmungen von Falschheit freigehalten werden sollten und eine Strafbarkeit somit auch hätte eintreten können, wenn man dazu bestochen worden wäre nicht zu wählen, hingegen bei der 2. Alternative das Bestechen zur Nichtbeteiligung an der Wahl nicht unter Strafe gestellt worden wäre.

15 Epp, aaO, 40.

16 RGSt 41, 121 (128).

17 Ausführlich Epp, aaO, 41; Kühne, aaO, 25 ff.; Römer, aaO, 31; Schaller, Abgeordnetenbestechung 6; im Ergebnis auch Peek, ZStW 120 (2008), 785 (805); Richter, Lobbyismus und Abgeordnetenbestechung, 34; Stünker, in: Derra (Hrsg.), FS Meyer, 589 (590 f.).

18 RGSt 62, 6 ff.; Becker, aaO, 9; Hartmann, aaO, 29; Schaller, aaO 7.

19 Hartmann, aaO, 29.

20 Epp, aaO, 41 m.w.N.; Peek, ZStW 120 (2008), 785 (805); Schaller, aaO, 7 m.w.N.

21 Hartmann, aaO, 35.

22 Hartmann, aaO, 32.

23 RGSt 47, 71 (72); Becker, aaO, 13; Hartmann, aaO, 32 f.; Kühne, aaO, 30.

24 RGSt 17, 296 (298); 9, 197 (199); Becker, aaO, 13; Kühne, aaO, 30.

25 Becker, aaO, 14; Römer, aaO, 33; Schaller, aaO, 9.

26 Becker, aaO, 16 f.; Hartmann, aaO, 33 f.

27 RGSt 17, 296 (297); Römer, aaO, 32; Schaller, aaO, 8.

28 Becker, aaO, 17; Hartmann, aaO, 34 f.

29 Becker, aaO, 17; Hartmann, aaO, 34 f.

30 RGSt 47, 71 (74); Römer, aaO, 32.

31 Becker, aaO, 14; Römer, aaO, 32; Schaller, aaO, 8 f.

32 Welcher wegen des Ausbruchs des 1. Weltkriegs erst 1920 veröffentlicht wurde, Schäfer, Strafgesetzentwürfe 1909-1927, XIII.

33 Vgl. § 121 VE 1909, § 133 GE 1911, § 158 KE 1913.

34 Dies ergibt sich aus § 119 VE 1909 „Wahl für eine gesetzgebende Versammlung“, § 130 GE 1911 „zur Wahl für eine gesetzgebende Versammlung oder eine andere politische Versammlung“ und § 154 KE 1913 „...für Wahlen zu einer deutschen gesetzgebenden Versammlung...“, vgl. Römer, aaO, 45 f.

35 Römer, aaO, 45 f.

36 Vgl. § 156 E 1919, § 105 E 1922 und E 1925, § 106 E 1927 und 1930.

37 Dies ergab sich aus dem Merkmal der „öffentlichen Angelegenheit“, welches das Reichsgericht schon früher in dieser Art und Weise ausgelegt hatte, vgl. § 153 E 1919, § 102 E 1922 und E 1925, § 103 E 1927 und 1930; Hartmann, aaO, 36.

38 Siehe Römer, aaO, 46 f.

39 Bzw. das Fordern, Sich Versprechen Lassen oder Annehmen.

40 Bei § 156 E 1919 wurde noch die Formulierung „als Entgelt ... ein Geschenk oder einen anderen Vorteil anbietet...“ gewählt, was jedoch keine Einengung oder Ausweitung des Tatbestands bedeutete, vgl. Römer, aaO, 47.

41 Hartmann, aaO, 35.

42 Hartmann, aaO, 36. § 9 Nr. 8 E 1927 enthielt zudem noch eine Legaldefinition des Begriffes „Entgelt“: „Im Sinne dieses Gesetzes ist Entgelt: jeder Vorteil, gleichviel wem er zugute kommen soll.“

43 Vgl. Römer, aaO, 48

44 Vgl. §§ 283 i.V.m. 286 E 1936 und §§ 313 i.V.m. § 311 E 1939.

45 BT-Drs. I/307, 28; Epp, aaO, 43.

46 Gesetzentwurf zu einem Strafrechtsänderungsgesetz – 1950 (1. Strafrechtsänderungsgesetz), BT-Drs. I/307.

47 Hartmann, aaO, 36; Schaller, aaO, 9 f.; vgl. zu der Debatte im Bundestag BT-Prot. I/148, 5897 ff. und 1/149/150, 5961.

48 BT-Drs. I/307, 41.

49 BT-Drs. I/307, 41.

50 Siehe auch Epp, aaO 44; Hartmann, aaO, 37.

51 Römer, aaO, 49.

52 Hartmann, aaO, 38; Römer, aaO, 50 m.w.N.

53 Römer, aaO, 53.

54 Römer, aaO, 52. Vgl. die zusammenfassende Darstellung zu den vorhergehenden Beratungen des Ausschusses für Rechtwesen und Verfassungsrecht, Römer, aaO, 49 ff. Vgl. außerdem zu dem Gesetzentwurf der SPD zur Ergänzung des Grundgesetz von 1951 (BT-Drs. I/2303) und einem Antrag der CDU/CSU Fraktion, einen Straftatbestand der Abgeordnetenbestechung einzuführen (BT-Drs. I/2319), Epp, aaO, 44 f. Römer, aaO, 51 ff.

55 Vgl. BT-Drs. I/3717.

56 BT-Drs. I/4250, 12 ff. Vgl. zum Beratungsverlauf in dem Ausschuss Römer, aaO, 53 ff. Hierbei wurde auch der Punkte angesprochen, wie politische Vorteile im Rahmen von Koalitionsverhandlungen zu bewerten seien. Zudem siehe Epp, aaO, 45 f.

57 Durch die Wahl der Formulierung „anbietet, verspricht oder gewährt“ , siehe Becker, aaO, 7; Dreher, JZ 1953, 421 (427).

58 Dieser wurde durch das 4. Strafrechtsänderungsgesetz von 1957 in § 108d StGB umbenannt, vgl. Schaller, aaO, 11.

59 Dreher, JZ 1953, 421 (427).

60 Dreher, JZ 1953, 421 (427).

61 Vgl. Dreher, JZ 1953, 421 (427); Epp, aaO, 47.

62 Epp, aaO, 47.

63 Hartmann, aaO, 40.

64 Dreher, JZ 1953, 421 (427); Hartmann, aaO, 39, 41.

65 Dreher, JZ 1953, 421 (427); Schaller, aaO, 12 f. m.w.N.

66 BT-Drs. II/2310.

67 Römer, aaO, 55.

68 BT-Prot. II/149, 7914 ff.; Schaller, aaO, 14.

69 Schaller, aaO, 14; Schulze, JR 1973, 485 (486).

70 Siehe Richter, aaO, 36.

71 Richter, aaO, 36.

72 Tröndle ,Ndschr. Bd. 13, 257; Richter, aaO, 36; Schulze, JR 1973, 485 (486).

73 Becker, aaO, 20; Hartmann, aaO, 48 f. mit Hinweis auf Vorschläge mit deskriptiven Tatbestandsmerkmalen; Schulze, JR 1973, 485 (487) mit Beispielen für Probleme, die daraus erwachsen können.

74 Hartmann, aaO, 42, 51. Vgl. dazu die Beispiele die Römer, aaO, 60 wiedergibt.

75 Ndschr. Bd. 10, 282; Römer, aaO, 57; Schaller, aaO, 15. Vgl. ausführlich zu der Debatte über die Ausweitung des Amtsträgerbegriffs Hartmann, aaO, 42 f.

76 Vgl. Tröndle/Krille, Ndschr. Bd. 13, 262, 265; Schulze, JR 1973, 485 (486).

77 Schulze, JR 1973, 485 (487). Dieses Merkmal wurde mangels Bestimmtheit verworfen, Becker, aaO, 20. Zudem wurde kritisiert, dass es nur eine Kurzform der abgelehnten Rechtswidrigkeitsklausel sei, Römer, aaO, 62.

78 Hartmann, aaO, 47, 52. Hierbei handelte es sich um den Vorschlag, den die I. Unterkommission letztlich an die Vollkommission weitergeleitet hat. Innerhalb der Unterkommission wurden viele weitere Varianten angesprochen, vgl. zu diesen Punkten Hartmann, aaO, 46 f.

79 Ndschr. Bd. 13, Umdruck II J 100, 708 f.; Schaller, aaO, 16; Schulze, JR 1973, 485 (487). Dieser Vorschlag wurde u.a. abgelehnt, weil die Klausel keinen festen Maßstab für die Bestimmung des strafwürdigen Verhaltens vorgebe und den einfachen Richter überfordern würde, Baldus/Krille, Ndschr. Bd. 13, 265; Becker, aaO, 20. Vgl. detailliert zu dem Vorschlag der Rechtswidrigkeitsklausel Hartmann, aaO, 44 f.; Römer, aaO, 57 ff., 61 f.

80 Gallas, Ndschr. Bd. 13, 279 f.; Schulze, JR 1973, 485 (487). Auch diese Idee wurde wegen mangelnder Bestimmtheit und Klarheit abgelehnt, Becker, aaO, 20.

81 Ndschr. Bd. 13, 279; Schulze, JR 1973, 485 (487). Die Begriffe des „Kaufens“ und „Verkaufens“ sollten nicht im zivilrechtlichen Sinne sondern im allgemeinsprachlichen Sinne verstanden werden, Gallas, Ndschr. Bd. 13, 269; Becker, aaO, 20.

82 Das Merkmal sei weder nachweisbar, noch hätten die Abgeordneten, die nur ihrem Gewissen unterworfen seien, besondere Pflichten, Dreher/Schafheutle, Ndschr. Bd. 13, 269; Hartmann, aaO, 50.

83 Man wollte sich an dem Begriff der Unlauterkeit in § 12 UWG orientieren, den das Reichsgericht so definiert hat: „Ein Verhalten ist dann unlauter, wenn es dem Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden des im Einzelfall in Betracht kommenden Verkehrskreises widerspreche“, RGSt 63, 426 (428); Schafheutle, Ndschr. Bd. 13, 270; Hartmann, aaO, 50.

84 Ndschr. Bd. 13, 270 f., 273; Schulze, JR 1973, 485 (487).

85 Fränkel, Ndschr. Bd. 13, 274; Schulze, JR 1973, 485 (487). Diese Formulierung wurde verworfen, weil man wegen der Individualität eines jeden Abgeordneten nicht dazu in der Lage sei, ein ehrenhaftes Handeln genau festzulegen, Hartmann, aaO, 50.

86 Gallas, Ndschr. Bd. 13, 269; Hartmann, aaO, 51 f.

87 Gallas, Ndschr. Bd. 13, 269; Schaller, aaO, 17.

88 Hartmann, aaO, 53.

89 Vgl. Römer, aaO, 65.

90 Schäfer/Dünnebier, Ndschr. Bd. 13, 278 f.; Becker, aaO, 21; Schaller, aaO, 18, m.w.N. zu weiteren Bedenken gegen diese Tatbestandsfassung.

91 BT-Drs. IV/650.

92 Epp, aaO, 48; Hartmann, aaO, 53; Richter, aaO, 37; Schaller, aaO, 18.

93 Dies lässt sich damit erklären, dass der Gesetzgeber die Auffassung vertrat, dass die Abstimmung als Oberbegriff zu der Wahl anzusehen sei, Epp, aaO, 49.

94 Schaller, aaO, 19.

95 BT-Drs. IV/650, 591; Hartmann, aaO, 54 f. mit Hinweisen zur Kritik der Literatur an dem Gesetzesentwurf.

96 Hartmann, aaO, 55.

97 Vgl. BT-Drs. V/32, 77 f.

98 Hartmann, aaO, 55.

99 Vgl. BT-Drs. 7/1883.

100 BT-Drs. 7/1883, 3.

101 Bzw. durch die Formulierung „Wer einem anderen...“ (Abs. 1) für die aktive Seite.

102 BT-Drs. 7/1883, 3.

103 BT-Drs. 7/1883, 3.

104 BT-Drs. 7/1883, 3 f.; Schaller, aaO, 21.

105 BT-Drs. 7/1883, 4.

106 Becker, aaO, 21; Hartmann, aaO, 57.

107 Es wurde lediglich die Worte „im europäischen Parlament“ eingefügt. Siehe dazu den Wortlaut der Entwürfe im Anhang.

108 BT-Drs. 12/6092, 5; BT-Prot. 12/70, 5918 ff.

109 BT-Drs. 12/6092, 5; BT-Prot. 12/182, 15729.

110 BT-Drs. 12/6092, 3.

111 BT-Prot. 12/190, 16421 (16428).

112 BGBl. 1994 I, 84.

113 BT-Drs. 12/1739.

114 BT-Drs. 12/1739, 3.

115 BT-Drs. 12/1739, 3.

116 BT-Drs. 12/1739.

117 Epp, aaO, 53; Hartmann, aaO, 58.

118 BT-Drs. 12/1630.

119 BT-Drs. 12/5927.

120 BT-Drs. 12/5927, 5 f.

121 BT-Drs. 12/5927, 4. Zustimmend Becker, aaO, 56 f.; Fischer, § 108e Rn. 1. Becker, aaO, 58 f. sieht jedoch einen Verstoß gegen den Bestimmtheitsgrundsatz des Art. 103 Abs. 2 GG.

122 Vgl. zusammenfassend den Inhalt des Protokolls der Sachverständigenanhörung, Hartmann, aaO, 58 ff.

Ende der Leseprobe aus 48 Seiten

Details

Titel
Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern. Die Genese des § 108e StGB n.F.
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Veranstaltung
Doktorandenseminar
Note
16
Autor
Jahr
2014
Seiten
48
Katalognummer
V288498
ISBN (eBook)
9783656889403
ISBN (Buch)
9783656889410
Dateigröße
614 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Abgeordnetenbestechung, § 108e StGB, Bestechlichkeit, Bestechung, Mandatsträger, Abgeordnete, Korruption, Historische Entwicklung
Arbeit zitieren
Marius Haak (Autor), 2014, Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern. Die Genese des § 108e StGB n.F., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288498

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