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Der französische Subjonctif. Gebrauch und Abgrenzung von anderen Modi

Title: Der französische Subjonctif. Gebrauch und Abgrenzung von anderen Modi

Seminar Paper , 2012 , 29 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Rebecca Batsch (Author)

Didactics for the subject French - Pedagogy, Literature Studies
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Thema der vorliegenden Seminararbeit ist der Gebrauch bzw. die Funktion des französischen Subjonctifs , der neben dem Indikativ und Conditionnel ein Modus der französischen Sprache ist. Er bildet einen grammatikalischen Bereich der französischen Sprache, der insbesondere deutschsprachigen Französischlernenden Probleme bereitet und trotz eines sehr guten Sprachgefühls noch Unsicherheiten hervorruft. Schließlich gibt es keinen vergleichbaren oder äquivalenten Modus im Deutschen und somit ist die Funktion des Subjonctifs nicht leicht zu durchschauen. Diese Problematik wirkt sich demzufolge auch auf seine Anwendung und somit auf das Übersetzen bzw. Dolmetschen ins Französische aus. Eine weitere Problematik, die hier einführend erwähnt werden soll, ist die Betrachtung des Subjonctifs im Rahmen der romanischen Sprachen, bspw. im Vergleich zum Subjuntivo im Spanischen. Der Gebrauch ist sowohl im Französischen als auch im Spanischen gleich, was seinen Grundwert anbelangt, doch wird der Subjonctif im Spanischen lebendiger und freier verwendet als im Französischen. Eine Tatsache, die bei Lernenden beider Sprachen zusätzlich Verunsicherung und Verwirrung stiften kann.
Allgemein wird mit diesem Modus gezeigt, wie der Sprecher einen Zustand oder einen Vorgang empfindet, darstellt und über diesen urteilt. Sein subjektives Empfinden bzw. seine Meinung wird mit diesem Modus ausgedrückt. Laut H. Soltmann ist die Modalität eine „nüancierte Ausdrucksform, in welche der Sprechende als denkendes und namentlich als seelisches empfindendes Wesen um seiner selbst willen und besonders im Interesse des Hörers den Inhalt der Aussage an sich prägt“ . Sie wird mithilfe von Modalverben ausgedrückt, bspw. sicher, vielleicht, nicht, leider etc. Laut dem schulgrammatischen Ansatz müssen die Formen, die sogenannten Auslöser, gelernt werden, um den Subjonctif richtig zu verwenden und ein Gefühl für seine Verwendung zu entwickeln. Durch reines Auswendiglernen kann jedoch kein Gefühl für die Verwendung des Subjonctifs erlangt werden. Sie sollten demnach vielmehr als Stütze betrachtet werden. Auf die Problematik zwischen Schulgrammatik und linguistischer Erforschung des Grundwerts macht auch M. Hummel aufmerksam: [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Die Formen des Subjonctifs

2. Grundwert und Gebrauch des Subjonctifs

2.1 Syntaktische Bedingungen

2.2 Semantische Bedingungen

2.2.1 Affektive Modalität

2.2.2 Intellektuelle Modalität

3. Abgrenzung des Subjonctifs von anderen Modi

3.1 Indikativ

3.2 Conditionnel

3.3 Deutscher Konjunktiv

4. Die Tempora des Subjonctifs

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Funktion und den Gebrauch des französischen Subjonctifs, um insbesondere deutschsprachigen Lernenden ein tieferes Verständnis für diesen Modus zu vermitteln, der im Deutschen kein direktes Äquivalent besitzt. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, den Grundwert des Subjonctifs als Ausdruck einer subjektiven, virtuellen Einstellung des Sprechers jenseits rein formaler grammatikalischer Regeln zu definieren.

  • Grammatikalische Formenbildung und Systematik des Subjonctifs
  • Syntaktische und semantische Gebrauchsbedingungen
  • Abgrenzung des Subjonctifs gegenüber Indikativ, Conditionnel und deutschem Konjunktiv
  • Theorie der zeitlosen Natur des Subjonctifs im Vergleich zur Tempusmarkierung

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Affektive Modalität

In den Bereich der affektiven Modalität fallen Aussagen, die eine Wertung, ein Urteil, einen Willen oder einen Wunsch beinhalten. Kennzeichnend dafür sind Verben, Konjunktionen und Ausdrücke, die diese Modalität bestimmen: „Ce type de trait sémantique couvre la majorité des cas de déclenchement ˈautomatiqueˈ du SUBJ. Toute expression (verbe, adjective, nom, conjonction) véhiculant un jugement de valeur impose le SUBJ”.

In dem oben genannten Beispiel Je regrette que vous ayez dû attendre "Es tut mir leid/ Ich bedaure, dass ihr warten musstet/Sie warten mussten" wird das Bedauern des Sprechers ausgedrückt. Im Vordergrund steht der Gemütszustand des Sprechers, d.h. sein Leid bzw. das Bedauern und nicht die Tatsache, dass die anderen warten mussten. Das Warten kann in diesem Zusammenhang als sekundär betrachtet werden. Die Modalität wird dabei durch das Verb regretter bestimmt. Des Weiteren wird mit diesem Beispiel gezeigt, dass der Subjonctif auch zum Ausdruck der Höflichkeit genutzt wird und eine diplomatische Sprache schafft.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Einführung in die Problematik des Subjonctifs als Modus ohne deutsches Äquivalent und Abgrenzung zu schulgrammatischen Ansätzen.

1. Die Formen des Subjonctifs: Darstellung der Bildung regelmäßiger und unregelmäßiger Subjonctif-Formen in verschiedenen Tempora.

2. Grundwert und Gebrauch des Subjonctifs: Untersuchung der syntaktischen und semantischen Bedingungen, die den Subjonctif als Ausdruck von Subjektivität und Virtualität definieren.

3. Abgrenzung des Subjonctifs von anderen Modi: Differenzierung des Subjonctifs gegenüber dem Indikativ, dem Conditionnel sowie dem deutschen Konjunktiv zur Verdeutlichung der Nuancen.

4. Die Tempora des Subjonctifs: Diskussion der Zeitlosigkeit des Subjonctifs und seiner Einordnung in ein System der Teilaktualisierung.

5. Fazit: Zusammenfassende Widerlegung der Thesen über das Verschwinden des Subjonctifs und Betonung seiner Unabdingbarkeit als Modus der Virtualität.

Schlüsselwörter

Subjonctif, französischer Modus, Grundwert, Virtualität, Subjektivität, Sprachdidaktik, Syntax, Semantik, Modalität, Indikativ, Tempus, Zeitlosigkeit, Übersetzung, Sprachgebrauch, Linguistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Funktion und dem Gebrauch des französischen Subjonctifs, insbesondere für deutschsprachige Lernende, die Schwierigkeiten bei der korrekten Anwendung dieses Modus haben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Themen zählen die morphologische Bildung der Formen, der semantische Grundwert der Subjektivität sowie der Vergleich mit anderen Modi und deren Tempusstrukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Subjonctif als Modus der „Virtualität“ zu bestimmen und zu zeigen, dass ein Verständnis der Sprecherabsicht wichtiger ist als das reine Auswendiglernen grammatikalischer Auslöser.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine linguistische Analyse unter Einbeziehung romanistischer Fachliteratur sowie den Vergleich von Beispielsätzen zwischen dem Französischen und dem Deutschen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert syntaktische und semantische Gebrauchsbedingungen, unterscheidet zwischen affektiver und intellektueller Modalität und vergleicht den Subjonctif mit Indikativ, Conditionnel und deutschem Konjunktiv.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Subjonctif, Virtualität, Subjektivität, Modalität, Tempus und linguistische Sprachbeschreibung.

Warum fällt der Gebrauch von "espérer" Lernenden oft schwer?

Obwohl "espérer" (hoffen) Gefühle ausdrückt, wird es linguistisch als Verb der Wahrscheinlichkeit gewertet, weshalb nach ihm im Französischen kein Subjonctif folgt – ein häufiger Fehler im Vergleich zu anderen romanischen Sprachen.

Wie unterscheidet sich der Subjonctif vom deutschen Konjunktiv?

Der deutsche Konjunktiv wird primär für die indirekte Rede oder irreale Vergleiche genutzt, während der französische Subjonctif eine spezifische Sprecherhaltung oder -einschätzung (Virtualität) ausdrückt und nicht primär der Wiedergabe indirekter Rede dient.

Welche Rolle spielt die "Origo" für den Subjonctif?

Der Subjonctif ist zeitlich nicht absolut gebunden, sondern orientiert sich immer an der "Origo" (dem Redemoment oder dem Tempus des Hauptsatzes), was ihn als Modus der Teilaktualisierung auszeichnet.

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Details

Title
Der französische Subjonctif. Gebrauch und Abgrenzung von anderen Modi
College
University of Heidelberg  (Seminar für Übersetzen und Dolmetschen)
Course
Sprachwissenschaft
Grade
2.0
Author
Rebecca Batsch (Author)
Publication Year
2012
Pages
29
Catalog Number
V288539
ISBN (eBook)
9783656888178
ISBN (Book)
9783656888185
Language
German
Tags
subjonctif gebrauch abgrenzung modi
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rebecca Batsch (Author), 2012, Der französische Subjonctif. Gebrauch und Abgrenzung von anderen Modi, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288539
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