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Strategische Rechtskommunikation in juristischen Auseinandersetzungen. Systematik der Litigation-PR

Title: Strategische Rechtskommunikation in juristischen Auseinandersetzungen. Systematik der Litigation-PR

Bachelor Thesis , 2014 , 71 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Alexandros Anastasopoulos (Author)

Law - Civil / Private, Trade, Anti Trust Law, Business Law
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Der Begriff Litigation-PR ist im deutschen Sprachgebrauch noch relativ neu. Daher widmet sich diese Arbeit dieser zukunftsweisenden Thematik und gibt einen Einblick in die Systematik der Litigation-PR.
Als Einstieg in die Materie wird zunächst ein Einblick in die Grundlagen der strategischen Rechtskommunikation (Litigation-PR) gegeben. Darauf folgt eine Darstellung des Kommunikationsprozesses im Einzelnen, worauf im Anschluss der rechtliche Rahmen von Litigation-PR behandelt wird. Die vorliegende Arbeit schließt mit einem Fazit ab, in dem die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst dargestellt werden.

Die Besonderheit bei Litigation-PR liegt zunächst in den Beteiligten, wie z.B. dem Gericht, der Staatsanwaltschaft, den Anwälten und Personen gegen die ein Ermittlungs- oder gar Gerichtsverfahren eingeleitet wird und der notwendigen engen Verzahnung der Disziplinen Recht und Kommunikation. Darüber hinaus liegt ein weiteres Merkmal von Litigation-PR darin, dass es sich meist um sehr sensible Fälle handelt, die bei negativem Ausgang persönliche und wirtschaftliche Existenzen zerstören können. Speziell ist darüber hinaus auch der rechtliche Rahmen, an dem sich Litigation-PR orientieren muss, um erfolgreich zu sein und um keinen Schaden anzurichten. Aus alldem wird deutlich, dass Litigation-PR vielfältige Spielräume rechtlicher sowie kommunikativer Natur bietet und damit eine wichtige Rolle bezüglich der juristischen Kommunikation und für den Reputationsschutz spielt.

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Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Grundlagen der strategischen Rechtskommunikation (Litigation-PR)

I. Geschichte und Entwicklung von Litigation-PR

II. Ziele und Funktionen von Litigation-PR

1. Reputationsschutz

2. Außergerichtliche Einigung

3. Provokation juristischer Verfahren durch den Einsatz von Litigation-PR

III. Einfluss der Medien auf juristische Auseinandersetzungen

IV. Einsatz von Litigation-PR in juristischen Auseinandersetzungen

1. Litigation-PR im Bereich Zivilrecht

a. Litigation-PR auf Klägerseite

b. Litigation-PR auf Beklagtenseite

2. Litigation-PR im Bereich Strafrecht

V. Vorteile und Risiken durch den Einsatz von Litigation-PR

VI. Fallbeispiel aus der Praxis

C. Der Kommunikationsprozess im Einzelnen

I. Die Kommunikation unter Berücksichtigung der Individualität des Einzelfalls

II. Erstellung einer Kommunikationsstrategie

III. Die Adressaten von Litigation-PR

IV. Darstellung der für Litigation-PR nützlichen Kommunikationsformen

V. Der Einsatz des Internets für Online-Kommunikation im Rahmen von Litigation-PR

VI. Zeitliche Aspekte von Litigation-PR unter strategischen Gesichtspunkten

VII. Übersicht über die Regeln für eine erfolgreiche Litigation-PR

D. Rechtlicher Rahmen von Litigation-PR

I. Wahrheitsgemäßer Inhalt als Grundvoraussetzung von Litigation-PR

II. Rechtliche Grenzen der Litigation-PR

1. Allgemeines Persönlichkeitsrecht

2. Unschuldsvermutung, Vorverurteilung, Verdachtsberichterstattung

3. Rechtliches Gehör, Art. 103 I GG

4. Das Prozessprivileg

5. Recht auf einen gesetzlichen Richter und richterliche Unabhängigkeit

6. Umgang mit Strafakten

7. Einstellung des Verfahrens als ultima ratio

III. Rechtliche Instrumente der Litigation-PR

1. Das rechtliche Instrument der einstweiligen Verfügung

2. Das rechtliche Instrument der Strafanzeige

3. Schadensersatz

E. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die Systematik der Litigation-PR, um zu klären, inwieweit die strategische Rechtskommunikation ein notwendiges Instrument in modernen, öffentlichkeitswirksamen juristischen Auseinandersetzungen darstellt. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, wie juristische Parteien ihre Kommunikationsstrategien unter Einhaltung rechtlicher Grenzen optimal gestalten können, um ihren Ruf zu schützen oder den Verfahrensverlauf zu beeinflussen.

  • Grundlagen und historische Entwicklung der Litigation-PR
  • Einfluss medialer Berichterstattung auf den Justizprozess
  • Strategischer Kommunikationsprozess und Einsatzmöglichkeiten in Zivil- und Strafrecht
  • Rechtlicher Rahmen und Grenzen der strategischen Rechtskommunikation
  • Analyse des Falls „Causa Christian Wulff“ als Praxisbeispiel

Auszug aus dem Buch

I. Geschichte und Entwicklung von Litigation-PR

Die Geschichte von Litigation-PR beginnt in den USA der 1980er Jahre. Zu dieser Zeit setzte sich dort die Erkenntnis durch, dass PR-Techniken auch für juristische Auseinandersetzungen genutzt werden können. Der hauptsächliche Grund dafür, dass Litigation-PR ihren Ursprung in den USA hatte, liegt im dort etablierten Jurysystem. Dabei spielen die höhere Medienaffinität führender Personen aus der amerikanischen Wirtschaft, aggressivere und schnellere Medien im Vergleich zu denen in europäischen Staaten als auch der Unterschied zwischen deutschen und amerikanischen Juristen, was die Bereitschaft angeht, ihre Arbeit in den Medien zu vermarkten eine tragende Rolle.

Eine anfängliche Herausforderung stellte sich im Bereich Litigation-PR jedoch darin, die Rechtswissenschaft als geschichtsträchtige Disziplin und die PR als neue und moderne Kommunikationsform dergestalt miteinander in Einklang zu bringen, dass es zu einem erfolgreichen Zusammenspiel kommen kann. Sowohl Unternehmer als auch Juristen und sogar PR-Fachmänner selbst hatten kaum Vorstellungen darüber, wie PR-Techniken und Recht zueinander stehen und was die jeweiligen Parteien damit erreichen können, wenn sie PR-Techniken nutzen, um auf den Verlauf ihrer Rechtsfälle Einfluss zu nehmen.

Medien waren zwar immer Teil von Gerichtsprozessen und haben die Öffentlichkeit darüber informiert, welche Fälle verhandelt werden, jedoch war Litigation-PR zu jenem Zeitpunkt als eigenständige Disziplin noch etwas völlig Neues. Viele der zu dem Zeitpunkt speziell für den juristischen Bereich entwickelten Techniken werden aber noch heute als unerlässlich betrachtet.

Viele Zeitzeugen betrachten den bekannten Fall William Westmoreland gegen CBS News Anfang der 80er Jahre als Geburtsstunde der Litigation-PR. Als Initiator dieser neuen Form der PR wird John Scanlon, einer der einflussreichsten PR-Fachmänner der USA des 20. Jahrhunderts, betrachtet. Der besagte Fall handelt vom pensionierten General Westmoreland, welcher CBS News wegen Rufschädigung verklagte, weil sie im Januar 1982 in einer ihrer Dokumentationen eine Verschwörung enthüllt hatte. So hieß es in dem CBS-Bericht mit dem Titel „Der ungezählte Feind - Eine Vietnam Irreführung“, dass Westmoreland und andere Militärs 1967 die US-Öffentlichkeit und den Präsidenten über die wahre Stärke des Feindes getäuscht und damit den Eindruck vermittelt haben, dass der Krieg in Südostasien zu gewinnen sei.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung der Verzahnung von Recht und Kommunikation in öffentlich begleiteten Verfahren und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.

B. Grundlagen der strategischen Rechtskommunikation (Litigation-PR): Dieses Kapitel definiert Litigation-PR, untersucht deren historische Wurzeln sowie Ziele wie Reputationsschutz und erläutert anhand empirischer Daten den Medieneinfluss auf Akteure im Justizsystem.

C. Der Kommunikationsprozess im Einzelnen: Hier wird das praktische Handwerkszeug für eine professionelle Litigation-PR dargestellt, von der Strategieentwicklung über die Ansprache der Zielgruppen bis hin zum Einsatz moderner Online-Medien.

D. Rechtlicher Rahmen von Litigation-PR: Dieses Kapitel analysiert die rechtlichen Schranken der Litigation-PR, insbesondere im Hinblick auf das Persönlichkeitsrecht, die Unschuldsvermutung sowie spezifische Strafvorschriften und Instrumente wie die einstweilige Verfügung.

E. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Litigation-PR in medienwirksamen Fällen ein unerlässliches, jedoch sensibel und medienrechtlich abgesichert einzusetzendes Instrument ist.

Schlüsselwörter

Litigation-PR, Strategische Rechtskommunikation, Reputationsschutz, Medienberichterstattung, Unschuldsvermutung, Persönlichkeitsrecht, Prozessführung, Kommunikationsstrategie, Christian Wulff, Gustl Mollath, Gerichtsverfahren, Strafrecht, Zivilrecht, Medienanwälte, Internet-Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Analyse der Litigation-PR, also der strategischen Kommunikation zur Begleitung juristischer Auseinandersetzungen, und untersucht deren Potenziale und rechtliche Rahmenbedingungen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?

Zu den Kernbereichen gehören die Definition und Geschichte der Litigation-PR, der Einfluss medialer Berichterstattung auf den Justizprozess sowie die strategische Planung und die rechtlichen Grenzen dieses Kommunikationsinstruments.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Litigation-PR sinnvoll genutzt werden kann, um den Ruf von Mandanten in der Öffentlichkeit zu wahren und Verfahrensabläufe zu beeinflussen, ohne dabei in rechtliche Konflikte zu geraten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Dokumentenanalyse sowie eine Auswertung empirischer Befragungen von Richtern, Staatsanwälten und Anwälten zum Einfluss der Medienberichterstattung auf strafrechtliche Prozesse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der Kommunikationsprozesse, die Analyse des Medieneinflusses und eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem rechtlichen Rahmen inklusive der Instrumente zur Gegenwehr.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Litigation-PR, Reputationsschutz, Medienklima, Unschuldsvermutung, Prozessführung über Medien und strategische Rechtskommunikation.

Welche Rolle spielt der Fall "Causa Christian Wulff" in der Analyse?

Der Fall dient als aktuelles, medienwirksames Praxisbeispiel, an dem verdeutlicht wird, wie die mediale Skandalisierung und der Einsatz von Kommunikationsstrategien sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf das Ansehen und das Verfahren haben können.

Welche rechtlichen Risiken sieht der Autor bei der Nutzung von Litigation-PR?

Der Autor warnt insbesondere vor der Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts, der Unschuldsvermutung sowie strafrechtlicher Risiken, wie sie sich aus dem unzulässigen Umgang mit Strafakten gemäß § 353d StGB ergeben können.

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Details

Title
Strategische Rechtskommunikation in juristischen Auseinandersetzungen. Systematik der Litigation-PR
College
University of Technology, Business and Design Wismar  (Fakultät für Wirtschaftswissenschaften)
Course
Wirtschaftsrecht
Grade
1,4
Author
Alexandros Anastasopoulos (Author)
Publication Year
2014
Pages
71
Catalog Number
V288593
ISBN (eBook)
9783656887959
ISBN (Book)
9783656887966
Language
German
Tags
Litigation-PR Strategische Rechtskommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexandros Anastasopoulos (Author), 2014, Strategische Rechtskommunikation in juristischen Auseinandersetzungen. Systematik der Litigation-PR, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288593
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