Die Hausarbeit untersucht die Entwicklung der Legitimität der WTO seit ihrer Gründung und ermittelt dazu Indikatoren der Legitimitätsmessung und wendet diese systematisch an.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Legitimität der internationalen Organisationen
1.1. Definierung der Legitimität in Bezug auf internationale Organisationen
1.2. Theoretische Grundlage
1.3. Die Kriterien der Legitimität
2. Welthandelsorganisation und Legitimität der Entscheidungsfindung: Entwicklung der Herausforderungen
2.1. Inclusiveness
2.2. Transparency
2.3. Decision‐making
3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Legitimitätsfaktoren innerhalb der Welthandelsorganisation (WTO) und analysiert, inwieweit diese die Legitimität des Entscheidungsfindungsprozesses über neun Ministerkonferenzen hinweg beeinflusst haben. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf das Spannungsfeld zwischen den institutionellen Abläufen der WTO und den steigenden Forderungen nach Partizipation, Transparenz und fairer Repräsentanz.
- Analyse theoretischer Legitimitätskonzepte im Kontext internationaler Organisationen.
- Untersuchung der Einbindung nichtstaatlicher Akteure (NGOs) bei Ministerkonferenzen.
- Bewertung von Transparenzmechanismen und Informationszugängen für externe Akteure.
- Kritische Beleuchtung der Entscheidungsstrukturen unter besonderer Berücksichtigung der Repräsentanz von Entwicklungs- und Schwellenländern.
Auszug aus dem Buch
2.1. Inclusiveness
Die Frage der zivilgesellschaftlichen Partizipation steht in der WTO im Vordergrund. Ich messe das Niveau der zivilgesellschaftlichen Beteiligung aufgrund der NGOs, da sie die Interessen der Zivilgesellschaft repräsentieren. Schon bei erster Ministerkonferenz in 1996 wurde die aktive Zusammenarbeit zwischen der WTO und NGOs in Frage gestellt. Der Aufbau der Rahmenrichtlinien zwischen beiden Seiten wird zum Anstieg der gesellschaftlichen Erkenntnisse über die Tätigkeit der WTO, was ihrerseits zur Akzeptanz der Organisation bzw. ihrer Legitimität führen.
Die NGOs können sich an der Tätigkeit der WTO in 4 Formen beteiligen: 16 - Teilnahme an den Ministerkonferenzen; - Durch Bereitstellung der Positionspapier zur WTO-Sekretariat über Themen, die bei Ministerkonferenzen besprochen wurden. Sie werden von der Sekretariat unter Mitgliedstaaten verteilt; - Teilnahme am öffentlichen Forum, welches die Austauschmöglichkeit zwischen der WTO und NGOs gibt; - Teilnahme an Streitschlichtungsverfahren.
Da das höchste Entscheidungsfindungsorgan die Ministerkonferenz ist, analysiere ich aufgrund der Daten von offizieller Seite der WTO die Beteiligung der NGOs bei neun Sitzungen der Ministerkonferenz.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des „Demokratiedefizits“ der WTO ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Entwicklung von Legitimitätsfaktoren während der neun Ministerkonferenzen.
1. Legitimität der internationalen Organisationen: Hier werden theoretische Ansätze zur Definition von Legitimität im Kontext internationaler Organisationen erarbeitet und die für die Untersuchung relevanten Kriterien festgelegt.
2. Welthandelsorganisation und Legitimität der Entscheidungsfindung: Entwicklung der Herausforderungen: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil, in dem das Inclusiveness, die Transparenz und der Decision-making-Prozess der WTO anhand der gewählten Kriterien detailliert analysiert werden.
3. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und bestätigt die aufgestellte Hypothese, dass die Entwicklung der Legitimitätsfaktoren die Entscheidungsfindung in der WTO kaum substanziell beeinflusst hat.
Schlüsselwörter
Legitimität, Welthandelsorganisation, WTO, Entscheidungsfindung, Inclusiveness, Transparenz, Ministerkonferenzen, NGOs, Global Governance, Streitschlichtungsverfahren, Entwicklungsländer, Internationale Organisationen, Demokratiedefizit, Partizipation, Doha Development Agenda.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Entwicklung und das Niveau der Legitimität innerhalb der Entscheidungsprozesse der Welthandelsorganisation (WTO) im Zeitraum von 1995 bis 2013.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentral sind die Kriterien der Inklusion (Partizipation), Transparenz und die tatsächliche Beteiligung der Mitgliedstaaten an den Entscheidungsprozessen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie sich Legitimitätsfaktoren im Verlauf von neun Ministerkonferenzen entwickelt haben und welchen Einfluss dies auf die Legitimität der WTO-Entscheidungsfindung hatte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt einen analytischen Ansatz, der existierende Legitimitätskriterien von Keohane und Gnath kombiniert und auf die spezifischen Daten der WTO-Ministerkonferenzen anwendet.
Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?
Der Hauptteil analysiert die NGO-Beteiligung, den Informationszugang für externe Akteure sowie die Repräsentanz von Entwicklungsländern in sogenannten „Green Rooms“ und Streitschlichtungsverfahren.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Global Governance, Entscheidungsfindung, NGO-Beteiligung, Streitschlichtung und die Diskrepanz zwischen Industrie- und Entwicklungsländern beschreiben.
Warum wird die „Green Room“-Praxis in der Arbeit kritisiert?
Die „Green Room“-Treffen werden als illegitim eingestuft, da sie in einem informellen, intransparenten engen Kreis stattfinden und die Interessen kleinerer Entwicklungsländer dort nur marginal berücksichtigt werden.
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich ihrer Hypothese?
Die Hypothese, dass die Entwicklung der Legitimitätsfaktoren die Legitimität der Entscheidungsfindung in der WTO kaum beeinflusst hat, wird durch die Ergebnisse bestätigt.
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- Raliya Fattakhova (Author), 2014, Die Legitimität der Entscheidungsfindung in den internationalen Organisationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288612