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Die Suche nach der vollkommenen Sprache und die Welthilfssprache Esperanto

Title: Die Suche nach der vollkommenen Sprache und die Welthilfssprache Esperanto

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 15 Pages , Grade: 14

Autor:in: Philip Neuß (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

"Die Utopie einer vollkommenen Sprache hat nicht nur die europäische Kultur umgetrieben." Gleich im ersten Satz seines Resümees über die langjährige Entwicklung der Suche nach einer idealen Sprache zeigt der italienische Schriftsteller und Semiotiker Umberto Eco seine tiefe Skepsis gegenüber dem Traum vieler Sprachwissenschaftler und Philosophen. Dennoch lässt sich die Frage stellen, warum jegliches Projekt einer Idealsprache, sei es nun durch die Suche nach einer adamitischen Ursprache oder die Schaffung eines neuen Kommunikationsmittels, zum Scheitern verurteilt war und ob es nicht doch eine weltumfassende Sprache geben könne, die nicht nur als Welthilfssprache dient, sondern andere Sprachen überflüssig werden lässt. Schließlich hat es auch die wohl bekannteste Plansprache, das Esperanto, zu einer angesehenen Sprecherzahl gebracht, darunter Linguisten, Naturwissenschaftler und philosophische Fürsprecher, die trotz aller Skepsis gegenüber der Vorstellung einer Universalsprache zugeben müssen, dass "das Esperanto funktioniert." (Antoine Meillet, vgl. Umberto Eco: Die Suche nach der vollkommenen Sprache, S. 330).

Zur Beantwortung dieser zentralen Frage der Sprachtheorie, die sich ebenso auf philosophische wie auf politische Diskussionen ausgewirkt hat und die von unzähligen Linguisten und Philosophen vom antiken Griechenland bis in die Moderne bearbeitet wurde, werde ich mich im Folgenden mit dem Werk „Die Suche nach der vollkommenen Sprache“ von Umberto Eco beschäftigen und die zentralen Grundgedanken wiedergeben, wobei ich der skeptischen Haltung Ecos besondere Bedeutung zukommen lasse. Im Zuge seiner Beschäftigung mit den Welthilfssprachen werde ich mich auch genauer mit dem ebenfalls im Werk enthaltenen Esperanto beschäftigen und dessen Konstruktionsprinzipien und Abgrenzung von den Universalsprachen kurz darstellen.
Abschließen werde ich mit einer kurzen Stellungnahme zu Ecos Argumentation und den Verbreitungsmöglichkeiten einer Universalsprache im Allgemeinen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Suche nach der vollkommenen Sprache bei Umberto Eco

2.1 Die biblische Geschichte der Zerstörung des Turms zu Babel

2.2 Philosophische Untersuchungen zur Sprache im antiken Griechenland

2.3 Die Entstehung der Volkssprachen und der Zerfall des Lateinischen

2.4 Mystische Sprachtheorien und die jüdisch-kabbalistische Pansemiotik

2.5 Dantes Ansichten zur vollkommenen Sprache

2.6 Ramon Llull und die kombinatorische Sprachkunst

2.7 Wiederverbreitung des Hebräischen und die monogenetischen Theorien

2.8 Polygenetische Theorien und die Entstehung der Sprachvielfalt

2.9 Politische Aspekte des Nationalismus und die sprachliche Einigung

2.10 Aufgeklärte Linguistik im 18. Jahrhundert

2.11 Steganographie, Polygraphie und Wissensorganisation

2.12 Apriorisch-philosophische Sprachen als Unterstützung des Fortschritts

2.13 Moderne Ansätze zu Beginn des 20. Jahrhunderts

3. Welthilfssprachen und das Beispiel Esperanto

3.1 Charakteristika der Welthilfssprachen

3.2 Die Entstehung und Entwicklung des Esperanto

3.3 Konstruktionsprinzipien und Grammatik des Esperanto

3.4 Kritik an Esperanto und Perspektiven als Universalsprache

4. Konklusionen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Umberto Ecos Werk "Die Suche nach der vollkommenen Sprache" auseinander, um zu analysieren, warum bisherige Projekte zur Schaffung einer Idealsprache zum Scheitern verurteilt waren und inwieweit das Esperanto als moderne Welthilfssprache eine praktikable Alternative zu natürlichen Sprachen darstellen kann.

  • Historische Entwicklung der Suche nach einer adamitischen Ursprache.
  • Vergleich zwischen monogenetischen und polygenetischen Sprachtheorien.
  • Kritische Analyse von apriorisch-philosophischen Sprachkonstruktionen.
  • Untersuchung der Struktur, Grammatik und Verbreitung des Esperanto.
  • Reflektion über das Spannungsfeld zwischen sprachlicher Einheit und kultureller Identität.

Auszug aus dem Buch

Die Suche nach der vollkommenen Sprache und die Welthilfssprache Esperanto

"Die Utopie einer vollkommenen Sprache hat nicht nur die europäische Kultur umgetrieben." Gleich im ersten Satz seines Resümees über die langjährige Entwicklung der Suche nach einer idealen Sprache zeigt der italienische Schriftsteller und Semiotiker Umberto Eco seine tiefe Skepsis gegenüber dem Traum vieler Sprachwissenschaftler und Philosophen. Dennoch lässt sich die Frage stellen, warum jegliches Projekt einer Idealsprache, sei es nun durch die Suche nach einer adamitischen Ursprache oder die Schaffung eines neuen Kommunikationsmittels, zum Scheitern verurteilt war und ob es nicht doch eine weltumfassende Sprache geben könne, die nicht nur als Welthilfssprache dient, sondern andere Sprachen überflüssig werden lässt. Schließlich hat es auch die wohl bekannteste Plansprache, das Esperanto, zu einer angesehenen Sprecherzahl gebracht, darunter Linguisten, Naturwissenschaftler und philosophische Fürsprecher, die trotz aller Skepsis gegenüber der Vorstellung einer Universalsprache zugeben müssen, dass "das Esperanto funktioniert." (Antoine Meillet, vgl. Umberto Eco: Die Suche nach der vollkommenen Sprache, S. 330).

Zur Beantwortung dieser zentralen Frage der Sprachtheorie, die sich ebenso auf philosophische wie auf politische Diskussionen ausgewirkt hat und die von unzähligen Linguisten und Philosophen vom antiken Griechenland bis in die Moderne bearbeitet wurde, werde ich mich im Folgenden mit dem Werk „Die Suche nach der vollkommenen Sprache“ von Umberto Eco beschäftigen und die zentralen Grundgedanken wiedergeben, wobei ich der skeptischen Haltung Ecos besondere Bedeutung zukommen lasse. Im Zuge seiner Beschäftigung mit den Welthilfssprachen werde ich mich auch genauer mit dem ebenfalls im Werk enthaltenen Esperanto beschäftigen und dessen Konstruktionsprinzipien und Abgrenzung von den Universalsprachen kurz darstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in Ecos skeptische Grundhaltung gegenüber der Utopie einer vollkommenen Sprache und Vorstellung der Zielsetzung der Arbeit.

2. Die Suche nach der vollkommenen Sprache bei Umberto Eco: Detaillierte historische Aufarbeitung der verschiedenen Ansätze, von Babel über die Kabbala bis hin zur philosophischen Wissensorganisation der Aufklärung.

3. Welthilfssprachen und das Beispiel Esperanto: Analyse des Esperanto als aposteriorisches Sprachsystem, seiner grammatikalischen Besonderheiten und seiner Rolle als Verkehrssprache.

4. Konklusionen: Synthese der Ergebnisse, Neubewertung von Babel als "felix culpa" und Fazit zur Praktikabilität einer künstlichen Welthilfssprache.

Schlüsselwörter

Umberto Eco, vollkommene Sprache, Universalsprache, Plansprache, Esperanto, Sprachursprung, Babel, Monogenese, Polygenese, Sprachtheorie, Linguistik, Lullismus, Kabbalistik, Grammatik, Sprachwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die historische und sprachtheoretische Suche nach einer vollkommenen Sprache auf Basis von Umberto Ecos gleichnamigem Werk und prüft die Eignung des Esperanto als moderne Welthilfssprache.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Kernpunkten gehören die biblische Sprachverwirrung, die Suche nach der adamitischen Ursprache, philosophische Versuche der Wissensklassifikation sowie die Struktur und der Erfolg des Esperanto.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, ob eine künstliche Sprache die natürliche Sprachvielfalt ersetzen oder als universale Verkehrssprache erfolgreich neben ihr bestehen kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine tiefgehende Literaturanalyse und die inhaltliche Auseinandersetzung mit sprachtheoretischen Modellen und historischen Diskursen aus Ecos Werk.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Analyse der verschiedenen Ansätze zu Idealsprachen vom Mittelalter bis zur Moderne sowie eine detaillierte technische Untersuchung des Esperanto.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind die Utopie der Sprachperfektion, Sprachwandel, apriorische und aposteriorische Systeme, sowie die historische Entwicklung politisch und religiös motivierter Sprachtheorien.

Wie bewertet der Autor die Erfolgschancen des Esperanto als Welthilfssprache?

Das Esperanto wird zwar als erfolgreichste Plansprache gewürdigt, jedoch wird bezweifelt, dass es als "Universalsprache" die natürlichen Sprachen vollständig ersetzen kann, da es stark von diesen abhängig bleibt.

Warum spielt das Bild von Babel eine so zentrale Rolle?

Babel dient als Ausgangspunkt der gesamten Debatte; der Wandel der Interpretation von einer "Strafe Gottes" hin zu einer positiven "felix culpa" spiegelt die Entwicklung der sprachtheoretischen Denkansätze wider.

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Details

Title
Die Suche nach der vollkommenen Sprache und die Welthilfssprache Esperanto
College
Justus-Liebig-University Giessen
Course
Einführung in das Studiengebiet Sprache
Grade
14
Author
Philip Neuß (Author)
Publication Year
2010
Pages
15
Catalog Number
V288647
ISBN (eBook)
9783656888192
ISBN (Book)
9783656888208
Language
German
Tags
suche sprache welthilfssprache esperanto
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philip Neuß (Author), 2010, Die Suche nach der vollkommenen Sprache und die Welthilfssprache Esperanto, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288647
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