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Das jüdische Museum Frankfurt. Zusammenfassung und Reflexion zur Exkursion

Titel: Das jüdische Museum Frankfurt. Zusammenfassung und Reflexion zur Exkursion

Praktikumsbericht / -arbeit , 2011 , 6 Seiten , Note: 11

Autor:in: Philip Neuß (Autor:in)

Didaktik - Geschichte
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Das jüdische Museum Frankfurt, welches im Mittelpunkt des Exkursionsseminars „Intensiv-Lektürekurs zum Dritten Reich“ stehen sollte, zeigt in seiner Dauerausstellung die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Frankfurt von der ersten Ansiedlung bis zur heutigen Lebenssituation der Juden in der Mainmetropole. Zusätzlich zu dieser Dauerausstellung konnten wir die Wechselausstellung über das Bildwerk der deutsch-jüdischen Autorin Else Lasker-Schüler besuchen, die sich zur Zeit unserer Exkursion im jüdischen Museum befand.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung und historische Einordnung des jüdischen Museums

1.1 Geschichte der jüdischen Gemeinde und Museumsgründung

1.2 Mittelalterliche Ausgrenzung und Sonderstellung

1.3 Aufklärung und Emanzipationsbemühungen im 19. und 20. Jahrhundert

1.4 Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus und Nachkriegszeit

2. Wechselausstellung: Das Bildwerk der Else Lasker-Schüler

2.1 Künstlerische Anfänge und Einfluss von Franz Marc

2.2 Stilistische Analyse und Thematik der Zeichnungen

2.3 Spätwerk im Exil

3. Fachgespräch mit Raphael Gross zur nationalsozialistischen Moral

4. Reflexion der Exkursion

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit fasst die Erkenntnisse einer Exkursion in das Jüdische Museum Frankfurt zusammen und reflektiert diese im Kontext des Seminars "Intensiv Lektürekurs zum Dritten Reich". Ziel ist es, die historische Entwicklung der jüdischen Gemeinde in Frankfurt, die Bedeutung der künstlerischen Arbeit von Else Lasker-Schüler sowie die moraltheoretische Aufarbeitung des Nationalsozialismus kritisch einzuordnen.

  • Historische Ansiedlung und Lebenssituation der Frankfurter Juden
  • Ausgrenzungsprozesse vom Mittelalter bis zur Zeit des Nationalsozialismus
  • Künstlerische Auseinandersetzung der Dichterin Else Lasker-Schüler mit Mythologie und Identität
  • Analyse der nationalsozialistischen Moralvorstellungen und Ideologien
  • Reflexion des Exkursionsverlaufs und didaktische Einordnung

Auszug aus dem Buch

Die künstlerische Entwicklung von Else Lasker-Schüler

Zunächst wurde dabei die bedeutende Freundschaft zu Franz Marc erklärt, den Lasker-Schüler 1912 kennen lernte und der ihr erste Impulse zu einer künstlerischen Tätigkeit außerhalb der Schriftstellerei gegeben hat. Aus den Briefwechseln und den damit verbundenen bemalten Postkarten entstanden so schon die ersten Figuren, die sich auch im späteren Bildwerk wiederfinden lassen. Dabei lässt sich eine Bezugnahme zu ägyptischer Mythologie erkennen, in der ägyptische Figuren geschaffen und immer weiter entwickelt wurden und sich schließlich auch auf das Schriftwerk auswirkten. So enthält der 1923 veröffentlichte Gedichtband Theben nicht nur thematisch passende Zeichnungen, sondern auch entsprechende Gedichte, die die Begeisterung Lasker-Schülers für die Mythologie des Nahen Ostens noch einmal hervorheben.

Bemerkenswert an der zeichnerisch-malerischen Tätigkeit Lasker-Schülers ist zudem, dass auch in den späteren Jahren nur Zeichnungen in Postkartengröße entstanden sind und dass der expressionistische Stil dieser Zeit zwar teilweise übernommen, vielfach aber durch einen eigenen Stil der Künstlerin erweitert wurde, der sich beispielsweise in der Verwendung von Alltagsgegenständen zur Verzierung der Zeichnungen zeigt. Die Künstlerin schafft durch ihr Bildwerk und ihre dichterische Tätigkeit somit ein Gesamtkunstwerk, das als Gegendarstellung ihrer eigenen Lebensumwelt in Berlin fungiert und zwar durch den Orient inspiriert ist, aber an vielen Stellen eine kritische Haltung gegen das wilhelminische System beinhaltet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung und historische Einordnung des jüdischen Museums: Dieses Kapitel skizziert die lange Geschichte der jüdischen Gemeinde in Frankfurt und die Entwicklung des Museumsstandorts sowie die historischen Ausgrenzungserfahrungen.

2. Wechselausstellung: Das Bildwerk der Else Lasker-Schüler: Der Abschnitt analysiert das zeichnerische Werk der Dichterin, ihre künstlerischen Einflüsse und ihre Auseinandersetzung mit orientalischer Mythologie.

3. Fachgespräch mit Raphael Gross zur nationalsozialistischen Moral: Hier werden die Inhalte eines Expertenvortrags über die moralischen Grundlagen der nationalsozialistischen Ideologie und das Phänomen der Rassenschande zusammengefasst.

4. Reflexion der Exkursion: Das abschließende Kapitel bewertet den Exkursionsverlauf kritisch hinsichtlich des Zeitmanagements und der didaktischen Relevanz für den studentischen Unterricht.

Schlüsselwörter

Jüdisches Museum Frankfurt, Nationalsozialismus, Else Lasker-Schüler, Geschichte der Frankfurter Juden, Antisemitismus, Moralgeschichte, Raphael Gross, Exkursion, Exil, Identität, Mythologie, Holocaust, Judengasse, NS-Ideologie, Kulturbetrieb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert und reflektiert eine Exkursion in das Jüdische Museum Frankfurt, wobei sowohl die Dauerausstellung zur jüdischen Geschichte Frankfurts als auch die Wechselausstellung zu Else Lasker-Schüler und ein Fachgespräch mit Raphael Gross beleuchtet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der jüdischen Stadtgeschichte, der Verbindung von Literatur und Bildender Kunst sowie der moralphilosophischen Analyse des Nationalsozialismus.

Was ist das primäre Ziel dieser Ausarbeitung?

Das Ziel ist die schriftliche Zusammenfassung der gewonnenen Eindrücke und eine kritische Reflexion des Exkursionsprogramms im Kontext des Seminars "Intensiv Lektürekurs zum Dritten Reich".

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer teilnehmenden Beobachtung während der Exkursion, einer Analyse der Ausstellungskonzeptionen sowie einer reflektierenden Aufarbeitung von Expertenwissen aus dem Gespräch mit Raphael Gross.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der historischen Entwicklung des Frankfurter Judentums, die künstlerische Werkschau von Else Lasker-Schüler und die Auseinandersetzung mit dem Werk "Anständig geblieben".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Jüdisches Museum Frankfurt, Nationalsozialismus, Else Lasker-Schüler, Antisemitismus, Identität und Moralgeschichte.

Welche Bedeutung kommt der Rolle von Raphael Gross zu?

Raphael Gross lieferte als Direktor des Museums wichtige Impulse zur moralischen Dimension des Nationalsozialismus und der Einordnung der NS-Verbrechen, was die theoretische Fundierung des Exkursionsberichts stärkt.

Wie bewertet der Autor die Eignung der Exkursion für Bildungszwecke?

Der Autor schätzt die Exkursion als sehr gewinnbringend zur Wissensreaktivierung ein, weist jedoch darauf hin, dass für eine studentische Vertiefung mehr Zeit für spezifische Zeitabschnitte erforderlich gewesen wäre.

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das jüdische Museum Frankfurt. Zusammenfassung und Reflexion zur Exkursion
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Veranstaltung
Das jüdische Museum Frankfurt Zusammenfassung und Reflexion zur Exkursion
Note
11
Autor
Philip Neuß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
6
Katalognummer
V288651
ISBN (eBook)
9783656889267
ISBN (Buch)
9783656889274
Sprache
Deutsch
Schlagworte
museum frankfurt zusammenfassung reflexion exkursion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philip Neuß (Autor:in), 2011, Das jüdische Museum Frankfurt. Zusammenfassung und Reflexion zur Exkursion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288651
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Leseprobe aus  6  Seiten
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