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Geschichte Afrikas. Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte

Title: Geschichte Afrikas. Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte

Lecture Notes , 2014 , 55 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Petra Fischbäck (Author)

History - Africa
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Die Vorlesungsmitschrift behandelt die deutsche Kolonialgeschichte und stammt aus dem Wintersemester 2013/14. Es werden alle Kolonien vorgestellt, die Deutschland in der Neuzeit, also ab 1884, besaß. Die Kolonien des Mittelalters werden nicht behandelt.

Der Schwerpunkt dieser Veranstaltung liegt auf den afrikanischen Kolonien.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis der Vorlesungsmitschriften

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 24.10.13

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 31.10.13

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 07.11.13

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 14.11.13

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 21.11.13

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 28.11.13

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 12.12.13

Deutsche Kolonialgeschichte 19.12.13

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 09.01.14

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 16.01.14

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 23.01.14

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 06.02.14

Zielsetzung und Themen der Vorlesungsreihe

Das Hauptziel dieser Vorlesungsreihe ist eine fundierte historische Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialgeschichte ab der Zeit des Hochimperialismus (1884) bis zum Ende der Kolonialzeit. Dabei wird bewusst auf eine rein moralische Bewertung verzichtet, um stattdessen die strukturellen Gegebenheiten, die komplexen Akteurskonstellationen sowie die Wechselwirkungen zwischen kolonialer Verwaltung und lokaler Bevölkerung kritisch zu untersuchen.

  • Historische Periodisierung und Typologie des Kolonialismus (Beherrschungs-, Stützpunkt- und Siedlungskolonien).
  • Die Rolle der organisierten Kolonialbewegung im Deutschen Kaiserreich und Bismarcks koloniale Politik.
  • Strukturen und Widerstandsbewegungen in den west- und ostafrikanischen Kolonialgebieten.
  • Die koloniale Praxis in China unter besonderer Berücksichtigung der "Kanonenbootdiplomatie" und Pachtgebiete.
  • Soziokulturelle Aspekte wie Rasseideologien, Missionierung und das Konzept der "Erziehung zur Arbeit".

Auszug aus dem Buch

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 12.12.13

Koloniale Situation in Ostafrika: Es gab bereits seit längerem Handelswege von Karawanen vom Hinterland an die Küste. Die Deutschen waren ein neuer Faktor dort. An der Küste übernahmen die Deutschen Verwaltungsstrukturen, die das Sultanat von Sansibar schon geschaffen hatte. Sie wurden vom Deutschen Reich aus bezahlt.

„Jumbe“: ehrenamtliche einheimische Beamte, d.h. sie wurden zwangsweise verpflichtet, übernahmen aber wichtige Funktionen, z.B. mussten sie Steuern einziehen.

Drei Gebiete in Ostafrika werden beispielhaft vorgestellt:

1. Hehe-Gebiet.

Die Hehe entstanden ab Anfang des 19. Jahrhunderts, da verschiedene Völker sich dort zusammenschlossen, um sich gegen die Angriffe von Südafrika aus zu wehren. Dort gab es eine expandierende Raubökonomie (Tributpflicht, militärische Angriffe). Dieser Prozess ist durch die Etablierung der Kap-Kolonie ausgelöst worden, dadurch kam es ab den 1820er Jahren zu einer Destabilisierung dieser Region. (Shaka Zulu)

Hauptort der Hehe: Iringa, Oberhaupt: Mkwawa

Eine Schlacht der Deutschen gegen die Hehe endete in einer vernichtenden Niederlage für die Deutschen, bei der ca. ein Drittel der deutschen Soldaten fielen. Es folgte eine „Befriedungsaktion“ (= Racheakt), 1891-1898. Die Hehe kämpften als Guerilla-Krieger, und Mkwawa war nicht aufzufinden.

Diesen Krieg kann man als ersten Vernichtungskrieg Deutschlands ansehen. Die Deutschen hatten Nachschublinien, die Hehe lebten aber vor Ort und waren auf die Felder dort angewiesen. Man konnte ihnen also durch eine Zerstörung dieser Felder die Lebensgrundlage entziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 24.10.13: Definition des Kolonialismus und Überblick über die formelle deutsche Beteiligung am Kolonialerwerb ab 1884 sowie die Problematik kolonialer Kartografie.

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 31.10.13: Erläuterung idealtypischer Kolonietypen sowie eine historische Einordnung der europäischen Expansion unter Berücksichtigung vor-kolonialer Handelsbeziehungen.

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 07.11.13: Analyse der deutschen Kolonialbewegung, der Entstehung biologistischer Rassetheorien im 19. Jahrhundert und deren Einfluss auf das koloniale Denken.

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 14.11.13: Betrachtung der westafrikanischen Kolonialgeschichte durch die Linse der Küstenregionen unter Berücksichtigung lokaler Handelsstrukturen.

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 21.11.13: Untersuchung lokaler Konflikte in Kamerun und Togo sowie der sich daraus entwickelnden kolonialen Herrschaftsstrukturen.

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 28.11.13: Analyse des kolonialen Engagements in China, insbesondere der Rolle von Marinestützpunkten und der sogenannten Kanonenbootdiplomatie.

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 12.12.13: Detaillierte Darstellung der kolonialen Situation in Ostafrika anhand der Beispiele Hehe-Gebiet und Maji-Maji-Krieg.

Deutsche Kolonialgeschichte 19.12.13: Untersuchung der Herrschaftsstrukturen im Bereich der Großen Seen, insbesondere in Ruanda und Burundi, sowie der Situation im südlichen Afrika.

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 09.01.14: Analyse der deutschen Kolonialinteressen im Pazifikraum unter besonderer Berücksichtigung der Samoa-Frage.

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 16.01.14: Reflexion über das europäische Konzept des Nationalstaates im Vergleich zu den vorkolonialen politischen Strukturen in Afrika.

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 23.01.14: Untersuchung der wirtschaftlichen Tätigkeiten in den Kolonien, insbesondere Plantagenwirtschaft und die Praxis der Zwangsarbeit.

Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, 06.02.14: Kritische Auseinandersetzung mit der historiografischen Repräsentation des Maji-Maji-Krieges in verschiedenen Standardwerken.

Schlüsselwörter

Kolonialgeschichte, Hochimperialismus, Schutztruppe, Widerstandsbewegung, Siedlungskolonie, Handelsgesellschaften, Zwangsarbeit, Rasseideologie, Missionierung, Kanonenbootdiplomatie, Territoriale Kontrolle, Dekolonisierung, Ostafrika, Westafrika, Pazifikraum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Vorlesungsmitschriften bieten einen strukturierten Überblick über die deutsche Kolonialgeschichte ab 1884, wobei der Fokus auf den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prozessen in den verschiedenen Schutzgebieten liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Typologie des Kolonialismus, der Widerstand der lokalen Bevölkerung gegen koloniale Übergriffe, die ökonomischen Konzepte der Handelsgesellschaften sowie die soziokulturelle Dimension von Rasse und Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine sachliche, nicht-moralisierende Aufarbeitung der kolonialen Geschichte durch die Analyse konkreter Akteure, Konflikte und der (oft gewaltsamen) Durchsetzung europäischer Ansprüche auf afrikanischem, asiatischem und pazifischem Boden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Mitschriften folgen einem historischen Ansatz, der zeitgenössische Quellen (wie Denkschriften) mit moderner historiografischer Aufarbeitung verknüpft und lokale Perspektiven stärker in den Vordergrund rückt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch und geografisch: Er deckt die Vorgeschichte, die Etablierung in West- und Ostafrika, die geopolitischen Interessen in China und im Pazifik sowie die Analyse von Aufständen und kolonialen Herrschaftspraktiken ab.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem "Schutztruppe", "Kanonenbootdiplomatie", "Zwangsarbeit", "Maji-Maji-Krieg", "Siedlungskolonie" und die kritische Hinterfragung des europäischen Nationalstaatskonzepts.

Was zeichnet die Herrschaftsstruktur im Hehe-Gebiet aus?

Die Hehe wehrten sich unter ihrem Oberhaupt Mkwawa militärisch erfolgreich gegen die Deutschen, was einen langen Vernichtungskrieg nach sich zog, in dem die deutsche Kolonialmacht die Lebensgrundlage durch Zerstörung der Felder angriff.

Welche Rolle spielten Missionare in den Lagern der Herero?

Missionare fungierten sowohl als Zeugen der Misshandlungen als auch als Organisatoren der Essensausgabe in den Lagern. Zudem boten sie durch Konversion zum Christentum einen gewissen Schutz gegen Willkür.

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Details

Title
Geschichte Afrikas. Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Course
Vorlesung:Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte
Grade
1,7
Author
Petra Fischbäck (Author)
Publication Year
2014
Pages
55
Catalog Number
V288696
ISBN (eBook)
9783656889663
ISBN (Book)
9783656889670
Language
German
Tags
geschichte afrikas einführung kolonialgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Petra Fischbäck (Author), 2014, Geschichte Afrikas. Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288696
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