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Sport und Intelligenz

Die Auswirkungen von Sport auf die Intelligenz im Kindes- und Jugendalter

Titel: Sport und Intelligenz

Bachelorarbeit , 2015 , 49 Seiten , Note: 2,4

Autor:in: Michael Klein (Autor:in)

Sport - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit Theorie, dass durch sportliche Aktivität die Intelligenz im Kindes- und Jugendalter gesteigert werden kann. Um überhaupt zu verstehen was der Begriff „Intelligenz“ bedeutet, wird im zweiten Kapitel dieser Arbeit genau darauf eingegangen wie dieser definiert ist (Kap. 2). Anschließend werden verschiedene Intelligenzmodelle dargelegt, an denen gezeigt werden soll, dass Intelligenz nicht einfach das Resultat eines Tests ist (Kap. 2.1). Der Intelligenzaspekt ist sehr vielschichtig und wird in der Forschung unterschiedlich betrachtet. Daraus resultieren dementsprechend auch verschiedene Möglichkeiten zur Messung der Intelligenz. Einen Überblick der geschichtlichen Entwicklung der Intelligenzdiagnostik wird deshalb in Kapitel 2.2 gegeben. Abschließend widmet sich dieses Kapitel einiger ausgewählter Intelligenztests und zeigt, wie sie versuchen, die Intelligenz eines Kindes bzw. Jugendlichen messbar zu machen (Kap. 2.3).
Um die geistige Entwicklung von Kindern verstehen zu können und welche Faktoren aus entwicklungspsychologischer Sicht dabei eine Rollen spielen, widmet sich die vorliegende Bachelorarbeit zum einem dem Entwicklungsstufenmodell nach Piaget (Kap. 3.1) und greift daran anschließend weiterentwickelte Modelle auf (Kap. 3.2). Ein Fokus wird dabei darauf gelegt, welche Faktoren für die kindliche Entwicklung eine Rolle spielen und wovon diese abhängig sind. Es werden hierzu die Meinungen des Empirismus’ und Nativismus’ gegenübergestellt (Kap. 3).
Eine andere und jüngere Betrachtungsweise kindlicher Entwicklung stammt aus der Neurobiologie und untersucht, wie das Gehirn aufgebaut ist, welche Funktionen seine einzelnen Areale haben und vor allem wie es lernt (Kap. 4). Diese junge Wissenschaft erlangte ihren Durchbruch mit der Entdeckung der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und der funktionellen Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) Anfang der 90er Jahre (Zimbardo, 2004). Dieses Kapitel soll außerdem Aufschluss darüber geben, was im Gehirn passiert, wenn neue Informationen eintreffen und wie abgespeicherte Informationen wieder abgerufen werden können (Kap. 4.2).
In Anlehnung an die Neurobiologie entstand die Bewegungsneurowissenschaft (Kap. 5). In diesem Kapitel soll gezeigt werden, welche Auswirkungen körperliche Belastungen auf den Blutdurchfluss im Gehirn haben (Kap. 5.1). In Kapitel 6 werden letzten Endes Studien zu zu dem vorliegenden Thema aufgezeigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist Intelligenz?

2.1 Intelligenzmodelle

2.2 Geschichte der Intelligenzdiagnostik

2.3 Intelligenztests

2.4 Zwischenfazit

3 Entwicklungspsychologischer Ansatz

3.1 Das Entwicklungsstufenmodell nach Piaget

3.2 Kritik an Piagets Modell

3.3 Neuere Entwicklungsmodelle

4 Neurobiologischer Ansatz

4.1 Das Gehirn

4.1.1 Das Großhirn

4.1.2 Das limbische System

4.1.3 Der Hirnstamm und das Kleinhirn

4.2 Lernen und Gedächtnis

5 Bewegungs-Neurowissenschaft

5.1 Sport fördert die Gehirndurchblutung

5.2 Sport fördert die Gehirnplastizität

5.3 Sport und Schulleistungen

6 Studien zu Sport und Intelligenz

6.1 Metaanalysen

6.2 Längsschnitt- und Quasiexperimentelle Studien

6.3 Interventionsstudien

6.4 Querschnittstudien

7 Fazit

8 Methodik

8.1 Herleitung des Themas und Forschungsfragen

8.2 Literaturrecherche

8.3 Selektionskriterien

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss sportlicher Aktivität auf die kognitive Leistungsfähigkeit und Intelligenz von Kindern und Jugendlichen, mit dem Ziel, den Schulsport als essenziellen Beitrag zur ganzheitlichen Entwicklung neu zu bewerten und wissenschaftlich zu legitimieren.

  • Grundlagen des Intelligenzbegriffs und diagnostischer Verfahren
  • Entwicklungspsychologische Aspekte der kindlichen Reifung
  • Neurobiologische Prozesse von Lernen und Gedächtnis
  • Zusammenhänge zwischen Bewegung, Gehirndurchblutung und Plastizität
  • Analyse aktueller Studien zur Wechselwirkung von Sport und kognitiver Leistung

Auszug aus dem Buch

5.2 Sport fördert die Gehirnplastizität

Unser Gehirn besteht, wie in den vorherigen Kapiteln schon beschrieben, aus 100 Milliarden Nervenzellen und bildet damit das komplexeste System unseres Körpers. Diese Milliarden Zellen bilden untereinander ein eng verzweigtes Netzwerk. Dieses Netzwerk kann durch sportliche Bewegung noch verbessert und ausgebaut werden. In Kapitel 5.1 sind wir schon kurz auf die Neubildung von Neuronen eingegangen. Diese Neubildung wird unter dem Beginn der Neurogenese bzw. Neuroplastizität gefasst (Eriksson u.a., 1998).

Unter Neuroplastizität versteht man die bemerkenswerte Fähigkeit des Gehirns, sich beständig den Erfordernissen seines Gebrauchs anzupassen. Dieser Vorgang ist nicht auf eine bestimmte Lebensphase beschränkt, sondern läuft während des gesamten Lebens eines Organismus ab, erst sehr schnell, später langsamer (Spitzer, 1996, S. 148).

Anfangs war jedoch noch nicht genau klar, ob es sich bei den neugebildeten Nervenzellen nur um eine strukturelle Veränderung handelt oder auch eine funktionelle Veränderung damit einhergeht. Wie im vorherigen Kapitel beschrieben, konnten anhand von Versuchen an Mäusen und Ratten bewiesen werden, dass vor allem im Hippokampus neue Nervenzellen durch sportliche Aktivität generiert werden können. Nach Kubesch (2002) zeigten aktivere Mäuse signifikant bessere Leistungen in Lernexperimenten als Mäuse, die kein Laufrad in ihrem Käfig haben. Hohmann (2006) konnte dies anhand von Ratten bestätigen. Er konnte nachweisen, dass in den bestimmten Bereichen des Hippokampus ein neuronaler Zuwachs zu erkennen war. Dabei werden die neu gebildeten Nervenzellen in die bestehenden Neuronenverbände integriert und ermöglichen damit ein schnelleres und effektiveres Lernen (Spitzer, 2003). In Bezug auf Gedächtnisleistungen werden diese neu gebildeten Neuronen bevorzugt genutzt. Kubesch (2013, S. 15) fasst dies sehr gut zusammen und sagt dazu: Körperliche Aktivität in Form von Ausdauerbelastungen fördert das Neuronenwachstum im Hippokampus, indem sich neurale Stammzellen zu neuronalen Vorläuferzellen weiterentwickeln, an ihren Zielort wandern und dort zu funktionsfähigen Neuronen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Bedeutung von Schulsport im Kontext eines reformierten Schulsystems und führt in die Thematik ein, ob sportliche Aktivität die Intelligenz bei Kindern und Jugendlichen positiv beeinflussen kann.

2 Was ist Intelligenz?: Dieses Kapitel definiert den Intelligenzbegriff, stellt historische sowie aktuelle Intelligenzmodelle vor und diskutiert gängige Messmethoden.

3 Entwicklungspsychologischer Ansatz: Der Fokus liegt hier auf den theoretischen Grundlagen der kognitiven Entwicklung, insbesondere durch das Modell von Piaget sowie alternative Erklärungsansätze.

4 Neurobiologischer Ansatz: Es werden der Aufbau des menschlichen Gehirns, die Funktionsweise von Arealen sowie die neurobiologischen Mechanismen des Lernens und Gedächtnisses erläutert.

5 Bewegungs-Neurowissenschaft: Das Kapitel verknüpft die Neurobiologie mit sportlicher Aktivität und erklärt, wie Sport die Gehirndurchblutung, die Plastizität und letztlich Schulleistungen positiv beeinflussen kann.

6 Studien zu Sport und Intelligenz: Hier erfolgt eine systematische Auswertung wissenschaftlicher Studien, darunter Metaanalysen, Längsschnitt- und Interventionsstudien, die den Zusammenhang zwischen Bewegung und kognitiver Leistung untersuchen.

7 Fazit: Das Fazit reflektiert die gewonnenen Erkenntnisse und stellt fest, dass Sport kognitive Prozesse fördert, jedoch weiterer Forschungsbedarf besteht.

8 Methodik: Dieses Kapitel dokumentiert den wissenschaftlichen Prozess der Themenfindung, der Literaturrecherche und der angewandten Selektionskriterien für die einbezogenen Studien.

Schlüsselwörter

Sport, Intelligenz, kognitive Entwicklung, Bewegungsneurowissenschaft, Neuroplastizität, Gehirndurchblutung, Schulleistung, Neurogenese, Hippokampus, Lernprozesse, Kindesentwicklung, Jugendalter, Sportunterricht, kognitive Fähigkeiten, Bildungsforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit sportliche Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen einen positiven Einfluss auf deren Intelligenz und kognitive Fähigkeiten haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Intelligenzdiagnostik, entwicklungspsychologische Ansätze, die neurobiologischen Grundlagen des Gehirns sowie die spezifische Bewegungsneurowissenschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, wissenschaftliche Belege für den Zusammenhang zwischen Sport und Intelligenz zu finden, um den Schulsport stärker als wesentlichen Bildungsbestandteil zu legitimieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche und einer systematischen Auswertung von Metaanalysen, Längsschnittstudien und experimentellen Untersuchungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Intelligenz und Entwicklung, neurologische Hintergründe sowie die detaillierte Präsentation und Diskussion zahlreicher Studien zu Sport und Kognition.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Sport, Intelligenz, Neuroplastizität, kognitive Entwicklung, Gehirndurchblutung und Schulleistung.

Wie erklärt die Arbeit den Zusammenhang zwischen Sport und Gehirn?

Sport fördert die Gehirndurchblutung und die Ausschüttung von Botenstoffen, was nachweislich die Neurogenese (Neubildung von Neuronen) sowie die Synapsenbildung und damit die kognitive Leistungsfähigkeit unterstützt.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich des Schulsports?

Der Autor schlussfolgert, dass Schulsport trotz begrenzter Zeit einen wesentlichen Beitrag zur kognitiven und sozialen Entwicklung leistet und eine höhere Priorisierung im Schulalltag verdient.

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Details

Titel
Sport und Intelligenz
Untertitel
Die Auswirkungen von Sport auf die Intelligenz im Kindes- und Jugendalter
Hochschule
Technische Universität Dortmund  (Sportwissenschaften)
Note
2,4
Autor
Michael Klein (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
49
Katalognummer
V288723
ISBN (eBook)
9783656890430
ISBN (Buch)
9783656890447
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sport intelligenz auswirkungen kindes- jugendalter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Klein (Autor:in), 2015, Sport und Intelligenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288723
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Leseprobe aus  49  Seiten
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