Kommunikationsfähigkeit und deren Verbesserung durch Tools und Techniken


Studienarbeit, 2013

18 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was versteht man unter Kommunikation ?
2.1 Definition von Kommunikation
2.2 Arten der Kommunikation
2.2.1 Verbale Kommunikation
2.2.2 Nonverbale Kommunikation
2.2.3 Paraverbale Kommunikation

3 Kommunikationsfähigkeit : Bedeutung und Faktoren
3.1 Was ist Kommunikationsfähigkeit ?
3.2 Einflussfaktoren für die Ausprägung der Kommunikationsfähigkeit
3.2.1 Intrapersonelle Faktoren
3.2.2 Interpersonelle Faktoren
3.2.3 Situative Faktoren

4 Effektivere Kommunikation durch verbesserte Kommunikationsfähigkeit
4.1 Ein positives Gesprächsklima schaffen
4.2 Adressatenanalyse
4.3 Zuhörtechnik
4.4 Fragetechniken
4.4.1 Offene Fragen
4.4.2 Geschlossene Fragen
4.4.3 Präzisierungstrichter
4.5 Körpersprache - Gestik und Mimik
4.5.1 Gesten mit den Händen und den Handflächen
4.5.2 Körperhaltung und Kopfhaltung
4.5.3 Augensignale
4.6. Die Grice´schen Maximen der Sprachproduktion

5 Kommunikationstheorie nach Shannon/Weaver
5.1 Der Störquelle an den Kragen - von der Theorie in die Praxis
5.1.1 Kommunikationssituation
5.1.2 Informationsniveau

6 Schlusswort

7 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1 : Der Geschäftsblick

Abb. 2 : Der gesellschaftliche Blick

Abb. 3 : Der intime Blick

Abb. 4 : Kommunikationsmodell von Shannon / Weaver Hallo

1 Einleitung

Der Begriff der Kommunikation nimmt in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts stetig an Bedeutung zu, indem sich unsere Gesellschaft beispielsweise „...als Informations- und Kommunikationsgesellschaft...“ 1 bezeichnet und es in immer mehr Bereichen der sozialen und beruflichen Felder auf eine gute Kommunikation ankommt. Sei es zum einen in der Partnerschaft, im Freundeskreis oder aber auch in Bewerbungs- oder Mitarbeitergesprächen. Eine erfolgreiche Kommunikation ist geknüpft an verschiedenste Rahmenfaktoren, welche die Kommunikationsfähigkeit beeinflussen. Diese Einflussfaktoren spielen eine große Rolle für den Erfolg, aber auch den Misserfolg bei der zwischenmenschlichen Kommunikation und sind entsprechend unterschiedlich bei den Menschen ausgeprägt bzw. vorhanden.

2 Was versteht man unter Kommunikation ?

2.1 Definition von Kommunikation

„Kommunikation (...), die wichtigste Form sozialer Interaktion, der Prozess der Informations- übertragung mit den Komponenten : Kommunikator und Kommunikant (…), den K.mitteln (…), den K.kanälen (…) und den K.inhalten aller Art. (…)“2

2.2 Arten der Kommunikation

Die zwischenmenschlichen Kommunikation ist in drei unterschiedliche Kategorien aufgeteilt. Erstens verbale Kommunikation, die primäre Kommunikation durch Sprache. Zweitens die nonverbale Kommunikation, welche im engeren Sinne die Körpersprache umfasst. Die letzte Kategorie der paraverbalen Kommunikation bezieht sich auf Merkmale des Sprechens. Der US-amerikanische Psychologe Albert Mehrabian hat herausgefunden, dass eine Botschaft zu sieben Prozent aus Worten besteht, also verbal ist. Weitere 38 Prozent sind der paraverbalen Kommunikation zuzuordnen und die restlichen 55 Prozent sind nonverbal, also durch Körpersprache.3 Aus diesen Forschungsergebnissen wird ersichtlich, dass es nicht nur wichtig ist, sich in verständlichen Worten auszudrücken, sondern seine Botschaft durch die richtige Tonlage und die passende Körpersprache zu unterstreichen.

2.2.1 Verbale Kommunikation

Unter der verbalen Kommunikation versteht man die Sprache. Sie ist das Wichtigste aller Kommunikationsmittel in der sozialen Interaktion. Die Menschen verbringen jeden Tag sehr viel Zeit mit der Sprache und es gibt sie in den unterschiedlichsten Formen wie z.B. Sprechen oder Lesen.

2.2.2 Nonverbale Kommunikation

Hinter der nonverbalen Kommunikation versteckt sich die Körpersprache im menschlichen Sozialverhalten. Es gibt einige Signale im nonverbalen System wie z.B. Augensignale, Gesichtsausdruck oder Körperhaltung. In diesem Bereich der Kommunikation wurden in den letzten Jahren viele Entdeckungen gemacht, die für „(...) Psychologen, Linguisten, Soziologen und andere (...)“5 sowohl interessant als auch relevant sind.

2.2.3 Paraverbale Kommunikation

Bei der paraverbalen Kommunikation handelt es sich um die Art und Weise des Sprechens. Dazu zählen die sprachlichen Komponenten wie Stimmeigenschaften oder das Sprechverhalten und die Komponenten wie Tonfall oder Pausen.

3 Kommunikationsfähigkeit : Bedeutung und Faktoren

3.1 Was ist Kommunikationsfähigkeit ?

Unter der Kommunikationsfähigkeit versteht man einen Softskill der Sozialkompetenz, d.h. die Handlungsfähigkeit auf kommunikativer und kooperativer Ebene. Die Kommunikationsfähigkeit umfasst zum einen das Verständnis, sich sprachlich und inhaltlich in einer kurzen und prägnanten Form auszudrücken. Dabei soll die Botschaft einen roten Faden bilden um einen logischen Aufbau des Gesprächsinhalts zu folgen.6 Außerdem bezeichnet es die Fähigkeit, des situationsgerechten Einsatzes von Gestik und Mimik.

Des Weiteren bedeutet die Kommunikationsfähigkeit das Verständnis, ein Gespräch zu beginnen, dieses aufrechtzuerhalten und zu einem adäquaten Zeitpunkt, die Beendigung des Gesprächs einzuleiten. Außerdem gewährleistet eine gute Kommunikationsfähigkeit die Wahrnehmung von geäußerten und inhaltlichen Aspekten einer Botschaft und eine angemessene Reaktion auf diese.

3.2 Einflussfaktoren für die Ausprägung der Kommunikationsfähigkeit

3.2.1 Intrapersonelle Faktoren

Die intrapersonellen Faktoren bezeichnen primär die Art und Weise, wie der Sender der Botschaft die Nachricht für den Empfänger verschlüsselt und wie der Empfänger die verschlüsselte Botschaft wiederum entschlüsselt. Diese Fähigkeit kann aber gestört sein. „Ihre Ursachen können organisch oder funktionell bedingt sein (...)“7 und beeinflussen besonders die Sprachproduktion, die für die Verschlüsselung der Botschaft wichtig ist. Diese Störung „(...) kann die verbale sowie nonverbale, die gesprochene oder geschriebene Form der interindividuellen Kommunikation (…) betreffen.“8 In diesem Bereich gibt es die verschiedensten Verbesserungsmöglichkeiten durch einfach anwendbare Techniken für das Alltagsleben.

3.2.2 Interpersonelle Faktoren

Friedemann Schulz von Thun stellte unter dem Beziehungsaspekt die Frage : „Wie behandle ich meinen Mitmenschen durch die Art meiner Kommunikation?.“9 Die kybernetische Kommunikationstheorie knüpft an diese Frage an. Im Mittelpunkt stehen die zwischenmenschliche Beziehung während einer Kommunikation und die dynamische Entwicklung dieser Beziehung.10 Daraus ergibt sich also, dass die eigene Verhaltensweisen einen wesentlichen Einfluss auf die Reaktion und Einstellung des Gesprächspartners haben. Diese Erkenntnis bietet die Möglichkeit, durch das Trainieren der eigenen Fähigkeiten, einen positiven Einfluss auf den Gesprächspartner zu haben.

3.2.3 Situative Faktoren

Zu den Faktoren die sich zwischen einer oder mehrerer Personen abspielen, gehören noch die situativen Faktoren oder auch externen Faktoren. Diese Faktoren gehen mit den interpersonellen und intrapersonellen Faktoren einher und schaffen innerhalb von sozialen Organisationen gewisse Anreize, bestimmte Verhaltensweisen zu zeigen bzw. zu unterlassen.11 Außerdem wird die Kommunikationsfähigkeit bei Menschen durch die Größe des Raumes oder die Anzahl von bekannten und unbekannten Personen im Raum beeinflusst.

4 Effektivere Kommunikation durch verbesserte Kommunikationsfähigkeit

Wie bereits erwähnt hängt die Kommunikationsfähigkeit von sehr verschiedenen Einflussfaktoren ab, welche bei manchen Individuen stärker und bei anderen schwächer ausgeprägt sind. Diese können jedoch trainiert werden, um dadurch eine effektivere Kommunikationsfähigkeit zu erlangen. Der Vorteil einer verbesserten Kommunikations- fähigkeit besteht darin, dass man gerade auf der Ebene der Sozialkompetenz erhebliche Fortschritte macht. Unterstützt werden unter anderem Fähigkeiten wie Teamfähigkeit, Reflexionsfähigkeit oder Perspektivenwechsel aber auch die Fähigkeit sich in Sprache und Inhalt für den Zuhörer verständlich auszudrücken.12 Das nächste Kapitel behandelt drei Hauptkategorien, die zu einer verbesserten Kommunikationsfähigkeit verhelfen.

4.1 Ein positives Gesprächsklima schaffen

Die Basis einer erfolgreichen Kommunikation ist das Gesprächsklima. Als erstes sollte man sich dem Gesprächspartner, falls es sich um den ersten Kontakt handelt, mit Namen vorstellen. Dabei ist es wichtig, dass man aktiv auf die Person zugeht, ihr die Hand gibt und sich freundlich begrüßt. Außerdem gilt es darauf zu achten, dass man sich ins Blickfeld des Gesprächspartner stellt oder setzt und sich auf gleicher Augenhöhe befindet.13 Denn durch gegenseitige Anerkennung und Bestätigung schafft man positives Gesprächsklima.

Unterstreichen kann man diese Basis zusätzlich durch den Einsatz von paraverbalen Techniken. Die Stimmlage, der Tonfall, die Sprechgeschwindigkeit etc. festigen eine angenehme Gesprächsumgebung.

4.2 Adressatenanalyse - so bereitet man sich richtig vor

Unter dem Begriff des Adressaten versteht man die Person bzw. die Personengruppe zu der gesprochen werden soll und besonders bei Präsentationen stellt sich eine wichtige Frage : Mit wem habe ich es eigentlich zu tun ? Ein wichtiger Faktor für eine gute Vorbereitung ist die Analyse der Zielgruppe um sich adäquat auf die Präsentation vorzubereiten.14 Der folgende Abschnitt beantwortet einige Fragen zur Adressatenanalyse. Wer ist mein Adressat, handelt es sich um „(...) Fachkräfte, Vorgesetzte, Entscheider, Interessenten, Gäste (…)“?15 Welche Interessen, Wünsche, Abneigungen, Befürchtungen etc. hat der Adressat? Ist der Adressat positiv, negativ oder neutral eingestellt ? Wie gut kennt der Adressat sich mit dem Gesprächsthema aus ? Müssen vor der Präsentation Fachbegriffe erklärt oder definiert werden ?16 Aus diesen Frage lässt sich eine adäquate Adressatenanalyse erstellen um besser auf das Auditorium vorbereitet zu sein.

4.3 Zuhörtechnik

Ein wesentliches Instrument zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit bezieht sich die Zuhörtechnik, die sowohl passiv als auch aktiv ausgeführt werden kann. Bei der passiven Variante demonstriert der Zuhörer dem Gesprächspartner seine volle Aufmerksamkeit. Darüber hinaus sei nebenbei erwähnt, dass dabei auch die Körpersprache kongruent zur Aufmerksamkeit stehen muss, da die Körperhaltung die eigentliche innere Einstellung widerspiegelt. Beim aktiven Zuhören hingegen, beteiligt sich der Zuhörer aktiv am Gespräch. Dabei stellt er dem Gesprächspartner entweder Fragen oder er fasst das Gesagte, also die Nachricht, in eigenen Worten zusammen. Insgesamt sollte der Zuhörer gezielte und angemessene Fragen stellen und somit ein einfühlsames Zuhören zu demonstrieren. Damit baut er sich Vertrauen im Gespräch zu seinem Gegenüber auf.17 Folglich ist eine häufige Ursache für Störungen der Kommunikation, dass wir nicht zuhören. Es gibt ein paar Punkte, die es zu beachten gilt und schon hören wir richtig zu. Als erstes sollten wir unseren Gesprächspartner ausreden lassen und ihm nicht ins Wort fallen. Außerdem ist es wichtig, dass man dem Kommunikationspartner seine volle Aufmerksamkeit schenkt und nicht mit den Gedanken abschweift.

[...]


1 Ternes, D. (Kommunikation - eine Schlüsselqualifikation 2008), Seite 20.

2 Häcker, H. et al (Psychologisches Handbuch 2009), Seite 256.

3 Vgl. Pease, A. et al (Der Tote Fisch in der Hand 2003), Seite 13.

5 Argyle, M. (Körpersprache 2002), Seite 9.

6 Vgl. Ternes, D. (Kommunikation - eine Schlüsselqualifikation 2008), Seite 17.

7 Vgl. Lechta, V. (Symptomatische Sprachstörungen 2002), Seite 55.

8 Vgl. Lechta, V. (Symptomatische Sprachstörungen 2002), Seite 55.

9 Schulz von Thun, F. (Miteinander reden 1 - Störungen und Klärungen 2001), Seite 13.

10 Vgl. Langfeldt, H. et al (Soziale Arbeit 2007), Seite. 142.

11 Vgl. http://www.kommino.com/4,Problemfelder_Kommunikation.pdf , aufgerufen am 7.2.13.

12 Vgl. http://www.good-practice.de/expertise_kompetenzfeststellung.pdf , aufgerufen am 20.2.13.

13 Vgl. Hausmann, C. (Psychologie und Kommunikation 2009), Seite 182.

14 Vgl. Maro, F. (Showtime 1999), Seite 28.

15 Maro, F. (Showtime 1999), Seite 30.

16 Vgl. http://www.berufsstrategie.de/bewerbung-karriere-soft-skills/koerperhaltung.php , aufgerufen am 19.2.13.

17 Vgl. Edmüller, A. et al (Manipulationstechniken 2012), Seite 103.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Kommunikationsfähigkeit und deren Verbesserung durch Tools und Techniken
Hochschule
Hochschule für angewandtes Management GmbH
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
18
Katalognummer
V288812
ISBN (eBook)
9783656891000
ISBN (Buch)
9783656891017
Dateigröße
592 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kommunikation, Shannon, Weaver, Kommunikationsfähigkeit, Tool, Techniken, Fragetechnik, Zuhörtechnik, Körpersprache, Adressat, Störungsu, Störungen
Arbeit zitieren
Andreas Webers (Autor), 2013, Kommunikationsfähigkeit und deren Verbesserung durch Tools und Techniken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288812

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