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Das frühe Christentum und das Römische Reich

Title: Das frühe Christentum und das Römische Reich

Term Paper , 2012 , 31 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Marcel Fidelak (Author)

World History - Early and Ancient History
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Neben dem Hinduismus, dem Buddhismus, dem Islam und dem Judentum, ist das Christentum eine der großen fünf Weltreligionen. Mit über zwei Milliarden Anhängern weltweit ist es die größte Religion überhaupt. Beschäftigt man sich mit der Geschichte der Christenheit, so kommt man nicht um eine Begegnung mit Jesus von Nazareth herum, bildet er schließlich den Ursprung des christlichen Glaubens, nicht zuletzt durch seine Auferstehung. So markiert seine Geburt um 6/7 v. Chr. den Beginn des Christentums, wie auch sein Leben, festgehalten in den Evangelien des Neuen Testaments, seine Lehren und seine Konfrontation mit den Vertretern des Römischen Reiches und dem Judentum.
"Das Christentum stellte für das Römische Reich einen entscheidenden Wandelfaktor dar, der Staat, Gesellschaft und Religion im christlichen Sinne von innen heraus veränderte. Die Christen wurden von einer zeitweise tolerierten, zeitweise verfolgten Minderheit zu einer bedeutenden religiösen, politischen und gesellschaftlichen Macht, die sich in der katholischen Kirche institutionalisierte. Aus dem polytheistischen Weltreich wurde ein monotheistisches, das sich unmittelbar nachdem das Christentum Staatsreligion geworden war, in zwei Reiche - Ost- und West-Rom - aufspaltete."
Im Rahmen dieser Arbeit soll schließlich der Weg des Christentums zur Staatsreligion nachgezeichnet werden. Wobei insbesondere die Faktoren, die dazu führten, dass das Christentums Staatsreligion wurde, näher betrachtet werden. Dazu ist es zunächst notwendig zuerst etwas über das Römische Reich zu sagen, die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zur Jahrtausendwende, welche die Entstehung und Entwicklung des frühen Christentums bedingten. Anschließen wird sich eine Betrachtung der noch frühen christlichen Religion, wobei hier das Wirken und der Tod Jesus und die anschließende Ausbreitung des Christentums im östlichen Mittelmeer bis nach Rom selbst im Mittelpunkt stehen werden. Hiernach werden wir uns mit der Zeit der Konflikte zwischen Rom und den Christen auseinandersetzen, die vor allem in eine Zeit der Krise des Römischen Reiches fiel. Insbesondere die grausamen Christenverfolgungen durch die römischen Kaiser sind hier zu erwähnen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Anfänge des Christentums

2.1. Das Römische Reich

2.2. Ursprung und erste Ausbreitung des Christentums

3. Die Auseinandersetzungen mit dem Römischen Reich

3.1. Das Verhältnis der Christen zum Römischen Reich

3.2. Verfolgung der Christen

4. Das Christentum wird römische Staatsreligion

5. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Prozess, durch den sich das Christentum von einer jüdischen Gruppierung zur offiziellen Staatsreligion des Römischen Reiches entwickelte, wobei insbesondere die soziopolitischen Rahmenbedingungen und die Konflikte mit der kaiserlichen Staatsmacht analysiert werden.

  • Die gesellschaftlichen und politischen Strukturen des Römischen Reiches zur Zeit der Entstehung des Christentums.
  • Das Wirken Jesu und die frühchristliche Mission unter Berücksichtigung des Wirkens des Apostels Paulus.
  • Die Dynamik der Christenverfolgungen unter verschiedenen römischen Kaisern und die zugrunde liegende staatliche Religionspolitik.
  • Der Wandel des Christentums zur staatstragenden Institution unter Konstantin dem Großen und Theodosius I.

Auszug aus dem Buch

3.1. Das Verhältnis der Christen zum Römischen Reich

"Die Haltung des Römischen Reiches zum Christentum schwankte in den ersten drei Jahrhunderten zwischen Toleranz und Verfolgung."79 Wie wir bereits konstatiert haben, sah der römische Staat die Christen nicht als Bedrohung für die innere Sicherheit des Reiches und zugleich galten die Christen als eine jüdische Sekte, die von den Römern geduldet wurde.80 Erst als die Christen, im Zuge ihrer verstärkten Ausbreitung im 2. Jahrhundert, begannen, sich vom Judentum zu emanzipieren, wurden sie als etwas Neuartiges wahrgenommen, dass gegen das alte und bewährte verstieß.81

So traf das Christentum während des 2. Jahrhunderts im Römischen Reich auf starke Ablehnung.82 Die Juden konnten mit einem gekreuzigten und nun toten Messias, wie Jesus es war, nichts anfangen. So schrieb bereits Paulus in seinem ersten Brief an die Korinther: "Denn die Juden fordern Zeichen, und die Griechen fragen nach Weisheit, wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit."83 Schließlich erfüllten sich auch die Erwartungen der kommenden Endzeit, welche die Christen predigten, nicht.84 Die Römer, bzw. Heiden, betrachteten Jesus nicht als Messias, der eine bessere Welt bringen sollte, vielmehr war er für sie eine Art Ausgestoßener, war er doch durch die Kreuzigung hingerichtet worden und damit durch die ehrloseste aller Strafen gestorben: "Sie wurde nur gegenüber Sklaven, die niedrigsten Schichten der Gesellschaft und für schwerste Delikte wie Aufruhr, Hochverrat, Desertion, also politische Verbrechen, und Raub verhängt."85

Gleichzeitig empfand man die Christen als Fremdkörper im Reich.86 So bestanden zahlreiche Vorurteile und Vorbehalte, vor allem gesellschaftspolitischer Natur, gegen sie: Zum einen wich das Verhalten der Christen stark von der geistigen und kulturellen antiken Lebensweise ab; zum anderen lehnten sie die römische Religion mit ihren heidnischen Tempeln und dem Kaiserkult als Staatsreligion ab.87

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Diese Einleitung skizziert die Bedeutung des Christentums als Weltreligion und definiert das Ziel der Arbeit, den Weg zur Staatsreligion innerhalb des Römischen Reiches zu analysieren.

2. Die Anfänge des Christentums: In diesem Kapitel werden die politischen Rahmenbedingungen unter Kaiser Augustus sowie die Ursprünge und die frühe Ausbreitung der christlichen Botschaft in Palästina und dem Mittelmeerraum untersucht.

3. Die Auseinandersetzungen mit dem Römischen Reich: Hier werden die zunehmenden Spannungen zwischen den christlichen Gemeinden und dem römischen Staat behandelt, einschließlich der Ursachen für die Christenverfolgungen in den ersten drei Jahrhunderten.

4. Das Christentum wird römische Staatsreligion: Das Kapitel befasst sich mit dem politischen Wandel unter Konstantin dem Großen und der endgültigen Erhebung des Christentums zur Staatsreligion unter Theodosius I.

5. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert den historischen Prozess und bewertet die Rolle des Christentums im Untergang der Antike und dem Beginn des christlichen Mittelalters.

Schlüsselwörter

Christentum, Römisches Reich, Staatsreligion, Christenverfolgung, Kaiser Konstantin, Theodosius I., Jesus von Nazareth, Apostel Paulus, Antike, Kaiserkult, Religion, Urgemeinde, Pax Romana, Toleranzedikt, Kirchengeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die geschichtliche Entwicklung des frühen Christentums und dessen Weg von einer verfolgten Minderheit innerhalb des Römischen Reiches bis hin zur offiziell anerkannten Staatsreligion.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die religiösen und sozialen Verhältnisse im Römischen Reich, die Lehre Jesu, die Missionierung durch Paulus, die verschiedenen Formen der staatlichen Repression sowie die kirchenpolitischen Reformen unter Konstantin und Theodosius.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel besteht darin, die Faktoren und politischen Entscheidungen nachzuzeichnen, die dazu führten, dass das Römische Reich das Christentum von einer Randerscheinung zur dominierenden religiösen Staatsmacht erhob.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer kulturgeschichtlichen Analyse, die primär auf der Auswertung von Fachliteratur und historischen Quellen zum frühen Christentum und der Geschichte des Römischen Reiches beruht.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil stehen die Ausbreitung der neuen Religion, das konfliktreiche Verhältnis zum römischen Staatswesen und die systematischen Verfolgungen unter Kaisern wie Decius und Diokletian im Fokus.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Religo licita, Kaiserreich, Martyrium, Staatsreligion, Toleranzedikt und Transformation der römischen Gesellschaft charakterisiert.

Welche Rolle spielte die Krise des 3. Jahrhunderts für die Christenverfolgungen?

Die Krise des 3. Jahrhunderts löste eine Rückbesinnung auf die altrömischen Götter und Traditionen aus. Da die Christen sich weigerten, den Kaiserkult zu praktizieren, wurden sie in einer Zeit politischer Instabilität als illoyale Staatsfeinde wahrgenommen und konsequent verfolgt.

Warum war das Mailänder Toleranzedikt ein Wendepunkt?

Das Edikt von 313 markierte das endgültige Scheitern der bisherigen Verfolgungspolitik und gewährte den Christen volle Religionsfreiheit, was den Weg für den politischen Aufstieg der Kirche zur staatstragenden Institution ebnete.

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Details

Title
Das frühe Christentum und das Römische Reich
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Course
Mission im globalen Kontext (bis zum 18. Jh.)
Grade
2,0
Author
Marcel Fidelak (Author)
Publication Year
2012
Pages
31
Catalog Number
V288840
ISBN (eBook)
9783656895954
ISBN (Book)
9783656895961
Language
German
Tags
christentum römische reich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcel Fidelak (Author), 2012, Das frühe Christentum und das Römische Reich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288840
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