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Gewalt in der Schule

Erklärungsansätze, empirische Befunde und Möglichkeiten der Prävention und Intervention

Title: Gewalt in der Schule

Intermediate Diploma Thesis , 2004 , 23 Pages , Grade: 2

Autor:in: Nicole Budzinski (Author)

Psychology - Social Psychology
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Das Thema Gewalt in der Schule nimmt in unserer heutigen Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert ein. Seit dem Attentat in Erfurt 2002 und des bekannt gewordenen brutalen Mobbing eines siebzehnjährigen Berufsschülers in Hildesheim 2004, sowie die Vorfälle an der Rütli Schule in Berlin wird dieses Thema immer aktueller. Eltern, Lehrer und Schüler stellen sich immer öfter die Frage, wie sicher man noch in der Schule ist. Was ist Gewalt und wie entsteht sie? Was gibt es für Ursachen und Erklärungsmodelle für Gewalt? Gibt es Möglichkeiten Gewalt in der Schule entgegenzuwirken und vorzubeugen? Das sind die zentralen Fragen, die in dieser Arbeit beantwortet werden sollen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Definitionen

2.1 Aggression

2.2 Gewalt

2.3 Gewalt in der Schule

2.4 Gewaltarten

2.4.1 Physische Gewalt

2.4.2 Psychische Gewalt

2.4.3 Bullying

3. Theoretische Erklärungsansätze

3.1 Aggression als Folge eines Triebes

3.2 Aggression als Reaktion auf Frustration

3.3 Aggressives Verhalten und Lernprozesse

3.4 Physiologische Bedingungen aggressiven Verhaltens

3.5 Aggressionsmodell nach Weiß

4. Empirische Studien und ihre Ergebnisse

4.1 Gewalt in der Schule am Beispiel von Bochum

4.2 Studie an hessischen Schulen

4.3 Gewalt in Schulen im Ost-West-Vergleich

4.4 Auswertungen der polizeilichen Kriminalstatistik

5. Gewaltintervention nach Olweus

5.1. Ziele des Interventionsprogramms

5.2 Ebenen des Interventionsprogramms

5.2.1 Maßnahmen auf der Schulebene

5.2.2 Maßnahmen auf der Klassenebene

5.2.3 Maßnahmen auf der persönlichen Ebene

6. Gewaltprävention in der Schule

6.1 Mediation/Streitschlichtung

7. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Gewalt in der Schule, um deren Ursachen zu ergründen, das Ausmaß anhand empirischer Studien zu verdeutlichen und wirksame Ansätze der Prävention und Intervention aufzuzeigen. Dabei liegt der Fokus primär auf der Beantwortung der Frage, wie Gewalt entsteht und durch welche pädagogischen Konzepte ihr wirksam entgegengewirkt werden kann.

  • Definition und Kategorisierung verschiedener Gewaltformen im schulischen Kontext
  • Analyse theoretischer Erklärungsmodelle zur Entstehung von Aggression
  • Empirische Bestandsaufnahme des Gewaltanstiegs an Schulen
  • Erläuterung des Interventionsprogramms nach Dan Olweus
  • Darstellung der Mediation als Methode zur Gewaltprävention

Auszug aus dem Buch

3.1 Aggression als Folge eines Triebes

Freud, Adler und Lorenz gehen in den psychoanalytischen und ethologischen Triebtheorien davon aus, dass Triebe angeboren sind und diese auch befriedigt werden müssen. Demnach beinhalten Triebtheorien eine angeborene Aggressionsneigung des Menschen und sind damit unvermeidbar. In Freuds Triebtheorie ist Aggression der nach außen gerichtete Teil des Todes- oder Destruktionstriebes (Thanatos), der alles Lebendige zum Tode führen will, beziehungsweise alles zerstören will. Das Wirken dieses Triebs kann höchstens durch seinen Gegensatz, den Lebenstrieb (Eros) vorübergehend umgeleitet und abgeschwächt werden, wobei sich beide Triebe miteinander verbinden.

Viele Psychoanalytiker haben sich bezüglich des Todestriebs von Freud distanziert. Für Lorenz, der die Triebtheorie von Freud weiterführte, ist Aggression angeboren, biologisch verankert und spielt bei der Arterhaltung eine große Rolle. Der Ethologe Tinbergen hat durch Tierversuche beobachtet, dass durch bestimmte Reize (angeborene Auslösereize) instinktives und aggressives Verhalten hervorgerufen wird. Es kommt zu einem Aggressionsstau und zu spontanen, aggressiven Ausbrüchen, wenn die Auslösereize lange nicht auftreten. Vertreter dieses Ansatzes sind der Meinung, dass auch Menschen ihre aggressive Energie durch nichtschädliche Aktivitäten wie Sport umlenken können, so dass es nicht zum Triebstau kommt (Katharsis-Hypothese). Jedoch wurde die Umlenkung der Aggressionen durch Sport bisher nicht nachgewiesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Einleitung führt in das aktuelle Thema Gewalt in der Schule ein und skizziert die zentrale Fragestellung sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.

2. Definitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe wie Aggression, Gewalt, physische und psychische Gewalt sowie Bullying definiert, um eine einheitliche Basis für die Analyse zu schaffen.

3. Theoretische Erklärungsansätze: Hier werden verschiedene psychologische Theorien vorgestellt, die versuchen, die Ursachen aggressiven Verhaltens bei Schülern zu erklären.

4. Empirische Studien und ihre Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert diverse Studien und Statistiken, die den Anstieg von Gewaltphänomenen an Schulen belegen.

5. Gewaltintervention nach Olweus: Es wird das pädagogische Interventionsprogramm von Dan Olweus vorgestellt, das auf verschiedenen Ebenen zur Gewaltreduktion ansetzt.

6. Gewaltprävention in der Schule: Dieses Kapitel fokussiert auf die Mediation als präventive Methode zur konstruktiven Konfliktlösung an Schulen.

7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit von Prävention und Intervention.

Schlüsselwörter

Gewalt, Schule, Aggression, Mobbing, Prävention, Intervention, Dan Olweus, Mediation, Streitschlichtung, Frustration, Triebtheorie, Lernprozesse, Schulklima, Gewaltarten, Pädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert das zunehmende Problem der Gewalt an Schulen, analysiert deren Entstehungsursachen und evaluiert Möglichkeiten zur pädagogischen Gegensteuerung durch Intervention und Prävention.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die Definition von Gewaltformen, die theoretische Erklärungsmodelle zur Aggressionsentstehung, die empirische Darstellung des Gewaltanstiegs sowie konkrete Interventions- und Präventionsmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Ursachen von Gewalt in der Schule zu schaffen und aufzuzeigen, wie durch gezielte Konzepte wie das Programm von Olweus oder Mediation ein sicheres Schulumfeld gefördert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender theoretischer Modelle sowie die Auswertung empirischer Studien und polizeilicher Kriminalstatistiken, um die Thematik wissenschaftlich aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Begriffe, die Diskussion psychologischer Erklärungsmodelle für Aggression, die Auswertung von Gewaltstudien (z. B. aus Bochum, Hessen, Ost-West-Vergleich) sowie die detaillierte Vorstellung des Interventionsansatzes nach Olweus und der Streitschlichtung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gewalt, Schule, Aggression, Mobbing, Prävention, Intervention und Mediation geprägt.

Wie unterscheidet sich die physische von der psychischen Gewalt nach der Definition im Text?

Physische Gewalt umfasst körperliche Angriffe und Sachbeschädigungen, während psychische Gewalt Diskriminierung, Beleidigungen und emotionale Erpressung beinhaltet, die oft als Vorläufer für körperliche Aggression dienen.

Welche Rolle spielen Lehrkräfte bei der Gewaltprävention nach Olweus?

Lehrkräfte sind zentrale Akteure, die durch die Implementierung von Handlungsplänen, eine verbesserte Pausenaufsicht und die Förderung einer offenen Kommunikationsbasis maßgeblich zur Senkung von Gewaltproblemen beitragen sollen.

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Details

Title
Gewalt in der Schule
Subtitle
Erklärungsansätze, empirische Befunde und Möglichkeiten der Prävention und Intervention
College
University of Vechta  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Grade
2
Author
Nicole Budzinski (Author)
Publication Year
2004
Pages
23
Catalog Number
V28889
ISBN (eBook)
9783638305440
ISBN (Book)
9783638906814
Language
German
Tags
Gewalt Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Budzinski (Author), 2004, Gewalt in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28889
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