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Interkulturelle Dimension der Beratung

Titel: Interkulturelle Dimension der Beratung

Akademische Arbeit , 2007 , 53 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Diplom-Sozialpädagogin/ Diplom-Sozialarbeiterin Ina Borkenstein (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit interkultureller Beratung.
Der Text beschäftigt sich mit der interkulturellen Dimension in der Beratung. Es wird darauf verzichtet, Anleitungen zum konkreten Umgang mit spezifischen Kulturen zu geben. Stattdessen wird das Ziel verfolgt, die Relevanz der Berücksichtigung kultureller Differenz zu betonen. Das Kapitel mündet in der Beschreibung interkultureller Kompetenz.
Die Zahl der Klienten mit Migrationshintergrund im Handlungsfeld der Beratung nimmt zu. Beratungsstellen müssen sich der Aufgabe stellen, interkulturelle Dimensionen zu entwickeln. Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen sind herausgefordert, interkulturelle Kompetenz zu erwerben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Teil I: Theoretische Grundlagen

1. Die interkulturelle Dimension in der Beratung

1.1 Beratung im interkulturellen Kontext

1.1.1 Beratung als eine Handlungsform der Sozialen Arbeit

1.1.2 Kultur und Interkulturalität

1.1.3 Die interkulturelle Perspektive in Beratungssituationen

1.2 Aspekte multiperspektivischer Beratung im interkulturellen Kontext

1.2.1 Die soziale Lage der Migranten in Deutschland

1.2.2 Migrationsspezifische Aspekte

1.2.3 Kulturspezifische Aspekte

1.3 Interkulturelle Kompetenz

1.3.1 Interkulturelle Kompetenz als Schlüsselqualifikation

1.3.2 Die interkulturelle Öffnung sozialer Beratungsdienste

1.4 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Relevanz der Berücksichtigung kultureller Differenz im Kontext der Beratungspraxis zu verdeutlichen. Anstatt konkrete Handlungsanleitungen für spezifische Kulturen zu geben, wird ein theoretischer Rahmen entwickelt, um Berater für multiperspektivische Ansätze und interkulturelle Kompetenz zu sensibilisieren, damit sie Klienten mit Migrationshintergrund professionell begleiten können.

  • Grundlagen der Beratung als Handlungsform der Sozialen Arbeit
  • Analyse der sozialen Lage und migrationsspezifischer Belastungsfaktoren
  • Untersuchung kulturspezifischer Dynamiken wie Kommunikation und Zeitverständnis
  • Reflexion über Machtasymmetrien, Vorurteile und Diskriminierung
  • Entwicklung interkultureller Kompetenz als Schlüsselqualifikation für Berater

Auszug aus dem Buch

Die interkulturelle Perspektive in Beratungssituationen

Von interkultureller Beratung wird üblicherweise gesprochen, wenn es sich um einen Beratungskontext handelt, an dem Menschen verschiedener ethnisch-kultureller Hintergründe beteiligt sind. Sie bezeichnet sowohl ein Arbeitsfeld (Beratung in speziellen Beratungsstellen für Migranten) als auch eine Querschnittsaufgabe der sozialen Beratungsarbeit (Beratung von Migranten in allgemeinen Beratungsstellen).

Vielfach wird unter interkultureller Beratung die Situation verstanden, dass ein Berater, welcher der kulturellen Mehrheit angehört, einen Klienten berät, der einer kulturellen Minderheit zugehörig ist. Dieses Verständnis wird den vielfältigen Beratungskonstellationen nicht gerecht. Interkulturelle Beratung lässt sich nicht auf die Beratung bestimmter Personengruppen wie Migranten beschränken (Mecheril 2004, 295-296). Allerdings stehen die Konstellationen „in denen Menschen mit einem persönlich relevanten internationalen Migrationshintergrund involviert sind“ (Mecheril 1998, 140) im Vordergrund der Konzeptionen interkultureller Beratung.

Mecheril und Castro Vela schlagen vor, den Ausdruck interkulturelle Beratung durch den der interkulturellen Dimension von Beratung zu ersetzen. Gemeint ist eine Beratungssituation, in der die persönliche kulturelle Zugehörigkeit der Beteiligten eine zentrale Rolle für den Beratungsvorgang spielt oder in der die Beratung selbst eine interkulturelle Thematik zum Inhalt hat (Mecheril 2004, 300). Letzteres ist der Fall, „wenn die Lebenssituation des Klienten oder der Anlass, Beratung in Anspruch zu nehmen, von den Akteuren in einen direkten oder indirekten thematischen Zusammenhang mit kollektiven Unterscheidungspraxen gebracht wird und diese Praxen und ihre Beziehungen zueinander als „Problem“ oder „Problembedingung“ verstanden werden“ (Mecheril 2004, 300).

Entscheidend für Mecheril ist hierbei, dass es keine an sich interkulturellen Situationen gibt. Die interkulturelle Dimension der behandelten Themen und der interpersonellen Beziehung wird durch die interkulturelle Perspektive auf ihre Relevanz für den Beratungsprozess geprüft. Dies bedeutet, dass die Einschätzung davon, ob eine Beratungssituation als interkulturell angesehen wird, immer das Ergebnis eines Interpretationsprozesses darstellt. Es geht darum den Anderen wahrzunehmen und zu erkennen, ohne ihn auf dieses Sein festzulegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die interkulturelle Dimension in der Beratung: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen dar, definiert zentrale Begriffe und erörtert die Bedeutung der interkulturellen Perspektive für Beratungssituationen.

1.1 Beratung im interkulturellen Kontext: Hier werden Beratung als Handlungsform definiert sowie die Konzepte von Kultur, Interkulturalität und deren Bedeutung für die Beratungspraxis erarbeitet.

1.2 Aspekte multiperspektivischer Beratung im interkulturellen Kontext: Dieses Kapitel beleuchtet die soziale Lage von Migranten, spezifische Migrationsphasen sowie kulturspezifische Faktoren wie Kommunikation und Zeitkonzepte.

1.3 Interkulturelle Kompetenz: Es wird untersucht, wie Berater interkulturelle Kompetenz erwerben können und wie eine interkulturelle Öffnung sozialer Beratungsdienste gelingen kann.

1.4 Resümee: Das Kapitel fasst die Bedeutung des multiperspektivischen Beratungsansatzes und der interkulturellen Kompetenz als professionelle Notwendigkeit zusammen.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Beratung, Soziale Arbeit, Migration, Interkulturelle Kompetenz, Kulturspezifische Aspekte, Multiperspektivischer Ansatz, Machtasymmetrie, Diskriminierung, Migrationsphasen, Akkulturation, Beratungsprozess, Selbstreflexion, Kommunikation, Identität, Sozialkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Anforderungen an die Beratung von Menschen mit Migrationshintergrund und der notwendigen Entwicklung einer interkulturellen Dimension innerhalb des Beratungsfeldes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit fokussiert auf die theoretischen Grundlagen der interkulturellen Beratung, die Lebenswirklichkeit von Migranten, die Bedeutung von Machtasymmetrien und Vorurteilen sowie Konzepte für professionelle interkulturelle Kompetenz.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, die Relevanz der Berücksichtigung kultureller Differenz zu betonen und Berater für ein multiperspektivisches Verständnis zu sensibilisieren, statt lediglich vereinfachte Anleitungen für spezifische Kulturen zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Arbeit, die auf Basis einer umfassenden Literaturanalyse wissenschaftliche Konzepte und Modelle (wie das der interkulturellen Kompetenz oder das Phasenmodell der Migration) für die Beratungspraxis aufbereitet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Beratung im interkulturellen Kontext, die Analyse migrations- und kulturspezifischer Aspekte sowie die Erarbeitung von Anforderungen an interkulturelle Kompetenz und die Öffnung sozialer Dienste.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Interkulturelle Beratung, Soziale Arbeit, Migration, Interkulturelle Kompetenz, Multiperspektivischer Ansatz und Machtasymmetrie.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Migrantengruppen?

Die Arbeit differenziert zwischen Gruppen wie ausländischen Arbeitnehmern, Spätaussiedlern und verschiedenen Arten von Flüchtlingen (Asylbewerber, Konventionsflüchtlinge etc.), um die unterschiedlichen Belastungen und rechtlichen Rahmenbedingungen der jeweiligen Lebenswirklichkeiten aufzuzeigen.

Welche Rolle spielt die Kommunikation in der interkulturellen Beratung?

Sprache wird als zentrales Medium der Wirklichkeitskonstruktion verstanden, wobei die Arbeit besonders auf nonverbale Signale, unterschiedliche Zeitkonzepte und die Gefahren von Sprachverlust für die Identität des Klienten eingeht.

Ende der Leseprobe aus 53 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Interkulturelle Dimension der Beratung
Hochschule
Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Note
1,0
Autor
Diplom-Sozialpädagogin/ Diplom-Sozialarbeiterin Ina Borkenstein (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
53
Katalognummer
V289045
ISBN (eBook)
9783656892427
ISBN (Buch)
9783668139664
Sprache
Deutsch
Schlagworte
interkulturelle dimension beratung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom-Sozialpädagogin/ Diplom-Sozialarbeiterin Ina Borkenstein (Autor:in), 2007, Interkulturelle Dimension der Beratung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/289045
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Leseprobe aus  53  Seiten
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