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Bouldern in der Schule

Titel: Bouldern in der Schule

Examensarbeit , 2014 , 133 Seiten , Note: 1,6

Autor:in: Benjamin Schug (Autor:in)

Didaktik - Sport, Sportpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit ist im Rahmen des 1. Staatsexamens für das Lehramt an Gymnasien entstanden und beinhaltet die Integration der Trendsportart Bouldern in den Schulsportunterricht.
Die Motivation meinerseits für diese Thematik entspringt in erster Linie aus den persönlichen Erfahrungen, die mit dem Gegenstandsbereich gemacht worden sind. Ich selbst habe die Sportart Bouldern erst im Laufe meines Studiums im Rahmen des Grundkurses Klettern kennengelernt. In diesem wurden uns neben den notwendigen Sicherungstechniken für das Klettern auch verschiedene Techniken des Kletterns und Boulderns beigebracht. Bereits sehr früh hat mich die persönliche Auseinandersetzung der eigenen Fähigkeiten mit einem Boulderproblem gereizt. Um einen Boulder erfolgreich bewältigen zu können, müssen die eigenen Fähigkeiten in wenigen Sekunden abgerufen werden. Dies erfordert vollständige Konzentration. Neben der sportlichen Komponente habe ich Bouldern auch als kommunikatives Miteinander erlebt, bei dem gemeinsam an einer Aufgabe gearbeitet werden kann. Die Tatsache, dass ich diese Sportart für mich entdeckt habe und nun aktiv betreibe, zeigt bereits, wie wichtig es ist, junge Menschen in Bildungsinstitutionen an neue Sportarten heranzuführen. In der Schule und im Sportunterricht obliegt es der Lehrkraft die zu behandelnden Lerninhalte auszuwählen. In den Rahmenvorgaben des Lehrplans ist mit der Öffnung des Inhaltsbereiches durch die Bewegungsfelder möglich geworden, Themen zu behandeln, die im klassischen Kanon der Sportarten nicht vertreten waren. Die Lehrkraft muss sich mit der Fragestellung konfrontieren, ob sich der Inhalt für eine Thematisierung im Sportunterricht eignet, welche Lernziele erreicht werden sollen und wie das Unterrichtsvorhaben vermittelt werden soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Sachanalyse

2.1 Differenzierung zum Klettern und anderen alpinen Sportarten

2.2 Geschichte des Boulderns

2.3 Soziologische Betrachtung des Boulderbooms

2.3.1 Trendsport

2.3.2 Selbstermächtigung

2.3.3 Individualisierung im Sport

3 Differenzierung zum Freiklettern

3.1 Wandhöhe

3.2 Sicherungstechnik

3.3 Materialbedarf

4 Fachdidaktischer Hintergrund

4.1 Veränderung im Schulsport

4.1.1 Pragmatisch-qualifikatorische Strömung

4.1.2 Kritisch-emanzipatorischen Strömung

4.2 Rahmenvorgaben durch den Lehrplan

4.2.1 Erziehender Sportunterricht

4.2.2 Pädagogische Perspektiven

4.2.3 Bewegungsfelder

4.2.4 Ausblick Kompetenzorientierung

4.3 Bouldern im Schulsport

4.3.1 Trendsportarten im Schulsportunterricht

4.3.2 Bouldern im Bewegungsfeld „Bewegen an und mit Geräten“

4.3.3 Bouldern unter der pädagogischen Perspektive des Wagnisses

5 Praktische Hinweise zur Umsetzung des Unterrichtsvorhabens Bouldern an Geräten

5.1 Kritik an der Vermittlung von Klettern im Schulsport

5.2 Organisatorische Fragestellungen

5.3 Bouldern in der Sporthalle

5.4 Bouldern in der Boulderhalle unter dem Aspekt des offenen Unterrichts

5.3.1 Chancen des offenen Konzepts

5.3.2 Schüler beim Aufsuchen von Wagnissen im Bouldern unterstützen

5.3.3 Boulderspiele

5.5 Leistungsbewertung im Bouldern

6 Bouldern in der Bewegten Schule

6.1 Das Konzept der Bewegten Schule

6.2 Ziele und Legitimationsgrundlage der Bewegten Schule

6.3 Boulderwände in der Bewegten Schule

6.4 Trendsportarten in der bewegten Pause

7 Ausblick: Bouldern in der Natur und im urbanen Bewegungsraum

7.1 Bouldern an natürlichen Felsstrukturen

7.2 Bouldern im urbanen Bewegungsraum

8 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung der Sportart Bouldern als eigenständiges Unterrichtsvorhaben im Schulsport. Dabei wird analysiert, wie Bouldern unter Berücksichtigung aktueller sportdidaktischer Anforderungen in den Sportunterricht und in das Konzept der Bewegten Schule integriert werden kann, um Lernziele wie Wagniserziehung und Kompetenzentwicklung zu fördern.

  • Sachanalyse und soziologische Einordnung des Trendsports Bouldern
  • Differenzierung zwischen Bouldern und klassischem Freiklettern
  • Fachdidaktische Legitimation und Verankerung im Schulsport (Lehrplan)
  • Praktische Umsetzungsstrategien für den Sportunterricht und die Bewegte Schule
  • Wagniserziehung und Kompetenzorientierung im Boulder-Unterricht

Auszug aus dem Buch

3.1 Wandhöhe

Wie bereits in der Definition verankert, findet Bouldern in Absprunghöhe statt. Diese Höhe kann sehr unterschiedlich ausfallen und ist in künstlichen Kletterhallen meistens durch den Zielgriff vorgegeben. Beim Bau einer Boulderwand in der Schule ist diese jedoch gesetzlich geregelt. Dabei darf der oberste Tritt eine Höhe von zwei Meter nicht übersteigen (Hinkel & Betz, 2001, S.41). In Höhen oberhalb dieser Begrenzung muss auf eine Seilsicherung zurückgegriffen werden. In diesem Fall ist die Tritthöhe festgeschrieben, so dass sichergestellt werden kann, dass keine Sprunghöhen von über 2m erreicht werden. Auf diese Weise soll das Verletzungsrisiko minimiert werden. Die sich ergebenden Vorteile der nicht notwendigen Sicherungstechnik und des geringen Materialbedarfs werden später erläutert.

Kern (2010, S. 168) bezweifelt allerdings, dass das Interesse, lediglich in Absprunghöhe zu klettern, für alle Schüler lange aufrechterhalten werden kann. Diesem berechtigten Einwurf kann die steigende Popularität des Boulderns entgegengesetzt werden. Nichtsdestotrotz sollte sich die Lehrperson bewusst sein, dass einige Schüler, vor allem bei geringen Erfolgserlebnissen, die Lust an der Sportart verlieren. Kern (2010, S.168) formuliert als Ausweg die Möglichkeit, auf verschiedene Kooperations- und Wettkampfspielformen zurückzugreifen. Exemplarisch werden diese im Hinblick auf ihr pädagogisches Potenzial im fünften Kapitel vorgestellt. Festzuhalten ist allerdings, dass die geringe Wandhöhe solche Spiele ermöglicht, da zum einen keine Sicherung notwendig ist und jederzeit abgesprungen werden kann. Zum anderen ist aufgrund der geringen Entfernung vom Kletternden zum Zuschauer oder Lehrer eine unmittelbare Kommunikation möglich.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Motivation des Autors dar und skizziert das Ziel der Arbeit, die Integration von Bouldern in den Schulsport zu prüfen.

2 Sachanalyse: Dieses Kapitel definiert Bouldern als Sportart, erläutert dessen Geschichte und untersucht soziologische Faktoren des Boulderbooms wie Selbstermächtigung und Individualisierung.

3 Differenzierung zum Freiklettern: Hier werden die Unterschiede zwischen Bouldern und Freiklettern hinsichtlich Wandhöhe, Sicherungstechnik und Materialbedarf herausgearbeitet.

4 Fachdidaktischer Hintergrund: Es wird die didaktische Einordnung in den Schulsport, Lehrplanvorgaben, Bewegungsfelder und das Konzept des Wagnisses diskutiert.

5 Praktische Hinweise zur Umsetzung des Unterrichtsvorhabens Bouldern an Geräten: Dieses Kapitel bietet methodische Ansätze für Lehrkräfte, inklusive Stationsarbeit, Boulderspielen und Leistungsbewertung.

6 Bouldern in der Bewegten Schule: Hier wird die Integration von Boulderwänden und informellen Bewegungsangeboten in den Schulalltag jenseits des Sportunterrichts erörtert.

7 Ausblick: Bouldern in der Natur und im urbanen Bewegungsraum: Dieser Abschnitt behandelt Möglichkeiten und ökologische Aspekte des Boulderns am Felsen sowie den Trend des urbanen Boulderings.

8 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und zieht ein Fazit zur pädagogischen Eignung des Boulderns.

Schlüsselwörter

Bouldern, Schulsport, Wagniserziehung, Trendsport, Bewegte Schule, Klettern, Absprunghöhe, Sportdidaktik, Bewegungsfelder, Kompetenzorientierung, Sicherungstechnik, Boulderhalle, Sportunterricht, motorische Fähigkeiten, Individualisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Integration der Trendsportart Bouldern in den Schulsport und den Schulalltag.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die fachdidaktische Legitimation, die Abgrenzung zum Freiklettern, die Wagniserziehung und die Umsetzungsmöglichkeiten in der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist zu untersuchen, ob Bouldern als Unterrichtsvorhaben geeignet ist, welche Lernziele verfolgt werden können und wie diese vermittelt werden sollten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sportwissenschaftlicher und fachdidaktischer Strömungen sowie lehrplanspezifischer Vorgaben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben einer Sachanalyse didaktische Konzepte wie der mehrperspektivische Sportunterricht und die Bewegte Schule konkret auf das Bouldern angewandt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Bouldern, Wagniserziehung, Schulsport, Sportdidaktik und Kompetenzorientierung.

Wie sicher ist Bouldern im Schulsport?

Bouldern findet in Absprunghöhe statt und erfordert keine Seilsicherung. Durch den Einsatz von Matten und das Prinzip des Spottens wird das Verletzungsrisiko in der Schule minimiert.

Warum ist Bouldern für die "Bewegte Schule" geeignet?

Bouldern bietet Kindern und Jugendlichen auch in Pausen die Möglichkeit zur spontanen Bewegung, fördert die motorische Entwicklung und ist mit geringem Aufwand in den Pausenhof integrierbar.

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Details

Titel
Bouldern in der Schule
Hochschule
Technische Universität Darmstadt  (Sportwissenschaft)
Note
1,6
Autor
Benjamin Schug (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
133
Katalognummer
V289124
ISBN (eBook)
9783656893127
ISBN (Buch)
9783656893134
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bouldern schule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Benjamin Schug (Autor:in), 2014, Bouldern in der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/289124
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