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Carbon Footprint. CO2-Analyse von Lieferketten

Titel: Carbon Footprint. CO2-Analyse von Lieferketten

Seminararbeit , 2012 , 30 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Isabelle Pipahl (Autor:in)

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bis zum heutigen Tag ist eine Beurteilung der Umweltbelastung, die von einem Produkt oder einer Dienstleistung ausgeht sehr schwierig, weil die Informationen dazu nicht einheitlich berechnet wurden oder aber für die Kundschaft nicht verfügbar sind. Der CO2-Fußabdruck, der die Menge an Treibhausgasen darstellt, die im Lebenszyklus eines Produktes oder für ein ganzes Unternehmen anfallen, ist ein einheitliches Maß (CO2e), mit dem die Umweltverträglichkeit von Produkten und Dienstleistungen leicht verglichen werden können.

Diese Vergleichbarkeit, die den Verbraucher bei seiner Kaufentscheidung stärken würde, ist jedoch nur bei einem weltweit standardisierten Verfahren zur Berechnung und Kommunikation des CO2-Fußabdrucks gegeben, welches zurzeit noch nicht existiert. Eine im Bereich der Logistik durchgeführte Optimierung des Fußabdrucks ist von besonderer Bedeutung, da sich CO2-Reduktionspotentiale und damit auch Einsparmöglichkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette bemerkbar machen. Da die Logistik als Verbindungsglied zwischen den einzelnen Gliedern der Kette gesehen wird, nimmt sie eine Schlüsselposition in der effizienten Gestaltung ein.

Der CO2-Fußabdruck ist schon heute ein wichtiger Indikator für ein nachhaltiges Logistikmanagement. Vielen Unternehmen beteiligen sich an Pilotprojekten oder Initiativen, um kein Knowhow bei einem solch bedeutenden Thema zu verpassen. In Zukunft wird der CO2-Fußabdruck seinen Platz als einer der dominierenden Indikatoren für nachhaltiges Wirtschaften einnehmen und mit der Veröffentlichung von international standardisierten Verfahren noch weiter an Bedeutung hinzugewinnen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Nachhaltigkeit in der Logistik

2.1 Green Logistics

2.2 Standards: ISO 14001, GHG Protocol, PAS 2050

3. Der Carbon Footprint

3.1 Definition

3.2 Berechnung des Product Carbon Footprint

3.3 Pilotprojekt

4. Anteil der Logistikkette am Carbon Footprint

4.1 Beschreibung der drei Beispielsituationen

4.2 Annahmen und Rechenvoraussetzungen

4.3 Aufstellung der Activity-Daten und Berechnung

4.4 Vergleich der Ergebnisse

5. Möglichkeiten zur Senkung des Fußabdrucks

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Klimarelevanz von Lieferketten unter Verwendung des Product Carbon Footprint (PCF). Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette zu analysieren, Transparenz zu schaffen und Potenziale zur Emissionsminderung im logistischen Prozess aufzuzeigen.

  • Methodische Grundlagen der PCF-Berechnung nach PAS 2050
  • Bedeutung der grünen Logistik im Unternehmenskontext
  • Fallstudienanalyse zur CO2-Belastung durch verschiedene Distributionswege
  • Optimierungsstrategien für Transport und Produktlebenszyklus

Auszug aus dem Buch

3.2 Berechnung des Product Carbon Footprint

Ein international verbindlicher Standard zur PCF-Berechnung existiert derzeit nicht. Die Berechnung des PCF wird nachfolgend exemplarisch anhand der PAS 2050 vorgenommen, die in sechs Phasen gegliedert werden kann:

1. Ausgangsbasis: Jeder Berechnung geht die Entscheidung voraus, für welches Produkt oder Dienstleistung der PCF ermittelt werden soll. Dabei spielen weitere Faktoren, wie der Kommunikationsansatz (intern oder extern), die Wahl der Berechnungsmethodik, die Verfügbarkeit des Budgets (interne Bearbeitung oder externe Expertenleistung) und der zur Verfügung stehende Zeitbedarf eine Rolle.

2. Aufbau der Prozessübersicht: Alle erforderlichen Materialien und Prozesse, die für den Lebenszyklus des gewählten Produktes relevant sind, müssen identifiziert werden.

3. Bestimmung der Systemgrenzen: Es werden alle Emissionen definiert, die direkt oder indirekt aus der Herstellung, Nutzung oder Entsorgung des Produktes resultieren. Dabei ist es notwendig zu beachten, dass nur Beiträge die mehr als 1% der Gesamtemissionen ausmachen, betrachtet werden. Nicht relevant sind dadurch menschliche Einsätze um Prozesse zu starten, Anfahrtswege von Konsumenten oder geringfügige Emissionen (< 1%).

4. Datensammlung: Primäre und sekundäre Daten müssen gesammelt werden. Primärdaten beziehen sich auf direkte Messungen im Rahmen des spezifisch untersuchten Produktlebenszyklusses, Sekundärdaten beziehen sich auf externe Messungen von vergleichbaren Prozessen. Nach PAS 2050 müssen alle unternehmensinternen Prozesse in primärer Datenform vorliegen. Die Emissionsfaktoren werden für eine bessere Vergleichbarkeit und höhere Aussagekraft in sogenannte CO2-Äquivalente umgerechnet (CO2e). Aus der nachfolgenden Tabelle ist zu erkennen, dass z.B. Methan die 25-fache Klimawirksamkeit hat wie CO2.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Einführung in die globale Erwärmung und die Notwendigkeit internationaler Klimaschutzabkommen zur Minderung anthropogener Emissionen.

2. Nachhaltigkeit in der Logistik: Erläuterung von Green Logistics als strategisches Ziel zur Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie unter Berücksichtigung von CSR.

3. Der Carbon Footprint: Definition des PCF, Abgrenzung zum CCF und Vorstellung der Berechnungsmethodik sowie eines Pilotprojekts zur Förderung klimaverträglichen Konsums.

4. Anteil der Logistikkette am Carbon Footprint: Analyse anhand von Beispielszenarien für den Transport von Äpfeln, um die Emissionen verschiedener Transportwege zu vergleichen.

5. Möglichkeiten zur Senkung des Fußabdrucks: Darstellung von Optimierungspotenzialen in der Logistik, Standortwahl und innerhalb des Produktlebenszyklus.

6. Zusammenfassung: Fazit zur Relevanz des CO2-Fußabdrucks als künftiger dominierender Indikator für nachhaltiges Logistikmanagement.

Schlüsselwörter

Product Carbon Footprint, Green Logistics, Lieferkette, Klimawandel, Treibhausgasemissionen, PAS 2050, Nachhaltigkeit, Logistikmanagement, CO2-Äquivalente, Optimierungspotenzial, Transportwesen, Lebenszyklusanalyse, Umweltmanagement, Klimaschutz, CO2-Reduktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Messung von Treibhausgasemissionen, speziell dem Product Carbon Footprint (PCF), im Bereich der internationalen Logistik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der ökologischen Nachhaltigkeit, der Anwendung standardisierter Berechnungsmethoden für CO2-Emissionen und der Optimierung logistischer Prozesse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Transparenz über die Klimarelevanz von Lieferketten zu schaffen und aufzuzeigen, wie Unternehmen ihren CO2-Fußabdruck messbar machen und aktiv reduzieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methodik der PAS 2050 für die PCF-Ermittlung und illustriert diese anhand von vergleichenden Fallstudien zu verschiedenen Distributionswegen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der grünen Logistik, die Berechnungsmethodik des PCF, ein Pilotprojekt zur CO2-Transparenz sowie konkrete Berechnungsbeispiele für Transportwege.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Product Carbon Footprint, Green Logistics, CO2-Äquivalente und nachhaltiges Logistikmanagement.

Wie schneidet der Transport per Flugzeug im Vergleich zu anderen Wegen ab?

Der Transport per Flugzeug verursacht mit Abstand die höchsten Emissionen im Vergleich zum Schiff oder LKW und wird daher als ökologisch ineffizient eingestuft.

Warum ist die Standortwahl für Unternehmen relevant für den PCF?

Da bis zu 50 Prozent des CO2-Fußabdrucks eines Produkts durch den Transport entstehen, hat die Distanz zwischen Produktionsstandort und Absatzmarkt einen signifikanten Einfluss auf die Umweltbilanz.

Welche Rolle spielt die Lagerung bei der CO2-Bilanz eines Apfels?

Die langfristige Lagerung in einem Kühlhaus kann, wie im Beispiel gezeigt, einen erheblichen Teil der gesamten CO2-Emissionen eines Produkts ausmachen.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Carbon Footprint. CO2-Analyse von Lieferketten
Note
1,3
Autor
Isabelle Pipahl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
30
Katalognummer
V289169
ISBN (eBook)
9783668326552
ISBN (Buch)
9783668326569
Sprache
Deutsch
Schlagworte
carbon footprint co2-analyse lieferketten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Isabelle Pipahl (Autor:in), 2012, Carbon Footprint. CO2-Analyse von Lieferketten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/289169
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Leseprobe aus  30  Seiten
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