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Gewalt in der Pflege. Helfer als Täter?

Title: Gewalt in der Pflege. Helfer als Täter?

Textbook , 2015 , 124 Pages

Autor:in: Anike Bläslack (Author), Janette Lieske (Author), Thomas van Laar (Author)

Nursing Science - Violence in nursing
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Gewalt in der Pflege: Meldungen über psychisch oder physisch misshandelte Pflegebedürftige tauchen regelmäßig in den Nachrichten auf. Solche Übergriffe gehen von der Androhung von Gewalt bis zum Mord. Doch wie kommt es dazu, dass ausgerechnet Pfleger den Menschen in ihrer Obhut letztlich schaden?

Dieses Buch zeigt einerseits die verschiedenen Formen der Gewalt und sucht andererseits die Ursachen dafür in der Arbeitssituation der Pfleger, die immer schwieriger wird. Die Texte in diesem Buch stellen Präventions- und Interventionsmaßnahmen sowohl auf Seiten des Pflegers als auch des Pflegebedürftigen vor.

Aus dem Inhalt: Altenpflege, Demographischer Wandel, Sexuelle Gewalt, Strukturelle Gewalt, Stress

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

„Gewalt in der stationären Altenpflege“ von Janette Lieske

Einleitung

1. Überblick über die Situation der Altenpflege in Deutschland

2. Begriffliche Klärungen zur Thematik „Gewalt“

3. Theoretische Erklärungsansätze zur Gewaltentstehung

4. Fallbeispiel

5. Ursachen von Gewalt in der stationären Altenpflege

6. Formen der Gewalt in der stationären Altenpflege

7. Ansätze zur Gewaltverminderung in der stationären Altenpflege

Schlussbetrachtung

„Kulturelle und sexuelle Gewalt in der Pflege"

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

3. Rechtliche Grundlagen

4. Beispiele aus der Pflege

5. Erklärungsversuch

6. Prävention und Bewältigung

7. Zusammenfassung

8. Fazit

„Arbeitsbelastung und Stress in der psychiatrischen Krankenpflege“ von Thomas van Laar

Vorwort

1. Definitionen

2. Arbeitsbelastungen (Stressoren)

3. Stress

4. Auswirkungen des Stresses

5. Burn-Out (eine mögliche Folge anhaltender Überlastung)

6. Prävention

Resümee

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die verborgenen, alltäglichen Formen von Gewalt in der stationären Altenpflege zu beleuchten. Dabei wird explizit nicht nach einzelnen "Schuldigen" gesucht, sondern die Komplexität der Entstehungsbedingungen von Gewalt im Spannungsfeld zwischen Bewohnern, Pflegekräften und institutionellen Rahmenbedingungen analysiert, um Wege zur Gewaltprävention aufzuzeigen.

  • Strukturelle Gewalt durch institutionelle Zwänge und Tagesabläufe
  • Personale Gewalt durch Vernachlässigung oder Misshandlung
  • Kulturelle Gewalt und gesellschaftliche Vorurteile gegenüber dem Alter
  • Psychische und physische Belastungsfaktoren bei Pflegekräften
  • Reflexionsmöglichkeiten und Lösungsansätze für die Pflegepraxis

Auszug aus dem Buch

1. Überblick über die Situation der Altenpflege in Deutschland

Dieses Kapitel gibt einen kurzen und eher statistischen Überblick über die Situation der Altenpflege in Deutschland. Das Forschungsfeld „stationäre Altenpflege“ soll dadurch mit Daten und Fakten unterlegt werden, um dessen Tragweite zu verdeutlichen. Dabei geben Zahlen schon einen ersten Hinweis auf kritische Zustände, die möglicherweise die Entstehung von Gewalt begünstigen. Besonders wichtig ist zudem die Kenntnis über zukünftige Entwicklungstendenzen. Denn längerfristige Lösungswege aus der Gewalt können meiner Meinung nach nur gefunden werden und wirksam sein, wenn man um zukünftig entstehende Problemlagen weiß und dieses Wissen vorausschauend mit einbezieht.

In Deutschland leben derzeit 82,5 Mio. Menschen, rund 20 Mio. davon sind über 60 Jahre. Also etwa ein Viertel der Deutschen sind ältere Menschen.

Mit zunehmendem Alter steigt auf Grund der körperlichen Abbauprozesse und der dadurch entstehenden Krankheiten die Wahrscheinlichkeit pflegebedürftig zu werden. Laut Statistischem Bundesamt sind über 2 Mio. Menschen in Deutschland pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI). Dies bedeutet: „Pflegebedürftig (…) sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen.“ (§14 Abs.1 SGB XI). Je nach Schweregrad und dem damit erforderlichen Maß an Hilfestellungen wird gemäß §15 SGB XI in drei Stufen der Pflegebedürftigkeit unterschieden – erheblich Pflegebedürftige (Stufe I), Schwerpflegebedürftige (Stufe II) und Schwerstpflegebedürftige (Stufe III).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in das sensible Thema der versteckten, alltäglichen Gewalt in der stationären Altenpflege ein und skizziert das Forschungsziel der Arbeit.

1. Überblick über die Situation der Altenpflege in Deutschland: Dieses Kapitel liefert statistische Daten zur Pflegebedürftigkeit und zeigt die demographische Entwicklung sowie deren Auswirkungen auf die Altenpflege auf.

2. Begriffliche Klärungen zur Thematik „Gewalt“: Hier wird eine Arbeitsdefinition von Gewalt entwickelt und das „Gewaltendreieck“ nach Galtung als theoretische Basis eingeführt.

3. Theoretische Erklärungsansätze zur Gewaltentstehung: Die Frustrations-Aggressions-Hypothese und lerntheoretische Ansätze (Lernen am Modell) werden zur Erklärung von Gewaltprozessen genutzt.

4. Fallbeispiel: Anhand eines „Yesterday-Protokolls“ einer Pflegekraft wird ein praxisnaher Einblick in den Alltag einer stationären Altenpflegeeinrichtung gegeben.

5. Ursachen von Gewalt in der stationären Altenpflege: Das Kapitel analysiert Ursachen sowohl außerhalb als auch innerhalb der direkten Pflegebeziehung und arbeitet das Konzept der „totalen Institution“ heraus.

6. Formen der Gewalt in der stationären Altenpflege: Hier werden personale, strukturelle und kulturelle Gewaltformen systematisch unterschieden und gegenüber Bewohnern sowie Pflegekräften definiert.

7. Ansätze zur Gewaltverminderung in der stationären Altenpflege: Abschließend werden konkrete Handlungsoptionen für Pflegekräfte, Bewohner, Heimleitung und die Gesellschaft zur Prävention von Gewalt diskutiert.

Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer öffentlichen Auseinandersetzung und Enttabuisierung des Themas.

Schlüsselwörter

Altenpflege, Gewalt, Pflegeheim, stationäre Pflege, Pflegekräfte, Heimbewohner, Gewaltprävention, Frustration, Aggression, strukturelle Gewalt, personale Gewalt, kulturelle Gewalt, Arbeitsbelastung, Zeitdruck, Pflegestatistik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Problematik von Gewalt in der stationären Altenpflege, wobei insbesondere auf die versteckten, alltäglichen Formen der Gewalt und deren komplexe Entstehungsursachen eingegangen wird.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Bedingungen in der stationären Altenpflege, die verschiedenen Arten der Gewalt (personale, strukturelle, kulturelle), die Belastungen von Pflegepersonal und Bewohnern sowie Präventionsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Sensibilisierung für die komplexen Entstehungsmechanismen von Gewalt in der Pflege, um durch ein besseres Verständnis aller Beteiligten Möglichkeiten zu deren Verminderung zu finden.

Welche wissenschaftlichen Theorien finden Anwendung?

Die Autorin stützt sich primär auf das „Gewaltendreieck“ nach Johann Galtung, die „Frustrations-Aggressions-Hypothese“ nach Dollard sowie Lerntheorien nach Bandura.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Situation der Altenpflege in Deutschland und theoretische Grundlagen erörtert, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Gewaltursachen und Erscheinungsformen sowie praktischen Lösungsansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Altenpflege, Gewaltprävention, strukturelle Gewalt, Frustration, Arbeitsbelastung und Pflegestatistik charakterisiert.

Welche Rolle spielt das verwendete Fallbeispiel?

Das Fallbeispiel des „Yesterday-Protokolls“ dient dazu, die theoretischen Erkenntnisse anschaulich auf den konkreten Pflegealltag zu übertragen und die Komplexität der Situation für die Pflegekraft zu verdeutlichen.

Warum wird das Konzept der „totalen Institution“ verwendet?

Das Konzept wird genutzt, um zu erklären, wie institutionelle Strukturen in Pflegeheimen (wie Zeitdruck oder Tagesabläufe) frustrierend wirken und ein erhöhtes Risiko für Gewaltanwendung bergen können.

Welche Bedeutung hat die psychische Belastung für das Pflegepersonal?

Die psychische Belastung, insbesondere durch Zeitdruck und ungelöste Konflikte, führt oft zu Überforderung, die sich in destruktiven Strukturen oder Gewalt gegenüber Bewohnern entladen kann.

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Details

Title
Gewalt in der Pflege. Helfer als Täter?
Authors
Anike Bläslack (Author), Janette Lieske (Author), Thomas van Laar (Author)
Publication Year
2015
Pages
124
Catalog Number
V289235
ISBN (eBook)
9783656894308
ISBN (Book)
9783956871627
Language
German
Tags
Gewalt Pflege Altenpflege Stress sexuelle Gewalt strukturelle Gewalt Demographischer Wandel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anike Bläslack (Author), Janette Lieske (Author), Thomas van Laar (Author), 2015, Gewalt in der Pflege. Helfer als Täter?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/289235
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