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Rituale in der Schule

Empirische Analyse eines Wochenrituals in einer jahrgangsübergreifenden Lerngruppe aus Schüler/innen-Perspektive

Titel: Rituale in der Schule

Bachelorarbeit , 2013 , 66 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Kim Schodde (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In meiner Ausarbeitung werde ich mich mit der Thematik der Rituale beschäftigen. Hierbei werde ich mich speziell auf den Montag-Morgen-Kreis als Wochenritual beziehen.
Die Hinterfragung der Funktion und des Nutzens von Ritualen im schulischen Alltag erscheint mir vor dem Hintergrund meiner zukünftigen Tätigkeit als Lehrerin besonders wichtig.
Rituale sind aufgrund der vielfältigen Theorien nicht eindeutig zu definieren und werden trotzdem, oder vielleicht auch gerade deshalb, in der Schulpädagogik kontrovers diskutiert.
In meiner Arbeit möchte ich herausarbeiten, welche Argumente für und gegen den Einsatz von Ritualen im Allgemeinen und der Einrichtung eines Montag-Morgen-Kreises im Speziellen sprechen. Dies werde ich in einer fundierten Analyse meiner Beobachtung erarbeiten. Es interessiert mich hierbei nicht nur die Position der Lehrkraft, sondern vor allem die Position der Schülerinnen und Schüler. Aus diesem Grund formuliere ich meine Forschungsfrage wie folgt: „Rituale in der Schule – Empirische Analyse eines Wochenrituals in einer jahrgangsübergreifenden Lerngruppe der Klassenstufen eins und zwei aus SchülerInnen-Perspektive“.
Der Aufbau meiner Ausarbeitung wird wie folgt aussehen:
Zunächst werde ich mich mit den unterschiedlichen Ritualtheorien befassen und diese zusammenfassend darstellen. Im Anschluss daran werde ich auf den Gebrauch von Ritualen im schulischen Alltag eingehen, Funktionen aufzeigen, den Nutzen kontrovers diskutiert darlegen und auf die verschiedenen Perspektiven eingehen. Nachfolgend werde ich ein Fallbeispiel beifügen und analysieren. Die Analyse unterstützend, werde ich mich auf eine von mir durchgeführte Befragung von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern beziehen. Abschließend erfolgt dann mein Fazit in Bezug auf die Analyse des Montag-Morgen-Kreises als Wochenritual in einer jahrgangsübergreifenden Lerngruppe.
[...]
Abschließend werde ich hier die wichtigsten Punkte meiner Ausarbeitung zusammenfassen und anschließend darauf eingehen, was diese Forschungsergebnisse leisten.
Wie in 1.2. beschrieben, gibt es unterschiedliche Ritualtheorien verschiedener Autoren. Diese sind vielfältig und facettenreich und lassen sich nicht zu einer einzigen Ritualtheorie zusammenfassen.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.1. Ritualtheorien

1.1.1. Émile Durkheim

1.1.2. Albert Bergesen

1.1.3 Alfred Radcliffe-Brown

1.1.4. Max Gluckman

1.1.5. Roy A. Rappaport

1.1.6. Jörg Zirfas

1.1.7. Mary Douglas

1.1.8. Erving Goffman

1.1.9. Ronald Grimes

1.1.10. Arnold van Gennep

1.1.11. Christoph Wulf

1.1.12. Victor Turner

1.2. Vernetzung

2. Rituale in der Schule

2.1. Anwendung

2.2. Diskussion

3. Methodik und Methodenreflexion

3.1. Methodische Grundlagen der Ausarbeitung

3.2. Methodenreflexion

4. Erhobenes Datenmaterial

4.1. Beobachtung

4.2. Lehrkräftebefragung

4.3. Lerngruppenbefragung

5. Analyse: Montag-Morgen-Kreis als Ritual

5.1. Die Perspektive der Schülerinnen und Schüler

5.2. Die Perspektive der Lehrkraft

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Funktion von Ritualen im schulischen Alltag, mit einem speziellen Fokus auf den "Montag-Morgen-Kreis" als Wochenritual. Ziel ist es, die Perspektiven von Schülern und Lehrkräften empirisch zu erfassen und zu analysieren, ob und wie dieses Ritual zur Strukturierung des Schultages sowie zur Förderung des sozialen Miteinanders und der Identitätsbildung beiträgt.

  • Theoretische Fundierung durch diverse Ritualtheorien
  • Empirische Analyse des "Montag-Morgen-Kreises" in einer jahrgangsübergreifenden Lerngruppe
  • Untersuchung der pädagogischen Relevanz und Funktionen von Schulritualen
  • Vergleichende Betrachtung der Sichtweisen von Lehrkräften und Schülern
  • Reflexion über Chancen und Kontroversen des ritualisierten Handelns im Unterricht

Auszug aus dem Buch

1.1.1. Émile Durkheim

Der Soziologe Émile Durkheim (1858-1917) bezieht Rituale auf das Streben der Gesellschaft nach Homogenität und einer funktionierenden Gemeinschaft. Die Rituale können „gemeinschaftsstabilisierende Kräfte freisetzen, die den Bruch in den Routinen wieder schließen und „anschlussfähig“ machen, dies sei die eigentliche Funktion des Rituals“. Rituale geben den Mitgliedern einer Gesellschaft Ordnung und vermitteln Zusammenhalt und Dazugehörigkeit.

Dies kann durch kleine Rituale geschehen, durch welche die Mitglieder einer Gesellschaft zeigen, dass sie sich aufeinander abstimmen wollen und so eine Zugehörigkeit darstellen.

Als Beispiel wäre zum Beispiel Winken bei Verabschiedungen denkbar. Diese Gestik ist in unserem Gesellschaftskreis bekannt und anerkannt als Geste des Abschieds.

Doch gibt es neben den kleinen Ritualen, die das Zusammenleben der Gesellschaft ermöglichen, auch große Rituale, welche unter besonderen Performances zelebriert werden. Denkbar wäre beispielsweise die Vereidigung des Bundespräsidenten oder die Feier der Christmette am Heiligen Abend. Durch diese großen Rituale gewinnt der Einzelne, so Durkheim, die Gewissheit der Kontinuität des kollektiven Bewusstseins und der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der schulischen Rituale ein, begründet deren Relevanz für den Schulalltag und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich des Montag-Morgen-Kreises.

1.1. Ritualtheorien: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene wissenschaftliche Ansätze von Autoren wie Durkheim, Goffman, Wulf und anderen, die das Verständnis von Ritualen in der Gesellschaft und Schule prägen.

1.2. Vernetzung: Hier werden die zuvor erläuterten Theorien zusammengeführt, um die gemeinsamen Kernpunkte und die Bedeutung für die lokale Schulkultur herauszuarbeiten.

2. Rituale in der Schule: Es wird die praktische Anwendung von Ritualen zur Stärkung der Klassengemeinschaft und zur Bewältigung von Übergangssituationen im Unterricht diskutiert.

2.1. Anwendung: Dieser Abschnitt beschreibt, wie Rituale aktiv zur Gestaltung einer positiven Lernatmosphäre und zur Unterstützung der sozialen Struktur innerhalb einer Klasse eingesetzt werden können.

2.2. Diskussion: Hier werden Pro- und Contra-Argumente zum Einsatz von Ritualen im Unterricht abgewogen, um eine fundierte Positionierung zu ermöglichen.

3. Methodik und Methodenreflexion: Das Kapitel erläutert den Prozess der Themenfindung und das methodische Vorgehen der empirischen Analyse.

3.1. Methodische Grundlagen der Ausarbeitung: Hier wird der Forschungsrahmen festgelegt, inklusive der Beobachtung einer konkreten Lerngruppe in einer Hamburger Stadtteilschule.

3.2. Methodenreflexion: Die gewählten Erhebungsmethoden – Beobachtung und Befragung – werden kritisch auf ihre Aussagekraft und Durchführbarkeit hin reflektiert.

4. Erhobenes Datenmaterial: Dieses Kapitel dient der Darstellung der gewonnenen Ergebnisse aus der Beobachtung und den durchgeführten Befragungen.

4.1. Beobachtung: Es werden die zentralen Aspekte des beobachteten Montag-Morgen-Kreises in der jahrgangsübergreifenden Lerngruppe geschildert.

4.2. Lehrkräftebefragung: Zusammenfassung der Rückmeldungen von Lehrkräften zum Stellenwert und zur Gestaltung des Wochenrituals.

4.3. Lerngruppenbefragung: Analyse der Bewertung des Rituals aus der Sicht der Schülerinnen und Schüler.

5. Analyse: Montag-Morgen-Kreis als Ritual: In diesem Hauptteil wird das beobachtete Ritual anhand der theoretischen Grundlagen (insb. Bergesen, Rappaport) analysiert.

5.1. Die Perspektive der Schülerinnen und Schüler: Untersuchung, wie die Kinder das Ritual als strukturgebendes und motivierendes Element erleben.

5.2. Die Perspektive der Lehrkraft: Analyse der pädagogischen Intentionen und der Rolle der Lehrkraft bei der Gestaltung des Rituals.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bestätigt die Relevanz des Montag-Morgen-Kreises für Strukturierung und Klassenklima.

Schlüsselwörter

Schulrituale, Montag-Morgen-Kreis, Unterrichtsstrukturierung, Klassenklima, soziale Identität, empirische Analyse, pädagogische Praxis, Schülerperspektive, Lehrkraft, Gemeinschaftsbildung, Wochenritual, jahrgangsübergreifendes Lernen, Interaktionsritual, Übergangsriten, Schulkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Ritualen im schulischen Kontext und analysiert speziell den "Montag-Morgen-Kreis" als Wochenritual in einer Grundschul-Lerngruppe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung von Ritualen, deren praktische Anwendung zur Strukturierung des Unterrichts sowie die Auswirkungen auf das Sozialklima und die Klassengemeinschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, zu erforschen, welche Funktionen Rituale in der Schule erfüllen und wie die Akteure (Lehrkräfte und Schüler) den Montag-Morgen-Kreis als strukturelles und soziales Element wahrnehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, der durch direkte, unbeteiligte Beobachtung des Rituals sowie durch schriftliche Befragungen von Lehrkräften und Schülern gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Konzepte auf das beobachtete Fallbeispiel übertragen, um das Ritual hinsichtlich seiner strukturierenden Wirkung und seiner Bedeutung für die Identitätsbildung zu analysieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schulrituale, Montag-Morgen-Kreis, Klassenklima, Schülerperspektive, Gemeinschaftsbildung und Unterrichtsstrukturierung stehen im Zentrum der Untersuchung.

Wie bewerten die Schüler den Montag-Morgen-Kreis?

Die Ergebnisse zeigen ein mehrheitlich positives Bild; die Schüler empfinden das Ritual als hilfreich für die Orientierung und schätzen die Möglichkeit, über das Wochenende zu berichten und sich aktiv als Moderatoren einzubringen.

Welche Rolle spielt der Moderator im Ritual?

Die Moderatorenrolle durch ein Kind ermöglicht es den Schülern, Verantwortung zu übernehmen, was laut der Arbeit das Selbstbewusstsein stärkt und die Bedeutung der Gruppe hervorhebt.

Was schlussfolgert die Verfasserin über den Nutzen des Rituals?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass der Montag-Morgen-Kreis im schulischen Kontext sinnvoll ist, da er Orientierung bietet, das Klassenklima fördert und den Übergang in die Schulwoche deutlich erleichtert.

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Details

Titel
Rituale in der Schule
Untertitel
Empirische Analyse eines Wochenrituals in einer jahrgangsübergreifenden Lerngruppe aus Schüler/innen-Perspektive
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg  (Bildungswissenschaften)
Veranstaltung
Bachelor Modul
Note
2,3
Autor
Kim Schodde (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
66
Katalognummer
V289258
ISBN (eBook)
9783656895183
ISBN (Buch)
9783656895190
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rituale Morgenkreis Turner Ritual Ritualtheorie empirisch Grundschule Erziehungswissenschaft Bildung Routine Lehrer Sozialform Unterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kim Schodde (Autor:in), 2013, Rituale in der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/289258
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Leseprobe aus  66  Seiten
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