Maria Montessori. Mein pädagogisches Vorbild, meine pädagogische Haltung


Hausarbeit, 2015
8 Seiten

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Biographie
2.1. Name
2.2. Geburtsdatum/ -ort
2.3 Werdegang:

3. Leitidee und Methode
3.1 Montessori-Methode
3.1 Vorbereitende Umgebung, Mobiliar und Material
3.3 Rollen der Erzieher

5.Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Das Leben anzuregen – und es sich dann frei entwickeln zu lassen – hier drin liegt die erste Aufgabe des Erziehers“[1]

Dies ist eines ihrer Zitate - Maria Montessori - was gleichzeitig auch ihre Methode ausdrückt.Da ihr Name und ihre Pädagogik ziemlich bekannt sind, habe ich mich intensiv mit ihr beschäftigt und Parallelen zwischen ihrer Methode und meinem Erziehungsstil in Bezug auf meinen Sohn gesehen. Daher habe ich mich dazu entschlossen, meine Hausarbeit über sie zu verfassen. Desweiteren empfinde ich sie auch als starke, emanzipierte Frau und Persönlichkeit, die sich zu ihrer Zeit im 19. Jahrhundert gegen ihren konservativen Vater und der gänzlich konservativen Männergesellschaft durchgesetzt hat.

2. Biographie

2.1. Name

Maria Montessori

2.2. Geburtsdatum/ -ort

31.August 1870 in Chiaravalle bei Ancona

2.3 Werdegang:

Maria Montessori entstammt einer gebildeten Familie und interessierte sich schon in ihrer Schulzeit für Naturwissenschaften, so dass sie trotz Widerstandes ihres konservativen Vaters, an eine technische Oberschule ging und dort Biologie und Mathematik begann zu studieren.[2] Der Schwerpunkt ihres Studiums lag aber bei der Medizin. Außerdem studierte sie intensiv Philosophie und Psychologie und mit einem gewissen Nebeninteresse Pädagogik. Als sie 26 Jahre alt war, promovierte sie als erste Frau in Italien zum Doktor der Medizin, aber möglicherweise war es der Widerstand den sie als Frau und Ärztin entgegensehen musste, der dazu führte, dass sie sich nach Abschluss ihrer Studien der Betreuung von zunächst behinderten Kindern befasste.Sie begann mit ihrer Laufbahn als Assistenzärztin, an der Psychiatrischen Klinik der Universität Rom, mit der Betreuung und Erziehung defektiver Kinder, nach den Methoden des französischen Arztes Jean-Marie G. Itard und seinem Schüler Edouard Seguin.[3] Sie verfolgte mit ihrer Arbeit an den Kindern 2 Prinzipien, die Ermutigung der kindlichen Initiative und die Selbstbestätigung, sowie die Kompensation der Behinderung mit Hilfe speziellen Trainingsmaterials. Durch die sichtbaren Fortschritte bei ihrer Arbeit, überlegte sie, ob man nicht auch normale Kinder so erziehen und betreuen könnte. Daraufhin eröffnete sie 1907 das erste Kinderhaus „Casa dei Bambini“ im Arbeiterviertel San Lorenzo in Rom, um Beobachtungen an den Arbeiter-/ Schlüsselkindern machen zu können und entwickelte die schulähnlichen und später schulmäßigen Formen des kindlichen Lernens.Da ihre Arbeit so erfolgreich war, wurde sie nahezu von ihren Freunden gedrängt, ihre Methode schriftlich niederzulegen, was sie auch innerhalb von einem Monat tat. So entstand 1909 ihre erste Fassung der Montessori-Methode „Il metodo della pedagogiga scientifica“. Danach ging sie völlig auf in ihrer Arbeit und besuchte in vielen Ländern Europas, sowie Nord- und Südamerika, Indien, Pakistan, Ceylon Ausbildungskurse, Kinderhäuser, Schulen und Lehrbildungsanstalten der Erziehung. In manchen Ländern, sowie auch in Italien und Deutschland, ging ihre Methode zu Grunde. Dies hielt sie aber auch nicht davon ab, weiterzumachen und so arbeitete sie unermüdlich und schaffte trotz des 2. Weltkrieges in Indien ihre Pädagogik Geltung. Nach dem Krieg erwachte wieder Interesse an ihren Werken, bevor sie am 6. Mai 1952 in Nordwijk starb.[4]

3. Leitidee und Methode

3.1 Montessori-Methode

Die Montessoripädagogik richtet sich mit methodisiertem frühkindlichem Lernen an das Vorschulalter, das sie hinsichtlich kindlicher Selbstständigkeit und Selbsterfahrung fördern will.Durch die modifizierten Methoden für die Unterrichtung sinnesbeeinträchtigter Kinder, deren Erfolge sichtbar waren, ließ Montessori dazu übergehen, dies auch an gesunden Kindern auszuprobieren. Mit dieser Überlegung, eröffnete sie das Kinderhaus „Casa dei Bambini“ .Ihre Entwicklungs- und Lerntheorie orientiert sich sehr eng an biologischen und neurobiologischen Denkmustern. Trotzdem ist eine angemessene, zeitgenössische Interpretation ihrer Pädagogik dadurch erschwert, da sie durch den empirischen Erkenntnissen der Biologie und Medizin des 19. Jahrhunderts von den holistischen Lehren der Theosophie hin und her pendelte. In ihrer Überzeugung, sind die physische wie die psychische Entwicklung ein und denselben Naturgesetzlichkeiten unterworfen.[5] Sie nahm an, man müsse den verborgenen Bauplan der Persönlichkeit als Ausgangsbasis nehmen, wie eine Art pädagogische Anthropologie, über die man die sensiblen Phasen der Entwicklung belehrt. Wenn man dann Übungsmaterial für die selbstkontrollierten Sinnes-, Geschicklichkeits-, Beobachtungs-, Ordnungs- und Koordinationsleistung bereitstellt, müssen die Kinder sich nur noch ihrer eigenen Disziplin und Selbstbeherrschung stellen. Die Kinder lernen jeweils nur nach Interesse und der selektiven Wahrnehmung des Systems der Intelligenzleistung mittels selektiver Aufnahme und Verarbeitung von äußeren Reizen.Grundlage und ein Schlüsselerlebnis für ihre weitere Pädagogik war eine Beobachtung im Kinderhaus, die heute als Montessori-Phänomen bekannt ist und in die pädagogische Literatur eingegangen ist: „ Sie beobachtete ein etwa dreijähriges Mädchen, dass in eine Übung mit hölzernen Zylindern, die in die entsprechenden Bohrungen eines Holzblocks eingesetzt werden mussten, so tief versunken war, dass weder die Tatsache, dass man es zusammen mit seinem Stuhl und dem Block auf eine Tischplatte hob, noch der Gesang der herumstehenden anderen Kinder es in seiner Arbeit zu stören vermochte; es wiederholte seine Übung 44 mal, bevor es unabhängig von den Ablenkungen der Umgebung damit aufhörte.“[6] Dieses Schlüsselerlebnis war für Montessori eine Offenbarung, denn vorher hatte man behauptet und beobachtet, dass Kinder zappelig und unstetig sind. Dieser Vorgang, der von der innen her ordnenden Seele, konnte dann experimentell ganz allgemein hervorgerufen werden, wenn eine dauernde Reaktion auf gewisse äußere Bedingungen bestimmt werden können.[7]

[...]


[1] Nur-zitate.com

[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Montessori

[3] Vgl., Hildegard Stumpf, Die wichtigsten Pädagogen, Frankfurter Rundschau, marix Verlag 2. Auflage 2012, S. 122

[4] Vgl., Hans Scheuerl, Klassiker der Pädagogik II, Verlag C.H. Beck, 1. Auflage 2003. S. 144

[5] Vgl., Die wichtigsten Pädagogen, 2012, S. 121

[6] Hans Scheuerl, Klassiker der Pädagogik II, Verlag C.H. Beck, 1. Auflage 2003. S. 145

[7] Vgl., Klassiker der Pädagogik II, 2003, S. 145

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Maria Montessori. Mein pädagogisches Vorbild, meine pädagogische Haltung
Autor
Jahr
2015
Seiten
8
Katalognummer
V289259
ISBN (eBook)
9783656895053
ISBN (Buch)
9783656895060
Dateigröße
434 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
maria, montessori, mein, vorbild, haltung
Arbeit zitieren
Miriam Riedel (Autor), 2015, Maria Montessori. Mein pädagogisches Vorbild, meine pädagogische Haltung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/289259

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