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Green Controlling. Aufgaben, Instrumente, Konzeption

Title: Green Controlling. Aufgaben, Instrumente, Konzeption

Bachelor Thesis , 2014 , 52 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Andreas Gerber (Author)

Business economics - Controlling
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Unsere Umwelt ist in vielerlei Hinsicht gefährdet: Treibhauseffekt, Ozonlöcher, saurer Regen, Pestizide sowie eine Verknappung von nicht-regenerativen Rohstoffen und die begrenzte Emissionsaufnahmekapazität von Luft, Wasser und Boden. Diese Beispiele deuten nur einen kleinen Teil der Umweltverschmutzung durch unsere Gesellschaft an. Vor allem Unternehmen tragen wesentlich zur Belastung unserer Umwelt bei indem sie sorglos mit Ressourcen und Energien umgehen und dabei oftmals nicht umweltschonend agieren.
Das veränderte Umweltbewusstsein der Kunden und Konsumenten, Lieferanten als auch Konkurrenten zwingt Unternehmen jedoch in gewissermaßen zu einer Ökologieorientierung und damit zu einer Veränderung der bisherigen Unternehmenssituation und -ausrichtung. Außerdem werden die von den Ländern und Staaten verabschiedeten Umweltgesetzgebungen von Jahr zu Jahr verschärft, was die Unternehmen zusätzlich in einem rechtlichen Aspekt unter Druck setzt.

Somit müssen sich Unternehmen neben der reinen ökonomischen Sichtweise nun auch ökologischer Fragestellungen annehmen um einen langfristigen Unternehmenserfolg zu gewährleisten. Die Berücksichtigung solcher ökologischer Aspekte in der Zielsetzung von Unternehmen hat zur Folge, dass sich ebenso das Controlling einer Wandlung unterziehen muss. So gewinnen im Rahmen des traditionellen Controlling auch umweltrelevante Informationen an Bedeutung. Da das traditionelle Controlling mit dem Umgang solcher Informationen nicht vertraut ist, ergibt sich somit die Notwendigkeit einer Erweiterung des Controlling um ökologische Komponenten. Eine solche Erweiterung des Controlling wird in dieser Bachelorarbeit behandelt. Folgend wird das Konzept des "Green Controlling" detailliert dargestellt. Dabei werden ausgehend von der Entstehung, die zu erfüllenden Aufgaben erläutert und nachfolgend eine Auswahl an Instrumenten zur ökologischen Beurteilung des Unternehmens aufgeführt. Zudem wird eine mögliche Integration des Green Controlling in die Unternehmensstruktur beschrieben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Grundlagen

2.1 Green / Greening

2.2 Nachhaltigkeit

2.3 Die Dimensionen der Nachhaltigkeit

2.4 Nachhaltigkeit in Unternehmen

3 Green Controlling

3.1 Aufgaben und Funktionen des Green Controlling

3.2 Instrumente des Green Controlling

3.2.1 Die Stoff- und Energiebilanz als Informationsgrundlage

3.2.2 Bewertung und Maßnahmenplanung

3.2.2.1 Die Methode der ökologischen Knappheit

3.2.2.2 Die Methode der Qualitätsziel-Relationen

3.2.2.3 Die Eco-rational Path-Method (EPM)

3.2.2.4 ABC-Methode

3.2.3 Umweltkostenrechnung

3.2.3.1 Umweltschutzkostenberechnung

3.2.3.2 Flusskostenrechnung

3.2.4 Erfolgskontrolle durch Kennzahlen

3.3 Nutzen des Green Controlling

3.4 Integration des Green Controlling in das Unternehmen

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorthesis untersucht das Konzept des "Green Controlling" als notwendige Erweiterung des traditionellen Controllings, um ökologische Aspekte systematisch in die Unternehmensführung zu integrieren. Ziel ist die detaillierte Darstellung des Konzepts, seiner Aufgaben und einer Auswahl an Instrumenten zur ökologischen Beurteilung, um einen Beitrag zur wirtschaftlichen Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen zu leisten.

  • Grundlagen der Nachhaltigkeit in Unternehmen
  • Aufgaben und Funktionen des Green Controlling
  • Instrumente zur Stoff- und Energiebilanzierung
  • Methoden der ökologischen Bewertung (EPM, ökologische Knappheit, etc.)
  • Umweltkostenrechnung und Kennzahlensysteme
  • Integration des Green Controlling in die Unternehmensstruktur

Auszug aus dem Buch

3.2.2.1 Die Methode der ökologischen Knappheit

Die Methode der ökologischen Knappheit, oder auch ökologische Buchhaltung genannt, ist eine von Müller-Wenk entwickelte naturwissenschaftlich orientierte ökologische Bewertungsmethode der Stoff- und Energieströme eines Unternehmens. Es wird versucht die Umweltwirkungen eines Systems anhand eines Äquivalenzkoeffizienten (AeK) vergleichbar darzustellen. Hierbei wird jeder erfassten Stoff- und Energiemenge eine Gewichtung anhand des AeK zugesprochen. Der AeK stellt einen Grad der ökologischen Knappheit der jeweiligen Einwirkungsart dar. Dies bedeutet einen Erschöpfungsgrad bei Ressourcen oder Beanspruchungsgrad des Aufnahmevermögens der Umwelt bei Emissionen. Dieser AeK ist für jeden Stoff bzw. für jede Energieart unterschiedlich und wird in erster Linie anhand rechtskräftigen gesetzlichen Normen bzw. vom Staat festgelegten Grenzwerte oder völkerrechtlich verbindlichen Verpflichtungen berechnet (siehe nachfolgend Fk in den Berechnungsformeln). Hierbei werden zwei Arten von Knappheit unterschieden. Die Ratenknappheit beschreibt, dass es für jeden Verbrauch eines Umweltgutes bzw. für jede Immission eine kritische Grenze gibt. Wenn diese Grenze überschritten wird treten Wirkungen auf, die ökologisch nicht mehr tragbar sind. Beispiel hierfür wäre das "Umkippen" eines Gewässers. Die Kumulationsknappheit beschreibt, dass jeder Verbrauch eines Umweltgutes oder Ausstoß von Emissionen langfristig dazu führt, dass jenes Umweltgut in seinem Vorkommen erschöpft (z.B. Erdölvorkommen) beziehungsweise die Aufnahmefähigkeit eines Mediums (bezogen auf die jeweilige Emission) erreicht ist. Der Unterschied zwischen der Raten- und der Kumulationsknappheit besteht darin, dass bei der Kumulationsknappheit die absolute Knappheit betrachtet wird, indem jeder Verbrauch dazu beiträgt sich der Erschöpfung eines Gutes anzunähern. Die Ratenknappheit wird bei regenerativen Ressourcen zur Berechnung des AeK verwendet, die Kumulationsknappheit für nicht regenerative Ressourcen. Um die beiden Knappheiten miteinander vergleichbar zu gestalten, wird für kumulativ knappe Güter ein verfügbarer Zeitraum von 30 Jahren angenommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Hinführung zur Problematik der Umweltverschmutzung durch Unternehmen und Notwendigkeit der Erweiterung des traditionellen Controllings um ökologische Komponenten.

2 Grundlagen: Definition von Green/Greening und Nachhaltigkeit sowie Einordnung der drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (ökologisch, ökonomisch, sozial) in Unternehmen.

3 Green Controlling: Kernkapitel zur Definition, den Aufgaben, Funktionen und Instrumenten des Green Controlling sowie dessen Integration in das Unternehmen.

4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass Green Controlling ein anwendbares Konzept zur Planung, Steuerung und Kontrolle ökologieorientierter Zielsetzungen bietet.

Schlüsselwörter

Green Controlling, Nachhaltigkeit, Stoff- und Energiebilanzierung, Ökologische Buchhaltung, Eco-rational Path-Method, EPM, Umweltkostenrechnung, Flusskostenrechnung, ökologische Knappheit, Umweltkennzahlen, Unternehmensführung, Umweltschutzmaßnahmen, Schadschöpfung, Stoffströme, Stoffstrommanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Integration ökologischer Aspekte in das betriebswirtschaftliche Controlling, bezeichnet als "Green Controlling", um Unternehmen eine nachhaltige Ausrichtung zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die theoretischen Grundlagen der Nachhaltigkeit, die Aufgaben des Green Controlling, Instrumente zur ökologischen Bilanzierung und Bewertung sowie die Integration in das betriebliche Informationssystem.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, das Konzept des Green Controlling detailliert darzustellen, relevante Analyse- und Bewertungsinstrumente aufzuzeigen und deren Nutzen für eine ökologisch und ökonomisch optimierte Unternehmensführung zu demonstrieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive methodische Vorgehensweise gewählt, basierend auf einer Literaturanalyse bestehender Konzepte und Instrumente, die durch schematische Darstellungen (z.B. Kreislaufmodelle, Portfolio-Analysen) erläutert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Aufgaben/Funktionen des Green Controlling, eine detaillierte Beschreibung verschiedener Instrumente (Stoff-/Energiebilanz, EPM, Umweltkostenrechnung) und Möglichkeiten der strategischen sowie operativen Integration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Green Controlling, Stoff- und Energiebilanzierung, ökologische Bewertungsmethoden, Umweltkostenrechnung und ökologische Kennzahlen charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die EPM von der ökologischen Knappheitsmethode?

Während die ökologische Knappheitsmethode primär naturwissenschaftlich orientiert ist, um Stoffströme über Äquivalenzkoeffizienten vergleichbar zu machen, ist die EPM (Eco-rational Path-Method) ein kostenorientiertes Verfahren, das zusätzlich ökonomische Größen (Gewinn/Deckungsbeitrag) einbezieht.

Welche Rolle spielt die Stoff- und Energiebilanzierung?

Sie stellt das Kernelement des Green Controlling dar, da sie als zentrale Informationsgrundlage dient, um stoffliche und energetische Flüsse zu erheben und darauf aufbauend ökologische Schwachstellen im Unternehmen zu identifizieren.

Was ist der Nutzen des Green Controlling für ein Unternehmen?

Der Nutzen liegt in der Aufdeckung ökologischer Schwachstellen, der Optimierung von Prozessen und Strukturen, der Senkung von Umweltbelastungen sowie der Möglichkeit, durch effizientere Nutzung von Ressourcen Kosteneinsparungen zu erzielen.

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Details

Title
Green Controlling. Aufgaben, Instrumente, Konzeption
College
Pforzheim University
Grade
1,7
Author
Andreas Gerber (Author)
Publication Year
2014
Pages
52
Catalog Number
V289294
ISBN (eBook)
9783656897019
ISBN (Book)
9783656897026
Language
German
Tags
green controlling aufgaben instrumente konzeption
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Gerber (Author), 2014, Green Controlling. Aufgaben, Instrumente, Konzeption, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/289294
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