In der vorliegenden Arbeit werden die Großstadtdarstellungen am Beispiel von dem Dokumentarfilm „Megacities. 12 Geschichten vom Überleben.“ von Michael Glawogger aus dem Jahr 1998 analysiert, wobei die Erforschung der Filmausschnitte sich auf das Thema Großstadt im Film konzentriert. Der Film Glawoggers ist eine Ansammlung von Geschichten bzw. Strategien des Überlebens in den Großstädten Mumbai, New York, Mexiko City und Moskau. Der Journalist Kämmerer bezeichnet den Film in seinem Artikel, der auf den physischen Kopien des Filmes abgebildet ist, als einen melodramatischen Dokumentarfilm.
In dieser Arbeit sollen drei miteinander verbundene Aspekte betrachtet werden: das Zusammenspiel von menschlichen Filmfiguren, der sachlich-gegenständliche Stadtstruktur und mentale Strukturen. Dabei werden die folgenden Fragen gestellt: Wie werden die Stadtbewohner innerhalb der filmischen Stadt positioniert? Was zeigt uns der Film von den Städten und wie wird die jeweilige Stadt dargestellt? Welche Bilder der Stadt und welches Gefühl großstädtischen Lebens vermittelt der Film?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und Gang der Untersuchung
2 Theoretischer Teil
2.1 Dokumentarfilm
2.2 Urbanität, Megacities und Globalisierung
2.3 Stadt – Film Beziehung
3 Filmanalyse
3.1 „Megacities. 12 Geschichten von Überleben“
3.2 Großstädte und Globalisierung
3.3 Orte der Ausbeutung: Arbeiten und Wohnen
3.4 Transiträume
4 Fazit/Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht exemplarisch die Darstellung von Großstädten im Dokumentarfilm „Megacities. 12 Geschichten von Überleben“ von Michael Glawogger aus dem Jahr 1998, wobei insbesondere die Wechselwirkungen zwischen urbanen Strukturen, menschlichen Lebensbedingungen und dem globalen Kontext analysiert werden.
- Analyse der filmischen Repräsentation von Megacities in verschiedenen globalen Kontexten.
- Untersuchung von Überlebensstrategien und Arbeitswelten in urbanen Randbereichen.
- Betrachtung der Rolle von Transiträumen sowie der Funktion von Träumen als Flucht aus der Realität.
- Herausarbeitung der Verbindung von Dokumentarfilm, Globalisierung und städtischer Identität.
- Reflexion über die mediale Konstruktion des „Anderen“ durch einen distanzierten, teils touristischen Blickwinkel.
Auszug aus dem Buch
3.1 „Megacities. 12 Geschichten von Überleben“
Der Film „Megacities. 12 Geschichten von Überleben“ entstand im Jahr 1998 unter der Leitung des österreichischen Regisseurs Michael Glawogger. Im Film geht es um die sogenannten menschlichen Grundbedürfnisse wie Ernährung, Wohnung, Arbeit und Mobilität. Der Regisseur verweist in seinem Film auch darauf, dass neben den materiellen Grundbedürfnissen die geistigen Grundbedürfnisse wie Hoffnungen, Träume und Flucht aus der Realität genauso wichtig sind und widerspricht damit dem im Vorspann angegebenen Zitat von William T. Vollmann: „Es ist denkbar, dass im Leben der Armen, für die der Besitz von Gesundheit, Bildung, Zuflucht und Sicherheit nicht selbstverständlich sind, der Besitz einer Seele auch nicht selbstverständlich ist“ (William T. Vollmann im Film „Megacities“).
Kämmerer bezeichnet den Film in seinem Artikel, der auf der DVD mit veröffentlicht ist, als einen melodramatischen Dokumentarfilm. Man könnte auch von einem experimentellen Film, einem Semi-Dokumentarfilm oder einer „poetischen Dokumentation“ sprechen. Der Film kann daher als eine hybride Form des Dokumentarfilms bezeichnet werden, welche die unterschiedlichen Elemente verschiedener Genres beinhaltet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung und Gang der Untersuchung: Diese Einleitung legt den Fokus der Arbeit auf die Analyse der Großstadtdarstellung im Film von Michael Glawogger und erläutert die methodische Herangehensweise an die Untersuchung.
2 Theoretischer Teil: Hier werden die wesentlichen wissenschaftlichen Grundlagen zu den Themen Dokumentarfilm, Urbanität, Megacities, Globalisierung sowie zur Wechselbeziehung zwischen Stadt und Film erarbeitet.
3 Filmanalyse: In diesem praktischen Teil werden konkrete Ausschnitte aus dem Film analysiert, wobei Schwerpunkte auf Globalisierung, Arbeits- und Wohnbedingungen sowie Transiträumen liegen.
4 Fazit/Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Analyse thesenförmig zusammen und reflektiert die Darstellung der Megacities im untersuchten Dokumentarfilm.
Schlüsselwörter
Großstadtdarstellung, Dokumentarfilm, Megacities, Globalisierung, Urbanität, Ausbeutung, Lebenswelten, Transiträume, Filmische Stadt, Überlebensstrategien, Soziale Polarisierung, Glokalisierung, Filmanalyse, Michael Glawogger, Menschliche Grundbedürfnisse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die filmische Darstellung von Großstädten in Michael Glawoggers Dokumentarfilm „Megacities. 12 Geschichten von Überleben“ und untersucht dabei insbesondere soziale und globale Aspekte.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen umfassen die Bedingungen von Arbeit und Wohnen in Megacities, die Auswirkungen der Globalisierung, die Bedeutung von Transiträumen sowie die Rolle von Träumen für die betroffenen Menschen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die spezifischen filmischen Strategien und Betrachtungsweisen herauszuarbeiten, mit denen der Film Glawoggers die komplexe Realität von Bewohnern in verschiedenen Weltmetropolen einfängt.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Filmanalyse, die durch theoretische Konzepte der Film- und Medienwissenschaften sowie der Stadtsoziologie ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Definition der Begriffe und einen praktischen Teil, in dem die Filmsequenzen im Hinblick auf Globalisierung, Ausbeutung und Identität untersucht werden.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Megacities, Dokumentarfilm, Globalisierung, Urbanität, soziale Polarisierung und filmische Stadtdarstellung.
Warum wählt der Regisseur einen fragmentarischen Ansatz?
Laut der Autorin spiegelt die fragmentarische Struktur die Komplexität der Megacities wider und ermöglicht es, verschiedene Lebenswelten global miteinander in Beziehung zu setzen, ohne eine simplifizierende Botschaft zu erzwingen.
Welche Rolle spielen die sogenannten „Nicht-Orte“ in der Analyse?
In Anlehnung an Marc Augé werden Transiträume wie U-Bahnen als Orte der Anonymität und Einsamkeit analysiert, die trotz der Menschenmassen eine psychische Isolation der Individuen im städtischen Raum verdeutlichen.
- Arbeit zitieren
- Anna Korchagina (Autor:in), 2014, Stadt im Film. Analyse der Großstadtdarstellung in Michael Glawoggers Dokumentarfilm „Megacities. 12 Geschichten vom Überleben“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/289298