Ziel der Unterweisung:
Der Auszubildende soll in die Lage versetzt werden, ein Innengewinde herzustellen.
Kognitive Lernziele:
Der Auszubildende soll wissen, wie er ein Innengewinde schneidet. Durch Übung soll er in die Lage versetzt werden, das erlernte Wissen auf ähnliche Tätigkeiten zu übertragen.
Das schließt beispielsweise ein:
• korrekte Auswahl der Gewindebohrer je nach Werkstoff
• Namen und Funktionen der benötigten Werkzeuge kennen,
• Wissen, mit welchen Mitteln ein Gewinde – sofern erforderlich – geprüft wird,
• Die einzelnen Gewindebohrer eines Gewindebohrersatzes unterscheiden können.
• Prüfen der Voraussetzungen für das Gewindeschneiden (ggf. Kontrolle des vorangegangenen Arbeitsschritts „Kernlochdurchmesser passend ?“)
Affektive Lernziele
Ziel ist den Auszubildenden zu sensibilisieren, dass es bei den Arbeitsschritten nicht auf Schnelligkeit ankommt, sondern auf sorgfältige, genaue Arbeitsweise. Das schließt ergänzend auch ein, dass die Wichtigkeit der stetigen Beachtung von Sicherheitshinweisen erkannt wird. Es soll sich auch mit der verrichteten Arbeit und „seinem“ Werkstück identifizieren können. Er soll eigene Wertvorstellungen entwickeln und nach diesen handeln.
Psychomotorische Lernziele
Der Auszubildende soll das Vorgemachte nachmachen und durch Übung die Arbeitsvorgänge automatisiert bewerkstelligen können und eine gewisse Routine entwickeln. Hierzu gehören zum Beispiel:
• das korrekte Spannen des Werkstücks in den Schraubstock,
• grades Ansetzen des Gewindebohrers und Schneiden des Gewindes,
• regelmäßiges Zurückdrehen des Gewindebohrers, um Späne zu brechen.
Inhaltsverzeichnis
1 Rahmenbedingungen:
1.1 Der Ausbilder stellt sich vor:
1.2 Der Auszubildende wird vom Ausbilder vorgestellt:
1.3 Lernort
1.4 Unterweisungszeitpunkt und -dauer
1.5 Es werden folgende Ausbildungsmittel verwendet:
2 Lernziele
2.1 Das Richtziel ist die Ausbildung zum Feinwerkmechaniker und das Bestehen der Abschlussprüfung
2.1.1 Grobziel:
2.1.2 Feinziele:
2.1.2.1 Kognitive Lernziele
2.1.2.2 Affektive Lernziele
2.1.2.3 Psychomotorische Lernziele
3 Planung und Durchführung der Unterweisung
3.1 Auswahl der Unterweisungsmethode: 4- Stufen Methode
3.1.1 Grund für die Auswahl der 4-Stufen Methode:
3.2 Sicherheitshinweise:
3.3 Unterweisung:
3.3.1 Vorbereiten und erklären
3.3.2 Vormachen und erklären
3.3.3 Nachmachen
4 Kontrolle und Vertiefen durch Üben:
4.1 Kontrolle:
4.2 Vertiefen durch Üben
5 Schriftliche Aufzeichnung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient als Leitfaden für die fachpraktische Unterweisung eines Auszubildenden zum Feinwerkmechaniker im ersten Ausbildungsjahr mit dem Fokus auf der manuellen Herstellung eines Innengewindes unter Anwendung der 4-Stufen-Methode.
- Vermittlung der manuellen Fertigkeit des Innengewindeschneidens
- Einhaltung sicherheitsrelevanter Arbeitsschutzmaßnahmen in der Werkstatt
- Anwendung des korrekten Einsatzes von Werkzeugen und Betriebsmitteln
- Förderung einer sorgfältigen und genauen Arbeitsweise
- Qualitätskontrolle durch fachgerechte Prüfung des Arbeitsergebnisses
Auszug aus dem Buch
3.3.2 Vormachen und erklären
Folgende Punkte werden nun vom Ausbilder erläutert:
• Das Werkstück muss sicher (fest) und grade in den Schraubstock eingespannt werden. Zuvor auf Sauberkeit des Schraubstocks insbesondere der Spannbacken achten und diese ggf. reinigen.
• Das Einspannen eines Gewindebohrers in das verstellbare Windeisen
• Die beidseitige Ansenkung der Kernbohrung ist notwendig, um dem Gewindebohrer einen besseren Anschnitt zu gewährleisten. Des Weiteren wird so ein Austreiben der Gewindegänge über den Werkstückrand vermieden. Gewindeschneiden von Hand hat den Vorteil, dass man beim Schneiden ein Gefühl für den Gewindebohrer bzw. eine eventuelle Schwergängigkeit entwickelt und somit einen Defekt verhindern kann.
• Aufsetzen des Gewindebohrers beim Anschneiden des Gewindes den Vorschneider (Markierung: 1 Ring) allseitig rechtwinklig zur Oberfläche des Werkstückes ansetzen (90°) und mit leichtem, gleichmäßigem Druck in das Kernloch hineindrehen. Hierbei Kontrolle des Winkels mit einem Flachwinkel und ggf. Korrektur durch Zurückdrehen und erneutes Anschneiden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel definiert die personellen Voraussetzungen, den Lernort sowie die notwendige Ausstattung für die Unterweisung.
2 Lernziele: Hier werden die berufsbezogenen Lernziele in kognitive, affektive und psychomotorische Bereiche gegliedert.
3 Planung und Durchführung der Unterweisung: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise anhand der 4-Stufen-Methode sowie die spezifischen Sicherheitshinweise und Arbeitsschritte.
4 Kontrolle und Vertiefen durch Üben: Hier wird der Prozess der Wissensabfrage und die praktische Vertiefung des Erlernten beschrieben.
5 Schriftliche Aufzeichnung: Dieses Kapitel hält den Auszubildenden zur zeitnahen Dokumentation der Lerninhalte im Berichtsheft an.
Schlüsselwörter
Feinwerkmechaniker, Innengewinde, 4-Stufen-Methode, Gewindebohrer, Werkstück, Arbeitssicherheit, Schneidöl, Ausbildung, Handwerk, Metallbearbeitung, Spanen, Kernloch, Metrisches ISO-Trapezgewinde, Berufsausbildung, Präzision.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die methodische Vermittlung der handwerklichen Tätigkeit des Innengewindeschneidens an einen Auszubildenden zum Feinwerkmechaniker.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themen umfassen die Vorbereitung des Arbeitsplatzes, Sicherheitsregeln, die Handhabung der Gewindebohrer sowie die Qualitätsprüfung des Endprodukts.
Was ist das primäre Ziel der Unterweisung?
Das Ziel ist, den Auszubildenden dazu zu befähigen, ein Innengewinde unter Einhaltung von Qualitäts- und Sicherheitsstandards manuell herzustellen.
Welche wissenschaftliche bzw. didaktische Methode wird verwendet?
Es wird die 4-Stufen-Methode (Vorbereiten/Erklären, Vormachen/Erklären, Nachmachen/Erklären lassen, Vertiefen durch Üben) eingesetzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Durchführung der Unterweisung, inklusive der sicherheitsrelevanten Verhaltensweisen und der praktischen Handhabung der Werkzeuge.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Unterweisung?
Wichtige Begriffe sind Feinwerkmechaniker, Innengewinde, Arbeitssicherheit, 4-Stufen-Methode und handwerkliche Fertigkeiten.
Warum ist das Ansenken der Kernbohrung laut der Unterweisung so wichtig?
Das beidseitige Ansenken sorgt für einen besseren Anschnitt des Gewindebohrers und verhindert das Austreiben der Gewindegänge am Werkstückrand.
Wie sollte laut Anleitung auf Probleme beim Schneiden reagiert werden?
Der Gewindebohrer sollte regelmäßig um circa eine Vierteldrehung zurückgedreht werden, um Späne zu brechen und den Schneidprozess zu erleichtern.
Wie erfolgt die Prüfung des Gewindes, wenn kein Grenzlehrdorn vorhanden ist?
In diesem Fall wird die Gängigkeit mittels einer entsprechenden metrischen Trapezgewindestange nach DIN 103 geprüft.
- Quote paper
- Dipl.-Ing. (FH) Jochen Kling (Author), 2015, Herstellen eines Innengewindes (Unterweisung Feinwerkmechaniker/in), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/289299