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Integrative Förderung von Hochbegabten - eine zukunftsträchtige Aufgabe für die Grundschule

Title: Integrative Förderung von Hochbegabten - eine zukunftsträchtige Aufgabe für die Grundschule

Seminar Paper , 2004 , 35 Pages , Grade: Mit großem Erfolg

Autor:in: Berit Schmaul (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Definitionsansätze und Modelle der Hochbegabtenforschung

Jeder Mensch, das ist allseits bekannt, zeichnet sich durch besondere Interessen, Fertigkeiten und Fähigkeiten aus. Diese Charakteristika repräsentieren sein individuelles Sein und formen sein gesamtes Leben. Zumeist zeigt der Mensch in bestimmten Bereichen eine spezielle Begabung, in deren Richtung im Folgenden dann sein Interesse hinzielt. Eine intellektuelle Begabung wird zumeist als angeboren aufgefasst und äußert sich beispielsweise in mathematischen, sprachlichen, psychomotorischen, musischen oder sozialen Bereichen. Rein lexikalisch wird Begabung wie folgt definiert: „Anlage zu bestimmten Leistungen. Die Begabungsforschung sucht Höhe und Richtung der Begabung festzustellen“.8 Dieser Erklärungsansatz unternimmt bereits eine gewisse Verbindung zum Begriff der sogenannten Hochbegabung. Während man diesen allerdings im hiesigen Brockhaus vergeblich sucht, ist er in der sogenannten Encyclopedia Britannica, seit vielen Jahren unter dem Lexem ‚giftedness’ zu finden. Nach Ursula Hellert sei Hochbegabung kurz „die Disposition zu außergewöhnlich hohen Leistungen“9. Menschen, die eine Hochbegabung verkörpern, zeigen häufig außergewöhnliche Fähigkeiten oder Leistungen in bestimmten oder gar mehreren der oben genannten Bereiche. Sie zeichnen sich durch eine schnelle Auffassungsgabe und Arbeitsbewältigung aus. Dieser übergewöhnlicher Intellekt kommt speziell in Situationen zum Tragen, in denen es einer besonderer Problemlösungskompetenz bedarf. Ein hochbegabter Mensch löst diesbezügliche Hindernisse sodann schneller als durchschnittlich begabte Personen.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung: Integration und Begabtenförderung: Gegensatzpaar oder Zukunftschance?

1. Hochbegabung- Was ist das?

1.1 Definitionsansätze und Modelle der Hochbegabtenforschung

1.2 Die historische Genese des Hochbegabungsbegriffs

1.2.1 Hochbegabung nach Terman

1.2.2 Der dreidimensionale Intelligentsbegriff nach Renzulli

1.2.3 Das Münchner Begabungsmodell von Heller und Hany

1.3 Identifikation eines hochbegabten Kindes

1.4 Formelle Verfahren zur Erfassung intellektueller Leistungsfähigkeit

1.4.1 Allgemeine Intelligenztests

1.4.2 Mehrdimensionale Diagnoseverfahren

1.4.3 Fazit und Beurteilung

2. Integrative Förderung von hochbegabten SchülerInnen

2.1 Integration: Eine Definition

2.2 Didaktische und pädagogische Maxime zur integrativen Förderung von Hochbegabten

2.2.1 Essentielle und obligatorische Lehrerkompetenzen

2.2.2 Die Gestaltung des Handlungsfelds Schule

2.3 Innerschulische Förderung

2.3.1 Hochbegabung durch ‚Akzeleration’

2.3.2 Hochbegabtenförderung per ‚Enrichment’-Programme

2.3.3 Fazit: Innerschulische Maßnahmen zur Begabtenförderung

3. Abschlussreflexion: Freinets ‚Freie Arbeit’ als Chance für die integrativen Hochbegabtenförderung?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Vereinbarkeit von integrativen Grundschulkonzepten und der spezifischen Förderung hochbegabter Kinder. Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch moderne Unterrichtsformen eine individuelle Förderung ermöglicht werden kann, ohne eine elitäre Selektion zu forcieren.

  • Historische und aktuelle Modelle der Hochbegabungsforschung
  • Diagnostik und Identifikation hochbegabter Kinder in der Grundschule
  • Didaktische Anforderungen an Lehrkräfte im integrativen Kontext
  • Förderstrategien: Akzeleration und Enrichment
  • Die Freie Arbeit nach Freinet als zukunftsorientiertes Unterrichtsprinzip

Auszug aus dem Buch

1.2.2 Der dreidimensionale Intelligentsbegriff nach Renzulli

Während die Vorstellung Termans über Jahrzehnte hinweg Bestand hatten, brachte J.S. Renzulli Ende der Siebziger eine Dreidimensionalität des Begabungsbegriffes in die Forschung mit ein, der diese Wissenschaft stark befruchtete und auch mitunter heute noch Aktualität besitzt. Die folgende Abbildung stellt sein ‚Drei-Ringe-Modell’ dar, welche die Interdependenz zwischen überdurchschnittlicher Begabung, Aufgabenmotivation und Kreativität grafisch deutlich macht und darstellt, welche Fähigkeiten sich hinter diesen drei Charakteristika verbergen.

Um eine potenzielle überdurchschnittliche Begabung zu überprüfen, involvierte Rezulli als Informationsquellen nicht lediglich Ergebnisse standardisierter und normativer Tests oder schulischer Leistungen, sondern auch Einschätzungen seitens des Menschen umgebener Personen, wie Eltern, Bekannte oder Lehrer. Diese wurden gebeten, ein möglichst objektives Urteil über spezielle Fähigkeiten (Sprachkompetenz, Differenzierungsfähigkeit etc.) der betreffenden Person zu erteilen. Dieser Aspekt genießt dahingehend einen Aktualitätsbezug, da hochbegabte Kinder häufig eben nicht durch besondere Schulleistungen auffallen, so dass es geradezu fundamental erscheint, neben standardisierter Verfahren, auch andere Konstituenten zur Diagnosefindung mit einzubeziehen. Diesbezüglich schlug er die Involvierung von künstlerischen, sprachlichen oder kommunikativen Fähigkeiten vor. Es wird also deutlich, dass sich nach Auffassung Renzullis, die überdurchschnittliche Begabung aus vielfältigen Persönlichkeitsmerkmalen konstituiere.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Integration und Begabtenförderung: Gegensatzpaar oder Zukunftschance?: Einführung in das Spannungsfeld zwischen der Integration aller Kinder und der notwendigen Förderung von Hochbegabten im aktuellen Bildungssystem.

1. Hochbegabung- Was ist das?: Theoretische Fundierung des Hochbegabungsbegriffs durch verschiedene wissenschaftliche Modelle und Diagnoseverfahren.

2. Integrative Förderung von hochbegabten SchülerInnen: Darstellung didaktischer Ansätze zur Förderung im gemeinsamen Unterricht, inklusive schulspezifischer Maßnahmen wie Akzeleration und Enrichment.

3. Abschlussreflexion: Freinets ‚Freie Arbeit’ als Chance für die integrativen Hochbegabtenförderung?: Kritische Würdigung des Freinet-Konzepts als Lösung für eine integrative und zugleich fordernde Unterrichtsgestaltung.

Schlüsselwörter

Hochbegabtenförderung, Grundschule, Integration, Individualisierung, Renzulli, Freie Arbeit, Célestin Freinet, Akzeleration, Enrichment, Lehrerkompetenz, Schulpädagogik, Diagnostik, Underachiever, Heterogenität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Spannungsverhältnis zwischen dem pädagogischen Leitbild der Integration in der Grundschule und der notwendigen Förderung besonders begabter Schüler.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der wissenschaftlichen Definition von Hochbegabung, modernen Diagnosemöglichkeiten sowie konkreten schulischen Förderkonzepten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie begabte Kinder innerhalb der Regelschule gefördert werden können, ohne sie durch Selektion zu isolieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie auf den Vergleich etablierter Begabungsmodelle (Terman, Renzulli, Heller & Hany) und pädagogischer Konzepte.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?

Im Zentrum steht die Reflexion über schulpraktische Maßnahmen wie Enrichment-Programme und Akzeleration sowie das Potenzial offener Unterrichtsformen für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Hochbegabtenförderung, integrative Schulpädagogik, Individualisierung und offene Unterrichtsformen.

Warum ist das "Drei-Ringe-Modell" von Renzulli für diese Arbeit wichtig?

Es erweitert den rein intelligenzbezogenen Begabungsbegriff um Faktoren wie Kreativität und Aufgabenmotivation, was eine ganzheitlichere Sicht auf das Kind ermöglicht.

Welche Rolle spielt die Freie Arbeit nach Freinet für die Autorin?

Sie sieht in der Freien Arbeit ein zukunftsweisendes Prinzip, das durch die Ermöglichung natürlichen Lernens eine ideale Brücke zwischen Integration und individueller Förderung schlägt.

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Details

Title
Integrative Förderung von Hochbegabten - eine zukunftsträchtige Aufgabe für die Grundschule
College
University of Cologne  (Erziehungswissenschaftliche Fakultät)
Course
Einführung in das Lehramtsstudium
Grade
Mit großem Erfolg
Author
Berit Schmaul (Author)
Publication Year
2004
Pages
35
Catalog Number
V28955
ISBN (eBook)
9783638305969
Language
German
Tags
Integrative Förderung Hochbegabten Aufgabe Grundschule Einführung Lehramtsstudium
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Berit Schmaul (Author), 2004, Integrative Förderung von Hochbegabten - eine zukunftsträchtige Aufgabe für die Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28955
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