Es ist für uns zur Selbstverständlichkeit geworden, dass die globale Welt unseren Tisch deckt. Lebensmittel aus aller Welt stehen auf unseren Tischen. So gibt es den Kaffee aus Südamerika, Nudelgerichte aus Italien oder Kiwi aus Australien. Wir leben in einer globalisierten Welt, in der die Wirtschaft mit dem Credo angetreten ist, immer wettbewerbsfähiger zu werden. Die Auswirkungen dieses globalen Wettbewerbs betreffen mittlerweile neben der Wirtschaft auch die Gesellschaft, unsere Umwelt und die Einflussmöglichkeiten des Nationalstaates.
Im Kontext zum Studiengang Umweltwissenschaften ist ein Einblick in die Mechanismen der Globalisierung deshalb erforderlich, weil die Auswirkungen der Globalisierung das Ökosystem Erde in Zukunft zu weiteren Schädigung der Umwelt führen können. Eine Beschreibung des Globalisierungsprozesses, sowie eine Darstellung der Chancen und Risiken diese Prozesses, sollen dem Leser einen Einblick in die Globalisierung des Wettbewerbs geben und die daraus resultierenden Fragen unter anderem in Anlehnung an die Aussagen der Gruppe von Lissabon (1997) beantworten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Globalisierung der Weltwirtschaft
2.1 Geschichtliche Entwicklung
2.2 Globalisierungsprozess
2.3 Waren und Dienstleistungen
2.4 Finanzmärkte
2.5 TNC´S – multinationale Unternehmen
3 Chancen der Globalisierung
3.1 Globale Kommunikation
3.2 Entstehen einer neuen Zivilgesellschaft
3.3 Friedenssicherung und Demokratisierung
4 Risiken der Globalisierung
4.1 Bedeutungsverlust des Nationalstaates
4.2 Triadisierung der Welt – Folgen für die Entwicklungsländer
4.3 Umweltzerstörung
5. Ausblick
6. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Mechanismen, Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Globalisierung im Kontext der Umweltwissenschaften. Ziel ist es, die Auswirkungen globaler Wettbewerbsprozesse auf die Umwelt, den Nationalstaat und die soziale Gerechtigkeit unter Einbeziehung des Berichts der Gruppe von Lissabon zu beleuchten.
- Historische Entwicklung der Globalisierung und des Welthandels
- Strukturwandel durch multinationale Unternehmen und Finanzmärkte
- Potenziale globaler Kommunikation und zivilgesellschaftlichen Engagements
- Gefahren durch Triadisierung und Abkopplung von Entwicklungsländern
- Folgen für die globale Umweltpolitik und ökologische Nachhaltigkeit
Auszug aus dem Buch
2.5 TNC´S – multinationale Unternehmen
Ein multinational tätiges Unternehmen ist grenzüberschreitend tätig, d.h. es hat Mitarbeiter bzw. Produktionsstandorte in mehreren unterschiedlichen Ländern. Beispielhaft sei hier der VW-Konzern aufgeführt, der Produktionsstädten in Mexiko, Südamerika, China, Spanien, Polen und anderen Ländern besitzt.
Die Zahl multinational tätigen Unternehmen ist nach FRANZMEYER (2000, S.11) innerhalb des letzten Jahrzehnts von 7000 auf 40000 gestiegen.
Grund für diesen Anstieg ist neben der zunehmenden Handelsliberalisierung auch die Tatsache, dass nicht nur das Kapital, sondern auch die Maschinen zur Produktion frei verlagert werden können und im Zweifelsfall wegen sich verschlechternder Standortbedingungen wieder abgezogen werden können. Als Folge dieser Mobilität sind diese Firmen nach PERRATON et al. (1998, S.160) „...in der Lage, unterschiedliche Produktionsbedingungen in verschiedenen Ländern durch Verlagerung der Standorte auszunutzen. Die Regierungen würden dadurch zu einem „Schönheitswettbewerb“ um Anbieten der vorteilhaftesten Anreize...gezwungen.“.
Die möglichen Auswirkungen des unregulierten Wettbewerbs werden im Kapitel „ Risiken der Globalisierung“ noch genauer beleuchtet.
Folglich können multinationale Unternehmen z.B. lohnintensive Teile der Produktion in Entwicklungsländer verlagern, oder wie es das Beispiel der Textilindustrie zeigt, überhaupt nur noch in Niedriglohnländern produzieren lassen, um Kosten zu minimieren und den Profit zu maximieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die ökonomische Globalisierung ein und beschreibt deren Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und die ökologische Stabilität der Erde.
2 Globalisierung der Weltwirtschaft: Dieses Kapitel analysiert die geschichtliche Genese, den Globalisierungsprozess, die Rolle von Waren, Dienstleistungen, Finanzmärkten und multinationalen Unternehmen.
3 Chancen der Globalisierung: Es werden positive Aspekte wie globale Kommunikationsnetze, das Aufkommen einer globalen Zivilgesellschaft sowie Ansätze zur Friedenssicherung erörtert.
4 Risiken der Globalisierung: Dieses Kapitel thematisiert die Herausforderungen wie den Bedeutungsverlust des Nationalstaates, die ungleiche Triadisierung und die damit verbundene Umweltzerstörung.
5. Ausblick: Der Autor schlägt konkrete Verträge wie einen Grundbedürfnis- und Kulturvertrag vor, um eine nachhaltigere Entwicklung jenseits rein kapitalistischer Interessen zu ermöglichen.
Schlüsselwörter
Globalisierung, Weltwirtschaft, Welthandel, Nationalstaat, Triadisierung, Umweltschutz, Multinationale Unternehmen, Finanzmärkte, Zivilgesellschaft, Internationale Arbeitsteilung, Nachhaltigkeit, Marktwirtschaft, Klimaproblem, Handelsliberalisierung, Wirtschaftstheorie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die ökonomische Globalisierung als einen weitreichenden Prozess, der nicht nur die Wirtschaft beeinflusst, sondern auch soziale, ökologische und politische Strukturen verändert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Ursachen der Globalisierung, ihrer ambivalenten Wirkungen (Chancen versus Risiken) und den Auswirkungen auf Entwicklungsländer sowie das Ökosystem Erde.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, dem Leser ein fundiertes Verständnis für die Mechanismen des globalen Wettbewerbs zu vermitteln und kritisch zu hinterfragen, wie globale Gerechtigkeit und Umweltschutz in diesem Kontext gesichert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor nutzt eine literaturgestützte Analyse, indem er einschlägige wirtschaftswissenschaftliche Theorien und Berichte, insbesondere den Bericht der „Gruppe von Lissabon“, zusammenführt und interpretiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung des Globalisierungsprozesses, eine Gegenüberstellung der Chancen (z.B. Kommunikation, Demokratisierung) und der Risiken (z.B. Verlust staatlicher Gestaltungsmacht, Umweltzerstörung).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?
Die Untersuchung wird maßgeblich durch Begriffe wie Globalisierung, Triadisierung, ökologische Nachhaltigkeit, marktwirtschaftlicher Wettbewerb und internationale Arbeitsteilung geprägt.
Was versteht man in der Arbeit unter dem Begriff der Triadisierung?
Triadisierung bezeichnet die konzentrierte Integration der drei wirtschaftlich stärksten Regionen (Japan, Westeuropa, Nordamerika), die zu einer Abkopplung ärmerer Länder vom globalen Fortschritt führt.
Welchen Stellenwert nimmt das Internet für die Globalisierung ein?
Das Internet wird als zentrales Element der globalen Kommunikation betrachtet, das einerseits den wissenschaftlichen Fortschritt und demokratische Prozesse fördert, andererseits aber auch als Instrument für autoritäre oder extremistische Gruppen missbraucht werden kann.
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- Daniel Tomowski (Author), 2002, Globalisierung der Weltwirtschaft. Chancen und Risiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28993