Analyse eines Comicstrips von Charles Schulz (Peanuts)


Hausarbeit, 2004

6 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Ausgewählter Peanutsstrip:

Schulz, Charles M: 50 Jahre Peanuts – Das große Jubiläumsbuch. Die Geschichte des meistgeliebten Comicstrips der Welt - Seite 172, Strip 1

Die Peanuts spiegeln im gewählten Sonntagsstrip eine besondere Form der Gesellschaftskritik wider: Die Unfähigkeit zu handeln, die vielleicht immer mitschwebt, wenn Schulz die vielen unverständlichen Verhaltensweisen innerhalb der Gesellschaft negativ kritisiert ohne zu kompromittieren.

In acht Panels wird dargestellt, wie man sich kollektiv und in grotesker Selbstverständlichkeit dazu entscheiden kann, sich nicht zu entscheiden und sich so zwangsläufig auch entscheidet, wenn auch nur passiv. In dem Comic ist nichts Komisches zu erkennen und deshalb taucht die Frage auf, ob Schulz Komik als ein Mittel benutzt, um Tragik zu erzeugen oder ob die Komik eine Tarnung ist, um die Realität unterhaltsam zu verschleiern.

Als tragisch kann vor allem angesehen werden, dass im Unterhaltungszeitalter alles komisch und unterhaltend sein muss um überhaupt von der Bevölkerung registriert zu werden.

„Der Comic“, schreibt Umberto Eco, „spiegelt in den meisten Fällen die implizite, innere Logik der Gesellschaftsordnung (wieder) und fungiert als Verstärker der herrschenden Mythen und Werte.“ (Eco, Umberto: „Die Welt von Charlie Brown“. In: Apokalyptiker und Integrierte – Zur kritischen Kritik der Massenkultur. Franfurt am Main: Fischer, 1996; gefunden auf: http://www.bremen.de/info/jungestheater/ecobrown (Stand Datum der Abfrage: 01.12.2003), Seite 1) Der Zauber der Peanuts, erkennt er, offenbart sich nicht nach zwei oder zehn Folgen, sondern erst wenn man sich gründlich auf die verschiedenen Situationen und Charaktere einlässt. „Ihre Poesie entsteht daraus, dass wir in dem Verhalten der Kindergestalten die Nöte und Sorgen der Erwachsenen wieder finden, die hinter der Kulisse bleiben.“ (Eco: 3) Die Probleme werden aufgeworfen, aber nicht diskutiert oder gelöst. Beispiele dafür sind Lucys ergebnisorientierter „5 - Cents - please „Beratungs“stand“ oder Sallys Depressionen, wenn sie mitteilt, plötzlich keine Lust mehr zum Seilspringen gehabt zu haben und sonst in vier Panels nichts weiter passiert. Hier ist Schulz Comic keineswegs komisch sondern hochtragisch. Die Kinder sind aber laut Eco kein Werkzeug um die Probleme der Erwachsenen einzuschmuggeln, sondern die Probleme werden in der Optik einer kindlichen Psychologie erlebt. Als Linus Bruder Rerun geboren wird, hat er keine Ahnung warum seine Mutter im Krankenhaus liegt und ist ein wenig beleidigt, dass „ihm nie einer was sagt“.

[...]

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten

Details

Titel
Analyse eines Comicstrips von Charles Schulz (Peanuts)
Hochschule
Universität Bielefeld
Veranstaltung
Comic
Note
1,3
Autor
Jahr
2004
Seiten
6
Katalognummer
V29026
ISBN (eBook)
9783638306546
ISBN (Buch)
9783656620051
Dateigröße
484 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Ich habe einen Comicstrip von Charles Schulz analysiert und allgemeine Thesen, die Peanuts betreffend, miteingebunden. Der Strip stammt aus: Schulz, Charles M: 50 Jahre Peanuts - Das große Jubiläumsbuch. Die Geschichte des meistgeliebten Comicstrips der Welt - Seite 172, Strip 1. Er ist nicht beigefügt!
Schlagworte
Analyse, Comicstrips, Charles, Schulz, Comic
Arbeit zitieren
Ines Hoffmann (Autor), 2004, Analyse eines Comicstrips von Charles Schulz (Peanuts), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29026

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