Meine Aufgabe in diesem Praktikum als Handball-Übungsleiterin einer Gruppe von Kindern zwischen ca. 3-6 (Veränderungen ergaben sich individuell) bestand darin, diese Kinder spielerisch an den Sport heranzuführen. Zu Beginn des Praktikums leitete ich die Gruppe mit einer erfahrenen Erzieherin gemeinsam, die auch maßgeblich das Geschehen bestimmte. Sie gab mir damit die Möglichkeit, in diese Gruppe hinein zu finden.
Das Problem bestand zu diesem Zeitpunkt darin, dass ihr Sohn dieser Gruppe im weitesten Sinne noch angehörte, aber eigentlich schon zu alt für diese Gruppe war und dadurch relativ viel störte. Es zeichnete sich also gleich zu Beginn des Praktikums ab, dass ich diese Gruppe in absehbarer Zeit alleine weiterführen müsste oder mit jemand anderen zusammenarbeiten müsste. Sie war zeitlich nicht in der Lage, eine Gruppe zu betreuen, die zu anderen Zeiten Training hatte als ihr Sohn.
Für mich stand von Beginn an aber fest, dass ich diese Gruppe nicht alleine weiterführen wollte, denn als ich in diese Gruppe mit eingestiegen bin, haben wir uns vorher genau überlegt, dass dringend eine zweite Kraft benötigt wird.
Es hatte sich nämlich im Laufe des Bestehens dieser Gruppe herausgestellt, dass die Kinder mehr von dieser Stunde hätten, wenn die Eltern nicht daneben sitzen würden (auch hier gab bzw. gibt es individuelle Unterschiede), so dass wir die Eltern darum baten, die Halle zu verlassen. Um dies aber durchführen zu können, musste man auf Dauer zwei Übungsleiter haben, da es vorkam, dass mal ein Kind getröstet werden musste, ein Kind sich gestoßen hatte oder dergleichen. Außerdem gab es auch Zeiten, wo die Gruppengröße meiner Meinung nach das Machbare für eine Person überschritt, da die Gruppengröße zwischen 3 und 20 schwankte.
Also suchte ich mir eine neue und wenn möglich auch qualifizierte Hilfe, die aber in den Entscheidungen usw. durchaus gleichberechtigt ist, denn ich denke, dass man bei solchen Dingen auch viel von einander lernen kann, wenn jeder seine Ideen einbringen kann.
Gliederung
1. Gliederung
2. Das Praktikum
2.1. Tätigkeiten und deren Veränderungen während des Praktikums
2.2. Zusammensetzung und Veränderung der Gruppe im Laufe der Zeit
3. Definitionen
3.1. Verhalten
3.2. Sozialverhalten
3.3. Konflikt
3.4. Problem
4. Entwicklung des Sozialverhaltens
4.1. Unterteilung des Sozialverhaltens in zwei Aspekte
5. Beobachtungen/ Beschreibungen/ Auswertung
5.1. Beobachtungen/ Beschreibungen der Kinder
5.2. Auswertung/ Interpretation
5.3. Zusammenfassende Meinung zu Konflikten in dieser Gruppe
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Belegarbeit untersucht das Sozialverhalten von Kindern im Vorschulalter in einem außerschulischen sportlichen Kontext. Ziel ist es, das Auftreten von Konflikten in einer Handball-Übungsgruppe zu analysieren, den Einfluss elterlicher Einmischung auf die Konfliktfähigkeit der Kinder zu beleuchten und theoretische Definitionsansätze mit der praktischen Beobachtung in Einklang zu bringen.
- Theoretische Fundierung der Begriffe Verhalten, Sozialverhalten, Konflikt und Problem.
- Analyse der Dynamik und Zusammensetzung einer heterogenen Kindergruppe (3-7 Jahre).
- Beobachtung und Interpretation individueller Verhaltensweisen und sozialer Interaktionen.
- Evaluation des elterlichen Einflusses auf die Konfliktlösekompetenz der Kinder.
- Ableitung einer zusammenfassenden Einschätzung zum Umgang mit Konflikten in der Praxis.
Auszug aus dem Buch
2.1. Tätigkeiten und deren Veränderungen während des Praktikums
Meine Aufgabe in diesem Praktikum als Handball-Übungsleiterin einer Gruppe von Kindern zwischen ca. 3-6 (Veränderungen ergaben sich individuell) bestand darin, diese Kinder spielerisch an den Sport heranzuführen. Zu Beginn des Praktikums leitete ich die Gruppe mit einer erfahrenen Erzieherin gemeinsam, die auch maßgeblich das Geschehen bestimmte. Sie gab mir damit die Möglichkeit, in diese Gruppe hinein zu finden.
Das Problem bestand zu diesem Zeitpunkt darin, dass ihr Sohn dieser Gruppe im weitesten Sinne noch angehörte, aber eigentlich schon zu alt für diese Gruppe war und dadurch relativ viel störte. Es zeichnete sich also gleich zu Beginn des Praktikums ab, dass ich diese Gruppe in absehbarer Zeit alleine weiterführen müsste oder mit jemand anderen zusammenarbeiten müsste. Sie war zeitlich nicht in der Lage, eine Gruppe zu betreuen, die zu anderen Zeiten Training hatte als ihr Sohn.
Für mich stand von Beginn an aber fest, dass ich diese Gruppe nicht alleine weiterführen wollte, denn als ich in diese Gruppe mit eingestiegen bin, haben wir uns vorher genau überlegt, dass dringend eine zweite Kraft benötigt wird.
Es hatte sich nämlich im Laufe des Bestehens dieser Gruppe herausgestellt, dass die Kinder mehr von dieser Stunde hätten, wenn die Eltern nicht daneben sitzen würden (auch hier gab bzw. gibt es individuelle Unterschiede), so dass wir die Eltern darum baten, die Halle zu verlassen. Um dies aber durchführen zu können, musste man auf Dauer zwei Übungsleiter haben, da es vorkam, dass mal ein Kind getröstet werden musste, ein Kind sich gestoßen hatte oder dergleichen. Außerdem gab es auch Zeiten, wo die Gruppengröße meiner Meinung nach das Machbare für eine Person überschritt, da die Gruppengröße zwischen 3 und 20 schwankte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Gliederung: Dient der strukturellen Übersicht über den Aufbau der vorliegenden Belegarbeit.
2. Das Praktikum: Beschreibt die Rahmenbedingungen der Tätigkeit als Handball-Übungsleiterin sowie die dynamische Entwicklung der Gruppenzusammensetzung.
3. Definitionen: Erarbeitet eine wissenschaftliche und praxisnahe Begriffsbasis für die Kernkonzepte Verhalten, Sozialverhalten, Konflikt und Problem.
4. Entwicklung des Sozialverhaltens: Unterscheidet zwischen der interaktionsbezogenen Entwicklung und dem Prozess der Sozialisation.
5. Beobachtungen/ Beschreibungen/ Auswertung: Dokumentiert detaillierte Fallbeispiele der Kinder, interpretiert deren Konfliktverhalten und analysiert die Rolle der Eltern dabei.
Schlüsselwörter
Sozialverhalten, Kindergruppe, Konfliktlösung, Sportpädagogik, Elternrolle, Interaktion, Entwicklung, Gruppendynamik, Handballtraining, Verhaltensbeobachtung, Sozialisation, Kleinkinder, Problembewältigung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Beobachtung und Analyse des Sozialverhaltens von Kindern in einer Handball-Gruppe und den daraus resultierenden Konfliktsituationen im sportlichen Alltag.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretische Definition von Sozialverhalten und Konflikten sowie die praktische Anwendung dieser Begriffe in der Analyse von Interaktionen zwischen Kindern unter Berücksichtigung elterlicher Einflüsse.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu verstehen, warum Kinder in dieser Altersspanne Schwierigkeiten haben, Konflikte selbstständig zu lösen, und welchen Einfluss das Umfeld, insbesondere die Eltern, darauf nimmt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf teilnehmender Beobachtung im Rahmen eines außerschulischen Praktikums sowie auf der Auswertung und Zusammenführung gängiger Definitionsliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsklärung sowie eine detaillierte Auswertung von Einzelfallbeobachtungen, die Aufschluss über das Sozialverhalten einzelner Kinder geben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sozialverhalten, Konfliktlösung, Gruppendynamik, Pädagogik und Elternrolle charakterisiert.
Welche Rolle spielen Geschwisterbeziehungen innerhalb der Gruppe?
Geschwisterpaare fungieren oft als Schutzraum oder Orientierungspunkt, führen jedoch auch zu spezifischen Konflikten, wenn die Gruppeninteraktion durch diese exklusiven Bindungen gestört wird.
Wie bewertet die Autorin die Rolle der Eltern bei der Konfliktlösung?
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die direkte Einmischung der Eltern das Erlernen von Konfliktlösekompetenzen bei den Kindern oft behindert, da diese keine Gelegenheit erhalten, Probleme selbstständig untereinander zu regeln.
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- Susanne Altmann (Author), 2003, Sozialverhalten von Kindern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29140