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Verfahren der konstruktionsbegleitenden Kostenschätzung und Kalkulation

Title: Verfahren der konstruktionsbegleitenden Kostenschätzung und Kalkulation

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 29 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Torsten Schlimme (Author)

Business economics - Controlling
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Im strategischen Kostenmanagement geht es immer um die Problematik der Kostenoptimierung sowohl der Höhe, dem Niveau und der Struktur nach.1 Die Perspektive hierzu muss eine langfristige und totale sein, d.h., sich auf den gesamten (integrierten) Produktlebenszyklus beziehen. Es sind sämtliche Kosten in die betriebswirtschaftlichen Überlegungen mit einzubeziehen. Hieraus leitet sich die Notwendigkeit ab, für jede Phase dieses Zyklus nach Möglichkeiten der Kostenbeeinflussung zu suchen. Kosten fallen über den gesamten Produktlebenszyklus an. Dabei entstehen die meisten Kosten erst in der eigentlichen Fertigung. Demgegenüber ist die Kostenbeeinflussung in der ersten Phase des Lebenszyklus am größten, während sie mit zunehmendem Zeitverlauf stark abnimmt. Diese Tatsache zwingt zu einer Anwendung von Verfahren und Methoden in genau diesem Zeitabschnitt. Die konstruktionsbegleitende Kalkulation ist ein Instrument zur Kostengestaltung im Entwicklungsprozess, d.h. der der sog. Vormarktphase. Ziel hierbei ist die Senkung vor allem der Herstellkosten durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit aller das Produkt beeinflussenden Abteilungen.2 Denn die Kosten des Produktes sind von vielen Einflussgröße n abhängig, deren Festlegung oft nicht alleine dem Konstrukteur obliegt.3 Die konstruktionsbegleitende Kostenschätzung und Kalkulation ist ein Instrument, um die am Marktpreis ausgerichteten Zielkosten einzuhalten, nach Möglichkeit sogar zu unterschreiten.4 Sie stellt damit die notwendige Ergänzung zum Konzept des Target Costing dar. Sie hilft, Fehlentwicklungen im Hinblick auf die Kosteneinhaltung zu erkennen und gegenzusteuern, indem sie durch das Bereitstellen der nötigen Informationen ökonomisches Denken in den Entwicklungsprozess integriert und damit ein zielkostenadäquates Verhalten bei den zuständigen Mitarbeitern forciert und ihnen so eine konkrete Entscheidungshilfe bietet.5

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Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DER ENTWICKLUNGSPROZESS

2.1 PHASEN IM ENTWICKLUNGSPROZESS

2.1.1 Planungsphase

2.1.2 Konzipierungsphase

2.1.3 Entwurfphase

2.1.4 Ausarbeitungsphase

3 GEGENSTAND UND NOTWENDIGKEIT EINER KONSTRUKTIONSBEGLEITENDEN KALKULATION

3.1 TRADITIONELLE VERSUS KONSTRUKTIONSBEGLEITENDE KALKULATION

3.2 LANGER VERSUS KURZER REGELKREIS

4 PROBLEME DES KOSTENGÜNSTIGEN KONSTRUIERENS

4.1 ANFORDERUNGEN AN EINE KONSTRUKTIONSBEGLEITENDE KALKULATION

4.2 ANFORDERUNGEN AN DIE VERFAHREN

5 VERFAHREN DER KONSTRUKTIONSBEGLEITENDEN KALKULATION

5.1 QUALITATIVE VERFAHREN

5.1.1 Kostenstrukturen

5.1.2 Konstruktionsregeln

5.1.3 Relativkosten

5.2 QUANTITATIVE VERFAHREN

5.2.1 Kurzkalkulationen

5.2.2 Expertensysteme

5.2.3 Neuronale Netze

5.3 ANWENDBARKEIT DER VERFAHREN AUF NEUPRODUKTE UND VARIANTEN

6 REALISATION DURCH DV-UNTERSTÜTZUNG

6.1 REALISIERUNG DURCH CAD

7 GRENZEN UND KRITIK

8 PROZESSORIENTIERTE KALKULATION DER INDIREKTEN KOSTEN MIT HILFE DER PROZESSKOSTENRECHNUNG

9 NOTWENDIGKEIT DER INTEGRATION DER KONSTRUKTIONSBEGLEITENDEN KALKULATION IN EINE LEBENSZYKLUSRECHNUNG

Zielsetzung und Themen der Seminararbeit

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung und Darstellung der konstruktionsbegleitenden Kostenschätzung und Kalkulation als strategisches Instrument zur Kostenoptimierung innerhalb des Produktentwicklungsprozesses. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Vormarktphase die Herstellkosten beeinflusst und durch geeignete Kalkulationsmethoden zielkostenadäquat gestaltet werden können.

  • Grundlagen des Entwicklungsprozesses und Phasenmodellierung.
  • Notwendigkeit der Kostenbeeinflussung in frühen Produktlebenszyklus-Stadien.
  • Gegenüberstellung qualitativer und quantitativer Kalkulationsverfahren.
  • Rolle der DV-Unterstützung und Prozesskostenrechnung zur Optimierung.
  • Integration der Kalkulation in die langfristige Lebenszyklusrechnung.

Auszug aus dem Buch

3.2 Langer versus kurzer Regelkreis

Aufgrund immer kürzerer Produktlebenszyklen lastet auch auf dem Entwicklungs- und Konstruktionsbereich der Druck, die Prozesse zu beschleunigen und die jeweilige Länge zu verkürzen. So hat man in Untersuchungen eine Ergebnisverschlechterung um ein Drittel festgestellt, als der Entstehungszyklus eines auf fünf Jahre Marktzyklus festgelegten Produktes um sechs Monate verlängert wurde. Hingegen verursachte eine 50 prozentige Überschreitung der festgelegten Entwicklungskosten eine Minderung um lediglich 5%. Hieraus wird deutlich, wie bedeutend eine Verkürzung des Entstehungszyklus ist.

Dem wird die konstruktionsbegleitende Kalkulation gerecht. Wie oben beschrieben setzt die traditionelle Kalkulation erst nach Abschluss des Konstruktionsprozesses an. Das bedeutet für den Fall zu hoher Kosten, dass der gesamte Prozess noch einmal durchlaufen werden muss. Mit Hilfe der konstruktionsbegleitenden Kalkulation kann nun aber der Konstrukteur parallel zum Konstruktionsprozess die wirtschaftlichen, also kostenmäßigen Auswirkungen seiner Entscheidungen verfolgen und somit zeitnah in mehreren Iterationszyklen die kostengünstigste Alternative auswählen. Es erfolgt eine Kostenfrüherkennung, durch die Änderungskosten für Zeichnungen und lange Bearbeitungszeiten eingespart werden können. Durch eine Verbindung des technischen mit dem betriebswirtschaftlichen Prozesses im frühst möglichen Stadium und eine ständige Rückkopplung entsteht so aus dem ursprünglich langen ein kurzer Regelkreis.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die strategische Kostenoptimierung über den gesamten Produktlebenszyklus und Einordnung der konstruktionsbegleitenden Kalkulation.

2 DER ENTWICKLUNGSPROZESS: Detaillierte Beschreibung der vier Phasen (Planung, Konzipierung, Entwurf, Ausarbeitung) im Entwicklungsprozess eines Produkts.

3 GEGENSTAND UND NOTWENDIGKEIT EINER KONSTRUKTIONSBEGLEITENDEN KALKULATION: Erörterung der hohen Kostenverantwortung im Konstruktionsbereich und der Notwendigkeit einer frühzeitigen Kostenbeeinflussung durch neue Kalkulationsansätze.

4 PROBLEME DES KOSTENGÜNSTIGEN KONSTRUIERENS: Analyse des Paradoxons der konstruktionsbegleitenden Kalkulation: Hohe Kostenbeeinflussbarkeit bei gleichzeitig geringem Informationsstand zu Beginn.

5 VERFAHREN DER KONSTRUKTIONSBEGLEITENDEN KALKULATION: Darstellung qualitativer und quantitativer Methoden zur Kostenschätzung sowie deren Anwendung auf Neuentwicklungen und Varianten.

6 REALISATION DURCH DV-UNTERSTÜTZUNG: Bedeutung der EDV-Integration (insb. CAD) für eine effiziente und wirtschaftliche Umsetzung der Kalkulationsverfahren.

7 GRENZEN UND KRITIK: Kritische Reflexion der methodischen Ungenauigkeiten und der Vernachlässigung von Gemeinkosten in klassischen Prognosemodellen.

8 PROZESSORIENTIERTE KALKULATION DER INDIREKTEN KOSTEN MIT HILFE DER PROZESSKOSTENRECHNUNG: Vorstellung der Prozesskostenrechnung als Lösung zur verursachungsgerechten Verrechnung von Gemeinkosten im Entwicklungsprozess.

9 NOTWENDIGKEIT DER INTEGRATION DER KONSTRUKTIONSBEGLEITENDEN KALKULATION IN EINE LEBENSZYKLUSRECHNUNG: Plädoyer für die Erweiterung der Kalkulation auf den gesamten Lebenszyklus unter Einbeziehung von Service- und Entsorgungskosten.

Schlüsselwörter

Konstruktionsbegleitende Kalkulation, Strategisches Kostenmanagement, Produktlebenszyklus, Zielkosten, Target Costing, Produktentwicklung, Prozesskostenrechnung, Kostenbeeinflussung, Kostenschätzung, Herstellkosten, Stücklisten, Iterationszyklen, CAD, Gemeinkosten, Wettbewerbsfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Methoden und Instrumenten des strategischen Kostenmanagements, um Kosten bereits während der Konstruktions- und Entwicklungsphase eines Produkts aktiv zu beeinflussen und zu senken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Phasen der Produktentwicklung, die Problematik der Kostenfrüherkennung, verschiedene qualitative und quantitative Kalkulationsverfahren sowie die Integration dieser Methoden in moderne DV-Systeme und die Lebenszyklusrechnung.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, dem Konstrukteur Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen er bereits während des Entwicklungsprozesses die wirtschaftlichen Auswirkungen seiner konstruktiven Entscheidungen abschätzen kann, um Zielkosten einzuhalten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse und deskriptive Untersuchung, die betriebswirtschaftliche Kriterien zur Bewertung von Kalkulationsmethoden heranzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Produktentwicklung die Vor- und Nachteile von qualitativen Verfahren (wie Konstruktionsregeln) und quantitativen Verfahren (wie Kurzkalkulationen oder neuronalen Netzen) kritisch gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Konstruktionsbegleitende Kalkulation, Target Costing, Produktlebenszyklus, Kostenmanagement und Prozesskostenrechnung sind die zentralen Begriffe der Arbeit.

Warum ist die traditionelle Vorkalkulation für den Konstruktionsprozess oft unzureichend?

Die traditionelle Vorkalkulation setzt meist erst zu spät ein, wenn bereits detaillierte Stücklisten vorliegen, und bietet daher keine ausreichende Steuerungsmöglichkeit während des Entstehungsprozesses, in dem die Weichen für die Kosten bereits gestellt werden.

Welche Rolle spielt die Prozesskostenrechnung in diesem Konzept?

Die Prozesskostenrechnung dient dazu, die im Entwicklungsprozess oft vernachlässigten Gemeinkosten verursachungsgerecht auf Produkte zu verteilen, indem sie Ressourceninanspruchnahmen statt pauschaler Zuschläge betrachtet.

Wie wird das Risiko von Schätzfehlern in der frühen Phase minimiert?

Das Risiko wird minimiert, indem man bei der Konstruktion verstärkt auf bekannte Wiederholteile zurückgreift, anstatt vollständig neue Komponenten zu entwickeln, was die Homogenität und damit die Vorhersagbarkeit der Kostendaten erhöht.

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Details

Title
Verfahren der konstruktionsbegleitenden Kostenschätzung und Kalkulation
College
University of Kassel  (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
Course
Strategisches Kostenmanagement
Grade
1,7
Author
Torsten Schlimme (Author)
Publication Year
2004
Pages
29
Catalog Number
V29201
ISBN (eBook)
9783638307710
ISBN (Book)
9783640667208
Language
German
Tags
Verfahren Kostenschätzung Kalkulation Strategisches Kostenmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Torsten Schlimme (Author), 2004, Verfahren der konstruktionsbegleitenden Kostenschätzung und Kalkulation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29201
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