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Die Deutsche Wirtschaftsverfassung

Title: Die Deutsche Wirtschaftsverfassung

Seminar Paper , 2003 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Johanna Collin (Author)

Law - European and International Law, Intellectual Properties
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Das Grundgesetz existiert nun schon seit fast 55 Jahren – Grund genug die Entstehungsgeschichte und die Auswirkungen, die es auf die Entwicklung der Wirtschaftsordnung in der Bundesrepublik Deutschland hatte, einmal näher zu beleuchten. Als am 23. Mai 1949 das Grundgesetz in Kraft trat, gaben die darin enthaltenen Regelungen aufgrund der unterschiedlichen Vorstellungen der alliierten Siegermächte und der deutschen Politiker, keine konkrete Auskunft über die Struktur des neu zu schaffenden Staatswesens. Der Text der Verfassung, die ursprünglich als Provisorium gedacht war, sollte nur so lange Gültigkeit haben, bis eine vom deutschen Volk in freier Entscheidung beschlossene Verfassung in Kraft tritt. Betrachtet man das aktuelle Wirtschaftskonzept der Bundesrepublik Deutschland, die sog. Soziale Marktwirtschaft, die der westdeutschen Wirtschaftspolitik seit 1948 zugrunde liegt, stellt sich dem Interessierten unweigerlich die Frage, inwiefern das heute noch gültige Grundgesetz gerade diese konkrete Form der Wirtschaftsordnung gefordert bzw. gefördert hat. Auf der Grundlage dieser vorangestellten Überlegungen wird im ersten Schritt auf die derzeit existierende Wirtschaftsform der Sozialen Marktwirtschaft und ihre Kernelemente eingegangen. Nachfolgend wird die Entstehungsgeschichte des Grundgesetzes im historischen Zusammenhang dargestellt, um zu verstehen, von welchem Denken und welchen Erfahrungen dieses geprägt war. In einem weiteren Schritt werden die Grundrechte, als ein Teil des Grundgesetzes, in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt. Nach einer kurzen inhaltlichen Darstellung werden einige wichtige Grundsatzentscheidungen der Verfassung angesprochen, anhand derer Parallelen zu der sich im Laufe der Zeit herausgebildeten Sozialen Marktwirtschaft aufgezeigt werden sollen. Das vierte Kapitel dient der zurückhaltenden wertenden Zusammenfassung, wobei zur kritischen Hinterfragung der Sozialen Marktwirtschaft das Wirtschaftssystem der Zentralverwaltungswirtschaft herangezogen wird. Ein Ausblick, bezogen auf die aktuelle wirtschaftspolitische Situation, beschließt diese Hausarbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Soziale Marktwirtschaft

2.1 Begriff und Abgrenzung

2.2 Durchsetzung der Sozialen Marktwirtschaft in der BRD

3 Das Grundgesetz

3.1 Entstehungsgeschichte des Grundgesetzes

3.2 Die Grundrechte (Art. 1-19 GG)

3.3 Verfassungsrechtliche Grundsatzentscheidungen

3.3.1 Die Eigentumsfreiheit

3.3.2 Die Unternehmensfreiheit

3.3.3 Die Arbeitsfreiheit

4 Kritische Schlussbetrachtung

5 Ausblick - Deutschland ein Wohlfahrtsstaat?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht den historischen Entstehungskontext des Grundgesetzes und analysiert dessen Einfluss auf die Ausgestaltung der deutschen Wirtschaftsordnung, insbesondere im Hinblick auf das Modell der Sozialen Marktwirtschaft.

  • Historische Entwicklung des Grundgesetzes und seine Prägung durch die Nachkriegszeit.
  • Die Soziale Marktwirtschaft als wirtschaftspolitisches Leitbild der Bundesrepublik.
  • Verfassungsrechtliche Fundierung wirtschaftlicher Freiheiten durch die Grundrechte.
  • Kontrastierung der Sozialen Marktwirtschaft mit einer zentral verwalteten Wirtschaftsordnung.
  • Diskussion aktueller Herausforderungen und der Entwicklung Deutschlands zum Wohlfahrtsstaat.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Die Eigentumsfreiheit (Art.14 (1) S.1 GG)

Die Eigentumsordnung als Teil der Wirtschafts- und Sozialordnung in der BRD gewährleistet ausdrücklich Eigentum und Erbrecht für jedermann (Art. 14 (1) GG). Einschränkungen und Verpflichtungen sind zwar gem. Art. 14 (1) S. 2 GG erlaubt, da aber Art. 14 GG in die Kategorie der Grundrechte gehört und daher das Eigentum als Grundrecht einen Wesensgehalt hat, der nach Art. 19 (2) GG in keinem Fall angetastet werden darf, sind die Grenzen des Bewegungsspielraums des Gesetzgebers deutlich sichtbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach der verfassungsrechtlichen Verankerung und Förderung der Sozialen Marktwirtschaft durch das Grundgesetz vor.

2 Soziale Marktwirtschaft: Dieses Kapitel definiert die Soziale Marktwirtschaft, grenzt sie von der Zentralverwaltungswirtschaft ab und skizziert ihre historische Durchsetzung in der Bundesrepublik.

3 Das Grundgesetz: Hier wird die historische Entstehungsgeschichte des Grundgesetzes beleuchtet sowie die Bedeutung der Grundrechte für die wirtschaftliche Freiheit analysiert.

4 Kritische Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel prüft die Kompatibilität zentraler Planungsmodelle mit den im Grundgesetz verankerten Freiheitsrechten und zieht ein kritisches Resümee.

5 Ausblick - Deutschland ein Wohlfahrtsstaat?: Der Ausblick thematisiert den Reformdruck durch Globalisierung und demographischen Wandel sowie die Gefahren einer Überdehnung sozialstaatlicher Funktionen.

Schlüsselwörter

Grundgesetz, Soziale Marktwirtschaft, Wirtschaftsordnung, Eigentumsfreiheit, Unternehmensfreiheit, Arbeitsfreiheit, Rechtsstaatsprinzip, Zentralverwaltungswirtschaft, Wohlfahrtsstaat, Wirtschaftsgeschichte, Grundrechte, Reformdruck, Ludwig Erhard.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Verhältnis zwischen dem deutschen Grundgesetz und der Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik, insbesondere der Sozialen Marktwirtschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Entstehungsgeschichte des Grundgesetzes, die verfassungsrechtliche Verankerung wirtschaftlicher Grundrechte sowie die kritische Reflexion des aktuellen Sozialstaatsmodells.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht, inwieweit das Grundgesetz die konkrete Form der Sozialen Marktwirtschaft explizit gefordert oder gefördert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die historische Ereignisse und juristische Normen in Beziehung zum aktuellen wirtschaftspolitischen Kontext setzt.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Sozialen Marktwirtschaft, die Aufarbeitung der Historie des Grundgesetzes sowie eine detaillierte Betrachtung wirtschaftsrelevanter Grundrechte wie Eigentums-, Unternehmens- und Arbeitsfreiheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Grundgesetz, Soziale Marktwirtschaft, Eigentumsfreiheit, Rechtsstaatsprinzip, Sozialstaat und Wirtschaftsordnung.

Wie unterscheidet sich die Soziale Marktwirtschaft laut Arbeit von einer Planwirtschaft?

Während die Soziale Marktwirtschaft auf Privateigentum und Wettbewerb basiert, ist die Planwirtschaft durch zentralstaatliche Steuerung der Produktionsmittel und fehlende individuelle wirtschaftliche Entscheidungsfreiheit gekennzeichnet.

Welche Bedenken äußert die Autorin hinsichtlich der aktuellen Entwicklung Deutschlands?

Die Autorin warnt vor der Tendenz zum interventionistischen Wohlfahrtsstaat und der damit verbundenen hohen Steuer- und Sozialabgabenlast, die die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gefährden könnten.

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Details

Title
Die Deutsche Wirtschaftsverfassung
College
University of Applied Sciences Essen
Grade
1,3
Author
Johanna Collin (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V29238
ISBN (eBook)
9783638307994
Language
German
Tags
Deutsche Wirtschaftsverfassung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johanna Collin (Author), 2003, Die Deutsche Wirtschaftsverfassung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29238
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