Valenz in der deutschen und der arabischen Linguistik


Wissenschaftliche Studie, 2015
22 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Ansätze über Valenzbegriff im Deutschen

3. Transkription
3.1. Valenz im Arabischen

4. Valenz und Rektion im Deutschen

5. Der Valenzbegriff und Rektion im Arabischen

6. Transitivität und Intransitivität im Deutschen

7.Transitivität und Intransitivität im Arabischen
7.1. Transitive Verben
7.2. Intransitive Verben

8. Ein kurzer Überblick über die Ergänzungsklasse im Deutschen und im Arabischem
8.1. Zur Darstellung der Ergänzungsklasse im Deutschen
8.2. Zur Darstellung der Ergänzungsklasse im Arabischen

9. Schluss

10. Literaturverzeichnis

Eine Kurzdarstellung des Valenzbegriffs im Deutschen und im Arabischen

1. Einleitung

Die Untersuchung versucht ein Gesamtbild des deutschen und arabischen Valenzbegriffs darzustellen, in der Hoffnung eine Vereinfachung des Satzbaus und menschliche Kommunikation zu ermöglichen.

Um die Systeme der verschiedenen Sprachen beschreiben zu können bzw. um die verschiedenen Möglichkeiten der Ergänzungen zu unterscheiden, wurde der Valenzbegriff aus der Chemie übernommen und in die Sprachwissenschaft übertragen.

In der Sprachforschung lässt sich demnach seit der Jahrhundertwende eine deutliche Entwicklung des Valenzbegriffs feststellen. Entscheidend dafür war die Annahme, dass es bestimmte Wortklassen gibt, denen ein Ähnliches Verhalten wie das der Atome zugewiesen werden kann. Zu den valenzfähigen Wortklassen zählt vor allem das Verb.

2. Theoretische Ansätze über Valenzbegriff im Deutschen

Der Begriff "Valenz" stammt ursprünglich aus der Chemie und wird dort als Verbindungsfähigkeit eines Atoms definiert. Eisenberg bemerkt dazu: "Die Valenz eines Verbs ist die Grammatik des Verbs in Hinsicht auf seine Ergänzungen, welche Ergänzungen kann oder muß ein Verb nehmen und wie verhalten sich diese Ergänzungen zueinander?".

(Eisenberg, P. 1986:71)

Über Valenzbegriff im Deutschen gibt es verschiedene Auffassungen, d.h., es gibt keine einheitliche und abgeschlossene Definition, z.B. Erben versteht unter Valenz eine Wertigkeit; Admoni verwendet den Begriff "Fügenspotenz". Als wichtigster Vertreter hinsichtlich des Valenzbegriffs im Allgemeinen gilt Tesniére .Er hat als erster den Versuch unternommen, die Valenz zum Ausgangspunkt einer linguistischen Theorie zu machen.

Tesniére unterscheidet nach der Zahl der Aktanten vier Gruppen von Verben:

a) avalente (nullwertige).
b) monovalente (einwertige).
c) divalente (zweiwertige).
d) trivalente (dreiwertige).

(Vgl. Hum Rozália 2010:8)

Zu den einwertigen Verben gehören die intransitiven; die meisten transitiven Verben, die außer dem Akkusativobjekt noch ein Dativobjekt zulassen, gelten als dreiwertig.

3. Transkription

Für die Transkription der arabischen Sprache wird es hier in einer Tabelle die Umschrift und die Aussprache der Konsonanten und Vokale aufgelistet:

3.1. Valenz im Arabischen

Im Arabischen gibt es keine richtige Übersetzung des Begriffs „Valenz“, sondern nur seine Entsprechung im „grammatischen Buch“ von Sibawyhi.

Dieser hervorragende Grammatiker hat auf den Sinn dieses Begriffs(oder dieser Terminologie) im Kapitel „Wort“ mit verschiedenen Auffassungen hingewiesen. Hierzu zählen Beispielweise: „[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]“ (wortwörtlich Wichtigkeit des Wortes) oder „[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]“ (wortwörtlich Funktion des Verbs)“

(Vgl. Said Hassan Bahri 1988:183)

4. Valenz und Rektion im Deutschen

Zwischen Valenz und Rektion besteht durchaus ein starker Zusammenhang. Es bestätigt sich die Feststellung von G. Helbig:" Valenz ist eine semantisch-syntaktische Erscheinung, eine Erscheinung, die auf Satzgliedebene lokalisiert und weitgehend semantisch motiviert ist. Rektion ist eine syntaktisch-morphologische Erscheinung, eine auf die Valenz gegründete Abhängigkeitsbeziehung, die syntaktischer Natur ist

und morphologische Effekte hat, die auch unterhalb der Satzgliedebene vorkommt, die einzelsprachlich ... und nicht semantisch motiviert ist"

(G. Helbig 1976:144)

Im Deutschen. betrifft die Rektion vor allem die Festlegung der einzelnen Präpositionen (z.B. Präpositionalobjekte) und Kasusformen. Im Falle der Verben bezieht sich die Rektion nur auf die kasusbestimmten Objekte, nicht aber auf andere Satzglieder (Adverbialbestimmungen, Subjekte usw.), die genau wie die kasusbestimmten Objekte durch die Valenz an das Verb gebunden sind.

In diesem Punkt ist der Begriff Rektion zu eng gefasst und auch theoretisch zu wenig reflektiert. Die Valenz ist umfassender; sie schließt folgende Beziehungen ein:

a) Die Beziehung der Kombinierbarkeit syntaktischer Kategorien.
b) Die Beziehung der semantischen Vereinbarkeit.
c) Einen Teil der Rektionsbeziehungen.

Dadurch erweist sich, dass die beiden Kategorien nicht identisch sind und dass die Rektion im Vergleich zur Valenz als enger gefasst ist.

5. Der Valenzbegriff und Rektion im Arabischen

In seinem Buch „Die arabische Grammatik“ hat Sibawayh schon im 8. Jahrhundert den Begriff Valenz beschrieben. Er spricht von der 'Rektionskraft' der Verben “[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]“ und unterscheidet zwischen transitiven und intransitiven Verben. Er spricht also von Verben, denen es 'gestattet' bzw. „nicht gestattet“ ist, sich auf eine bestimmte Anzahl von Objekten zu beschränken, differenziert demnach zwischen den obligatorischen und den fakultativen Ergänzungen.

Sibawayh erkannte, dass zwischen dem Verb und dem Subjekt Beziehungen bestehen, da das Verb die Handlung, die durch das Subjekt hervorgebracht wird, oder den Zustand, in dem sich das Subjekt befindet, bezeichnet. (Vgl. Gustav 1969:17)

Wie im Deutschen spielt das Verb im Arabischen eine wesentliche Rolle. Denn durch das Verb wird der Aussagekern des Verbalsatzes dargestellt.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Verb sowohl im Deutschen als auch im Arabischen die gleichen Funktionen im Satz erfüllt.

6. Transitivität und Intransitivität im Deutschen

Über Uber transitive Verben sagt Rudi Conrad: “Kriterium zur Klassifizierung der Verben nach ihrem syntaktischen Verhalten. Transitive Verben sind Verben, die ein Akkusativobjekt regieren.“ (Rudi 1984:277)

Die transitiven transitive Verben sind solche, bei denen einAkkusativobjekt steht oder stehen kann, das bei der Passivformation die Rolle eines formalen Subjekts übernimmt z.B.:

[...]

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Valenz in der deutschen und der arabischen Linguistik
Hochschule
Universität Hassan II. Casablanca  (Fakultät Ain Chok- Casablanca)
Veranstaltung
Kontrastive Linguistik
Autor
Jahr
2015
Seiten
22
Katalognummer
V292642
ISBN (eBook)
9783656897552
ISBN (Buch)
9783656897569
Dateigröße
616 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Valenz, transitivität, Intransitivität, Rektion, Ergänzungsklasse, Wertigkeit, die Aktanten, Genitivergänzung, Dativergänzung, فاعلية الفعل, قوة الكلمة
Arbeit zitieren
P. H Hamid Baalla (Autor), 2015, Valenz in der deutschen und der arabischen Linguistik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/292642

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