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Die Entwicklung des Schulwesens im Mittelalter

Titel: Die Entwicklung des Schulwesens im Mittelalter

Hausarbeit , 2014 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sina Jung (Autor:in)

Pädagogik - Geschichte der Pädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Arbeit soll einen historischen Rückblick auf die Anfänge des Bildungswesen geben und das städtische Schulwesen des Mittelalters näher erläutern. Außerdem soll ein Überblick über die damals vorherrschenden Schulformen geschaffen werden. Dies geschieht unter der Berücksichtigung der kirchlichen Trägerschaft, welche als Vorreiter des mittelalterlichen Bildungswesens gilt.
In die Betrachtung wird auch die Vorgehensweise miteingehen, durch die Wissen vermittelt wurde und wer daran teilhaben durfte. Diese Hausarbeit soll neben den unterschiedlichen Schulformen weitere Aspekte wie die Frauenbildung, die Lehr- und Bildungsinhalte sowie die Schuldisziplin erläutern und das bürgerliche Bildungsprinzip des Mittelalters illustrieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Hinführung zum Thema

2 Kirchliche Dominanz und Trägerschaft

2.1 Kloster- und Domschulen

2.2 Pfarrschulen

2.3 Verfall der klerikalen Schulen

3. Übergang zur städtischen Trägerschaft

4. Städtische Schulformen

4.1 Lateinschulen

4.2 Schreib-und Rechenschulen

4.3 Winkelschulen

5. Die Bildung der Frauen

6. Bildungsprinzip

6.1 Lehr- und Bildungsinhalte

6.2 Schuldisziplin

7. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des mittelalterlichen Bildungswesens unter besonderer Berücksichtigung des Wandels von kirchlicher hin zu städtischer Trägerschaft. Dabei wird analysiert, wie sich die verschiedenen Schultypen sowie die Bildungsinhalte und Disziplinierungsmethoden im Kontext einer zunehmend städtisch geprägten Gesellschaft veränderten, wobei auch die Rolle der Frauenbildung beleuchtet wird.

  • Kirchliche Vorreiterrolle: Kloster-, Dom- und Pfarrschulen
  • Transition: Entstehung städtischer Bildungsformen im Spätmittelalter
  • Typologie der Stadtschulen: Latein-, Schreib-, Rechen- und Winkelschulen
  • Soziokulturelle Aspekte: Mädchenbildung und Rollenbilder
  • Didaktik und Disziplinierung: Lehrmethoden und Erziehungsideale

Auszug aus dem Buch

4.1 Lateinschulen

Die Lateinschulen, in denen die Söhne der bürgerlichen Oberschicht ihre Schulbildung erwarben, waren für die Bedürfnisse der höherer Bildung. Sie ähnelten den alten Domschulen und unterstanden dem städtischen Rat – meist in Kooperation mit der Kirche. Das Erstreben des „Elementarwissens und einer zumindest ansatzweisen Artes-Bildung“11 war Ziel des Unterrichts und diente als Vorbereitung auf ein späteres Studium an einer Universität. Der Unterricht im Lesen, Schreiben und Sprechen von Latein war somit kennzeichnend für die Lateinschulen, auch Trivialschulen genannt. Der Lehrplan umfasste neben der Grammatiklehre das Singen der Liturgie und die Grundkenntnisse der Bibel. Nebenbei gehörte auch die „Beherrschung einiger Hauptgebete (Vaterunser und Ave Maria) und des Credo zum Pensum der Lateinschüler“12. Einzig der Gebrauch von Latein war gestattet, denn weder im Unterricht, noch außerhalb der Schule durfte man in der Volkssprache kommunizieren. Auch der Umgang mit „Laien d.h. Ungebildeten“13 war verboten.

Die Gründung und Aufsicht der Lateinschulen führte in vielen Städten jedoch zu Auseinandersetzungen zwischen den kirchlichen Behörden und Stadträten, da man die Befugnis des Bischofs einholen musste um das Schulpatronat, d.h. das Recht zu erhalten, „Lehrer für die Schule zu bestellen und diese nach eigenem Ermessen zu verwalten“14. Das ewige Misstrauen der Kirche gegenüber den Stadtschulen machte die Gründungserlaubnis schwerfällig und führte in der Übergangszeit zu Schulkämpfen zwischen Kirche und Stadt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Themas und definiert den historischen Bildungsbegriff im Gegensatz zu heutigen Standards.

2 Kirchliche Dominanz und Trägerschaft: Es wird die Rolle der Kirche als ursprüngliche Bildungsinstanz analysiert, einschließlich der Struktur von Kloster-, Dom- und Pfarrschulen.

3. Übergang zur städtischen Trägerschaft: Dieses Kapitel beschreibt den historischen Wandel, bei dem städtische Einrichtungen die Bildungsvermittlung aufgrund ökonomischer Anforderungen übernahmen.

4. Städtische Schulformen: Hier werden die verschiedenen Typen der Stadtschulen wie Latein-, Schreib- und Winkelschulen detailliert vorgestellt.

5. Die Bildung der Frauen: Das Kapitel beleuchtet den Zugang von Frauen zu Bildung und deren wachsende Rolle im gesellschaftlichen und beruflichen Leben des Mittelalters.

6. Bildungsprinzip: Dieser Abschnitt analysiert das mittelalterliche Verständnis von Bildung als christlich geprägte Identitätsstiftung sowie Lehrmethoden und die Anwendung von Disziplin.

7. Abschließende Betrachtung: Eine Synthese der Erkenntnisse, die den Beitrag der mittelalterlichen Schulen für das spätere Bildungswesen hervorhebt.

Schlüsselwörter

Mittelalter, Bildungswesen, Stadtschulen, Lateinschulen, Klosterbildung, Trägerschaft, Mädchenbildung, Wissensvermittlung, Bildungsprinzip, Schuldisziplin, Pädagogikgeschichte, Karolingische Renaissance, Städtische Entwicklung, Elementarbildung, Artes Liberales.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der geschichtlichen Entwicklung des Schulsystems im Mittelalter, insbesondere mit dem Übergang der Bildungsverantwortung von kirchlichen hin zu städtischen Trägern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die verschiedenen Schultypen, der Einfluss der Kirche, die Mädchenbildung, die didaktischen Ansätze sowie die Disziplinierungspraktiken der Zeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen historischen Rückblick auf die Anfänge des Bildungswesens zu geben und die Entstehung städtischer Schulformen im Mittelalter fundiert zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Literaturanalyse, die verschiedene zeitgenössische und fachwissenschaftliche Quellen heranzieht, um die Strukturen mittelalterlicher Bildung zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung kirchlicher vs. städtischer Trägerschaft, die Differenzierung der Schulformen, die Rolle der Frauenbildung sowie eine Analyse der Bildungsprinzipien und Erziehungsmethoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bildungsgeschichte, städtische Kultur, kirchliche Bildung und pädagogische Entwicklung im Mittelalter charakterisiert.

Was unterscheidet Lateinschulen von Schreib- und Rechenschulen?

Während Lateinschulen der Vorbereitung auf ein Universitätsstudium dienten und Latein als Unterrichtssprache nutzten, waren Schreib- und Rechenschulen auf die praktischen Bedürfnisse des Handels und Handwerks ausgerichtet und unterrichteten in der Volkssprache.

Warum galten Winkelschulen als „wenig geschätzt“?

Winkelschulen waren private, oftmals behördlich wenig angesehene Bildungseinrichtungen, deren Lehrkräfte häufig über keine offizielle Qualifikation verfügten, was zu Misstrauen seitens der Obrigkeit führte.

Wie beschreibt die Autorin die Rolle der körperlichen Züchtigung?

Körperliche Züchtigung wird als ein weit verbreitetes, teils brutales Mittel zur Aufrechterhaltung von Ordnung und Disziplin dargestellt, das jedoch auch auf Überforderung der Lehrer und Disziplinierungsprobleme zurückzuführen war.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Entwicklung des Schulwesens im Mittelalter
Hochschule
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Note
1,3
Autor
Sina Jung (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
15
Katalognummer
V292730
ISBN (eBook)
9783668448896
ISBN (Buch)
9783668448902
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklung schulwesens mittelalter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sina Jung (Autor:in), 2014, Die Entwicklung des Schulwesens im Mittelalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/292730
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Leseprobe aus  15  Seiten
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