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Gurkhas für die britische Krone. Der diplomatische Diskurs zwischen Großbritannien und Nepal während des Anglo-Nepalesischen Krieges (1814 - 1816)

Title: Gurkhas für die britische Krone. Der diplomatische Diskurs zwischen Großbritannien und Nepal während des Anglo-Nepalesischen Krieges (1814 - 1816)

Term Paper , 2014 , 32 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Björn-Alexander Thieler (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Die weltweit populäre Titulierung „Gurkha“ ist eine britische Sprachmodifikation des Begriffes „Gorkha“. Im militärischen Kontext gilt das Wort als Sammelbezeichnung innerhalb der Streitkräfte Großbritanniens für alle in Nepal rekrutierten Hilfstruppen, unabhängig derer ethnischen Herkunft.

Gemeint sind jene Kämpfer des ehemaligen Königreich Gorkha, welche die East India Company bei ihrem Expansionsbestreben gen Nepal in den Jahren 1814-16 bekämpfte. Noch während des anhaltenden Konfliktes, den die moderne Geschichtswissenschaft als Anglo-Nepalesischen Krieg oder Britain’s Gurkha War bezeichnet, rekrutierten die Briten ab 1815 eigene Gurkha-Regimenter aus Überläufern und Kriegsgefangenen, zur Regulierung der militärischen Verluste und Erschließung des schwierigen Geländes. Eine offizielle Etikette erhielt diese Truppenaushebung am 4. März 1816 durch die Ratifizierung des Vertrages von Segauli, welcher gleichzeitig das Ende des Krieges markierte.

Diese Arbeit widmet sich nun der Fragestellung, welche genaue Rekrutierungs-Politik die East India Company 1815 bei der Anwerbung von Gurkha-Kriegern auf lange Sicht verfolgte und weswegen die Gurkha gewillt waren, ihre Loyalität einem Staat zu widmen, welchen sie vorerst nie hätten bereisen dürfen und der Ihnen erst im Jahr 2008 Veteranen- und Einbürgerungskonditionen gewährte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Über die Gurkhas

2. Der Krieg mit der East India Company 1814-1816

2.1 Entstehung des Konfliktes

2.2 Die erste Kampagne der Briten

3. Die ersten Gurkhas für Großbritannien

3.1 Die große Problematik bei der Erst-Rekrutierung 1815

4. Der Protektoratsvertrag von Segauli 1816

4.1 Die zweite Kampagne der Briten

4.2 Die Vertragskonditionen und deren Folgen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rekrutierungspolitik der East India Company gegenüber den Gurkha-Kriegern während des Anglo-Nepalesischen Krieges (1814-1816) sowie die diplomatischen und strategischen Hintergründe, die zur Loyalität dieser Kämpfer gegenüber einer fremden Macht führten.

  • Historische Entwicklung des Königreichs Gorkha und Aufstieg zur Militärmacht
  • Ursachen und Verlauf des Anglo-Nepalesischen Krieges
  • Entstehung und Legitimierung der Gurkha-Regimenter als britische Hilfstruppen
  • Strategische Bedeutung Nepals als Pufferstaat und Protektorat

Auszug aus dem Buch

Die erste Kampagne der Briten

Der Plan im Umfang einer ersten, groß angelegten Offensive von Governor-General Hastings sah es vor, dass Königreich Gorkha mit 5 Divisionen an 5 Plätzen anzugreifen und die Gebirgspässe nach Tibet zu sichern:

Die erste Division unterstand Colonel Sir David Ochterlony. Sie sollte mit 6.000 Männern und 16 Kanonen von Ludhiana aus im westlichsten Teil einfallen und kämpfte gegen Amar Singh Thapas und Sardar Bhakti Thapas Truppen bei Jaitak und Malaun.

Die zweite Division, unter dem Kommando von Major-General Robert Gillespie, sollte von Saharanpur aus (heute Uttar Pradesh) nach Dehradun, Garhwal und Kalunga vordringen. Diese Truppe bestand aus mehr als 3.500 Soldaten und traf auf Balbhadra Kunwar.

Die dritte Division wurde von Major-General John Sullivan Wood kommandiert und bestand aus 4.000 Soldaten. Sie wurde bei Gorakhpur aufgestellt um Butwal und Palpa anzugreifen. Sie traf auf Ujir Singh Thapa.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Über die Gurkhas: Dieses Kapitel erläutert die Herkunft und Bedeutung des Begriffs „Gurkha“ sowie die ethnische und historische Struktur Nepals vor dem Konflikt.

2. Der Krieg mit der East India Company 1814-1816: Es werden die Ursachen des Konflikts, die strategischen Interessen der East India Company und die erste militärische Kampagne der Briten detailliert beschrieben.

3. Die ersten Gurkhas für Großbritannien: Dieses Kapitel behandelt die Planung und Durchführung der ersten Rekrutierungswelle von Gurkha-Soldaten im Jahr 1815 und die damit verbundenen Sicherheitsbedenken.

4. Der Protektoratsvertrag von Segauli 1816: Es wird die zweite britische Kampagne, der Abschluss des Vertrages von Segauli sowie dessen weitreichende Konsequenzen für die territoriale Gestaltung Nepals und den Status als Protektorat analysiert.

Schlüsselwörter

Gurkhas, East India Company, Anglo-Nepalesischer Krieg, Königreich Gorkha, Rekrutierung, Protektoratsvertrag von Segauli, Sir David Ochterlony, Britisch-Indien, Bhimsen Thapa, Militärgeschichte, Kolonialpolitik, Sepoy, Gebirgskrieg, Loyalität, Diplomatie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Anfänge der britischen Rekrutierung von Gurkha-Einheiten während des Anglo-Nepalesischen Krieges (1814-1816) und untersucht die politischen sowie wirtschaftlichen Beweggründe der East India Company.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der diplomatische Diskurs zwischen Großbritannien und Nepal, die militärische Expansion im Himalaya und die historische Genese der Gurkha-Regimenter.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach der spezifischen Rekrutierungspolitik der East India Company und untersucht die Ursachen und Folgen der Verhandlungen, die den Einsatz nepalesischer Kämpfer in der britischen Armee erst ermöglichten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Auswertung primärer Dokumentensammlungen der East India Company sowie auf zeitgenössische Aufzeichnungen und historisches Kartenmaterial, ergänzt durch eine kritische Sichtung der Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Konfliktverlaufs, die Analyse der Kapitulationsverhandlungen und die konkrete Aushebung der ersten drei Gurkha-Regimenter durch Major-General Ochterlony.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Gurkhas, Protektoratsvertrag von Segauli, koloniale Expansion, East India Company und die militärische Loyalität nepalesischer Soldaten.

Wie legitimierte die East India Company die Rekrutierung der Gurkhas rechtlich?

Die Legitimierung erfolgte primär über die Kapitulationsverhandlungen vom 15. Mai 1815, insbesondere durch den 5. Artikel, der den Beitritt von Gefangenen und Überläufern zu den britischen Streitkräften erlaubte.

Warum leisteten die Gurkhas den Briten später so treue Dienste?

Der Autor verweist auf ihre hohe Disziplin, ihre Tauglichkeit für schwieriges Gelände und ihre im Vergleich zu den indischen Sepoys höhere Zuverlässigkeit, was sie für die Briten zu einer kosteneffizienten und effektiven Streitmacht machte.

Wird der Vertrag von Segauli in der Arbeit kritisch hinterfragt?

Ja, der Autor hinterfragt die Freiwilligkeit des Vertrages und führt an, dass nepalesische und indische Historiker ihn aufgrund des angewendeten militärischen Drucks teilweise als erzwungenes Dokument betrachten.

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Details

Title
Gurkhas für die britische Krone. Der diplomatische Diskurs zwischen Großbritannien und Nepal während des Anglo-Nepalesischen Krieges (1814 - 1816)
College
University of Osnabrück  (Fachbereich 2: Kultur- und Geowissenschaften)
Course
Internationale Beziehungen von 1789-1815
Grade
1,0
Author
Björn-Alexander Thieler (Author)
Publication Year
2014
Pages
32
Catalog Number
V292786
ISBN (eBook)
9783656898603
ISBN (Book)
9783656898610
Language
German
Tags
Gurkha Nepal Großbritannien Anglo-Nepalesischer Krieg 1814-1816
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Björn-Alexander Thieler (Author), 2014, Gurkhas für die britische Krone. Der diplomatische Diskurs zwischen Großbritannien und Nepal während des Anglo-Nepalesischen Krieges (1814 - 1816), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/292786
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