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Tod und Bestattung von Friedrich I. Barbarossa

Eine Stellungnahme zum aktuellen Forschungsstand in der modernen Geschichtswissenschaft

Titel: Tod und Bestattung von Friedrich I. Barbarossa

Hausarbeit , 2014 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Björn-Alexander Thieler (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der 1187 durch Papst Gregor VIII. ausgerufene dritte Kreuzzug hatte die militärische Rückeroberung Jerusalems und die Wahrung der christlichen Interessen im Morgenland zum Ziel und ließ die mächtigsten Herrscher des christlichen Abendlandes Philipp II., König von Frankreich, Richard I., König von England und Friedrich I., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, von den italienischen Untertanen nur Barbarossa (Rotbart) gerufen, an dieser militärischen Operation gegen den Islamischen Herrschaftsanspruch im Nahen Osten teilnehmen.Im stattlichen Alter von knapp siebzig Jahren begab sich Barbarossa mit seinem Heer auf den Weg ins Heilige Land, in dessen Folge er am 10. Juni 1190 beim Fluss Saleph unweit der armenischen Stadt Seleukia tödlich verunglückte.

Dieses plötzliche Dahinscheiden des Kaisers, die anschließende Darstellung seines Todes, als auch seine Bestattung, boten bereits zeitgenössischen Historikern Nährboden für Spekulationen und Mutmaßungen. Allerdings zeigen sich auch bei den gegenwärtigen Forschungsmeinungen in der modernen Geschichtswissenschaft immer noch Kontroversen in Bezug auf eine genaue Klärung von Todesursache, Zeitpunkt und besonders der Bestattung.

Diese Arbeit setzt sich nun zum Ziel eine präzise Zusammenfassung jener Forschungsergebnisse in Bezug auf Kreuzzug, Tod und die Bestattung Friedrich I. zu liefern und anschließend kritisch dessen Plausibilität zu hinterfragen. So soll ein wissenschaftlicher Beitrag zum unaufgeklärten Herrschersterben des ersten staufischen Kaisers entstehen, der zugleich auch die problematische Fragestellung bezüglich der Grablege Barbarossas widerspiegelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Über Friedrich I. Barbarossa

2. Tod und Bestattung

2.1 Todesort

2.2 Todeszeitpunkt

2.3 Todesursache(n)

2.4 Bestattung(en)

Resümee

Appendix

Kartenmaterial

Bildmaterial

Bibliographie

Quellen(editionen) und Regesten

Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, eine präzise Zusammenfassung der Forschungsergebnisse zum Kreuzzug, zum Tod und zur Bestattung von Kaiser Friedrich I. Barbarossa zu liefern und deren Plausibilität kritisch zu hinterfragen, um einen Beitrag zur Klärung des unaufgeklärten Herrschersterbens zu leisten.

  • Werdegang von Friedrich I. Barbarossa und Anlass der Kreuzzugsteilnahme
  • Rekonstruktion des Todes am Fluss Saleph und die Problematik der Quellenlage
  • Kritische Analyse der verschiedenen Theorien zur Bestattung des Kaisers
  • Rolle der "memoria" und Bedeutung des "mos teutonicus" bei Herrscherbestattungen

Auszug aus dem Buch

2.3 Todesursache(n)

Die Kausalität der existierenden Kontroversen bezüglich der genauen Todesursache Barbarossas, erklären zwei Zitate von Knut Görich zum bisherigen Sachverhalt am besten: „Was am Ufer des Saleph am Morgen jenes 10. Juni geschah, wissen allein die Augenzeugen. Wer das war, ist unbekannt, und inwieweit sich ihre Berichte in den Texten niedergeschlagen haben, die zum Teil erst Jahre später entstanden und die uns heute allein vorliegen, ist kaum zuverlässig einzuschätzen.“ So fasst er seine persönliche Beurteilung nach der Vielfalt der einzelnen Aussagen jener Texte wie folgt zusammen: „Ob der Kaiser den Fluss selbst schwimmend oder zu Pferde durchquerte, ob er damit eine Abkürzung nehmen oder aber sich nur durch ein Bad erfrischen wollte, ob er dabei allein oder in Begleitung von Rittern war oder ob man ihn zurückzuhalten versucht hatte, ob er in der Strömung aus Erschöpfung und Schwäche starb oder gegen einen Felsen oder einen Baum geworfen wurde, ob er überhaupt im Fluss selbst starb oder erst am Ufer, […] zuvor vielleicht auch noch von einem Arzt behandelt wurde – all das wussten schon die zeitgenössischen Geschichtsschreiber nicht mehr mit Sicherheit zu sagen. Jeder von ihnen erzählte eine Geschichte, die er für wahrscheinlich oder vielmehr für wahr hielt.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die historische Situation des dritten Kreuzzuges und die Relevanz der unklaren Todesumstände Barbarossas.

1. Über Friedrich I. Barbarossa: Biografischer Abriss über die Herkunft, den Aufstieg der Stauferdynastie und den politischen Werdegang des Kaisers bis zum Kreuzzug.

2. Tod und Bestattung: Umfassende Untersuchung der Quellenlage zum Tod des Kaisers und den anschließenden Bestattungsritualen.

2.1 Todesort: Identifizierung des Flusses Saleph als Ort des Ablebens auf Basis historischer Quellen und topografischer Analysen.

2.2 Todeszeitpunkt: Analyse der zeitgenössischen Berichte zur Eingrenzung des Todesdatums auf den 10. Juni 1190.

2.3 Todesursache(n): Darstellung der verschiedenen in den Quellen überlieferten Todesursachen und deren problematische wissenschaftliche Einordnung.

2.4 Bestattung(en): Diskussion der möglichen Strategien zur Leichenkonservierung (mos teutonicus) und der ungeklärten Grablege in Tyrus.

Resümee: Abschließende kritische Beurteilung der Forschungsergebnisse sowie Ausblick auf zukünftige interdisziplinäre Untersuchungsmethoden.

Schlüsselwörter

Friedrich I. Barbarossa, Staufer, dritter Kreuzzug, Saleph, Todesursache, Bestattung, Quellenkritik, Knut Görich, mos teutonicus, Memoria, Tyrus, Kreuzzugsteilnahme, Herrschersterben, Mittelalter, Mediävistik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Tod und der Bestattung des staufischen Kaisers Friedrich I. Barbarossa während des dritten Kreuzzuges im Jahr 1190.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen der historische Kontext des Kreuzzuges, die Auswertung zeitgenössischer Quellen zu den Todesumständen sowie die kritische Analyse der Bestattungspraktiken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine präzise Zusammenfassung aktueller Forschungsergebnisse, insbesondere von Knut Görich, und eine kritische Hinterfragung der Plausibilität überlieferter Todes- und Bestattungsberichte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Analyse und den Vergleich von zeitgenössischen Quellenberichten sowie die Einbeziehung moderner wissenschaftlicher Erkenntnisse und aktueller Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in den biographischen Hintergrund, die detaillierte Untersuchung von Ort, Zeitpunkt und Ursache des Todes sowie die Analyse der komplexen Bestattungsverfahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Barbarossa, Staufer, Kreuzzug, Quellenkritik, mos teutonicus und Grablege.

Warum ist die Bestattung Barbarossas bis heute ein Rätsel?

Die Forschung ist auf widersprüchliche zeitgenössische Quellen angewiesen und es fehlt bis heute an einem archäologischen Beweis für die exakte Grablege des Kaisers.

Welche Rolle spielt die Methode des "mos teutonicus" in der Arbeit?

Der "mos teutonicus" erklärt die Art und Weise der Leichenkonservierung – das Trennen von Fleisch und Knochen –, die aufgrund der klimatischen Bedingungen und des Wunsches nach einer heimatlichen Bestattung für den Transport des Leichnams angewandt wurde.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Tod und Bestattung von Friedrich I. Barbarossa
Untertitel
Eine Stellungnahme zum aktuellen Forschungsstand in der modernen Geschichtswissenschaft
Hochschule
Universität Osnabrück  (Fachbereich 2: Kultur- und Geowissenschaften)
Veranstaltung
Einführung in die Geschichte des Mittelalters
Note
1,3
Autor
Björn-Alexander Thieler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
24
Katalognummer
V292787
ISBN (eBook)
9783656898627
ISBN (Buch)
9783656898634
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Barbarossa Friedrich I. Barbarossa Kreuzzug Tod
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Björn-Alexander Thieler (Autor:in), 2014, Tod und Bestattung von Friedrich I. Barbarossa, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/292787
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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