Phonoponosen sind Stimmstörungen infolge Stimmüberlastung o. fehlerhafter Stimmgebung.
Dabei können verschiedene Formen unterschieden werden.
Hauptsächlich und in der Praxis am häufigsten treten die hyperfunktionelle sowie die hypofunktionelle Dysphonie auf. Als Extremform der hyperfunktionellen Dysphonie ist auch die unerwünschte Taschenfaltenstimme möglich. Im Folgenden werde ich auf die Ursachen, Symptome, auf das klinische Bild sowie auf die Therapiemöglichkeiten der verschiedenen Phonoponosen eingehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Definition
2. Hyperfunktionelle Dysphonie
2.1 Ursachen
2.1.1 Habituelle Faktoren
2.1.2 Organische Faktoren
2.1.3 Psychogene Faktoren
2.2 Symptome
2.3 Klinisches Bild
2.3.1 Stimme
2.3.2 Atmung
2.3.3 Haltung
2.3.4 Sprache
2.3.5 Muskulatur
2.4 Therapie
2.4.1 Wahrnehmung
2.4.2 Tonus
2.4.3 Atmung
2.4.4 Phonation und Artikulation
3. Hypofunktionelle Dysphonie
3.1. Ursachen
3.1.1 Habituelle und psychogene Faktoren
3.1.2 Organische Faktoren
3.2 Symptome
3.3 Klinisches Bild
3.3.1 Stimme
3.3.2 Atmung
3.3.3 Haltung und Tonus
3.3.4 Sprache
3.4 Therapie
4. Die Taschenfaltenstimme
4.1 Die unerwünschte Taschenfalten-Stimme
4.1.1 Ursachen
4.1.2 Symptome
4.1.3 Therapie
4.2 Die erwünschte Taschenfaltenstimme
4.2.1 Ursachen
4.2.2 Anbahnung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit Phonoponosen, den Stimmstörungen infolge von Stimmüberlastung oder fehlerhafter Stimmgebung. Das primäre Ziel ist die differenzierte Darstellung der Ursachen, Symptome und therapeutischen Ansätze bei hyperfunktionellen und hypofunktionellen Dysphonien sowie der Sonderform der Taschenfaltenstimme.
- Differenzierung zwischen hyper- und hypofunktionellen Stimmstörungen
- Analyse der habituellen, organischen und psychogenen Ursachen
- Darstellung klinischer Bilder und Symptomatiken
- Therapeutische Strategien für Wahrnehmung, Tonus und Stimmaufbau
- Besonderheiten und Behandlung der Taschenfaltenstimme
Auszug aus dem Buch
2.1 Ursachen
2.1.1 Ponogene/habituelle Faktoren
Als Ursachen kommen unter anderem Stimmüberlastungen und Stimmfehlbelastungen, Sprechen im Lärm, Anstieg der mittleren Sprechstimmlage (zu hohes Sprechen), eine hohe Anforderung an die stimmliche Leistung oder eine mangelhafte sängerische Ausbildung; starkes Husten oder Räusperzwang (mechanische Belastung der Stimmlippen) in Frage. Bei „Vielsprechern“, wie Lehrern und Erziehern sind diese Ursachen häufig gegeben.
2.1.2 Organische Faktoren
Organische Faktoren können entzündlichen, allergische Erkrankungen der Luftwege mit mangelnder Simmschonung sein. Ebenso treten Stimmstörungen dieser Form nach Stimmlippenoperationen, Intubationen, Schwerhörigkeit (infolge mangelnder Stimmkontrolle) und Anomalien im Bereich der Glottis und des Ansatzrohres auf. Als Anomalien kommen Fehlbildungen der Halswirbelsäule oder eine Aryknorpelüberkreuzung in Betracht. Auch eine Fehlproduktion der Schilddrüsenhormone oder durch mangelnde neuromuskuläre Koordinationsfähigkeit können organische Faktoren der hyperfunktionellen Dysphonie sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Definition: Dieses Kapitel führt in den Begriff der Phonoponosen ein und grenzt die wesentlichen Störungsbilder voneinander ab.
2. Hyperfunktionelle Dysphonie: Es werden die Ursachen, Symptome, das klinische Bild und spezifische Therapiemaßnahmen bei übermäßiger Muskelkontraktion während der Stimmgebung erläutert.
3. Hypofunktionelle Dysphonie: Dieses Kapitel behandelt die Schwäche der Kehlkopfmuskulatur, die zu einem unvollständigen Stimmlippenschluss und einer leisen, behauchten Stimmgebung führt.
4. Die Taschenfaltenstimme: Hier wird die Extremform der Taschenfaltenphonation unterschieden in unerwünschte Stimmstörung und erwünschte, therapeutisch angebahnte Ersatzstimme.
Schlüsselwörter
Phonoponosen, Stimmstörung, hyperfunktionelle Dysphonie, hypofunktionelle Dysphonie, Taschenfaltenstimme, Stimmhygiene, Atemtherapie, Kehlkopfmuskulatur, Stimmlippenschluss, Stimmtherapie, Muskuläre Dysbalance, Phonation, Artikulation, Stimmbelastung, Logopädie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen Überblick über verschiedene Formen von Stimmstörungen, die durch Überlastung oder Fehlbelastung (Phonoponosen) entstehen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die hyperfunktionelle und hypofunktionelle Dysphonie sowie die Taschenfaltenstimme als spezielle Form der Phonation.
Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?
Das Ziel ist die systematische Aufarbeitung der Ursachen, Symptome, des klinischen Erscheinungsbildes und der Therapiemöglichkeiten bei den genannten Stimmstörungen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Zusammenstellung klinischer Befunde und therapeutischer Vorgehensweisen auf Basis fachspezifischer Literatur und Vorlesungsinhalte.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die klinische Analyse der verschiedenen Dysphonie-Formen, unterteilt in ihre jeweiligen physiologischen Grundlagen, Symptome und therapeutischen Interventionen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Phonoponosen, Stimmhygiene, hyper- und hypofunktionelle Dysphonie sowie die gezielte Anbahnung physiologischer Stimmfunktionen.
Was unterscheidet eine hyperfunktionelle von einer hypofunktionellen Dysphonie?
Die hyperfunktionelle Form zeichnet sich durch eine übermäßige Kontraktion der Muskulatur aus, während die hypofunktionelle Form eine muskuläre Schwäche und einen unvollständigen Stimmlippenschluss beschreibt.
Wann wird eine Taschenfaltenstimme therapeutisch angestrebt?
Eine erwünschte Taschenfaltenstimme wird dann angestrebt, wenn die Stimmlippen durch schwere Schädigungen oder Operationen für die Phonation dauerhaft ausfallen.
Warum ist die Unterscheidung zwischen primären und sekundären Störungen wichtig?
Die Unterscheidung ist klinisch relevant, da eine hypofunktionelle Störung durch Kompensation in eine hyperfunktionelle übergehen kann und umgekehrt, was das therapeutische Vorgehen maßgeblich beeinflusst.
Welche Rolle spielt die Wahrnehmung in der Therapie?
Wahrnehmungsübungen bilden die Basis der Therapie, damit Patienten Fehlhaltungen und Fehlgebrauch der Stimme überhaupt erst identifizieren können, bevor sie diese durch Entspannung oder Training korrigieren.
- Arbeit zitieren
- Martina Terhagen (Autor:in), 2012, Stimmstörungen. Ursachen, Symptome, Therapie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/292819