Zwischen Autobiografie und Fiktion. Urs Widmers Romantrilogie "Der Geliebte der Mutter", "Das Buch des Vaters" und "Ein Leben als Zwerg"


Bachelorarbeit, 2014
38 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2 Biographische Daten

3 Zeitgeschichtlicher Abriss

4 Die Autobiographie – Ein Überblick

5 Inhaltsangaben der drei Romane
5.1 Der Geliebte der Mutter
5.2 Das Buch des Vaters
5.3 Ein Leben als Zwerg

6 Autobiographie oder Fiktion?
6.1 Beziehungsverflechtungen und Selbstbild
6.1.1 Vater und Mutter bei Urs Widmer
6.1.2 Vater-Sohn-Beziehung
6.1.3 Mutter-Sohn-Beziehung
6.1.4 Selbstbild
6.2 Widmers autobiographische Fiktion

7 Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die vorliegende wissenschaftliche Abhandlung behandelt die Romantrilogie „Der Geliebte der Mutter“[1], „Das Buch des Vaters“[2] und „Ein Leben als Zwerg“[3] des Schweizer Autors Urs Widmer. Die ersten beiden Werke entstanden in den Jahren 2000 und 2004 und knüpfen thematisch aneinander an. Darin erzählt der Autor einen Ausschnitt aus seinem Leben, rückt jedoch jeweils eine andere Figur – seine Mutter und seinen Vater – in den Mittelpunkt. Das dritte Buch der Trilogie, welches 2006 veröffentlicht wurde, berichtet ebenfalls aus dem Leben von Urs Widmer. Diesmal jedoch aus der Perspektive eines Zwerges, der zeit seines Lebens dessen Glücksbringer war.

Urs Widmer beschrieb die ersten dreißig Jahre seines Lebens bis zum Beginn seiner Tätigkeit als Schriftsteller in einer Autobiographie mit dem Titel „Reise an den Rand des Universums“[4], welche 2013 veröffentlicht wurde. Dabei ergibt sich das Problem, dass eine Autobiographie zunächst auch nur ein literarisches Produkt in Textform ist, wenn sie als Quelle zur Kontextualisierung autobiographischer Romane dienen soll. Jedes Werk, welches geschrieben wird, ist zu Anfang immer fiktional aufgeladen. Auch die dort auftretenden literarischen Figuren, egal wie vermeintlich ähnlich sie tatsächlichen Zeitgenossen des Autors oder diesem selbst sind, haben fiktiven Charakter. Zur Biographie der Eltern sowie zum zeitgeschichtlichen Kontext wird nachfolgend dennoch unter anderem die Autobiographie des Sohnes als Quelle herangezogen.

Zuvor erscheint es jedoch zunächst notwendig, der Frage nachzugehen, was das Konzept des autobiographischen Schreibens überhaupt ist. Wo lässt sich die Grenze zwischen autobiographischem und fiktivem Schreiben ziehen - oder existiert diese gar nicht? In einem literarischen Text, der im Gegensatz zur Autobiographie keinen Anspruch erhebt, in irgendeiner Form reale Ereignisse oder Erlebnisse wiederzugeben, findet sich dennoch immer eine Spur des Autors. Wie lässt sich also differenzieren, ab wann man von einer Autobiographie sprechen kann? Im Falle von Widmers Werk: „Reise an den Rand des Universums“ wird hier davon ausgegangen, dass diese auf realen Tatsachen basiert. Anknüpfend daran soll untersucht werden, ob es sich bei der Trilogie Widmers, welche zeitlich vor der Autobiographie veröffentlicht wurde, ebenfalls um eine Lebensbeschreibung handelt und inwieweit die Romane fiktiven Charakter haben. Inwieweit steht der Text der Autobiographie in einem künstlerischen Zusammenhang zur Trilogie? Zu fragen ist in diesem Zusammenhang außerdem, ob es sich bei dem Vater und der Mutter in den zwei ersten Romanen um die tatsächlichen Eltern des Autors oder lediglich um literarische Figuren handelt. Auch erscheint eine Untersuchung des Selbstbildes von Urs Widmer als „Uti“ in „Ein Leben als Zwerg“ interessant und aufschlussreich.

Um diesen zentralen Fragen nachgehen zu können, muss zunächst sowohl der Autor als auch die Zeit untersucht werden. In Kapitel 2: „Biographische Daten“ werden die wichtigsten Fakten zum Leben von Urs Widmer genannt. Dabei stehen vor allem seine Kindheit und Jugend sowie seine Familie, die aus seinen Eltern und seiner Schwester bestand, im Vordergrund der Betrachtung. Im Anschluss folgt ein zeitlicher Abriss in Kapitel 3, der über den geschichtlichen Kontext informiert, in welchem Widmer aufwuchs und lebte. Hierbei handelt es sich vornehmlich um die Schweiz und den Nationalsozialismus. In Kapitel 4 wird ein genereller Überblick über das Konzept der Autobiographie geboten. Die wichtigsten Merkmale und Kennzeichen der Autobiographie werden definiert und erläutert, inwieweit sich diese als literarische Gattung einordnen lässt.

Kapitel 5 handelt anschließend von den drei ausgewählten Werken Widmers und bietet zu jedem eine kurze inhaltliche Beschreibung, woraufhin dann in Kapitel 6 der zentralen Frage nachgegangen wird, ob es sich dabei um „Autobiographie oder Fiktion“ handelt. Dazu ist es notwendig, zunächst den Vater und die Mutter des Autors zu thematisieren und zu untersuchen, inwieweit die Eltern in den Romanen autobiographische Züge haben oder ob es sich lediglich um literarische Figuren handelt. Als Hypothese ist anzunehmen, dass sich die realen Eltern in den Büchern wiederfinden lassen. Ein weiteres wichtiges Untersuchungsthema bilden die Beziehungen von Urs Widmer zu seiner Mutter und seinem Vater, des Weiteren die Selbstdarstellung Widmers als kleiner „Uti“, vorrangig in seinem Roman „Ein Leben als Zwerg“. In einem Fazit in Kapitel 7 sollen dann die der Abhandlung zugrunde liegenden Fragestellungen beantwortet werden.

In der Forschung ist eine recht große Auswahl an Literatur über Urs Widmer vorhanden. So gab es beispielsweise nach Erscheinen der drei Werke 2007 eine Ausstellung in der Universitätsbibliothek der Goethe-Universität Frankfurt, die sich gänzlich um den Autor drehte. Dazu ist ein „Begleitheft zur Ausstellung“[5] vorhanden, welches insbesondere Anmerkungen zu den Werken „Der Geliebte der Mutter“ und „Das Buch des Vaters“ enthält. Des Weiteren erschien zu dessen 70. Geburtstag das Werk „Das Schreiben ist das Ziel, nicht das Buch“ von Daniel Keel und Winfried Stephan[6], in welchem sich diese ebenfalls unter anderem mit den Werken über Widmers Eltern auseinandersetzen. Urs Widmer selbst schrieb wie erwähnt über sich die Autobiographie „Reise an den Rand des Universums“, die aus den ersten dreißig Jahren seines Lebens berichtet.

Über das Konzept des autobiographischen Schreibens sind ebenfalls diverse Forschungsbeiträge vorhanden. Im „Metzler Lexikon Literatur“[7] sowie im „Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft“[8] wird der Begriff der Autobiographie genauer definiert. Außerdem beschäftigen sich Martina Wagner-Egelhaaf[9] und Michaela Holdenried[10] in ihren Einführungen zur „Autobiographie“ unter anderem mit der „Wirklichkeit“ und der Frage, wer eigentlich in der Autobiographie spricht.

Zu den Werken „Der Geliebte der Mutter“, „Das Buch des Vaters“ und „Ein Leben als Zwerg“ gibt es bislang allerdings keine literaturwissenschaftlichen Forschungsbeiträge, jedoch eine Reihe von Literaturkritiken. So beschreibt beispielsweise Gudrun Norbisrath ihre Eindrücke dem „Buch des Vaters“ gegenüber und kommt zu der Hoffnung, „dass Widmer nicht den verwegenen Gedanken an ein drittes Buch hegt: die ganze Geschichte noch einmal, aus der Sicht Edwins, des Geliebten.“[11] Thomas Gross hingegen charakterisiert „das Buch wie das Leben, real und phantastisch zugleich, witzig und traurig, immer wieder wunderbar leicht und doppelbödig“[12].

2 Biographische Daten

„Mit Frankreich und allem Französischen verband ihn eine große Liebe.“[13]

Der Autor der vorliegenden Trilogie, Urs Widmer, wurde am 21. Mai 1938 in Basel in der Schweiz geboren, wo er auch seine Kindheit verbrachte[14]. Nach dem Kindergarten besuchte er zunächst die Primarschule – eine Schule am „Erlensträschen“[15]. Im Anschluss daran und bedingt durch einen Umzug innerhalb Basels wechselte er auf eine neue, strengere Schule in „Riehen“, in welche keine Mädchen gingen[16]. Nach Abschluss der Primarschule ging Urs auf das Realgymnasium, „[d]ie Schule, in der auch [sein] Vater Lehrer war.“[17] Er bezeichnet sich in seiner Autobiographie selbst als schlechten Schüler, der „nie viel mehr als knapp genügend war“[18]. Auch sei sein pubertierendes Ich respektlos und unverschämt gegenüber seinen Mitmenschen und sogar Freunden gewesen[19]. Trotz allem schloss Urs die Schulzeit mit der „Matura“ erfolgreich ab[20]. Danach wies er zunächst in einem Theater in Basel Plätze zu[21]. 1958 begann er dann sein Studium an der Universität Basel. Er belegte die Fächer Germanistik, Romanistik sowie Geschichte und verbrachte Auslandssemester in Montpellier und Paris[22]. 1965 promovierte er „mit einer Arbeit über die deutsche Nachkriegsprosa“[23] und schloss im gleichen Jahr sein Studium ab, was er als enorme Erleichterung empfand: „Ich liebte die Uni nie. Ich wollte hinaus ins Leben.“[24]

Im Anschluss an deine Promotion begann Widmer seine Arbeit als Lektor im Walter-Verlag in Olten, wo er zwei Jahre lang tätig war[25]. Währenddessen hatte er eine Freundin seiner Schwester Nora, May Perrenoud, kennen und lieben gelernt. Die Psychoanalytikerin und er heirateten schließlich 1967[26]. Im gleichen Jahr zogen Widmer und May nach Frankfurt am Main, wo er bis 1968 beim Suhrkamp-Verlag als Lektor arbeitete. Im Anschluss begann er ebenfalls in Frankfurt seine Tätigkeit als freier Schriftsteller. Nebenbei war er Herausgeber, übersetzte einige Texte aus dem Französischen[27], schrieb Literaturkritiken für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und las unter anderem als Dozent für Neuere deutsche Literatur an der Goethe-Universität in Frankfurt[28]. Sein erstes Werk „Alois“ schrieb er 1968[29]. Ein Jahr später wurde er Mitbegründer des „Verlags der Autoren“ in Frankfurt.

1978 kam die gemeinsame Tochter Juliana zur Welt. Ihre ersten sechs Lebensjahre verbrachte sie in Frankfurt, bis die Familie Widmer 1984 in die Schweiz zurückkehrte. Dort zogen sie in den Züricher Stadtteil Hottingen, in welchem Widmer bis zu seinem Tod lebte[30].

1995 wurde Widmer in die „Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung“ in Darmstadt aufgenommen und vier Jahre später, 1999, wurde er Mitglied der „Akademie der Künste“ in Berlin-Brandenburg. Von 2000 bis 2006 entstanden schließlich drei seiner größten Werke, „Der Geliebte der Mutter“ (2000), „Das Buch des Vaters“ (2002) und „Ein Leben als Zwerg“ (2006). 2007 hielt Widmer als Gastdozent eine Poetikvorlesung an der Goethe-Universität Frankfurt[31]. Am 02. April diesen Jahres starb er im Alter von 75 Jahren in Zürich[32].

Zeit seines Lebens und auch nach seinem Tod erhielt Urs Widmer „[e]tliche Literaturpreise“, die „ab Ende der 1980er Jahre auf seinen Rang als einen der renommiertesten Schriftsteller der deutschsprachigen Literatur“ verwiesen. Darunter zählten beispielsweise der Bertolt-Brecht-Literaturpreis (2001), der Friedrich-Hölderlin-Preis (2007) sowie der Jakob-Wassermann-Literaturpreis, welcher ihm im Juni diesen Jahres posthum verliehen wurde[33].

Seine Kindheit war durch die psychische Krankheit seiner Mutter, die Gegensätzlichkeit seiner Eltern und den ständigen Streit zwischen beiden geprägt. Kennzeichnend für das unschöne Familienverhältnis ist vor allem Widmers Satz, als er von „Migger“, seinem ersten besten Freund schreibt: „Seine Eltern waren ganz anders als meine, so normal.“[34] Als Reaktion darauf entwickelte Urs verschiedene Zwänge und Marotten. Beispielsweise schlug er sich nachts gegen den Kopf oder empfand oft ein merkwürdiges Gefühl, was ihn bis zu seinem Tod begleitete: „Aber Reste dieses Gefühls – ein Pressen im Kopf, und die Fäuste beginnen sich zu ballen – finde ich immer noch in mir“[35]. An anderer Stelle schreibt er: „Ich brauchte zwanzig oder mehr Jahre, bis mich meine Ängste kaum mehr schüttelten und die depressiven Stunden regelrecht selten wurden.“[36] Er wurde zu einem Kinderpsychologen, einem „Doktor für verrückte Kinder“[37] geschickt, jedoch für geistig gesund erklärt und entlassen. Neben diversen Marotten konnte er Zeit seines Lebens Trennungen schlecht verkraften.[38]

Die engere Familie des Autors bestand aus seinem Vater, seiner Mutter und seiner jüngeren Schwester. In seiner Kindheit hatte er außerdem täglichen Kontakt zu seiner Tante – der Schwester seiner Mutter – und deren Mann.

Urs Widmers Vater, Walter Widmer, ist auf dem Titelblatt des zweiten Buches: „Das Buch des Vaters“ karikiert. Er war Französischlehrer an einem Gymnasium, Übersetzer und Literaturkritiker[39]. Auch wurde er als Kinderbuchautor bekannt[40]. Über seine Familie erfährt man in Urs’ Autobiographie kaum etwas. Lediglich sein Bruder Otto wird namentlich erwähnt, welcher Pfarrer war und an einem plötzlichen Herztod starb[41]. Walter Widmer litt zeit seines Lebens ebenfalls an einem Herzfehler, der erblich zu sein schien: „Der Gerechtigkeit halber muss ich sagen, dass schwache Herzen in der Vater-Familie die Regel waren und sind.“[42] Im Zweiten Weltkrieg bewachte er als Soldat die Landesgrenze der Schweiz[43]. Als Walter Widmer 1965 im Alter von nur 62 Jahren starb, erschienen zu seiner Beerdigung viele berühmte Persönlichkeiten wie die Schriftsteller Heinrich Böll oder Wolfdietrich Schnurre, zu denen er sein Leben lang enge Kontakte pflegte[44].

Über Widmers Mutter findet man kaum Informationen, die sich nicht auf Urs Widmers Autobiographie stützen. Im Gegensatz zu Ihrem Mann Walter und ihrem Sohn stand sie nie in der Öffentlichkeit. Ihren wirklichen Vornamen „Anita“ erfährt man erst beim Lesen der Autobiographie[45]. Die Tochter des Vizedirektors eines Chemiekonzerns[46] kam aus Brusio in der Schweiz[47], litt ihr Leben lang unter Depressionen und war nicht fähig, ein normales Familienleben zu führen. Aufgrund ihrer unerfüllten Liebe zu dem Dirigenten Paul Sacher, welcher in „Der Geliebte der Mutter“ Edwin Schimmel genannt wird, war es ihr auch nicht möglich, eine erfüllte Ehe zu führen. Urs erinnert sich in seiner Autobiographie an eine ständig weinende Mutter, deren Leitsatz war, „dass sie nicht mehr könne“[48]. Ihre psychische Krankheit steigerte sich so, dass immer wieder in einer Klinik in Münchenbuchsee behandelt werden musste[49]. Die Familie gewöhnte sich mit der Zeit an Anitas Abwesenheiten und es wurde eine Art stille Vereinbarung getroffen, über die Krankheit einfach hinwegzusehen. Sowohl Walter als auch Urs redeten sich ein, dass alles in bester Ordnung sei: „Dann kam auch meine Mutter zurück. Alles war wieder wie zuvor. Als sei nichts geschehen. Keiner erwähnte auch nur mit einem Wort, dass etwas Ungewöhnliches hinter uns lag.“[50] Anita lenkte sich mit Arbeiten in Haus und Garten ab, hatte jedoch phasenweise immer wieder Rückfälle. Auch entwickelte sie verschiedene Ticks, wie beispielsweise ein ständiges Flüstern zu sich selbst[51]. Körperlich war sie im Gegensatz zu ihrem Mann fast nie krank. Bis zu ihrem Lebensende „blieb die kranke Seele“ ihr „Problem“[52].

Zusammen mit Walter hatte Anita eine Tochter namens Nora Margherita[53], welche jünger war als ihr Bruder Urs. Im Laufe der Jahre teilte sich die Familie in zwei Parteien: Urs stand immer hinter seiner Mutter und Nora gehörte zu ihrem Vater. Hier wird ein wichtiger Anhaltspunkt deutlich, der auf die Kluft zwischen Anita und Walter aufmerksam macht. Selbst die Kinder nahmen verschiedene Seiten ein. Walter behandelte seine Tochter eine Zeit lang als Jungen und nannte sie „Fritzli“[54]. Über Nora schreibt der Autor in seiner Autobiographie, sie könne „jetzt, es ist schrecklich, [...] weder sprechen noch singen.“[55] Worauf dies zurückzuführen ist, beispielsweise auf eine Krankheit oder den frühen Tod der Schwester, lässt sich sowohl in der Autobiographie als auch in externen Quellen nicht erschließen.

Anitas engste Familienangehörige war ihre Schwester Norina[56]. Diese verbrachte viel Zeit mit dem kleinen Urs und kümmerte sich liebevoll um ihn[57]. Auch über sie findet man außerhalb der Autobiographie keinerlei Informationen. Aus dieser lässt sich jedoch entnehmen, dass sowohl Norinas erste Ehe mit „Onkel Emil“ als auch ihre zweite Ehe mit „Onkel Erwin“ in die Brüche gingen. Onkel Emil – Emil Häberli – arbeitete beim Nachrichtendienst der Schweizer Armee[58]. Mit ihm bekam Norina einen Sohn namens Thomas. Ihr zweiter Mann Erwin war der Besitzer des Hauses, welches Urs später mit seinen Eltern bewohnte. Ihm gehörten außerdem das erste Auto der Straße sowie zwei Doggen namens Astor und Carino. In der Folge eines heftigen Streites innerhalb der Familie zogen Urs und seine Eltern irgendwann aus dem gemeinsamen Haus in der Marignanostraße 122[59] aus und in eine andere Wohnung an der Bettingerstraße 7 in Riehen[60]:

„Hinter meinem Rücken waren die Streitigkeiten zwischen Erwin und meinen Eltern eskaliert. Vor allem zwischen Erwin und meinem Vater. Sie brüllten sich an [...] und schrieben sich bald, von Stockwerk zu Stockwerk, lange Briefe, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrigließen.“[61]

Neben Norina und Erwin hatte Urs’ Mutter eine große Familie, die in La Rösa[62] in der Schweiz wohnte. Die Familie bestand aus dem Familienoberhaupt Guido, der auch der Besitzer des Hauses dort war. Mit seiner Frau Elsa[63] hatte er drei Kinder, Anitas Tanten Lea und Delia sowie ihren Onkel Loris. Delia hatte einen Mann namens Fritz, mit dem sie ebenfalls drei Kinder bekam: Reto, Ginggi und Wanda, deren Cousine Anita war[64]. Ihre Tante Lea heiratete Primitivo, mit welchem sie eine Tochter namens Jolanda zur Welt brachte[65].

3 Zeitgeschichtlicher Abriss

Urs Widmer wurde ein Jahr vor Beginn des Zweiten Weltkrieges geboren. In seiner Autobiographie geht er in einigen Teilen auf den Krieg ein, jedoch werden nicht alle Fakten benannt. Um den Ursachenzusammenhang deutlich zu machen und den Kontext besser verstehen zu können, in welchem Widmer aufwuchs, soll im Folgenden ein Überblick über die Schweiz im Zweiten Weltkrieg geliefert werden. Kurz vor dem Beginn des Zweiten Weltkrieges bekam die Regierung der neutralen Schweiz die Zustimmung der Bundesversammlung, eigenmächtig notwendig erscheinende Maßnahmen in Bezug auf den anstehenden Krieg durchzuführen. Diese Regelung wurde als „Vollmachtenbeschluss“[66] bezeichnet. An diesem Beschluss wurde öffentlich Kritik geäußert, unter anderem durch den Staatsrechtsprofessor Zaccaria Giacometti im Jahre 1942. Er kritisierte die umfassende exekutive Gewalt, die der Schweizer Regierung durch den Vollmachtenbeschluss erteilt worden war und welche diese auch während des gesamten Krieges ausnutzte[67]. Trotz der Bedenken fand die „Notrechtspolitik“ viele Fürsprecher. Im September 1939 wurde die Schweizer Armee mobil gemacht. Dies führte zu einem gesellschaftlichen Umdenken und einer Ausrichtung auf alles Militärische. Der Begriff der liberalen Demokratie wurde durch den der „Volksgemeinschaft“ ersetzt. Auch Urs Widmers Vater Walter wurde zum Militärdienst einberufen und bewachte eine Brücke im „Kessiloch“ an der Schweizer Landesgrenze[68]. Währenddessen, im Mai 1940, flüchtete Anita mit ihrem Sohn in das Schweizer Kanton Wallis. In Basel herrschte allgemeine Angst und Unruhe wegen eines möglichen Einmarsches der deutschen Wehrmacht in die Schweiz. Dieser fand dann jedoch nie statt[69].

Anfang September 1939 griff Deutschland Polen an. „Meine Eltern sprachen ja auch vom Krieg. Von Göbbels, von Göring und Himmler. Ich wusste, dass Hitler das Böseste dieser Bösen war.“[70] Die Angst vor der Deutschen Wehrmacht regierte tagtäglich das Leben der Menschen, nicht nur in der Schweiz. In der „drôle de guerre“[71], einer Phase nach der Kapitulation Polens, herrschte ein angespanntes Warten auf das weitere Vorgehen der Deutschen. „In Weil am Rhein sah ich sogar Menschen, kleine Figuren, die auf der Promenade am Flussufer gingen. Sie taten nichts Besonderes. Ich wusste aber, dass sie böse waren.“[72] Widmer berichtet weiterhin davon, dass die Familie nachts die schwarzen Vorhänge vor den Fenstern komplett zuziehen musste. Ab und an hörte man die „tödlich drohende[n]“ Geräusche von Bombern aus England, die über die Häuser in Basel flogen[73].

Im Mai 1940 besiegte die deutsche Wehrmacht überraschend Frankreich und löschte damit jegliche Zweifel daran aus, dass sie den Krieg für sich entscheiden würde. Die Schweiz war von deutschen Truppen komplett umstellt und fungierte als eine Art „Gefängnis“. In dieser Zeit, in der es nicht möglich war, die Schweiz zu verlassen, versorgten sich die Bewohner selbst mit dem Nötigsten: „Wir wurden im Krieg Selbstversorger und gaben das überschüssige Gemüse an andere weiter.“[74] Wirtschaftlich arbeitete die Schweiz mit Deutschland zusammen und konnte sich dadurch etwas entspannen. Jedoch wusste zu dieser Zeit noch niemand, dass die Schweiz vom Krieg verschont werden würde: „Die Schweiz, das kleine Stachelschwein, das nehmen wir beim Rückweg ein.“ Dieser Landser-Vers wurde zum Symbol für die stetige Angst vor den Deutschen[75].

Parallel zu den Geschehnissen außerhalb der Schweiz waren die Meinungen innerhalb derselben zweigeteilt. Auf der einen Seite forderten Anhänger des Nationalsozialismus die politische Anpassung an Deutschland. Dazu zählte unter anderem der Bundesrat, der diese Bestrebungen unterstützte[76]. Auf der anderen Seite standen die Gegner des Nationalsozialismus. Außenpolitisch wurde der Schweiz Jahrzehnte später vorgeworfen, zu eng mit Deutschland zusammengearbeitet zu haben. Anfang 1945 wurden schließlich die wirtschaftlichen Beziehungen zu Deutschland aufgehoben, welche bis dato noch bestanden hatten. Der 8. Mai 1945 kennzeichnete die Kapitulation der deutschen Wehrmacht und mit dem 2. September des gleichen Jahres endete der Zweite Weltkrieg[77]. Nach Kriegsende war die Bevölkerung der Schweiz noch für lange Zeit in einem Zustand der Fassungslosigkeit über die vergangenen Ereignisse.

Die 50er Jahre waren durch die Öffnung der Grenzen gekennzeichnet. Alles erholte sich langsam von dem kürzlich Geschehenen. Neben neuem Optimismus in Bezug auf die Zukunft herrschte aber auch immer noch eine depressive Grundstimmung in der Bevölkerung[78]. Auch wirtschaftlich veränderte sich einiges in den 50ern. Bis zum Ende der 40er Jahre war die Schweiz kein besonders reiches Land gewesen. Die allgemeine Bescheidenheit, die nach dem Krieg vorherrschend war, wurde nach und nach durch eine heftige „Konsumwut“[79] abgelöst. Die Wirtschaft boomte, nicht nur in der Schweiz. Durch das „Wirtschaftswunder“[80] vergrößerte sich auch die Kluft zwischen den armen und den reichen Teilen der Bevölkerung. Schließlich fand auch die USA ihren Einzug in Europa. Man trug plötzlich „Jeans“ und trank „Coca-Cola“[81]. Generell sah man zu den Amerikanern auf, denn sie hatten durch ihr Eingreifen in den Krieg Europa vor dem Faschismus bewahrt. Durch ihr Eintreten in den Vietnamkrieg 1964 stellten sie ihre Rolle jedoch in Frage und zeigten, wie undemokratisch und menschenfeindlich sie wirklich waren. Neben dem Kalten Krieg, der bis 1989 andauerte, dem Bau der Berliner Mauer im Jahre 1961, der Kuba-Krise ein Jahr später[82] und dem Kniefall von Warschau 1970 berichtet Widmer von einer neuen Ära: „Eine neue Zeit hatte begonnen.“[83]

Diese ersten dreißig Jahre seines Lebens thematisiert Widmer in seiner Autobiographie. Sie prägten ihn bis zu seinem Tod. Interessant erscheint dabei, dass er nicht nur in seiner Autobiographie über den Zweiten Weltkrieg berichtet, sondern diesen auch in seiner Trilogie auf einigen Seiten erwähnt.

Das folgende Kapitel über die Autobiographie soll zunächst eine Einführung in die Gattungsdefinition liefern. Des Weiteren soll die Autobiographie auf ihre Verortung in kontrastive Modelle untersucht werden. Außerdem werden Strukturmerkmale benannt, wie beispielsweise die Entwicklung hin zur Fiktionalisierung.

4 Die Autobiographie – Ein Überblick

„Autobiographische Erinnerung [...] ist immer ein Willensakt, ein Versuch, der Erinnerung die Vergangenheit abzuverlangen. In dieser Sicht ist Erinnerung Rekonstruktion;“[84]

Die grundlegende Frage, die sich jeder irgendwann einmal beim Erblicken oder Lesen einer Autobiographie einer berühmten Persönlichkeit gestellt hat, ist die nach dem „Warum“. Warum schreibt der Autobiograph ein Werk über sich und sein Leben? Möglicherweise aus der generellen, menschlichen Angst davor, dass das eigene Leben begrenzt ist und mit dem Tod alle Spuren verwischt werden könnten. Eine Autobiographie erscheint als ein möglicher Weg, den Hinterbliebenen in Erinnerung zu bleiben[85]. Aber auch Erinnerungen verblassen und verlieren an Gewicht.

Der Begriff „Autobiographie“ ist von den griechischen Worten „autos“ (selbst), „bíos“ (Leben) und „gráphein“ (schreiben) abgeleitet. Die deutsche Bezeichnung wurde erstmals Ende des 18. Jahrhunderts verwendet und Anfang des 20. Jahrhunderts durch Georg Mischs Werk „Geschichte der Autobiographie“[86] zum wichtigen Gattungsbegriff[87]. Seit der Antike existieren jedoch verschiedene Gattungsbezeichnungen wie beispielsweise „Denknisse“ oder „Erinnerungen“[88].

Jahrhundertelang galten die „Confessiones“ von Aurelius Augustinus, welche um 400 n. Chr. entstanden sind, als Vorbild für die Autobiographie. Mit den Jahren wandelte sie sich zwar, jedoch blieb das grundlegende Konstrukt der Gattung gleich[89]. In der Renaissance wurde die zunächst religiöse, gottgefällige Autobiographie durch eine Autobiographie abgelöst, deren Hauptziel es war, dem Leser reihende Tatsachen und Sachverhalte zu berichten[90]. Am Übergang vom 17. zum 18. Jahrhundert schließlich trat die religiöse Autobiographie wieder stärker in den Vordergrund[91]. Bis dato zielten die Autobiographen sehr stark darauf ab, ihre Erfolgsgeschichte und ihren hohen gesellschaftlichen Rang in Worte zu fassen. Ab dem 18. Jahrhundert wandelte sich dies und die Autobiographie wurde verstärkt dafür genutzt, um der Selbsterkenntnis willen das Erlebte aufzuarbeiten und preiszugeben[92]. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Gattung zunehmend subjektiver und historisierender. Der Autor schrieb seine Entwicklung von der ersten Erinnerung bis zum Schreibzustand nieder und beleuchtete dabei besonders stark seine Adoleszenz[93]. Das 19. Jahrhundert teilt sich in Bezug auf die Geschichte der Autobiographie laut Weimar in zwei Hälften: Zu Beginn der 40er Jahre neigten die Autobiographen dazu, in ihren Autobiographien geschichtliche Darstellungen in zeitlicher Abfolge aufzuzeigen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts rückten öffentliche Umstände mehr in den Vordergrund, die beispielsweise mit der Politik oder der Gesellschaft einhergingen. Im 20. Jahrhundert lassen sich laut Weimar kaum voneinander abtrennbare Stufen in der Entwicklung der Autobiographie ausmachen, jedoch wird eine Neigung zu halbfertigen und bruchstückhaften Werken deutlich. Ab dieser Zeit fand schließlich auch die Wissenschaft ein Interesse daran, sich forschend mit der Autobiographie zu beschäftigen[94].

In der Entwicklung der Gattung ist besonders hervorzuheben, dass Regeln, die im Umgang mit der Autobiographie bestanden, im Laufe der Zeit außer Kraft gesetzt wurden. War es vorher erwünscht, dass der Autobiograph ein gewisses Alter erreicht hatte, bevor er mit der Niederschrift seines Lebens begann, ist dies heute nicht mehr notwendig. Außerdem ist eine Autobiographie nicht mehr an das früher bestehende prinzipielle Wahrheitsgebot der Aussagen gebunden. Ganz im Gegenteil werden sogar absichtlich fiktive Elemente übernommen, um den Text authentischer wirken zu lassen[95].

Autobiographien und Biographien sind gegenwärtig sehr gefragt. Zum Einen gewähren sie einen Einblick in das Leben anderer Menschen, was als Vorlage für das Eigene dienen kann[96], und zum Anderen setzen sie das Lebenskünstlerische in Literatur um[97]. Der primäre Sinn liegt jedoch darin, dass sich der Autor durch die geschriebenen Erinnerungen für seinen Lebensweg zu rechtfertigen versucht. Des Weiteren soll die Autobiographie den Leser unterhalten und informieren[98]. Die Daten, die der Autor aus seinem Leben preisgibt, basieren sowohl auf inneren als auch auf äußeren Erlebnissen und selbst ausgeführten Handlungen[99]. Sie stellt demnach auch eine Methode dar, sich selbst bewusst zu werden[100]. Eine weitere Besonderheit der Gattung liegt in deren Sprache, die durch ihre Struktur und Stilistik einzigartig ist. Diese Einzigartigkeit der Sprache tritt laut Ilse Aichinger besonders durch die Formenvielfalt hervor, die der Gattung zugrunde liege[101].

Die Autobiographie lässt sich gegenüber anderen verwandten Gattungen wie beispielsweise den Memoiren, dem personalen Roman („Ich-Roman“) oder dem Tagebuch abgrenzen. Diese unterscheiden sich dadurch, dass sie jeweils mindestens ein Gattungskriterium der Autobiographie nicht erfüllen. Philippe Lejeune beschreibt in seinem „autobiographischen Pakt“ die Einheit von Autor, Erzähler und Hauptfigur. Zwischen diesen drei Instanzen findet ein Prozess der Kommunikation statt[102]. In einem personalen Roman beispielsweise besteht diese Einheit von Autor und Erzähler nicht, womit er ein Kriterium der Autobiographie nicht erfüllt[103]. Auch bei der Trilogie von Urs Widmer ist Lejeunes Pakt nicht erkennbar, denn Widmer ist selbst nicht die Hauptfigur seiner Werke. Memoiren zeigen im Gegensatz zu Autobiographien das Leben eines Menschen auf, welches sich nach außen hin abspielt. Darunter zählen zum Beispiel seine berufliche Tätigkeit oder seine Rolle in der Gesellschaft. Die Autobiographie hingegen beschreibt die Entwicklung der Selbstfindung des Individuums, wobei es sich hier um kategoriale Idealtypen handelt.

In der traditionellen Autobiographie stand im Vordergrund, dass nur wirklich erlebte Erfahrungen mitgeteilt werden sollten[104]. Dieser Anspruch gilt als ideal, die Realität ist jedoch vielfach anders: Lediglich anhand der Autobiographie lässt sich nicht feststellen, ob es sich bei dem Geschriebenen um die Wahrheit handelt[105]. Goethes Werk „Dichtung und Wahrheit. Aus meinem Leben.“, welches er von 1811 – 1833 schrieb, bildete einen Höhepunkt in der Literaturgeschichte der Autobiographie[106]. Die Besonderheit bei diesem Werk ist die Kombination aus Fiktion und Geschichte, genauer gesagt aus „Dichtung und Wahrheit“. Auf diesen Gegensatz und Konflikt wird bereits im Titel hingewiesen. Goethe verfasst einen „referenzielle[n]“ Text, der den Anspruch auf Wiedergabe von Wirklichkeit erhebt mit der „subjektive[n] Autorposition“[107]. Goethe sieht in der Dichtung ein Mittel, die Wahrheit darzustellen[108]. Die Grenze zwischen einer Autobiographie und einem fiktionalen Text lässt sich demnach nicht so einfach ausmachen.

Laut Holdenried spielen die „Erinnerung“ sowie das „Gedächtnis“ wichtige Rollen als „Problemkomplexe des autobiographischen Diskurses“[109]. Im Zuge der Erinnerung werden vergangene Ereignisse wieder vor Augen geführt, ohne dass der Autor sie jeder möglichen Kritik unterzieht. Dabei verweisen diese autobiographischen „Erinnerungssätze“ zunächst auf die gegenwärtige Situation, in der sich der Erinnernde befindet[110]. Komplementär zur Erinnerung ist das Gedächtnis, welches negativ konnotiert ist. Damit ist laut Wagner-Egelhaaf die Vorstellung verbunden, dass vergangene Ereignisse geistlos und ohne jegliche Inspiration reproduziert werden, da es nicht – wie die Erinnerung – in Verbindung mit Gefühlen steht[111].

Das nachfolgende Kapitel behandelt die Trilogie Widmers. Um über den autobiographischen Gehalt zu entscheiden, wird zunächst der Inhalt aller drei Werke kurz wiedergegeben.

[...]


[1] Urs Widmer: „Der Geliebte der Mutter“. Zürich 2000.

[2] Urs Widmer: „Das Buch des Vaters“. Zürich 2004.

[3] Urs Widmer: „Ein Leben als Zwerg“. Zürich 2006.

[4] Urs Widmer: „Reise an den Rand des Universums“. Autobiographie. Zürich 2013.

[5] Winfried Giesen: „Urs Widmer. Vom Leben, vom Tod und vom Übrigen auch dies und das“. Erfurt 2006.

[6] Daniel Keel (Hg.): „Das Schreiben ist das Ziel, nicht das Buch. Urs Widmer zum 70. Geburtstag“. Zürich 2008.

[7] Dieter Burdorf (Hg.); Günther Schweikle (Begr.): „Metzler Literatur Lexikon: Begriffe und Definitionen“. Stuttgart 2007.

[8] Klaus Weimar (Hg.): „Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft“. 1. A – G. Berlin 2007, S. 169 – 172.

[9] Martina Wagner-Egelhaaf: „Autobiographie“. Stuttgart 2000.

[10] Michaela Holdenried: „Autobiographie“. Stuttgart 2000.

[11] Gudrun Norbisrath: „Von der Mutterliebe zum Vaterbuch. Urs Widmers neuer Roman – ein Vexierbild.“ In: WAZ. 11. Februar 2004. http://www.lyrikwelt.de/rezensionen/dasbuchdesvaters-r.htm (abgerufen am 24. Juni 2014).

[12] Thomas Groß: „Leere Seiten voller Poesie“. In: Rheinischer Merkur. 12. Februar  2004. http://www.lyrikwelt.de/rezensionen/dasbuchdesvaters-r.htm (abgerufen am 24. Juni 2014).

[13] Eintrag „Widmer, Urs“ in Munzinger Online/Personen – Internationales Biographisches Archiv, URL: http://www.munzinger.de.proxy.ub.uni-frankfurt.de/document/00000015649 (abgerufen von Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg am 23.6.2014)

[14] Vgl. Giesen 2006, S. 8.

[15] Widmer 2013, S. 112.

[16] Vgl. ebd., S. 93.

[17] Ebd., S. 113.

[18] Ebd., S. 92.

[19] Vgl. ebd., S. 114.

[20] Ebd., S. 118.

[21] Vgl. ebd., S. 195.

[22] Vgl. Giesen 2006, S. 8.

[23] Eintrag „Widmer, Urs“ in Munzinger Online/Personen – Internationales Biographisches Archiv, URL: http://www.munzinger.de.proxy.ub.uni-frankfurt.de/document/00000015649 (abgerufen von Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg am 23.6.2014)

[24] Widmer 2013, S. 228.

[25] Vgl. Giesen 2006, S. 8.

[26] Vgl. Eintrag „Widmer, Urs“ in Munzinger Online/Personen – Internationales Biographisches Archiv, URL: http://www.munzinger.de.proxy.ub.uni-frankfurt.de/document/00000015649 (abgerufen von Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg am 23.6.2014)

[27] Vgl. Giesen 2006, S. 8.

[28] Vgl. Eintrag „Widmer, Urs“ in Munzinger Online/Personen – Internationales Biographisches Archiv, URL: http://www.munzinger.de.proxy.ub.uni-frankfurt.de/document/00000015649 (abgerufen von Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg am 23.6.2014)

[29] Vgl. Giesen 2006, S. 8.

[30] Vgl. ebd., S. 8.

[31] Vgl. ebd., S. 8f.

[32] Vgl. Eintrag „Widmer, Urs“ in Munzinger Online/Personen – Internationales Biographisches Archiv, URL: http://www.munzinger.de.proxy.ub.uni-frankfurt.de/document/00000015649 (abgerufen von Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg am 23.6.2014)

[33] Ebd. (abgerufen von Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg am 23.6.2014)

[34] Widmer 2013, S. 84.

[35] Ebd., S. 52.

[36] Ebd., S. 228.

[37] Ebd., S. 49.

[38] Vgl. ebd., S. 88.

[39] Vgl. Giesen 2006, S. 8.

[40] Vgl. Eintrag „Widmer, Urs“ in Munzinger Online/Personen – Internationales Biographisches Archiv, URL: http://www.munzinger.de.proxy.ub.uni-frankfurt.de/document/00000015649 (abgerufen von Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg am 23.6.2014)

[41] Vgl. Widmer 2013, S. 33f.

[42] Ebd., S. 34.

[43] Vgl. ebd., S. 45.

[44] Vgl. Daniel Lenz; Pütz, Eric: „LebensBeschreibungen. Zwanzig Gespräche mit Schriftstellern“. München 2000, S. 77.

[45] Vgl. Widmer 2013, S. 10.

[46] Vgl. ebd., S. 71.

[47] Vgl. ebd., S. 119.

[48] Ebd., S. 43.

[49] Vgl. ebd., S. 47.

[50] Ebd., S. 53.

[51] Vgl. ebd., S. 58.

[52] Ebd., S. 54.

[53] Vgl. ebd., S. 41.

[54] Ebd., S. 178.

[55] Ebd., S. 176.

[56] Vgl. ebd., S. 15.

[57] Vgl. ebd., S. 35.

[58] Vgl. ebd., S. 16.

[59] Vgl. ebd., S. 85.

[60] Vgl. ebd., S. 104.

[61] Ebd., S. 94.

[62] Vgl. ebd., S. 119.

[63] Vgl. ebd., S. 134.

[64] Vgl. ebd., S. 130.

[65] Vgl. ebd., S. 138ff.

[66] Stefan Andreas Keller: „Im Gebiet des Unneutralen“. Schweizerische Buchzensur im Zweiten Weltkrieg zwischen Nationalsozialismus und Geistiger Landesverteidigung. Zürich 2009, S. 39.

[67] Vgl. ebd., S. 39.

[68] Widmer 2013, S. 43.

[69] Vgl. ebd., S. 38f.

[70] Ebd., S. 65.

[71] Keller 2009, S. 41.

[72] Widmer 2013, S. 68.

[73] Ebd., S. 75.

[74] Ebd., S. 95f.

[75] Ebd., S. 97.

[76] Vgl. Keller 2009, S. 42.

[77] Vgl. Mario König(Hg.), Jean-Francois Bergierer: „Die Schweiz, der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg: Schlussbericht“. Zürich (u.a.) 2002, S. 94.

[78] Vgl. Widmer 2013, S. 220.

[79] Ebd., S. 99f.

[80] Ebd., S. 219.

[81] Ebd., S. 222.

[82] Vgl. ebd., S. 345.

[83] Ebd., S. 347.

[84] Wagner-Egelhaaf 2000, S. 13.

[85] Vgl. Holdenried 2000, S. 9.

[86] Ebd., S. 14.

[87] Vgl. Weimar 2007, S. 169.

[88] Ebd., S. 169.

[89] Vgl. Holdenried 2000, S. 12.

[90] Vgl. Weimar 2007, S. 170.

[91] Vgl. ebd., S. 170.

[92] Vgl. Holdenried 2000, S. 13.

[93] Vgl. Weimar 2007, S. 170.

[94] Vgl. ebd., S. 171.

[95] Vgl. Holdenried 2000, S. 14.

[96] Vgl. ebd., S. 13.

[97] Vgl. Wagner-Egelhaaf 2000, S. 1.

[98] Vgl. Weimar 2007, S. 169.

[99] Vgl. ebd., S. 169.

[100] Vgl. Wagner-Egelhaaf 2000, S. 10.

[101] Vgl. Weimar 2007, S. 172.

[102] Wagner-Egelhaaf 2000, S. 5f.

[103] Ebd., S. 6.

[104] Vgl. ebd., S. 3f.

[105] Vgl. ebd., S. 4.

[106] Vgl. Weimar 2007, S. 171.

[107] Wagner-Egelhaaf 2000, S. 2.

[108] Vgl. ebd., S. 3.

[109] Holdenried 2000, S. 17.

[110] Wagner-Egelhaaf 2000, S. 12.

[111] Vgl. ebd., S. 13.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten

Details

Titel
Zwischen Autobiografie und Fiktion. Urs Widmers Romantrilogie "Der Geliebte der Mutter", "Das Buch des Vaters" und "Ein Leben als Zwerg"
Note
2,3
Autor
Jahr
2014
Seiten
38
Katalognummer
V292876
ISBN (eBook)
9783656902171
ISBN (Buch)
9783656902188
Dateigröße
585 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bachelorarbeit, Germanistik, Neuere Deutsche Literatur, NdL, Urs Widmer, Widmer, Autobiografie, Fiktion
Arbeit zitieren
Maja Büttner (Autor), 2014, Zwischen Autobiografie und Fiktion. Urs Widmers Romantrilogie "Der Geliebte der Mutter", "Das Buch des Vaters" und "Ein Leben als Zwerg", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/292876

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