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Husserls Ethikkonzept. Ethik als Kunstlehre und Ethik als (reine) Wissenschaft

Edmund Husserl über die Ethik

Title: Husserls Ethikkonzept. Ethik als Kunstlehre und Ethik als (reine) Wissenschaft

Term Paper , 2010 , 15 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Master Anke Lamm (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Summary Excerpt Details

Die Grundlage für diese Hausarbeit bildet Husserls Werk „Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie.“
Die Vorlesung wird erstmals 1920 gehalten, im Jahre 1924 von ihm wiederholt und das Manuskript davon schließlich nach seinem Tode veröffentlicht.
Husserl wendet sich in seiner Vorlesung nach einer systematischen Bestimmung des Begriffs der Ethik zu.
Durch die Befassung mit klassischen Positionen aus der Geschichte der Ethik versucht Husserl, die Grundsätze seiner eigenen Ethik zu erschließen.
Die Ethik darf nicht nur als "Unterwissenschaft" der Philosophie daherkommen, sondern muss zu einer eigenen "reinen" Wissenschaft werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zentrale Gedanken und Begriffe Husserls

3. Ethik als Kunstlehre

4. Unterscheidung Kunstlehre und theoretische Wissenschaft

5. Ethik als reine Wissenschaft

6. Fazit/Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht Edmund Husserls Konzept einer wissenschaftlichen Ethik, indem sie seine Kritik an traditionellen Vorstellungen von Ethik als angewandte Kunstlehre nachzeichnet und die Forderung nach einer reinen, apriorischen Ethik erläutert.

  • Edmund Husserls phänomenologischer Ansatz
  • Kritik am Psychologismus und der Auffassung von Ethik als Kunstlehre
  • Differenzierung zwischen praktischen Kunstlehren und theoretischer Wissenschaft
  • Die Vision einer reinen, von empirischen Einflüssen befreiten Ethik
  • Die Rolle der Vernunft und des Apriorischen in der Ethik

Auszug aus dem Buch

3. ETHIK ALS KUNSTLEHRE

Edmund Husserl betitelt den ersten Paragraphen des ersten Kapitels seiner Vorlesung mit den Worten „Die Ethik als universale Kunstlehre von den richtigen handlungsleitenden Zwecken und den obersten normativen Gesetzen“

Hier ist man schon an der eingangs erwähnten Terminologie Husserls angelangt. So fragt man sich beim Lesen des Textes, was meint Husserl mit „Kunstlehren.“ Im Text finden sich Beispiele die den Sinn verdeutlichen:

„So geht die Strategie auf den Krieg, die Heilkunst auf die Gesundheit, die Baukunst auf Gebäude, die Staatskunst auf den Staat uns so gibt es noch vielerlei wirkliche und ideell mögliche Kunstlehren.“ 5

Jede Art der Kunst, oder besser gesagt, jegliches Sachgebiet oder Betätigungsfeld, welches Menschen praktisch ausüben oder auch nur denken, hat ihre eigene Lehranweisung. Wenn Husserl demnach von Kunstlehren spricht, so spricht er davon, dass jede menschliche Betätigung eine eigene Lehre bedarf, die sich aus den Bedingungen und den Anforderungen des Betätigungsfeldes entwickelt.

Wenn die Ethik nun als Kunstlehre definiert wird, und dies ist laut Husserl in der Vergangenheit oft geschehen, so ist es eine Kunstlehre die sich auf das menschliche „gute Handeln“ bezieht. So schreibt Husserl selber:

„…,die Ethik als die Kunstlehre des Wollens und des Handelns.“6

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Hausarbeit ein, welches Edmund Husserls Kritik an der Wissenschaft und sein Streben nach einer phänomenologisch begründeten Ethik darstellt.

2. Zentrale Gedanken und Begriffe Husserls: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Phänomenologie und Husserls Kritik am Psychologismus, welche als Basis für sein Verständnis von Ethik dient.

3. Ethik als Kunstlehre: Der Autor untersucht Husserls Definition von Ethik als „Kunstlehre“ und arbeitet die Problematik heraus, dass diese das menschliche Handeln auf praktische Zwecke reduziert.

4. Unterscheidung Kunstlehre und theoretische Wissenschaft: Hier wird die von Husserl geforderte Trennung zwischen praktischen Disziplinen (Kunstlehren) und theoretischen Wissenschaften auf Basis der unterschiedlichen Interessenlagen analysiert.

5. Ethik als reine Wissenschaft: Das Kapitel behandelt Husserls Forderung nach einer von der Empirie unabhängigen, apriorischen Ethik, die sich rein an der Vernunft orientiert.

6. Fazit/Schluss: Abschließend wird die Notwendigkeit einer reinen Ethik zusammengefasst, die sich von bloßen Handlungsanweisungen löst und eine wissenschaftliche Fundierung anstrebt.

Schlüsselwörter

Edmund Husserl, Phänomenologie, Ethik, Kunstlehre, Theoretische Wissenschaft, Psychologismus, Apriorisch, Vernunft, Handlungslehre, Wissenschaftstheorie, Normative Wissenschaft, Philosophie, Wesensschau, Intentionalität, Wertlehre

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Konzept von Edmund Husserl, Ethik nicht als bloße praktische Handlungsanweisung, sondern als eine reine, wissenschaftlich begründete Disziplin zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Kunstlehre zu theoretischer Wissenschaft, die phänomenologische Herangehensweise an ethische Fragestellungen und die Überwindung des Psychologismus.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Hausarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Husserl seine Ethik begründet und warum er eine klare Abgrenzung zwischen praktischen Anleitungen und einer normativen Wissenschaft für notwendig erachtet.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und textimmanente Interpretation von Husserls Vorlesungsmanuskripten, insbesondere des Werkes „Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie“.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung der Ethik als Kunstlehre, die Unterscheidung von theoretischen und praktischen Wissensformen sowie die Herleitung der Forderung nach einer reinen, apriorischen Ethik.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Argumentation?

Wichtige Begriffe sind neben der Phänomenologie vor allem der Doppelsinn der Kunstlehre, die theoretische Freiheit und das apriorische Wesen der Ethik.

Warum hält Husserl die Definition der Ethik als „Kunstlehre“ für problematisch?

Husserl argumentiert, dass die Definition als Kunstlehre die Ethik auf die bloße Anleitung für praktisches Handeln reduziert und damit ihren Anspruch als reine, universale Wissenschaft beschneidet.

Inwieweit spielt die Logik bei Husserls ethischem Konzept eine Rolle?

Die Logik dient Husserl als Muster für eine reine Wissenschaft, an der sich die Ethik orientieren sollte, um von empirischen, psychologischen Abhängigkeiten frei zu werden.

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Details

Title
Husserls Ethikkonzept. Ethik als Kunstlehre und Ethik als (reine) Wissenschaft
Subtitle
Edmund Husserl über die Ethik
College
Free University of Berlin  (Institut für vergleichende Ethik)
Course
Edmund Husserl - Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie
Grade
1.7
Author
Master Anke Lamm (Author)
Publication Year
2010
Pages
15
Catalog Number
V292980
ISBN (eBook)
9783656901853
ISBN (Book)
9783656901860
Language
German
Tags
husserls ethikkonzept ethik kunstlehre wissenschaft edmund husserl
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Master Anke Lamm (Author), 2010, Husserls Ethikkonzept. Ethik als Kunstlehre und Ethik als (reine) Wissenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/292980
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