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Aristoteles: Nikomachische Ethik - Die Tugend als eine Mitte

Titre: Aristoteles: Nikomachische Ethik - Die Tugend als eine Mitte

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2001 , 19 Pages , Note: 1.7

Autor:in: Sven Ebel (Auteur)

Philosophie - Philosophie antique
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„Der Teil der Philosophie, mit dem wir es hier zu tun haben, ist nicht wie die anderen rein theoretisch - wir philosophieren nämlich nicht, um zu erfahren, was ethische Werthaftigkeit ist, sondern um wertvolle Menschen zu werden.“ Dieses Zitat finden wir in der Nikomachischen Ethik des Aristoteles im Buch II, zu Beginn des 2. Kapitels. Im vorhergehenden Satz schreibt Aristoteles: „Ob wir gleich von Jugend auf in dieser oder jener Richtung uns formen - darauf kommt nicht wenig an, sondern viel, ja alles.“ Beide Zitate beziehen sich auf die ethische Tugend, letzteres auf deren Formung durch Gewöhnung von Jugend an, woraus eine gefestigte Haltung erwächst, die durch unsere Handlungen unterschiedlich gestaltet werden kann. Dieses interessante erzieherische Element springt mir, als angehenden Ethiklehrer natürlich sogleich ins Auge. Noch interessanter finde ich die Stelle im ersten Zitat, in welcher es um die Entwicklung zu einem wertvollen Menschen geht. Denn sollte es nicht das Ziel eines jeden Lehrers sein, aus seinen Schülern wertvolle Menschen zu machen, oder es zumindest zu versuchen? Auch wenn die Schule viele weitere Ziele verfolgt, halte ich dieses Ideal für das wichtigste, was es als Gesamtziel anzustreben gilt. Man erkennt also, daß die Gedanken eines Denkers des 4. vorchristlichen Jahrhunderts auch nach ca. 21/2 Tausend Jahren noch sehr aktuell sind und zum nachdenken anregen. Ich finde diese zeitlose Aktualität immer wieder faszinierend. Doch zurück zu Aristoteles. In beiden Zitaten wurde auf die ethische Tugend Bezug genommen. Gibt es nach Aristoteles noch andere Formen der Tugend? Um dies zu erfahren möchte ich im folgenden kurz näher auf den aristotelischen Tugendbegriff eingehen. Als Grundlage für meine weiteren Ausführungen verwende ich Aristoteles’ Werk „Nikomachische Ethik“ in der dt. Übertragung von Franz Dirlmeier.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkung

2. Die Tugendlehre

3. Die Tugend als eine Mitte

4. Beispiele sittlicher Tugenden

5. Die Mitte im Sinne des Richtigen

6. Das tugendhafte Verhalten

7. Die Grenze der Mesoteslehre

8. Schlußbemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht den aristotelischen Tugendbegriff aus der „Nikomachischen Ethik“, insbesondere die Mesoteslehre (Lehre von der Mitte). Ziel ist es, zu analysieren, wie tugendhaftes Handeln definiert ist und inwieweit das Prinzip der Mitte als Orientierungshilfe für menschliches Verhalten in verschiedenen Lebenssituationen dienen kann.

  • Grundlagen der aristotelischen Tugendlehre und die Einteilung der Seele.
  • Differenzierung zwischen dianoetischen und ethischen Tugenden.
  • Die Mesoteslehre als Bestimmung der Tugend durch ein Mittelmaß zwischen Extremen.
  • Kritische Reflexion über die Anwendbarkeit der Mesoteslehre auf komplexe oder extreme Handlungssituationen.
  • Definition des tugendhaften Verhaltens durch Wissensaspekte und die innere Einstellung.

Auszug aus dem Buch

Die Tugend als eine Mitte

zu 1.) Für die Leidenschaften werden Menschen nicht gelobt oder getadelt, man kann z.B. niemanden für die Liebe tadeln. Aber für unser Verhalten zu den Leidenschaften kann getadelt oder gelobt werden. Leidenschaften entstehen ohne Entscheidung/prohairesis. Die Tugenden sind aber mit Entscheidungen verbunden. Also gehört die Tugend nicht zu den Leidenschaften.

zu 2.) Menschen sind nicht gut oder schlecht, weil sie zu Leidenschaften fähig sind. Es sind naturgegebene Sinneseindrücke, Tugenden jedoch nicht. Somit sind die Tugenden auch keine Fähigkeiten.

zu 3.) Die Tugenden sind Eigenschaften.

Warum? Aristoteles sieht die Eigenschaften als eine Art reflexiven Umgang mit den Leidenschaften. Tugend bedeutet, Leidenschaften an den richtigen Stellen zu empfinden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkung: Der Autor führt in das Thema ein und betont die lebenspraktische Bedeutung der aristotelischen Ethik für die Erziehung zum wertvollen Menschen.

2. Die Tugendlehre: Es wird die Teilung der Seele in rationale und irrationale Elemente sowie die Unterscheidung zwischen Verstandestugenden und Charaktertugenden erläutert.

3. Die Tugend als eine Mitte: Das Kapitel definiert Tugend als eine feste Grundhaltung (Eigenschaft), die sich durch den reflexiven Umgang mit Leidenschaften auszeichnet.

4. Beispiele sittlicher Tugenden: Anhand von Tapferkeit, Besonnenheit, Großzügigkeit und Großgeartetheit wird die Einordnung in Mangel und Übermaß veranschaulicht.

5. Die Mitte im Sinne des Richtigen: Der Autor hinterfragt das Mesotes-Prinzip und diskutiert das Ergon-Argument sowie die Rolle der Vernunft.

6. Das tugendhafte Verhalten: Hier werden die Bedingungen für ein tugendhaftes Verhalten, wie Wissen und bewusste Entscheidung, detailliert definiert.

7. Die Grenze der Mesoteslehre: Es wird kritisch hinterfragt, ob das Prinzip der Mitte auf alle Handlungen anwendbar ist, wobei extreme Beispiele wie Mord als Gegenargument angeführt werden.

8. Schlußbemerkung: Der Autor resümiert, dass die Mesoteslehre trotz ihrer Grenzen eine nützliche, wenn auch nicht allgemeingültige Orientierungshilfe für das menschliche Handeln bleibt.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Nikomachische Ethik, Tugendlehre, Mesoteslehre, Mitte, Leidenschaften, Ethische Tugend, Charaktertugend, Vernunft, Handlungsentscheidung, Moral, Erziehung, Glückseligkeit, Eudaimonia, Tugendhaftigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die philosophische Tugendlehre des Aristoteles basierend auf der „Nikomachischen Ethik“ und konzentriert sich auf die Frage, wie tugendhaftes Handeln entsteht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Einteilung der Seele, die Unterscheidung zwischen verschiedenen Tugendarten und die Analyse der berühmten Mesoteslehre (Lehre von der Mitte).

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Auseinandersetzung mit der Lehre von der Mitte, um zu prüfen, ob sie als praktisches Instrument für ethisches Handeln in modernen Kontexten dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine hermeneutische Textanalyse zentraler Passagen der „Nikomachischen Ethik“ unter Einbeziehung von Sekundärliteratur zur Interpretation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Tugend, die beispielhafte Anwendung der Mitte auf spezifische Tugenden und die kritische Reflektion über die Grenzen dieses Konzepts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Aristoteles, Mesoteslehre, Tugend, Mitte und ethisches Handeln charakterisiert.

Inwiefern ist das Beispiel des Hitler-Attentats für die Argumentation relevant?

Es dient als konstruiertes Extrembeispiel, um die These zu hinterfragen, dass jede moralisch richtige Handlung eine "Mitte" zwischen einem Mangel und einem Übermaß darstellt.

Wie definiert der Autor ein tugendhaftes Verhalten?

Der Autor schlussfolgert, dass tugendhaftes Verhalten nicht nur aus der richtigen Handlung resultiert, sondern ein wissentliches Handeln aus tugendhaften Gründen und mit einer sicheren Einstellung erfordert.

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Résumé des informations

Titre
Aristoteles: Nikomachische Ethik - Die Tugend als eine Mitte
Université
University of Leipzig  (Institut für Philosophie)
Note
1.7
Auteur
Sven Ebel (Auteur)
Année de publication
2001
Pages
19
N° de catalogue
V29299
ISBN (ebook)
9783638308519
Langue
allemand
mots-clé
Aristoteles Nikomachische Ethik Tugend Mitte
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sven Ebel (Auteur), 2001, Aristoteles: Nikomachische Ethik - Die Tugend als eine Mitte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29299
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Extrait de  19  pages
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