Die zunehmende Bedeutung des Online-Handels


Seminararbeit, 2014

23 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2. Ziel der Arbeit
1.3. Aufbau der Arbeit

2 Definition
2.1 Handelsbegriff
2.2 Online-Handel

3 Determinanten für die zunehmende Bedeutung des Online-Handels
3.1 Phasen des Internets
3.1.1 Vorläufer und Web 1.0 Anfänge
3.1.2 Vom Web 1.0 zum Web 2.0 zum Web 3.0
3.2 Technischer Fortschritt

4 Praxisumsetzung
4.1. Praxisumsetzung am Beispiel Amazon und Ebay
4.2 Die zunehmende Bedeutung am Beispiel der … GmbH
4.2.1 Vorstellung des Unternehmens
4.2.2 Entwicklung des Online-Handels

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Anteil E-Order. Quelle entnommen aus internem Email-Verkehr mit dem Vertriebscontroller.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1. Quelle entnommen aus: http://www.oreilly.de/artikel/web20.html

Abbildung 2. Quelle entnommen aus: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/75292/umfrage/nettoumsatz-von-amazoncom-seit-2004/

Abbildung 3. Quelle entnommen aus: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/74261/umfrage/umsatz-von-ebay-seit-2004/

Abbildung 4. Quelle entnommen aus: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/153257/umfrage/haushalte-mit-internetzugang-in-deutschland-seit-2002/

Abbildung 5. Quelle entnommen aus: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/71568/umfrage/online-umsatz-mit-waren-seit-2000/

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Nach dem Platzen der Dot-com-Blase in den Jahren 2000 bis 2003 mit der einhergehenden Finanzkrise[1] herrschte weitestgehend Verunsicherung über die weitere Entwicklung des Online-Handels und es wurde in zeitgenössischer Literatur gar gewarnt weitere „Prognosen jedoch mit den größten Vorbehalten zu genießen“[2]. Mit Blick auf aktuellere Literatur stellt man jedoch fest, dass der Online-Handel „heute ein integraler Bestandteil der Handelslandschaft geworden ist und diese Entwicklung noch keineswegs abschlossen scheint.“[3] Gilt diese Entwicklung für die kleinen, großen und mittelständischen Unternehmen gleichermaßen?

1.2. Ziel der Arbeit

Ziel der Arbeit ist es, den Begriff Online-Handel zu definieren, die für die Entwicklung verantwortlichen Determinanten aufzuzeigen, sowie die zunehmende Bedeutung mit Praxisbeispielen zu belegen und eine Aussicht auf kommende Entwicklungen geben.

1.3. Aufbau der Arbeit

Zunächst werden vom Autor der Handelsbegriff und der Online-Handel definiert und dessen zunehmende Bedeutung anhand verschiedener Phasen des Internets so wie technologischer Entwicklungen illustriert. Daraufhin soll diese, theoretisch weitreichende Zunahme des Online-Handels, anhand von internen Daten der mittelständischen Firma … GmbH belegt werden.

2 Definition

2.1 Handelsbegriff

Im weitesten Sinne lässt sich Handel definieren anhand der Hauptaufgaben. Diese bestehen darin, die qualitativen, quantitativen, räumlichen und zeitlichen Diskrepanzen zwischen der Erzeugung eines Produktes und dem Konsum des Produktes zu überbrücken.[4]

Bei genauerer Betrachtung muss darüber hinaus jedoch noch zwischen dem institutionellen und dem funktionalen Handelsbegriff unterschieden werden.[5] Der institutionelle Handelsbegriff fungiert als Beschreibung für Betriebsformen und tritt oft in Verbindung auf, als Handels-Organisation oder Handels-Unternehmung. Der funktionale Handelsbegriff hingegen beinhaltet den eigentlichen wirtschaftlichen Vorgang zwischen Handelspartnern.[6] Ausgehend von dem funktionalen Handelsbegriff lässt sich folgende Definition, auch für den weiteren Verlauf der Arbeit festlegen.

Handel findet statt, ,, […] wenn Marktteilnehmer Güter, die Sie in der Regel nicht selbst be- oder verarbeiten (Handelswaren), von anderen Marktteilnehmern beschaffen und an Dritte absetzen“.[7]

2.2 Online-Handel

Während im allgemeinen Sprachgebrauch, aber teilweise auch in fachspezifischer Literatur, verschiedene Begriffe wie E-Business, E-Commerce, Online-Handel und Internet-Handel synonym[8] genutzt werden, kann für den weiteren Gang der Arbeit folgende Definitionen und Unterteilungen festgehalten werden.

Durch den Aufbau des Internets Ende der 1980er Jahre und die darauf folgende Verbreitung, hat es nicht nur Einfluss auf Literatur der Informatik genommen sondern auch in der Betriebswirtschaftslehre wurden neue Forschungsfelder erschlossen. Diese lassen sich mit dem Terminus E-Business zusammenfassend manifestieren.[9]

Unter diesem Terminus E-Business finden sich weitere gleichgestellte Oberbegriffe wie E-Procurement, E-Organisation E-Government und E-Commerce wieder.[10] E-Commerce lässt sich definieren als „Steuerung des Kaufens und Verkaufens von Produkten und Dienstleistungen auf elektronischem Weg über Datennetze“.[11] Online-Handel kann als bedeutender Teil des E-Commerce angesehen werden und somit auch als zentraler Teilaspekt des E-Business. Eine synonyme Verwendung der drei Begriffe ist aufgrund der unterschiedlich involvierten Prozesse und Akteure nicht korrekt.[12] Vielmehr sollten die Begriffe daher in einer hierarchischen Konstellation auf vertikalen und horizontalen Ebenen angeordnet werden.[13]

Letztendlich lässt sich Online-Handel definieren als „Verkaufsprozess von Handelswaren bzw. Konsumgütern an nachfragende Marktteilnehmer bzw. Handelspartner in computergestützten Netzen.“.[14]

3 Determinanten für die zunehmende Bedeutung des Online-Handels

3.1 Phasen des Internets

3.1.1 Vorläufer und Web 1.0 Anfänge

Die Historie des Internets beziehungsweise dessen Vorläufer beginnt im Jahre 1969 mit der Initialisierung des Arpanets.[15] Das Arpanet, entwickelt bei der Defense Advanced Research Projects Agency, hatte zwei Hauptziele. „(1) To develop techniques and obstain experience on interconnecting computers in such a way that a very broad class of interactions are possible, and (2) To improve and increase computer research productivity through resource sharing.”[16] Es wurde antizipiert, dass durch die Etablierung eines Netzwerkes, das computergestützte Forschungszentren miteinander verbindet, beide Ziele erreicht werden sollten. Die erfolgreiche Installation dieses Netzwerkes zwischen zunächst vier Instituten (Stanford Research Institute, University of Utah, University of California, University Santa Barbara[17] ) gilt als Geburtsstunde des heutigen Internets. Bis zum Handel von Waren über dieses Medium dauerte es allerdings weitere 26 Jahre. Die Geschichte des Online-Handels beginnt erst Mitte der 90er Jahre. Durch die Kommerzialisierung und die damit verbundene Öffnung des Internets 1995[18], sowie durch die Gründung bedeutender Online-Handels-Unternehmen wie Amzon,[19] Ebay[20] oder Lycos.[21] im selben Jahr, gilt dieses Jahr als Ausgangspunkt für die darauf folgende Entwicklung des Internets und des damit verbundenen Online-Handels.

Es folgte eine „Gründungs- und Innovationswelle, wie es sie zuvor nicht einmal bei der Einführung des Personal Computers gegeben hatte.“[22] Es entstand ein Neuer Markt Ende der 1990er Jahre, welcher neue Firmen, neue Tätigkeitsfelder und neue Methoden im Versenden und Einkaufen von Gütern hervorbrachte.[23] Dennoch wurde in den meisten Internetfirmen in dieser Phase des Online-Handels noch kein Geld mit dem direkten Verkauf von Waren verdient, sondern lediglich mit dem Platzieren von Werbung. Nichts desto trotz galt E-Commerce damals für schnelles Geld.[24]

In der Lernphase bis 1999 wurde viel in Traffic investiert und viele simple Konzepte gelauncht ganz im Sinne des Versuchs- und Irrtumsverfahrens.[25] Somit stellte das Internet hauptsächlich eine globale Informationsplattform dar, welche noch kaum Möglichkeiten der Interaktion bot. Der Schwerpunkt lag zunächst auf dem Aufbau einer Internetpräsenz für das Unternehmen, sowie der Aufbau von Wertschöpfungsketten.[26] Letztendlich lässt sich sagen, dass es in dieser Phase des Online-Handels fast ausschließlich zu einer linearen Kommunikation zwischen den Konsumenten und dem Unternehmen kam.[27]

Anfang des neuen Jahrtausends kam es dann zu einem allgemeinen Abwärtstrend und viele Internet-Startups mussten Insolvenz anmelden, so dass der enorme Aufschwung Ende der 90er Jahre rückwirkend als Blase mit darauf folgendem Platzen angesehen wird.[28] Selbst Amazon wurde 2001 eine drohende Insolvenz attestiert.[29] Doch diese Wirtschaftskrise sorgte auch für eine Marktbereinigung und markierte den Ausgangspunkt für die nächste Entwicklung, die des Web 2.0. Auch der Terminus Web 1.0 für die Anfänge des Internets entstand erst durch die breite Akzeptanz des Web 2.0 Gedankens.

3.1.2 Vom Web 1.0 zum Web 2.0 zum Web 3.0

Der Terminus Web 2.0 entstand in den Jahren nach der Krise, nämlich durch die gleichnamige Konferenz im Jahr 2004 von Tim O´Reilly[30] und bezeichnete eine Phase, die einerseits eine Reihe von Innovationen aus technologischer Perspektive hervorbrachte, als auch flächendeckende Verhaltensänderungen der User mit sich zog.[31] Die technologischen Weiterentwicklungen, beispielsweise in den Programmiersprachen, ermöglichten in den Jahren nach der Krise die Verbreitung von Web 2.0 Elementen und somit eine flexiblere und benutzerfreundlichere Gestaltung des Internetangebotes.[32]

Eine Übersicht, welche Internet-Anwendungen einem Wandel unterzogen waren oder gänzlich ersetzt wurden bot eine erste Herangehensweise von O´Reilly.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1. Quelle entnommen aus: http://www.oreilly.de/artikel/web20.html

Zentrales Merkmal von Web 2.0 ist die Möglichkeit den Kunden interaktiv in das Internetangebot einzubinden und Ihn grundsätzlich in die gesamte Wertschöpfungskette zu integrieren.[33] Beispiele für diese neu geschaffenen Plattformen sind persönliche Blogs, öffentliche Wikis und soziale Netzwerke.[34] Soziale Netzwerke ermöglichen es einem Online-Händler mit Werbekampagnen gezielt bestimmte Nutzergruppen anzugehen und auf der eigenen Präsenz Kundenmeinungen aussagekräftig zu platzieren.[35]

Doch gerade als man dachte die Entwicklung des Internets und dessen Angebote sei mit Web 2.0 abgeschlossen gab es mit Web 3.0 und Semantisches Web die nächsten Termini zur voranschreitenden Entwicklungen des Internets. Die exponentiell steigenden Datenmengen, die mit dem Web 2.0 einhergingen machen ein Semantisches Web erforderlich um die gespeicherten Informationen nutzbar zu machen.[36] Für genau diese Verbindung hat Sir Tim Berners-Lee, einer der Visionäre von Web 3.0, hat eine simple Gleichung aufgestellt: Web 2.0 + Semantisches Web = Web 3.0.[37] Diese neue Verknüpfung soll weitreichende Änderungen hinsichtlich der Kreierung, Vermittlung und Analyse von Daten mit sich bringen.[38]

Ziel des Semantischen Webs ist es den Daten eine Bedeutung hinzuzufügen[39] und somit eine intelligente Vernetzungstätigkeit von Daten und Wissen durch Maschinen und Software zu ermöglichen, was bisher nur dem Mensch möglich war. Obwohl die meisten Definitionen von einer intelligenteren Interpretation und Weiterverarbeitung von Daten sprechen, ist man noch weit von einem Konsens entfernt, welche Merkmale oder Funktionen charakteristisch für Web 3.0 sind und nur dem Web 3.0 zuzuordnen sind.[40]

Einzig die individualisierte Massenanfertigung wird von den meisten Experten als eine der wichtigsten Hauptfunktionen pointiert[41], weswegen im Weiteren kurz auf diese eingegangen werden soll. Dank zunehmenden Anglizismus als Mass customization bekannt, bietet dieses Feature dem Online Händler die Chance jeden Kunden mit individuellen Produkten zu beliefern, hinsichtlich dessen präferierten Funktionen, Stilrichtungen, Farben, Materialien und Maßen. Durch die genaue Bereitstellung des gewünschten Produktes für den Kunden wird es dem Online Händler ermöglicht sich der Vergleichbarkeit durch das Internet zu entziehen, eine loyale Kundebeziehung aufzubauen und mehr Marge zu erwirtschaften. Mass customization bietet auf der anderen Seite dem Kunden eine bedeutende Anteilnahme am individuellen Fertigungsprozess, bei gleichzeitiger Sicherung der, von der bisherigen Massenfertigung bekannten, Kosteneffizienz.[42]

[...]


[1] Vgl. Franke, G., S.11.

[2] Zölzer, H., S.15.

[3] Peters, K.,S. 1.

[4] Vgl. Barth, K., S.1.

[5] Vgl. Lammers, L., S.18.

[6] Vgl. Purper, G., S.5.

[7] Ausschuss für Definitionen zu Handel und Distribution, S. 28

[8] Vgl. Clausen, U., S. 3.

[9] Vgl. Breithaupt, H., S.10.

[10] Vgl. Schubert, P., S. 5.

[11] Jung, H., S. 214.

[12] Vgl. Burkhardt, N., S.141.

[13] Vgl. Schubert, P., S. 3.

[14] Vgl. Burkhardt, N., S. 143.

[15] Vgl. Perry, D., S.51.

[16] http://www.darpa.mil/default.aspx., S. II-2.

[17] Vgl. http://www.lk.cs.ucla.edu/personal_history.html .

[18] Vgl. Brody, H., S.24.

[19] Vgl. http://www.amazon.com/Careers-Homepage/b?ie=UTF8&node=239364011 .

[20] Vgl. http://www.ebayinc.com/who_we_are/one_company .

[21] Vgl. http://info.lycos.com/about/company-overview .

[22] Walther, D., S. 17.

[23] Vgl. Feng, H., S.3.

[24] Vgl. Gegner, M., S.3 f.

[25] Vgl. Heinemann, G., S.21 f.

[26] Vgl. v. Lucke, J., S. 138.

[27] Vgl. Knappe M., S.65.

[28] Vgl. Walther, D., S. 42.

[29] Vgl. Walther, D., S.40

[30] Vgl. Knappe, M., S.27.

[31] Vgl. Walsh G.,S.13f.

[32] Vgl. Stanoevska-Slabeva, K., S.223 f.

[33] Vgl. Rudolph, T., S. 415.

[34] Vgl. Stanoevska-Slabeva, K., S.225

[35] Vgl. Hudetz, K., S. 392.

[36] Vgl. Metz, C., S. 76.

[37] Vgl. Berners-Lee, T., S. 29.

[38] Vgl. Desposito, J., S.14.

[39] Vgl. Rochow, M., S.7

[40] Vgl. Bolinder, J., Web 3.0 - The Semantic, Implicit, Mobile or Distributed Web?

[41] Vgl. Almeida, F., S.2.

[42] Vgl. Almeida, F., S.10.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Die zunehmende Bedeutung des Online-Handels
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Dortmund früher Fachhochschule  (FOM Duisburg)
Veranstaltung
5. Semester
Note
1,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
23
Katalognummer
V293000
ISBN (eBook)
9783656912309
ISBN (Buch)
9783656912316
Dateigröße
586 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bedeutung, online-handels
Arbeit zitieren
Marvin Brucker (Autor), 2014, Die zunehmende Bedeutung des Online-Handels, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293000

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