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ADHS und Diäten. Diätetische Maßnahmen als geeignete Behandlungsmöglichkeit bei ADHS?

Titel: ADHS und Diäten. Diätetische Maßnahmen als geeignete Behandlungsmöglichkeit bei ADHS?

Akademische Arbeit , 2008 , 53 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: M. Sc. troph. Kristina Bergmann (Autor:in)

Gesundheit - Ernährungswissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit über 30 Jahren wird die Frage, ob und inwiefern diätetische Maßnahmen eine geeignete Behandlungsmöglichkeit der ADHS darstellen, kontrovers diskutiert.
Ausgehend von verschiedensten Hypothesen wurden Diäten konzipiert und die Supplementierung verschiedener Nährstoffe auf ihre Wirksamkeit überprüft.
Dabei wird von den beiden Grundüberlegungen ausgegangen, dass entweder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder ein Mangel an einem oder mehreren Nährstoffen vorliegt – aber auch eine Kombination dieser beiden Faktoren ist denkbar, z. B. in Form eines Mangels an bestimmten Fettsäuren, der eine Überempfindlichkeit des Immunsystems bedingen kann.
Daraus ergeben sich zwei – sich gegenseitig nicht ausschließende - Grundprinzipien einer entsprechenden Ernährungstherapie: die Elimination bestimmter Lebensmittel und Lebensmittelinhaltsstoffe oder eine Supplementierung von Nährstoffen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.GESCHICHTE DER ERNÄHRUNGSINTERVENTIONEN BEI ADHS

1.1 Diäten bei vermuteten Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei ADHS

1.1.1 Die Kaiser-Permanente-Diät nach Feingold

1.1.2 Die phosphatarme Diät nach Hafer

1.1.3 Oligoantigene Diäten

1.1.4 Die Rotationsdiät

1.1.5 Möglicher Zusammenhang der ADHS mit Zöliakie

1.1.6 Gluten- und kaseinfreie Diät

1.1.7 Reduzierung raffinierter Zuckerarten in der Kost

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch, ob und inwiefern diätetische Maßnahmen eine geeignete therapeutische Option zur Behandlung von ADHS darstellen. Dabei wird analysiert, inwieweit unterschiedliche Ernährungsinterventionen wissenschaftlich fundiert sind und welche Auswirkungen sie auf das Störungsbild haben können.

  • Grundprinzipien der Ernährungstherapie bei ADHS (Elimination vs. Supplementierung)
  • Kritische Analyse historischer und moderner Diätansätze (z.B. Feingold-Diät, Oligoantigene Diät)
  • Stellenwert von Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten im Kontext von ADHS
  • Bewertung von diagnostischen Verfahren zur Identifizierung von Unverträglichkeiten
  • Risiken diätetischer Interventionen und deren Bedeutung für die familiäre Compliance

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Die Kaiser-Permanente-Diät nach Feingold

Im Jahr 1975 stellte der amerikanische Kinderarzt und Allergologe Benjamin F. Feingold eine Hypothese zur diätetischen Behandlung der ADHS auf. Er ging von einer Unverträglichkeit gegenüber in der Nahrung enthaltenen synthetischen Farb- und Konservierungsstoffen sowie Salicylaten aus.

In seinen Grundüberlegungen ging er von folgenden Voraussetzungen aus: In der Immunologie werden niedermolekulare organische Substanzen, die nach Bindung an ein Carrierprotein als Antigene wirken können und so eine Antikörperbildung auslösen, als Haptene bezeichnet (Feingold 1975: 5, Reuter 2004: 872). Er vermutete einen akkumulativen Effekt, der eine verspätete Hypersensitivität auslöst. Viele Lebensmittelzusatzstoffe sind niedermolekulare Substanzen, die potenziell allergieähnliche Reaktionen hervorrufen können. Das Gleiche gilt für die in einigen Lebensmitteln natürlicherweise vorkommenden Salicylate (Feingold 1975: 5f). Er war der Meinung, dass es sich bei Hyperaktivität nicht um eine klassische allergische Reaktion handeln könne, da diese ein genau gegenteiliges Verhaltensmuster mit Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit hervorrufe (Feingold 1975:70).

Feingold hing der Auffassung an, dass jede Person ihre individuelle biologische Identität innehat, die wiederum eine pharmazeutische Individualität bedingt. Die ererbte, individuelle genetische Struktur mit ihrer Körperzusammensetzung und dem Stoffwechsel reagiere individuell auf jeden äußeren und inneren Einfluss. Kinder mit einer bestimmten genetischen Prädisposition müssten somit auf bestimmte Substanzen advers reagieren (Feingold 1975:140f).

Zusammenfassung der Kapitel

1.GESCHICHTE DER ERNÄHRUNGSINTERVENTIONEN BEI ADHS: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entwicklung diätetischer Ansätze zur ADHS-Behandlung, beginnend bei den theoretischen Grundlagen bis hin zu speziellen Diätformen.

1.1 Diäten bei vermuteten Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei ADHS: Hier werden diverse Eliminationsansätze wie die Feingold-Diät, die phosphatarme Diät nach Hafer sowie gluten- und kaseinfreie Kost detailliert auf ihre Hypothesen, Durchführung und wissenschaftliche Evidenz geprüft.

Schlüsselwörter

ADHS, Ernährungsintervention, Eliminationsdiät, Feingold-Diät, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Oligoantigene Diät, Rotationsdiät, Zöliakie, Gluten- und kaseinfreie Diät, Hyperaktivität, Nahrungsmittelzusatzstoffe, Stoffwechsel, Evidenzbasierte Medizin.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die kontroverse Frage, ob diätetische Maßnahmen und Ernährungsumstellungen bei ADHS als wirksame Behandlungsform dienen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen der Zusammenhang zwischen Nahrungsmittelunverträglichkeiten und ADHS-Symptomen, die wissenschaftliche Bewertung verschiedener Diät-Konzepte sowie die damit verbundenen Risiken für Kinder.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Evaluation diätetischer Interventionen, um zu klären, ob diese einen wissenschaftlich fundierten Nutzen in der ADHS-Therapie bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse und wertet klinische Studien sowie Hypothesen aus, um die Wirksamkeit der Diäten zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Diäten wie die Kaiser-Permanente-Diät, die phosphatarme Diät und die oligoantigene Diät anhand ihrer zugrundeliegenden Theorien und der Ergebnisse aus kontrollierten Studien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen ADHS, Eliminationsdiäten, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, therapeutische Compliance und wissenschaftliche Evidenz.

Was unterscheidet die oligoantigene Diät von anderen Ansätzen?

Sie reduziert die Lebensmittelauswahl extrem stark und baut diese schrittweise wieder auf, um individuelle Auslöser für das Verhalten bei ADHS-Kindern präzise identifizieren zu können.

Warum wird von der Rotationsdiät in der Arbeit abgeraten?

Die Arbeit warnt, dass diese Diät wissenschaftlich kaum fundiert ist und durch die extreme Komplexität das Risiko für Essstörungen und eine übermäßige psychische Belastung des Kindes birgt.

Welche Rolle spielt die Zöliakie in der Arbeit?

Es wird untersucht, ob ein gehäuftes Auftreten von ADHS-Symptomen bei Zöliakiepatienten vorliegt und ob eine glutenfreie Diät in diesen spezifischen Fällen positive Effekte auf das Verhalten hat.

Ende der Leseprobe aus 53 Seiten  - nach oben

Details

Titel
ADHS und Diäten. Diätetische Maßnahmen als geeignete Behandlungsmöglichkeit bei ADHS?
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Institut für Ernährungswissenschaft)
Veranstaltung
Methoden in der Ernährungsforschung
Note
1,3
Autor
M. Sc. troph. Kristina Bergmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
53
Katalognummer
V293031
ISBN (eBook)
9783656901709
ISBN (Buch)
9783656906858
Sprache
Deutsch
Schlagworte
adhs diäten diätetische maßnahmen behandlungsmöglichkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M. Sc. troph. Kristina Bergmann (Autor:in), 2008, ADHS und Diäten. Diätetische Maßnahmen als geeignete Behandlungsmöglichkeit bei ADHS?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293031
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  53  Seiten
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