Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media

Interaktion und Selbstdarstellung in Sozialen Netzwerken

Titel: Interaktion und Selbstdarstellung in Sozialen Netzwerken

Hausarbeit , 2014 , 29 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Juliane Kranz (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit soll auf der Grundlage der mikrosoziologischen Theorien Goffmans untersucht werden, ob sich tägliche Interaktionen heute tatsächlich nur noch auf die eingleisige Bühne des Lebens reduzieren lassen, oder die damals postulierte Theatermetapher moduliert werden muss, um gegenwärtig Anwendung zu finden.

Nach einer kurzen biografischen Vorstellung von Erving Goffman, folgt eine kurze Erläuterung seines dramaturgischen Ansatzes und dessen Soziologische Relevanz. Im zweiten Kapitel wird der Begriff der Interaktion nach Goffman näher erläutert und im Anschluss geprüft, ob und inwiefern der Interaktionsbegriff an die Möglichkeiten und Gegebenheiten auf der Online-Plattform Facebook modifiziert werden muss. Darauffolgend steht das Modell der Theatermetapher im Zentrum der Ausführungen. In Kapitel drei werden die theoretischen Grundgedanken im Hinblick auf die soziale Welt als Bühne im Goffmanschen Sinne erläutert, und damit im Zusammenhang stehende, wichtige Begriffe näher definiert. Im Anschluss daran folgt der zentrale Teil dieser Arbeit: die Übertragung der Theatermetapher auf das Online-Netzwerk Facebook.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Erving Goffman

1.1 Biographie

1.2 Der dramaturgische Ansatz nach Goffman

2. Soziale Situation und Interaktion nach Goffman

2.1 Die soziale Situation als virtuelle Umgebung

2.2 Facebook als Soziales Netzwerk

2.3 Facebook als Soziale Interaktion – Die Erweiterung der Goffman-Theorie

2.4 Interaktionsmöglichkeiten auf Facebook

3 Theatermetapher - Wir alle spielen (Facebook) -Theater

3.1 Der Theaterrahmen und seine Darsteller

4 Facebook als Bühne

4.1 Selbstdarstellung durch das Facebook-Profil

4.2 Postings und Statusmeldungen

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der soziologischen Theatermetapher von Erving Goffman auf die digitale Interaktion im sozialen Netzwerk Facebook, um zu prüfen, ob sich moderne Selbstdarstellungsprozesse als zielgerichtete Inszenierung auf einer virtuellen Bühne verstehen lassen.

  • Anwendung der mikrosoziologischen Theorien Erving Goffmans auf Online-Plattformen.
  • Analyse der Transformation von Interaktionsbegriffen in virtuellen Umgebungen.
  • Untersuchung von Selbstdarstellungsmustern und „Impression Management“ auf Facebook.
  • Differenzierung zwischen „Vorderbühne“ (Profil) und „Hinterbühne“ (Privatsphäre/Offline-Welt).
  • Bewertung der Rolle von Profilgestaltung und Statusmeldungen für die Identitätskonstruktion.

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Theaterrahmen und seine Darsteller

Goffman geht davon aus, dass sich alle Interaktionen mit dem Bild einer Bühne begreifen lassen. Goffmans Theatermetapher betrachtet dabei vor allem den einzelnen Akteur. Er geht darauf ein,

„ [...] wie der Einzelne sich selbst und seine Tätigkeit anderen darstellt, mit welchen Mitteln er den Eindruck, den er auf jene macht, kontrolliert und lenkt, welche Dinge er tun oder nicht tun darf, wenn er sich in seiner Selbstdarstellung vor ihnen behaupten will.“ (Krallmann/Ziemann, 2001, S.223)

Damit ein Individuum durch seine Selbstdarstellung als sozialakzeptierte Person angesehen wird, entwirft das ‚Selbst also „genaugenommen [...] dieses Bild nicht für seine eigenen Augen“, sondern ist vielmehr bestrebt ein – möglichst positives – für die anderen zu entwerfen (Goffman, 1996, S.10), Ist dieses nach außen präsentierte Bild erfolgreich und erfährt in sozialen Situationen an intersubjektiver Akzeptanz, so spricht Goffman von einem ‚Image‘, welches nichts anderes als „ein in Termini sozial anerkannter Eigenschaften umschriebenes Selbstbild ist [...], das die anderen übernehmen können“ (ebd., S. 86).

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Die Einleitung führt in die zentrale Fragestellung ein, ob das Goffmansche Theatermodell auf die virtuelle Interaktion in sozialen Netzwerken wie Facebook übertragbar ist.

1 Erving Goffman: Dieses Kapitel bietet einen biografischen Abriss des Soziologen und erläutert die Grundlagen seines dramaturgischen Ansatzes sowie dessen Bedeutung für die empirische Interaktionsforschung.

2. Soziale Situation und Interaktion nach Goffman: Hier werden die theoretischen Begriffsdefinitionen Goffmans, insbesondere die „soziale Situation“, auf die Gegebenheiten des Internets und Facebooks hin erweitert.

3 Theatermetapher - Wir alle spielen (Facebook) -Theater: Dieses Kapitel verknüpft die Theorie der „Welt als Bühne“ mit der digitalen Realität und definiert die Rolle des Nutzers als Darsteller.

4 Facebook als Bühne: Anhand von konkreten Beispielen wie Profilgestaltung und Postings wird analysiert, wie Nutzer Impression Management auf Facebook aktiv betreiben.

5 Fazit: Das Fazit resümiert, dass Goffmans Thesen auch im digitalen Zeitalter ihre Gültigkeit behalten, wobei sich die Ausgestaltung der Identität durch neue technische Möglichkeiten erweitert hat.

Schlüsselwörter

Erving Goffman, Theatermetapher, Facebook, Selbstdarstellung, Impression Management, Soziale Interaktion, Identitätsspiel, Vorderbühne, Hinterbühne, Soziales Netzwerk, Virtuelle Kopräsenz, Rollenverhalten, Online-Kommunikation, Profilgestaltung, Soziologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Übertragung der soziologischen Kommunikationstheorie von Erving Goffman auf das Verhalten von Nutzern in sozialen Online-Netzwerken, speziell am Beispiel von Facebook.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die Selbstdarstellung des Individuums, die Definition von sozialen Situationen im digitalen Raum und die Anwendung der Theatermetapher auf virtuelle Profile.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll untersucht werden, ob sich tägliche Interaktionen heute noch als eingleisige „Bühne des Lebens“ nach Goffman begreifen lassen oder ob das Modell für das Internet modifiziert werden muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine theoretische Analyse auf Basis der mikrosoziologischen Ansätze von Erving Goffman und verknüpft diese mit aktuellen Beispielen aus der Facebook-Nutzung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Begriffe der „Vorderbühne“ und „Hinterbühne“ sowie Techniken der „Eindrucksmanipulation“ auf Facebook untersucht, unterstützt durch visuelle Analysen von Profilseiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Impression Management, Theatermetapher, Soziale Situation, Identitätsspiel und Virtuelle Selbstdarstellung.

Wie unterscheidet sich die Facebook-Interaktion von der realen Welt?

Im Gegensatz zur face-to-face-Interaktion findet die Facebook-Interaktion technisch vermittelt und oft ungleichzeitig statt, was eine stärkere Kontrolle über das präsentierte Selbstbild ermöglicht.

Welche Rolle spielt die Privatsphäre bei der Selbstdarstellung?

Die Privatsphäre-Einstellungen fungieren als Instrumente des Impression Managements, um Informationen für spezifische Zielgruppen innerhalb der „Freundesliste“ zu separieren und zu kontrollieren.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Interaktion und Selbstdarstellung in Sozialen Netzwerken
Hochschule
Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" Potsdam-Babelsberg
Note
1,3
Autor
Juliane Kranz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
29
Katalognummer
V293046
ISBN (eBook)
9783668310650
ISBN (Buch)
9783668310667
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Netzwerke Interaktion Goffman Selbstdarstellung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Juliane Kranz (Autor:in), 2014, Interaktion und Selbstdarstellung in Sozialen Netzwerken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293046
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  29  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum