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Winterlicher Wärmeschutz im Wohnungsbau. Grundbegriffe, historische Entwicklung und Kritik

Title: Winterlicher Wärmeschutz im Wohnungsbau. Grundbegriffe, historische Entwicklung und Kritik

Term Paper , 2015 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Patrik Mülhöfer (Author)

Engineering - Civil Engineering
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Der Umweltschutz und – spätestens seit der Ölkrise – auch das Einsparen fossiler Energieträger traten in den vergangenen Jahrzehnten mehr und mehr in das Bewusstsein von Medien, Bevölkerung und Politik. Wie auf andere Wirtschafts- und Industriezweige auch hat dieses Bewusstsein durch stetig weiter verschärfte Vorgaben, insbesondere im Neubau, großen Einfluss auf die Wohnungswirtschaft.

Der wohl wichtigste Aspekt zur Erreichung der strengen Vorgaben ist im winterlichen Wärmeschutz der Gebäude zu suchen. Mit diesem beschäftigt sich die folgende Hausarbeit.

So werden zunächst wichtige Grundbegriffe und Kennwerte erläutert, anschließend wird auf diejenigen Bauteile, die für den winterlichen Wärmeschutz besondere Bedeutung ha-ben, eingegangen. Im weiteren Verlauf wird die Historie des Wärmeschutzes beleuchtet, bevor Maßnahmen zur Beseitigung energetischer Schwachpunkte von Gebäuden aufge-zeigt werden. Bei all den Vorteilen, die Energieeinsparmaßnahmen mit sich bringen, regt sich jedoch auch immer wieder Kritik, insbesondere an Wärmedämmungen. Auch auf diese wird in der Hausarbeit eingegangen.

Bei den für diese Hausarbeit genutzten Quellen handelt es sich insbesondere um einschlägige Fachliteratur, jedoch waren vereinzelt, insbesondere für den letzten Teil, auch Inter-netrecherchen nötig. Hierbei handelt es sich um Zeitungsartikel, welche die Meinungen einiger Experten zum Thema Wärmeschutz widerspiegeln.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bauphysikalische Grundbegriffe

2.1 Winterlicher Wärmeschutz

2.2 Thermische Behaglichkeit

2.3 Wärmeleitfähigkeit

2.4 Wärmedurchgangskoeffizient/"U-Wert"

2.5 Wärmebrücken

2.5.1 Geometrisch bedingte Wärmebrücken

2.5.2 Konstruktiv bedingte Wärmebrücken

2.5.3 Wärmebrücken durch unsachgemäße Ausführung

2.6 Taupunkt und Tauwasserausfall

3. Bauteile

3.1 Mauerwerk

3.2 Fenster

3.3 Dach

3.4 Kellerdecke und Bodenplatte

3.5 Heizung

4. Historische Entwicklung

4.1 Frühes 20. Jahrhundert: Die 4 Klimazonen

4.2 1952: Mindestwärmeschutz gemäß DIN 4108

4.3 1976: EnEG, Wärmeschutzverordnung und Heizanlagenverordnung

4.4 2002: Einführung der Energieeinsparverordnung

4.5 2008: Einführung des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes

4.6 2014: Aktuellste Novellierung der EnEV

5. Sanierung energetischer Schwachpunkte

5.1 Dämmung der Außenwand

5.1.1 Innendämmung

5.1.2 Außendämmung

5.1.3 Kerndämmung

5.2 Dämmung des Daches

5.3 Dämmung von Kellerdecke und Bodenplatte

6. Kritik

6.1 Ästhetik und Stadtbild

6.2 Kosten und Nutzen

6.3 Brandschutz

6.4 Energieeinsparung und Umweltschutz

6.5 Energieverbrauch und Nutzerverhalten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die bautechnischen und rechtlichen Grundlagen des winterlichen Wärmeschutzes im Wohnungsbau sowie die kritischen Aspekte energetischer Sanierungsmaßnahmen. Ziel ist es, die Entwicklung der Anforderungen von den historischen Anfängen bis zur aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) nachzuvollziehen und eine kritische Auseinandersetzung mit der ökonomischen und ökologischen Sinnhaftigkeit moderner Dämmstrategien zu ermöglichen.

  • Bauphysikalische Grundlagen der Wärmedämmung und Kennzahlen
  • Historische Entwicklung der Wärmeschutz-Vorschriften in Deutschland
  • Technologien und Verfahren zur Sanierung energetischer Schwachpunkte
  • Kritische Analyse von Kosten-Nutzen-Verhältnissen und Umweltaspekten
  • Einfluss des Nutzerverhaltens auf die tatsächliche Energieeinsparung

Auszug aus dem Buch

6.1 Ästhetik und Stadtbild

Als erster Kritikpunkt des staatlich vorgeschrieben “Dämmwahns” seien hier die Ästhetik der Immobilien und die regionalen Unterschiede im Bauwesen, insbesondere Material und Baustil betreffend, genannt. Während die Außendämmung einer mit Stuckornamenten versehenen Gründerzeitfassade womöglich noch durch den Denkmalschutz verhindert wird, gilt der Verlust der Ästhetik neuerer Bauwerke zugunsten einer verbesserten Energiebilanz als verschmerzbar. Oftmals ist die Sichtbarkeit der Fassade jedoch nicht nur ausschlaggebend für die Ästhetik des einzelnen Objekt, sondern prägt vielmehr das Bild einer Stadt oder gar einer ganzen Region: “Besonders die norddeutschen Städte bekommen das zu spüren. Ihre Häuser aus Backstein mögen auf den ersten Blick recht gediegen, manchmal auch ungeschlacht wirken. Sobald aber ein wenig Sonne auf die Fassaden fällt, beginnen die abertausend Klinkersteine ihr changierendes Spiel aus Rot-, Blau- und Ockertönen. … Raffiniert entwickelt sich der Bauschmuck aus dem Verbund der Steine, die Großform und die Kleinform lassen sich nicht trennen.“

Die im Zitat angesprochenen Backsteine und andere Fassaden verschwinden unter den Dämmplatten, was die Schönheit der Objekte einschränkt und für monotone Stadtbilder in Deutschland sorgt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die steigende Bedeutung des Umweltschutzes und der Energieeffizienz im Wohnungsbau unter Berücksichtigung aktueller gesetzlicher Vorgaben wie der EnEV 2014.

2. Bauphysikalische Grundbegriffe: Hier werden zentrale Kennzahlen und physikalische Phänomene des Wärmeschutzes definiert, darunter der U-Wert, Wärmebrücken sowie Taupunkt und Tauwasserausfall.

3. Bauteile: Dieses Kapitel analysiert die energetische Relevanz verschiedener Gebäudebestandteile wie Mauerwerk, Fenster, Dach, Kellerdecke und Heizung für den winterlichen Wärmeschutz.

4. Historische Entwicklung: Eine Darstellung der Entwicklung von Wärmeschutzvorgängen, angefangen bei Klimazonen im frühen 20. Jahrhundert bis hin zur modernen Energieeinsparverordnung.

5. Sanierung energetischer Schwachpunkte: Das Kapitel befasst sich mit praktischen Modernisierungsmaßnahmen, insbesondere verschiedenen Dämmverfahren für Außenwände, Dächer und Keller.

6. Kritik: Der abschließende Teil hinterfragt kritisch die Auswirkungen der Wärmedämmung auf Ästhetik, Brandschutz, Kosten-Nutzen-Effizienz sowie die langfristige ökologische Bilanz.

Schlüsselwörter

Winterlicher Wärmeschutz, Energieeinsparverordnung, U-Wert, Wärmebrücken, energetische Sanierung, Innendämmung, Außendämmung, WDVS, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Bauphysik, Fassadengestaltung, Nutzerverhalten, Wohnungsbau, Dämmmaterialien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die bauphysikalischen Grundlagen und die rechtliche Entwicklung des winterlichen Wärmeschutzes im deutschen Wohnungsbau sowie eine kritische Bewertung moderner Sanierungsmaßnahmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind bauphysikalische Definitionen, die Historie der Wärmeschutzverordnungen, Sanierungstechniken an der Gebäudehülle und eine kritische Auseinandersetzung mit ökologischen und ökonomischen Folgen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Status quo des Wärmeschutzes darzustellen und die Frage zu beantworten, ob die staatlich forcierten Dämmmaßnahmen ausschließlich positive Effekte auf die Energiebilanz und die Umwelt haben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine fachliteraturgestützte Analyse, die durch Internetrecherchen und Expertenmeinungen ergänzt wird, um ein fundiertes Bild über die Thematik zu vermitteln.

Welche Inhalte werden im Hauptteil fokussiert?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung (Grundbegriffe), eine Betrachtung relevanter Bauteile, einen historischen Abriss der Gesetzgebung und eine detaillierte Sanierungskunde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Begriffe wie Wärmeschutz, EnEV, U-Wert, Wärmebrücken, Sanierungskritik und ökologische Nachhaltigkeit sind maßgebend für diese Arbeit.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Innendämmung?

Die Innendämmung wird als problematisch eingestuft, da sie oft zu Wärmebrücken und Feuchteschäden führt und zudem wertvolle Wohnfläche reduziert; sie sollte nur genutzt werden, wenn eine Außendämmung technisch unmöglich ist.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf das Nutzerverhalten?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass technische Dämmmaßnahmen allein nicht ausreichen, da die tatsächliche Energieeinsparung maßgeblich vom individuellen Heiz- und Lüftungsverhalten der Bewohner abhängt.

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Details

Title
Winterlicher Wärmeschutz im Wohnungsbau. Grundbegriffe, historische Entwicklung und Kritik
College
EBZ Business School – University of Applied Sciences
Grade
1,3
Author
Patrik Mülhöfer (Author)
Publication Year
2015
Pages
24
Catalog Number
V293060
ISBN (eBook)
9783656902195
ISBN (Book)
9783656902201
Language
German
Tags
Winterlicher Wärmeschutz Bauphysik Grundlagen WDVS Wärmedämmverbundsystem Verglasung Dämmung Kritik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrik Mülhöfer (Author), 2015, Winterlicher Wärmeschutz im Wohnungsbau. Grundbegriffe, historische Entwicklung und Kritik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293060
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