Auf und davon nach Peru! Die große Südamerika-Reise

Puno, Arequipa, Cusco, Machu Picchu, Lima


Ausarbeitung, 2015

49 Seiten


Leseprobe

Inhalt

I. Allgemeine Informationen

II. Unterhaltungskosten (Preise in Peruanische Sols; 1€ = 3,7 PEN)

III. Einleitung

IV. Puno

V. Arequipa

VI. Cusco

VII. Machu Picchu

VIII. Lima

IX. Fazit

X. Quellen

I. Allgemeine Informationen

Gute allgemeine Informationen findet man auf Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Peru) und im Online-Reiseführer (http://www.online-reisefuehrer.com/suedamerika/peru/urlaub.htm).

II. Unterhaltungskosten (Preise in Peruanische Sols; 1€ = 3,7 PEN)

Unterkunft

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Transport

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Supermarkt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Restaurants

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Clubs & Diskotheken

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

III. Einleitung

Maria und ich fuhren mit dem Bus von der bolivianischen Kleinstadt Copacabana über die Grenze nach Puno in Peru (20 B$). An der Grenze mussten wir unsere Reisepässe ausstempeln lassen und am Migrationsbüro in Peru uns den Eingangsstempel abholen. Puno liegt nur zwei Busstunden von Copacabana entfernt. Angekommen in der Stadt standen mehrere Leute parat, die uns ein Hotelzimmer anpriesen.

Peru wardas letzte Reiseland meiner Südamerika-Reise. Den Flug hatte ich von der Hauptstadt Lima in Richtung Heimat gebucht.

IV. Puno

Da wir die Stadt nicht kannten, verhandelten wir mit einem von den Händlern, der uns am vertrauenswürdigsten aussah. Wir schlugen vor das Zimmer zu nehmen, wenn er uns das Taxi dorthin zahlte. Er ging auf den Deal ein und somit hatten wir eine Unterkunft mit Privatbad für die Nacht (20 S/.).

Puno hat 118.000 Einwohnern und liegt 3.800 m hoch am Ufer des Titicacasees im Süden von Peru. Puno ist auch unter dem Namen „Ciudad de Plata“ (Silberstadt) bekannt. Der Name stammt aus früheren Zeiten, in denen die Silberminen Punos zu den ergiebigsten Perus gehörten. Da die Stadt direkt am Titicacasee liegt, wird sie durch ein kaltes, halbtrockenes Klima beeinflusst. Die Tagestemperaturen lagen bei 10°C bis 15°C Grad und nachts um den Gefrierpunkt.

Die Stadt ist eheruninteressant und bietet außer einer „Fressmeile“ mit Restaurants und Bars nicht viel Kultur. Die einzig nennenswerte Sehenswürdigkeit in der Stadt ist die Kathedrale am Hauptplatz Plaza de las Armas. Diese wurde im 17. Jahrhundert im spanischen Barock-Stil erbaut.[1]

Maria und ich gingen in die Stadt, um für den nächsten Tag einen Ausflug zu den schwimmenden Inseln der Urus zu buchen. Die Urus sind eine ethnische Gruppe Indigener am Titicacasee, die auf schwimmenden Inseln, hergestellt aus getrocknetem Schilf, leben. Es war bereits spät am Abend, aber wir fanden eine Agentur die noch auf hatte, wo wir die Tagestour buchen konnten (40 S/.). Danach beendeten wir den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen.

Am nächsten Morgen holte uns die Reiseagentur vom unseren Hotel ab. Ich war überrascht, denn sie waren bis auf die Minute pünktlich. So etwas kommt selten vor in Lateinamerika. =) Wir wurden zum Hafen gebracht, wo unser Boot bereits wartete. Während der Fahrt wurden uns Informationen über den Titicacasee, die Urus und über die Tour erklärt. Ein organisierter Ablauf.

Der Titicacasee wird von Peru und Bolivien geteilt. Er gehört zu zwei Dritteln Peru und einem Drittel Bolivien. Mit einer Fläche von 8562 qkm ist er fast 13 Mal größer als der Bodensee und 304 m tief.

Auch die Umweltverschmutzung macht vor diesem See nicht halt. Trotz 25 verschiedenen Zuflüssen gibt es nur einen wirklichen Wasserabfluss, den Rio Desaguadero. Dieser ist aber nicht das ganze Jahr über wasserführend, und trägt nur einen kleinen Teil zur Entwässerung des Sees bei. Der Rest verdunstet aufgrund der starken Höhensonne und überzieht das umliegende Land mit Salzrückständen. Der Verlust der umgebenden Vegetation durch Überweidung und Erosion, Reduzierung der Wasservegetation, abnehmende Fischpopulationen und die Kontaminierung der Bucht von Puno durch biologische Abwässer sind die Folge. Dabei bleiben die Schadstoffe, hauptsächlich aus Abwässern der Großstadt Puno und von Schwermetallen der nahegelegenen Minen hervorgerufen, im See.[2]

Wir waren nun bei den Schilfinseln der Urus angekommen. Die Urus leben derzeit auf 49 „schwimmenden Schilfinseln“. Das Schilf wird auch für die Herstellung der Boote und Häuser verwendet. Die Inseln, auf denen einige hunderte Urus leben, liegen 5 km entfernt vom Hafen Puno. Die Urus leben hauptsächlich von der Fischerei. Zusätzliche Einnahmequellen sind der Verkauf von hergestellten Kunstartikeln wie z. B. bunte Decken oder Trinkgelder für Fotos.

Eine sehr interessante Erfahrung! Im Nachhinein hatte ich aber herausgefunden, dass die Urus eigentlich auf dem Festland leben und nur als „Touristenattraktion“ tagsüber zu den Inseln zurückkehren. Was für eine Farce!

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Schilfinsel

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Schilfboot

Der zweite Teil der Tour war der Besuch der IslaTaquile. Uns wurde dabei viel über die Insel erklärt. Sie liegt 45 km von der Stadt Puno entfernt und ist 5,5 km lang. Der höchste Punkt der Insel ist 4.050 m über dem Meeresspiegel. Taquile hat ca. 1.700 Einwohner von denen die Mehrheit die indigene Sprache Quechua spricht. In den 1930er Jahren diente Taquile als Gefängnisinsel, wo unter anderen auch der ehemalige peruanische Präsident Luis Miguel Sánchez Cerro einsaß. 1937 kauften sich die Taquileños das Eigentumsrecht über die ganze Insel zurück.

Die Insel versorgt sich durch Fischerei und Terrassenfeldbau (insbesondere Kartoffeln). Eine bedeutende Einnahmequelle ist der Tourismus geworden, der von einerzentralen Genossenschaft der Insel kontrolliert wird.Berühmt ist Taquile für seine Weberei und Strickerei, deren Textilprodukte zu den hochwertigsten in Peru gehören sollen. Das Spinnen, Weben und Stricken wird vor allem von Männern durchgeführt. Die Textilkunst von Taquile wurde im Jahr 2005 in die UNESCO-Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen.[3]

Wir wanderten bis zum Hauptplatz Plaza de las Armas hoch. Maria wanderte lieber alleine, während ich mich mit Anna (Frankreich) und Jean-Eric (Frankreich) anfreundete. Am Plaza de las Armas ist ein Kunstmarkt gelegen, wo man sich die Strickkünste anschauen und Souvenirs erwerben kann. Hier kann man noch sicher sein, dass die Produkte von Hand gemacht sind. Von der höchsten Erhebung an der Plaza hat man einen schönen Ausblick auf die Insel und den Titicacasee. Später ging die Wanderung weiter zu einem Restaurant, wo es frischen, gegrillten Fisch gab. Lecker! Der Ausflug hatte sich gelohnt! =)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im Hintergrund der Terrassenbau

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Aufführung der Inselbewohner am Plaza de las Armas

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ausblick auf dem Titicacasee

V. Arequipa

Am Ende des Ausflugs verabschiedete ich mich kurz und knapp von Maria. Während sie direkt zum Hotel fuhr, traf ich mich mit Jean-Eric und Anna, die ich während der Tour kennenlernte, zum Abendessen. Dann verabschiedete ich mich von den beiden, holte mein Gepäck vom Hotel ab und nahm ein Taxi Richtung Busbahnhof. Dortkaufte ich bei einem der zahlreichen Busunternehmen mein Ticket nach Arequipa (30 S/.). Die anschließende Fahrt dauerte ca. 6 Stunden.

Arequipa besitzt 850.000 Einwohner und stellt das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des südlichen Perus dar.Arequipa liegt auf über 2.300 m Höhe und ist umgeben durch die Vulkane, den 5822 m hohen kegelförmigen Misti und den 6075 m hohen Chachani. Nicht weit von Arequipa liegen auch die Schluchten des Cotahuasi - und des Colca Canyon, die mit bis zu 3000 m Höhenunterschied mit zu den tiefsten der Welt zählen.Das Gebiet wird häufig von heftigen Erdbeben heimgesucht und im Durchschnitt gibt es täglich zwölf Erdbewegungen.Am 23. Juni 2001 erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 8,4 die Region und ließ einen der beiden Türme der Kathedrale am Hauptplatz einstürzen.Arequipa trägt auch den Beinamen ciudadblanca (weiße Stadt), da es nur den spanischstämmigen Bewohnern mit einer helleren Hautfarbe erlaubt war das Stadtzentrum zu bewohnen.[4]

Am frühen Morgen kam ich wohlauf in Arequipa an und nahm mir ein Taxi zu meinem Hostel Arequipay Backpackers (20 S/.). Das großräumige Hostel verfügte über ein Billardtisch, Kinoraum mit PS-3, Hängematten mit einer schönen Holzveranda und komfortablen Betten. Die Preise für die angebotenen Touren waren auch fair.

Im Frühstücksraum lernte ich Johannes und Markus aus München, sowie Carolina aus Duisburg kennen. Zusammen schauten wir uns das Stadtzentrum an. Dieses wurde im Jahr 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Wir besuchten zuerst die Kathedrale (15 S/.). Diese ist einzigartig, denn sie erstreckt sich über die gesamte Seite des Hauptplatzes Plaza de Armas. Der Besuch ist nur mit einem Guide auf Spanisch oder Englisch möglich. Das Interieur der Kirche besteht aus edelstem Marmor aus Italien. Weiter im Museum kann man gold- und diamantenbesetzte Artefakte und Reliquien, sowie eine schöne Orgel aus dem 19. Jahrhundert sehen. Zum Ende der Tour ging es auf die Dachterrasse, wo man einen herrlichen Blick über die Plaza hat. Hier steht auch der aufgebaute Glockenturm, der im Jahr 2001 durch ein Erdbeben einstürzte.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Kathedrale

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Am Glockenturm

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten>

Interieur der Kirche

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten>

Plaza de las Armas

Nur einige Meter von der Kathedrale entfernt, befindet sich das Kloster Santa Catalina, das wir darauffolgend besuchten (40 S/.). Es wurde 1579 erbaut und gilt als eines der wichtigsten religiösen Bauwerke aus der Kolonialzeit. Das Kloster war auf einer Fläche von ca. 20.000 qm ummauert und wurde auch „die Stadt in der Stadt“ genannt. Viele der reichen spanischen Familien gaben ihre zweite Tochter indem bis zu 150 Nonnen arbeitenden Kloster, um in strenger Klausur zu leben.Alle vier Jahre wurden acht Novizinnen aufgenommen, die eine Mitgift von mindestens 1.000 Goldpesos zum Unterhalt des Klosters erbringen mussten. Erst nach einer Reform 1871 nahm das Kloster auch Novizinnen ohne Mitgift auf. Trotz dieser ersten Liberalisierung dauerte es bis 1970, bis das Kloster auf Initiative der verbliebenen Nonnen renoviert wurde und seine Geheimnisse der Öffentlichkeit zugänglich machte: Englische Teppiche, spanische Seidenvorhänge, flämische Spitzentücher, gepolsterte Stühle, Damast, feines Porzellan und Silber gehörten zur „Ausstattung“.[5] All die Dinge kann man hier besichtigen. Da das Kloster sehr großflächig ist, muss man etwa einen halben Tag einplanen. Es gibt verschiedene Führungen vor Ort, die man in der jeweiligen Sprache buchen kann. Auch eine Nachtführung, wo das Kloster in verschiedenen Lichtern beleuchtet wird ist möglich. Wir schauten uns die verschiedenen Räume im „Schnelldurchgang“ an, da uns auch mittlerweile der Magen knurrte und sich einige Räume im Kloster sehr ähneln. Trotzdem ist die Historie interessant wenn man bedenkt, dass die Nonnen seit der Gründung 1579 ohne große Veränderung so gelebt haben. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

MonasterioSanta

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Catalina

Durch den Tipp eines Einheimischen fanden wir ein leckeres vegetarisches Restaurant (10 S./). In den einheimischen Lokalen werden oft günstige Mittagsmenüs angeboten. Diese bestehen meistens aus drei oder vier Gängen.

Am Nachmittag besuchten wir auf Wunsch von Carolina das MuseoSantuariosAndino (10 S/.). Dieses beherbergt einen der wichtigsten archäologischen Funde Südamerikas der letzten Jahrzehnte. Im Jahr 1995 wurde bei einer Expedition am Gipfel des Ampato Vulkans eine Mumie einer jungen Inka-Frau gefunden, der man den Namen Juanita gab.[6] Der Besuch kann nur mit Teilnahme einer englisch- oder spanischsprachigen Tour gemacht werden. Zu Beginn wird ein 20-minütiger Film mit Informationen über die Expedition und deren Fund der Mumie berichtet. Später werden einzelne Reliquien erklärt, die in Zusammenhang mit den Inkas und der Mumie stehen. Zum Schluss bekommt man Zugang zu der sehr gut erhaltenen Mumie, die mit all ihrer Kleidung in einer gläsernen Vitrine tiefgekühlt gehalten wird. Ein Trinkgeld für den Guide, der wie uns gesagt wurde auf freiwilliger Basis für das Museum arbeitet, ist obligatorisch. Fotos oder Filmaufnahmen waren während der Tour verboten.

[...]


[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Puno

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Titicacasee

[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Taquile

[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Arequipa

[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Arequipa

[6] https://de.wikipedia.org/wiki/Arequipa

Ende der Leseprobe aus 49 Seiten

Details

Titel
Auf und davon nach Peru! Die große Südamerika-Reise
Untertitel
Puno, Arequipa, Cusco, Machu Picchu, Lima
Autor
Jahr
2015
Seiten
49
Katalognummer
V293076
ISBN (eBook)
9783668268517
ISBN (Buch)
9783668268524
Dateigröße
16580 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
davon, peru, südamerika-reise
Arbeit zitieren
Matthias Hebben (Autor), 2015, Auf und davon nach Peru! Die große Südamerika-Reise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293076

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Auf und davon nach Peru! Die große Südamerika-Reise



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden