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Produktlebenszyklusbezogene Identifikation und Erfassung von Unternehmensrisiken

Titel: Produktlebenszyklusbezogene Identifikation und Erfassung von Unternehmensrisiken

Seminararbeit , 2014 , 27 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sebastian Reddig (Autor:in)

BWL - Controlling
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die wichtigste Herausforderung betriebswirtschaftlicher Entscheidungen liegt darin begründet, dass die Zukunft nicht vorhersehbar ist. Manager sind seit jeher gezwungen Entscheidungen unter Unsicherheit zu treffen, bei denen die Folgen ihres Handelns nur schwer absehbar sind. Im Mittelpunkt steht hierbei der Fokus auf gewisse Zustände in der Zukunft, die bewusst gestaltet werden. Dieses Vorgehen ist jedoch nicht einfach, weil viele verschiedene Risiken auf das Unternehmen einwirken, deren Einfluss und Ausmaß aufgrund vieler gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Veränderungen in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Vor allem hat das Risikomanagement in der wissenschaftlichen Theorie und Praxis einen Bedeutungszuwachs erfahren. Für das Management ist es in der heutigen Zeit entscheidend, wesentliche Risiken, die das gesamte Unternehmen beeinträchtigen können, zu identifizieren. Werden Risiken nicht rechtzeitig erkannt, schaden sie dem Fortbestehen des Unternehmens und den aktuellen sowie potenziellen Investoren, die ihr Kapital maximal verzinsen und möglichst nicht verlieren wollen. In diesem Zusammenhang erscheint eine produktlebenszyklusbezogene Erfassung von Unternehmensrisiken zweckmäßig zu sein. Das heutige Wirtschaftsgeschehen wird durch ein zunehmend volatiles Umfeld bestimmt. Die Öffnung der internationalen Märkte hat dazu beigetragen, dass ständig Innovationen auf den Markt gelangen und dass sich Unternehmen einem zunehmend verschärfenden Wettbewerbsdruck und erhöhter Komplexität ausgesetzt sehen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, wesentliche Unternehmensrisiken und deren Inhalte anhand einer produktlebenszyklusbezogenen Sichtweise ausfindig zu machen, welche die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen beeinflussen können. Dabei soll jede Produktlebenszyklusphase einzeln auf Unternehmensrisiken untersucht werden. Die folgende Analyse adressiert vorrangig Industrie– und Handelsbetriebe, da diese auf Produktmärkten agieren. Des Weiteren erfolgt eine Einordnung der behandelten Problemstellung in das Controlling. Um den Leser eine Einführung in die Thematik zu geben, werden zu Beginn die Begriffe Risiko sowie Risikoidentifikation definiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Gegenstand und Ziel der Arbeit

2 Theoretische Grundlagen der Risikoidentifikation

2.1 Definition des Begriffs Risiko

2.2 Risikoidentifikation als erste Phase des Risikomanagementprozesses

2.2.1 Risikomanagement-Prozess

2.2.2 Risikoidentifikation als wichtiger Ausgangspunkt des Risikomanagementprozesses

2.3 Verbindungen zwischen strategischer Planung, Szenario-Technik und Risikoidentifikation

3 Produktlebenszyklus als Instrument des strategischen Controllings

4 Unternehmensrisiken und deren Projektion auf den Produktlebenszyklus

4.1 Risiken in der Entstehungsphase

4.2 Risiken in der Einführungsphase

4.3 Risiken in der Wachstumsphase

4.4 Risiken in der Reifephase

4.5 Risiken in der Degenerationsphase

4.6 Risiken in der Nachlaufphase

4.7 Zusätzliche, nicht phasenspezifische Risikoaspekte

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Unternehmensrisiken unter Einbeziehung des Produktlebenszyklus-Konzepts, um eine systematische Identifikation und Erfassung dieser Risiken in den verschiedenen Phasen zu ermöglichen und deren Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit aufzuzeigen.

  • Methodische Grundlagen der Risikoidentifikation und des Risikomanagements.
  • Analyse des Produktlebenszyklus als Instrument des strategischen Controllings.
  • Detaillierte Untersuchung phasenspezifischer Risiken von der Entstehung bis zur Nachlaufphase.
  • Beleuchtung der Interdependenzen zwischen Unternehmensrisiken und verschiedenen Produktlebenszyklusphasen.
  • Bewertung der praktischen Eignung dieses Ansatzes für Unternehmen.

Auszug aus dem Buch

4.2 Risiken in der Einführungsphase

In der Einführungsphase besteht nur eine geringe Nachfrage. Das Produkt wird in einer kleinen Stückzahl gefertigt und das Unternehmen erwirtschaftet geringe Umsätze. Der Hersteller, der sich als Pionier auf dem Markt versteht, entscheidet, ob er das Produkt in Form einer Penetrations- oder einer Skimmingstrategie auf dem Markt bringt. Um die Bekanntheit des Produktes zu erhöhen, entstehen hohe Ausgaben für Marketing und Werbung. In der Einführungsphase sind verstärkt Anstrengungen notwendig ein strukturiertes Vertriebsnetz aufzubauen. Aufgrund hoher Vorlaufkosten sind in dieser Phase keine Gewinne möglich.

Da das Produkt hinsichtlich seines Nutzens und seiner Funktionalität auf dem Markt noch vollkommen unbekannt ist, kann es der Fall sein, dass es von den sogenannten Innovatoren im Rahmen der Diffusionstheorie nicht akzeptiert wird. Diese Käufergruppe ist sehr interessiert an neuen Produkten, risikobereit und gibt Informationen über Produkte und deren Eigenschaften an potenzielle Käufer weiter. Folglich nehmen die Innovatoren die neue Technologie nicht an, da diese nicht den Kundenanforderungen entspricht. Es werden keine Umsätze erzielt, das Produkt ist somit ein Flop und muss eliminiert werden. Mit einer Desinvestition sind auch Risiken des Imageverlustes verbunden.

Eng verbunden mit diesem genannten Aspekt ist die Wahl der Preisstrategie. Die Wahl der Skimmingstrategie beinhaltet kaum Verlustpotenzial, da angenommen wird, dass der Anbieter eine Monopolstellung innehat. Jedoch kann ein Risiko in der Penetrationsstrategie gesehen werden, da das Unternehmen zu Beginn bei einer geringen kumulierten Produktionsmenge den Preis unterhalb der variablen Stückkosten festsetzt und konsequenterweise ein negativer Stückdeckungsbeitrag erzielt wird. Bei zu geringen Absatzzahlen besteht das Risiko des Liquiditätsmangels und dies kann in einem Flop enden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Gegenstand und Ziel der Arbeit: Einführung in die Problematik unternehmerischer Risiken und Definition der Zielsetzung der Arbeit, eine produktlebenszyklusbezogene Risikoanalyse durchzuführen.

2 Theoretische Grundlagen der Risikoidentifikation: Definition zentraler Risikobegriffe und Einordnung der Risikoidentifikation in den Risikomanagementprozess unter Berücksichtigung strategischer Planung und Szenario-Technik.

3 Produktlebenszyklus als Instrument des strategischen Controllings: Darstellung der Phasen des Produktlebenszyklus und deren Bedeutung für das Controlling sowie die strategische Steuerung von Produkten.

4 Unternehmensrisiken und deren Projektion auf den Produktlebenszyklus: Zentrale Analyse, welche spezifische Risiken in den einzelnen Lebenszyklusphasen von der Entstehung bis zur Nachlaufphase sowie weitere nicht phasenspezifische Aspekte identifiziert.

5 Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung der erarbeiteten Ergebnisse und kritische Würdigung der praktischen Anwendungsmöglichkeiten des Konzepts der produktlebenszyklusbezogenen Risikoidentifikation.

Schlüsselwörter

Risikoidentifikation, Risikomanagement, Risikocontrolling, Produktlebenszyklus, Strategische Planung, Szenario-Technik, Unternehmensrisiken, Entstehungsphase, Einführungsphase, Wachstumsphase, Reifephase, Degenerationsphase, Nachlaufphase, Wettbewerbsfähigkeit, Innovationsrisiko

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Identifikation und Erfassung von Unternehmensrisiken durch eine Verknüpfung mit den verschiedenen Phasen des Produktlebenszyklus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind Risikomanagement, strategisches Controlling, Produktlebenszyklus-Analyse und die Identifikation unternehmensspezifischer Risiken.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, wesentliche Unternehmensrisiken anhand einer produktlebenszyklusbezogenen Sichtweise ausfindig zu machen, um die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es wird eine deduktive Analyse verwendet, die theoretische Grundlagen des Risikomanagements mit den Konzepten des strategischen Controllings (Produktlebenszyklus) verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung und Beschreibung von Unternehmensrisiken entlang der einzelnen Phasen des erweiterten Produktlebenszyklus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Risikoidentifikation, Risikocontrolling, Produktlebenszyklus und strategische Unternehmensplanung beschreiben.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "weitem" und "engem" Risikobegriff relevant?

Die Unterscheidung ist für das Risikomanagement entscheidend, da der weite Begriff auch Chancen einschließt, während der enge Begriff sich nur auf die nachteilige Abweichung vom Zielwert konzentriert.

Welche Rolle spielt die "Zehnerregel der Fehlerkosten" in der Entstehungsphase?

Sie verdeutlicht, dass Fehler, die erst in späteren Phasen korrigiert werden, exponentiell höhere Kosten verursachen, weshalb eine proaktive Risikoerfassung in der frühen Phase essenziell ist.

Welche Risiken ergeben sich speziell in der Einführungsphase?

In der Einführungsphase besteht primär das Risiko der Nicht-Akzeptanz durch den Markt (Flop-Gefahr), verbunden mit hoher Liquiditätsbelastung durch Vorlaufkosten.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich der praktischen Anwendbarkeit?

Das Konzept ist für Unternehmen mit starkem Wettbewerbsfokus vorteilhaft, weniger jedoch für solche, die ihren Schwerpunkt primär auf interne Kernprozesse legen.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Produktlebenszyklusbezogene Identifikation und Erfassung von Unternehmensrisiken
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Master-Seminar Risiko-Controlling
Note
1,7
Autor
Sebastian Reddig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
27
Katalognummer
V293104
ISBN (eBook)
9783656904540
ISBN (Buch)
9783656904557
Sprache
Deutsch
Schlagworte
produktlebenszyklusbezogene identifikation erfassung unternehmensrisiken
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Reddig (Autor:in), 2014, Produktlebenszyklusbezogene Identifikation und Erfassung von Unternehmensrisiken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293104
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Leseprobe aus  27  Seiten
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