Unter den Top Ten der IT- Trends befindet sich seit einigen Jahren das Thema das "Internet der Dinge" (engl. „Internet of Things“, kurz IoT). Hierbei wird eine Zukunft beschrieben, in der Alltagsgegenstände, aber auch Industriekomponenten, miteinander interagieren und über freien Zugang zu beliebigen Informationsquellen verfügen.
Durch diese Art der Kommunikation aller Dinge miteinander und mit dem Menschen wird sich das Leben maßgeblich verändern. Seit Jahren wird das Thema als das Zukunftsthema der IT gesehen und verschiedene Wissenschaftler beschäftigen sich mit den Zukunftsvisionen und deren Ausgestaltungsmöglichkeiten.
Die Firma IDC erwartet in den nächsten Jahren ein exponentielles Wachstum dieses Marktes und prognostiziert, dass Maschine-zu-Maschine-Verbindungen bis 2017 die Zahl der Maschine-zu-Mensch-Verbindungen übersteigen werden.
Die Frage, die nun in jüngster Vergangenheit diskutiert wird: Wie verändern sich derzeitige IT-Architekturen durch den Trend des "Internet der Dinge"? Als jüngstes Beispiel ist die Gartner-Studie „The Impact of the Internet of Things on Data Centers“ zu erwähnen, die die aktuellen Diskussionen zusätzlich belebt.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 Vorwort
1.2 Zielstellung
2 GRUNDLAGEN
2.1 IT-Architekturen
2.2 Internet der Dinge
2.2.1 Radio Frequency Identification
2.2.2 Ubiquitous Computing
2.2.3 Industrie 4.0
3 HERAUSFORDERUNGEN FÜR ZUKÜNFTIGE IT-ARCHITEKTUREN
3.1 Konventionelle IT-Architekturen
3.1.1 Komponenten
3.1.2 Paradigmen
3.2 IT-Architekturen für das Internet der Dinge
3.2.1 Miniaturisierung / Systemintegration
3.2.2 Konvergenz
3.2.3 Vernetzung
3.2.4 Dezentralisierung
3.2.5 Selbstorganisation
4 CHANCEN UND RISIKEN
4.1 Unterscheidungsmerkmale
4.2 Datensicherheit
4.3 Datenschutz
4.4 Netzwerkinfrastruktur
4.5 Datenhaltung
4.6 Datenverarbeitung
4.7 Verfügbarkeit
5 ABSCHLUSS
5.1 Probleme
5.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, wie das Internet der Dinge (IoT) konventionelle IT-Architekturen herausfordert und welche Veränderungen für zukünftige IT-Infrastrukturen notwendig sind, um diese technologische Entwicklung zu bewältigen.
- Vergleich von konventionellen und zukünftigen IT-Architekturen
- Analyse der Einflüsse von IoT-Trends auf die IT-Infrastruktur
- Diskussion der Chancen und Risiken (Datenschutz, Sicherheit)
- Untersuchung von Marktbeispielen wie Cisco, EMC und Microsoft
- Prognose und Handlungsempfehlungen für IT-Architekten
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Miniaturisierung / Systemintegration
Der Trend der Miniaturisierung hält weiter an: Mittlerweile sind Micro Controller im Einsatz, die das Internet der Dinge klar im Fokus haben. Am Beispiel des Kinetis KL03 der Firma Freescale, der in der Abbildung 9 zu sehen ist, wird klar welche Rechenkapazität auf abnehmendem Raum möglich ist. Die Rahmendaten umfassen
- 32KB Flash Speicher,
- 2 KB RAM,
- 8 KB ROM und
- einen Betrieb bei 1.7 – 3.6 Volt.
Bei dieser Größe und den möglichen Rechenleistungen sind verschiedenste Einsatzszenarien möglich. Die Systemintegration bedeutet dazu, das bestimmte IT Systeme per se in neuen Gegenständen vorgesehen sind. Es entwickeln sich überall „smart objects“ von der intelligenten Transportbox, über die intelligente Jacke bis hin zum Ohren-Tag in der Viehproduktion finden sich überall gleichartige Systeme integriert wieder. In diesem Zusammenhang kommen auch immer mehr von sogenannten Wearables auf den Markt, bei denen es sich um direkt am Körper getragene oder in die Kleidung integrierte Sensorsysteme handelt. Die Einsatzszenarien sind mannigfaltig und bieten entsprechend hohes Geschäftspotential.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in das Thema Internet der Dinge als Zukunftstrend der IT und Definition der Zielsetzung der Arbeit.
2 GRUNDLAGEN: Erläuterung der theoretischen Basis von IT-Architekturen sowie Definitionen zu IoT-Kernbereichen wie RFID, Ubiquitous Computing und Industrie 4.0.
3 HERAUSFORDERUNGEN FÜR ZUKÜNFTIGE IT-ARCHITEKTUREN: Analyse konventioneller Architekturen und Identifikation der durch IoT erforderlichen Paradigmenwechsel in Bereichen wie Miniaturisierung, Konvergenz und Selbstorganisation.
4 CHANCEN UND RISIKEN: Betrachtung der Auswirkungen des IoT auf Sicherheit, Datenschutz, Netzwerkinfrastruktur und Datenhaltung im Unternehmenskontext.
5 ABSCHLUSS: Zusammenfassende Bewertung der Herausforderungen und ein Ausblick auf die Notwendigkeit zukunftsfähiger, anpassungsfähiger IT-Strukturen.
Schlüsselwörter
Internet der Dinge, IoT, IT-Architekturen, Industrie 4.0, RFID, Ubiquitous Computing, Datensicherheit, Datenschutz, Cloud Computing, Big Data, Systemintegration, Smart Objects, Netzwerkinfrastruktur, Fog Computing, Selbstorganisation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Trends "Internet der Dinge" auf die Gestaltung und Strukturierung von zukünftigen IT-Architekturen in Unternehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf den technologischen Grundlagen von IoT, den notwendigen Anpassungen konventioneller IT-Architekturen sowie den damit verbundenen Chancen und Risiken.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist ein Vergleich zwischen konventionellen und zukünftigen IT-Architekturen, um Empfehlungen für IT-Architekten abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es erfolgt eine fundierte Literaturanalyse sowie eine vergleichende Untersuchung von Marktbeispielen namhafter Unternehmen wie Cisco, EMC und Microsoft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Herausforderungen durch IoT, wie etwa Dezentralisierung, Vernetzung und steigende Datenmengen, sowie den kritischen Aspekten der Datensicherheit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Internet der Dinge, IT-Architekturen, Industrie 4.0, Datensicherheit, Systemintegration und Smart Objects.
Wie verändert das Internet der Dinge die Anforderungen an Rechenzentren?
Aufgrund enormer Datenmengen und Echtzeitanforderungen müssen Rechenzentren skalieren, wofür Konzepte wie Cloud Computing und dezentrale Ansätze ("Fog Computing") an Bedeutung gewinnen.
Warum ist das Paradigma der zentralen Datenhaltung in Frage gestellt?
Durch die Dezentralisierung und die Notwendigkeit autonomer Entscheidungen der "smart objects" vor Ort sind traditionell rein zentralisierte Ansätze oft nicht mehr effizient oder leistungsfähig genug.
- Quote paper
- Marc Sundermann (Author), 2015, Das "Internet der Dinge" als Herausforderung für zukünftige IT-Architekturen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293126