Die seit der Jahrtausendwende technischen Fortschritte im Bereich des Internets haben das Verhalten der Menschheit drastisch verändert. Insbesondere die im Internet
häufig verwendeten sozialen Netzwerke nehmen dabei überwiegend einen hohen Stellenwert ein.
Diese von Privatpersonen genutzte Vernetzungsmöglichkeit bietet auch Unternehmen die Option, sich über diese von der Konkurrenz abzusetzen und weitere Marktanteile zu sichern oder aufrecht zu erhalten.
In dieser Ausarbeitung wird untersucht, welche sozialen Netzwerke zum heutigen Zeitpunkt am häufigsten verwendet werden und welche dieser Netzwerke für Unternehmen, insbesondere der Automobilindustrie, am wichtigsten sind.
Die Hauptnutzungsarten der einzelnen Netzwerke sind erkenntlich herausgearbeitet, sodass im Fazit die Frage
beantwortet wird, ob die Nutzung von sozialen Netzwerken für alle Unternehmen, insbesondere in der Automobilbaubranche sinnvoll ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Aufgabenstellung und Ziele der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Einführung in die sozialen Netzwerke
2.1 Der Begriff „soziale Netzwerke“
2.1.1 Begriffseinordnung
2.1.2 Begriffsdefinition
2.2 Vorstellung einiger sozialer Netzwerke
2.2.1 Unterteilung in die verschiedenen sozialen Netzwerktypen
2.2.2 Soziale Netzwerke im privaten Kommunikationsumfeld
2.2.2.1 Netzwerkauswahl
2.2.2.2 Facebook
2.2.2.3 Twitter
2.2.3 Soziale Netzwerke im beruflichen Kommunikationsumfeld
2.2.3.1 Netzwerkauswahl
2.2.3.1 Xing
2.2.3.2 LinkedIn
3. Unternehmensnutzen durch soziale Netzwerke
3.1 Theoretischer Unternehmensnutzen durch soziale Netzwerke
3.1.1 Kategorisierung der Nutzenarten
3.1.2 Bekanntmachung
3.1.3 Entwicklung
3.1.4 Personal
3.1.5 Kundenkontakt
3.1.6 Bemerkung
3.2 Praxisbeispiele einiger Unternehmen
3.2.1 Umfang und Vorgehensweise der Datenerfassung
3.2.2 Ergebnisauswertung des Fragebogens
3.2.2.1 Befragte und Beteiligung
3.2.2.2 Aktives mitwirken von Unternehmen in sozialen Netzwerken
3.2.2.3 Welche sozialen Netzwerke verwenden die Unternehmen?
3.2.2.4 Welchen Nutzen haben die sozialen Netzwerke?
3.2.2.5 Macht eine aktive Netzwerknutzung für jedes Unternehmen Sinn?
3.3 Abgleich Theorie und aktueller Stand der Praxis
4. Ist die Nutzung von s.N. für UN in der Zukunft sinnvoll?
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den aktuellen Status und den Nutzen der Anwendung sozialer Netzwerke durch Unternehmen, mit besonderem Fokus auf die Automobilbranche, um zu klären, ob eine Präsenz in diesen Netzwerken strategisch sinnvoll ist.
- Analyse der sozialen Netzwerke im privaten und beruflichen Kontext.
- Untersuchung des theoretischen Nutzens für Unternehmen (Bekanntmachung, Entwicklung, Personal, Kundenkontakt).
- Empirische Praxisuntersuchung in der Automobilbranche mittels Fragebögen.
- Gegenüberstellung von Theorie und Praxis zur Bewertung der Zukunftsrelevanz.
- Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für Unternehmen hinsichtlich der Netzwerknutzung.
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Begriffseinordnung
Der Begriff „soziale Netzwerke“ wird im Kontext des WWW (World Wide Web) in die Sparte der Web 2.0 Anwendungen eingegliedert.
Aber was genau ist das Web 2.0? Seit 1991 existiert das Internet und wurde in seiner ersten Generation als Web 1.0 bezeichnet. Für die anfänglichen Schritte im Internet gab es nur wenige Personen, welche bestimmten, was im Internet veröffentlicht wurde und was nicht. Exemplarisch für die erste Phase des Internets (Web 1.0) steht somit die immens hohe Anzahl von Nutzern, welche Informationen aus dem Internet erhalten, jedoch auf Grund der nicht vorhandenen Optionen ihr eigenes Wissen nicht teilen konnten.
Der Begriff des Web 2.0 hingegen bezeichnet eine neue Generation des Internets. Als ein gravierendes Unterscheidungsmerkmal wird im Vergleich zur Vorgängerversion (Web 1.0) das Internet als interaktionsintensive Plattform verstanden. Die Benutzer des Internets sind somit nicht nur passive Nutzer indem sie persönlich relevante Informationen absorbieren, sondern sie greifen aktiv ein und sind zugleich Produzenten, welche nützliche Beiträge, Ergänzungen oder Einschätzungen liefern. Die offene Kommunikationsstruktur mit den vielen Meinungen der Nutzer erzeugt dabei eine kollektive Intelligenz.
Innerhalb des Web 2.0 finden sich einige Services und Communities wieder, welche durch die Mitwirkung, Zusammenarbeit und dem Informationsaustausch zwischen den Benutzern, geprägt sind. Die bekanntesten Web 2.0 Anwendungen sind im folgenden Schaubild dargestellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die veränderte Internetlandschaft ein und definiert das Ziel der Arbeit, den Nutzen sozialer Netzwerke für Unternehmen, speziell der Automobilbranche, zu untersuchen.
2. Einführung in die sozialen Netzwerke: Das Kapitel erläutert die Grundlagen des Web 2.0, definiert soziale Netzwerke als Beziehungsgeflechte und differenziert zwischen verschiedenen Typen von Plattformen im privaten und beruflichen Umfeld.
3. Unternehmensnutzen durch soziale Netzwerke: Es erfolgt eine theoretische Kategorisierung des Nutzens in Bekanntmachung, Entwicklung, Personal und Kundenkontakt sowie eine empirische Untersuchung durch eine Befragung von Automobilunternehmen.
4. Ist die Nutzung von s.N. für UN in der Zukunft sinnvoll?: Dieser Abschnitt analysiert das Wachstumspotenzial von sozialen Netzwerken und bewertet die zukünftige Relevanz einer Unternehmenspräsenz unter Berücksichtigung von Ressourcen und Strategien.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach soziale Netzwerke für Unternehmen der Automobilbranche bei strategisch klugem Einsatz einen Mehrwert bieten, wobei sich die Wahl der Netzwerke je nach Unternehmensgröße unterscheidet.
Schlüsselwörter
Soziale Netzwerke, Web 2.0, Unternehmensnutzen, Automobilbranche, Facebook, Xing, LinkedIn, Employer Branding, Recruiting, Kommunikation, Kundenkontakt, Marktforschung, Wissensmanagement, Online-Marketing, Vernetzung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Nutzung von sozialen Netzwerken durch Unternehmen, insbesondere innerhalb der Automobilbranche, und analysiert deren Mehrwert und strategische Bedeutung.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Zentrale Themen sind die Einordnung sozialer Netzwerke (Web 2.0), die Vorstellung verschiedener Netzwerktypen, der theoretische Unternehmensnutzen in vier Hauptkategorien sowie eine empirische Analyse der Praxis.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die Untersuchung des Nutzungsgrades und der Art der Netzwerknutzung in der Automobilindustrie, um zu beurteilen, ob eine aktive Präsenz in sozialen Medien für alle Unternehmen dieser Branche sinnvoll ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Zur Erhebung der Praxiserkenntnisse wurde eine empirische Untersuchung mittels eines Online-Fragebogens bei 80 Unternehmen der Automobilbranche (Automobilbauer und Zulieferer) durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Betrachtung des Unternehmensnutzens (Bekanntmachung, Entwicklung, Personal, Kundenkontakt) und eine anschließende Auswertung und Interpretation der durchgeführten Unternehmensbefragung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Soziale Netzwerke, Web 2.0, Employer Branding, Recruiting, Unternehmensnutzen und Automobilbranche charakterisieren.
Wie unterscheiden sich die Motive von Automobilbauern und Zulieferern bei der Nutzung?
Während Automobilbauer primär auf Employer Branding in privaten Netzwerken setzen, nutzen kleinere Zulieferer vermehrt Business-Netzwerke, um ihre geringere Markenbekanntheit durch proaktive Personalsuche zu kompensieren.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Zukunftsrelevanz?
Der Autor schlussfolgert, dass die Relevanz der Netzwerknutzung steigt, Unternehmen jedoch abhängig von Budget und Größe individuell entscheiden müssen, welche Plattformen den größten "Added Value" bieten.
- Quote paper
- Sebastian Krannich (Author), 2015, Nutzung sozialer Netzwerke durch Unternehmen. Theoretischer Unternehmensnutzen und Praxisbeispiele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293317