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Das Ritterliche Tugendsystem in Wolframs von Eschenbach „Parzival“

Title: Das Ritterliche Tugendsystem in Wolframs von Eschenbach „Parzival“

Seminar Paper , 2014 , 19 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Im Folgenden soll das mittelalterliche Werk „Parzival“ von Wolfram von Eschenbach näher betrachtet werden.
Es handelt sich hierbei um eine fiktive Erzählung über den jungen Helden Parzival, der sich in zahlreichen Prüfungen bewähren muss und anschließend Gralskönig wird.
Das Werk stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert und
zählt zu den Artusromanen, welche auf Chrétien des Troyes zurückgehen. Es lässt sich somit in die matiére Bretagne einordnen.

Besonderes Augenmerk liegt bei dieser Arbeit auf dem „Ritterlichen Tugendsystem“, welches erstmals von Gustav Ehrismann analysiert und festgehalten wurde.
Bei seiner Analyse bezieht er sich vor allem auf Erkenntnisse aus der Antike und bedient sich der Darstellung von Rittern in literarischen Texten aus dem Mittelalter.
In erster Linie soll ein Verglich zwischen der Analyse von Ehrismann und der Darstellung Eschenbachs, in
Bezug auf die ritterlichen Tugenden des Parzivals, erarbeitet werden. Es wird der Frage nachgegangen, inwiefern sich das Ritterliche Tugendsystem mit der im "Parzival" geschilderten
Erziehung und Ausbildung zum Ritter vereinbaren lässt.
Um ein eindeutiges Ergebnis zu erlangen, steht vor allem seine Kindheit und seine Jugend unter Beobachtung, da sich in diesem Lebensabschnitt der Werdegang eines Ritters am deutlichsten nachvollziehen lässt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Ritterbegriff

3. Das „Ritterliche Tugendsystem“ von Gustav Ehrismann

4. Grundlagen zum Parzival als Artusroman

5. Parzivals Jugend und seine ritterliche Erziehung

6. Abgleich des „Ritterlichen Tugendsystems“ mit der Erziehung Parzivals

7. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das mittelalterliche Epos „Parzival“ von Wolfram von Eschenbach im Hinblick auf das von Gustav Ehrismann definierte „Ritterliche Tugendsystem“. Ziel ist es zu analysieren, inwiefern der Werdegang des Titelhelden vom naiven Jüngling zum ritterlichen Ideal den theoretischen Anforderungen an ritterliche Tugenden entspricht.

  • Historische Definition des Ritterbegriffs
  • Theoretische Grundlagen des Tugendsystems nach Gustav Ehrismann
  • Die literarische Einordnung des Parzival als Artusroman
  • Parzivals Erziehung und Entwicklung zum Ritter
  • Vergleichende Analyse von Theorie und literarischer Praxis

Auszug aus dem Buch

5. Parzivals Jugend und seine ritterliche Erziehung

Parzival wird als Sohn von Königin Herzeloyde nach dem Tod seines Vaters, des Ritters Gahmuret, geboren. Mit seiner Geburt gelingt es seiner Mutter, sich von dem Schmerz über den Verlust ihres Gatten abzulenken. Jedoch verbindet sie mit ihrem Sohn schon zu Beginn die Angst eines erneuten Verlustes, da sie befürchtet, auch ihr Sohn könne eines Tages seinem Vater folgen und wie er ein Ritter werden. Mit diesem Werdegang verbindet sie großes Leid, da Gahmuret in Folge seines Ritterseins starb. Auf Grund dessen beschließt sie, ihren Sohn Parzivals fern vom Hof großzuziehen und ihm die Möglichkeit seiner Ritterlichkeit vorzuenthalten.

„beidiu siufzen unde lachen kunde ir munt vil wol gemachen. Si vröute sich ir suns geburt: ir schimpf ertranc in riuwen vurt.“ „van vriesche daz mînz herzen trut, welh ritters leben waere, daz wurde mir vil swaere.“ „der knappe alsus verborgen wart zer waste in Soltâne erzogen, an küneclîcher voure betrogen;“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt das Werk von Wolfram von Eschenbach vor und formuliert die Forschungsfrage, ob Parzivals Werdegang mit dem ritterlichen Tugendsystem nach Ehrismann vereinbar ist.

2. Der Ritterbegriff: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des Rittertums, die Bedeutung des Lehenswesens und die Entstehung eines spezifischen ritterlichen Standesbewusstseins.

3. Das „Ritterliche Tugendsystem“ von Gustav Ehrismann: Hier werden die philosophischen Wurzeln des Tugendsystems erläutert, insbesondere die Einteilung in summum bonum, honestum und utile.

4. Grundlagen zum Parzival als Artusroman: Der Abschnitt ordnet das Werk literaturgeschichtlich ein und erklärt zentrale Merkmale wie die Doppelwegstruktur des Artusromans.

5. Parzivals Jugend und seine ritterliche Erziehung: Das Kapitel beschreibt Parzivals Herkunft, seine isolierte Erziehung durch Herzeloyde und seinen ersten Kontakt mit der ritterlichen Welt.

6. Abgleich des „Ritterlichen Tugendsystems“ mit der Erziehung Parzivals: In diesem Kapitel werden die theoretischen Aspekte aus Kapitel 3 auf die Entwicklung des Protagonisten im Epos angewendet.

7. Resümee: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Parzival am Ende seiner Ausbildung alle Anforderungen an einen idealen Ritter erfüllt und das Tugendsystem somit als allgemein gültiges Modell für das Epos dienen kann.

Schlüsselwörter

Parzival, Wolfram von Eschenbach, Ritterliches Tugendsystem, Gustav Ehrismann, Artusroman, Mittelalter, Erziehung, Rittertum, summum bonum, honestum, utile, ritterliche Tugenden, Literaturwissenschaft, Heldenreise, Höfische Dichtung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich das ritterliche Ethos, konkret das Tugendsystem nach Gustav Ehrismann, in der Erzählung „Parzival“ von Wolfram von Eschenbach manifestiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die ritterliche Erziehung, die Definition von Tugenden im Mittelalter und die literarische Heldenentwicklung in Artusromanen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Nachweis, ob Parzival als literarische Figur das theoretische Modell des „Ritterlichen Tugendsystems“ erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die primäre Quellentexte von Wolfram von Eschenbach mit theoretischen Sekundärwerken von Gustav Ehrismann vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil deckt die Definition des Ritterbegriffs, die philosophischen Grundlagen des Tugendsystems, die Einordnung des Parzival-Stoffes sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der ritterlichen Tugenden und Parzivals Lebensweg ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Parzival, Ritterliches Tugendsystem, Artusroman, ritterliche Erziehung und mittelalterliches Ethos.

Wie beeinflusst die Erziehung durch Herzeloyde Parzivals Entwicklung?

Herzeloyde versucht, ihn von der ritterlichen Welt fernzuhalten, doch Parzivals angeborenes Wesen und spätere Begegnungen führen ihn unweigerlich zu seiner ritterlichen Bestimmung.

Welche Bedeutung hat das „utile“ in Parzivals Werdegang?

Das „utile“ steht für äußere Güter; im Epos zeigt sich dies unter anderem durch den Erwerb der Rüstung des Roten Ritters, die Parzival als äußeres Zeichen seiner neuen Identität dient.

Wie gelingt Parzival die Integration in das ritterliche Tugendsystem?

Durch die Ausbildung bei Gurnemanz vollendet Parzival seine ritterliche Erziehung, wodurch er lernt, Tugenden wie Treue, Mäßigung und höfisches Benehmen zu verinnerlichen.

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Details

Title
Das Ritterliche Tugendsystem in Wolframs von Eschenbach „Parzival“
College
University of Frankfurt (Main)  (Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik)
Course
Seminar
Grade
2,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2014
Pages
19
Catalog Number
V293344
ISBN (eBook)
9783656907855
ISBN (Book)
9783656907862
Language
German
Tags
ritterliche tugendsystem wolframs eschenbach parzival
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2014, Das Ritterliche Tugendsystem in Wolframs von Eschenbach „Parzival“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293344
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