Daily Soaps haben im alltäglichen Fernsehprogramm einen festen Platz eingenommen. Sie haben viele, überwiegend weibliche, Fans, die die Geschichten der „Soap Stars“ seit Jahren tagtäglich mitverfolgen.
Im Rahmen des Seminars „Öffentlich- rechtliches Fernsehen: Programmangebote im Kontext des Grundversorgungsauftrag“ haben wir uns unter anderem mit diesem Thema auseinandergesetzt. Zunächst haben wir uns theoretisch mit den Strukturen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens beschäftigt und besonders die Programmstrukturen und die Rundfunkpolitischen Rahmenbedingungen betrachtet. Dazu kamen die Finanzierung und die Gesetzesgrundlage des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, die im Rundfunkstaatsvertrag festgelegt sind. Danach haben wir die einzelnen Formate im speziellen Hinblick auf dem im Rundfunkstaatsvertrag festgehaltenen Bildungsauftrag, sowie den Unterhaltungs- und Informationswert ausgewertet und analysiert.
In meiner Arbeit werde ich mich mit dem Format der Daily Soap im öffentlich-rechtlichen Fernsehen beschäftigen. Mein Ziel ist es herauszuarbeiten wie die Wirkung und der Einfluss von Daily Soaps auf Jugendliche im Pubertätsalter ist, am speziellen Beispiel einer Folge der Daily Soap „Verbotene Liebe“ die werktäglich auf der ARD ausgestrahlt wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1. Entstehung und Merkmale von Daily Soaps
2.2. Szenenanalyse und der Einfluss auf Jugendliche
2.3. Diskussion
3. Zusammenfassung und Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Daily Soaps im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auf Jugendliche im Pubertätsalter. Anhand einer spezifischen Analyse der ARD-Serie "Verbotene Liebe" wird erforscht, wie das Format als Identifikationsmodell dient und inwiefern es dem gesetzlichen Rundfunkauftrag sowie dem Anspruch an Bildungs- und Unterhaltungswerte gerecht wird.
- Entwicklungsgeschichte und genrespezifische Merkmale von Daily Soaps
- Die Funktion von Daily Soaps im Alltag von Kindern und Jugendlichen
- Analyse der Zopf-Dramaturgie und Spannungsfelder anhand konkreter Folgen
- Legitimation des Formats im Kontext des Rundfunkstaatsvertrages
- Relevanz und mediale Herausforderungen für das Format im digitalen Zeitalter
Auszug aus dem Buch
2.1. Entstehung und Merkmale von Daily Soaps
Im Februar 1932 erschien die erste tagsüber gesendete „Soap Opera“ im amerikanischen Radio. Sie gelten als spezielle Form der Familienserie und erhielten ihren Namen in den 1930er Jahren in den USA. Ursprünglich wurden sie im Radio abgespielt und von den damaligen Seifen- und Waschmittelkonzernen finanziert. Diese spielten als Sponsoren zwischendrin Werbespots ab. Der Begriff „Opera“ kommt daher, weil die Werbungen überwiegend gesungen wurden. Die „Daytime Serial Dramas“ gelten als Vorläufer unser heutigen Familienserien. (Vgl.: Koukoulli 1998, S. 53). Zentrale Inhalte dieser Serien sind und waren alltägliche häusliche Konflikte, Beziehungsprobleme, Freundschaft, Heirat, Intrigen, Krankheit, Familie, berufliche Probleme und Verbrechen (Vgl.: Landbeck 2002, S. 128). Die Hauptpersonen sind meistens in einem engen Beziehungsgeflecht miteinander verstrickt. Die Handlungsorte sind meist die Wohnungen der Hauptpersonen, öffentliche Plätze, Büros oder Cafés in der näheren Umgebung des Handlungsortes. (Vgl.: Cippitelli 2001, S. 12) Die Soap Operas wurden damals im Radio live gesendet und Sendezeit betrug meistes um die 15 Minuten. Der Erfolg stieg schnell an und nach einer kurzen Zeit wurden bereits jeden Nachmittag abwechselt die Soap Operas ausgestrahlt. 1940 erreichten die Ausstrahlungen im amerikanischen Radio bereits ca. 20 Millionen überwiegend weibliche Zuschauerinnen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz des Themas dar, erläutert die Zielsetzung der Arbeit und benennt die zugrunde liegende Literatur sowie das Fallbeispiel "Verbotene Liebe".
2. Hauptteil: Dieser Teil befasst sich mit den historischen Grundlagen, den dramaturgischen Merkmalen des Genres, der Analyse einer konkreten Serienfolge sowie der kritischen Diskussion hinsichtlich des Rundfunkauftrags.
3. Zusammenfassung und Schluss: Hier werden die Ergebnisse resümiert und die aktuelle Entwicklung der Daily Soaps im Wettbewerb mit modernen digitalen Unterhaltungsangeboten reflektiert.
Schlüsselwörter
Daily Soap, öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Verbotene Liebe, Jugendmedienschutz, Medienrezeption, Pubertät, Identifikation, Rundfunkstaatsvertrag, Zopf-Dramaturgie, Mediennutzung, Unterhaltungsfernsehen, Sozialisation, Familienserie, Medienkompetenz, Formatentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Wirkung und den Einfluss von Daily Soaps im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auf Jugendliche im Pubertätsalter.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Fokus stehen die Merkmale von Daily Soaps, die medienpädagogische Funktion für Jugendliche und die Vereinbarkeit des Formats mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunkstaatsvertrag.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie Daily Soaps auf Jugendliche wirken und inwieweit sie als Unterhaltungsformat den gesetzlichen Rundfunkauftrag erfüllen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin kombiniert eine theoretische Auseinandersetzung mit der Literatur zu Soap Operas und eine konkrete inhaltliche Szenenanalyse der Folge 4513 von "Verbotene Liebe".
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entstehung und Merkmale von Daily Soaps, eine detaillierte Szenenanalyse sowie eine Diskussion über die Einhaltung des Rundfunkauftrags.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Daily Soap, Jugend, Rundfunkstaatsvertrag, Identifikation, Unterhaltung, Medienrezeption und Sozialisation.
Welches spezifische Fallbeispiel dient als Grundlage für die Analyse?
Die Analyse basiert auf der Folge 4513 mit dem Titel "kleine & Große Geheimnisse" der ARD-Serie "Verbotene Liebe".
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Zukunft des Formats?
Trotz der Umsetzung des Konzepts verliert die Serie an Zuschauern, was auf den Wandel des Mediennutzungsverhaltens hin zum Internet und zur Konkurrenz durch neue Formate wie Scripted Reality zurückgeführt wird.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2014, Wie werden Jugendliche von Daily Soaps im öffentlich-rechtlichen Fernsehen beeinflusst?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293423