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Gewaltprävention in der stationären Altenpflege

Gewaltige Grenzüberschreitungen der Pflegekräfte gegenüber der Pflegebedürftigen

Title: Gewaltprävention in der stationären Altenpflege

Bachelor Thesis , 2014 , 41 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sandra Mahncke (Author)

Nursing Science - Geriatric Care
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Ich möchte mit dieser Arbeit zeigen, wie Gewalt und Aggressionen in der stationären Altenpflege durch Mitarbeiter gegenüber Pflegebedürftigen entgegengewirkt werden kann und durch welche Anzeichen gewaltbereite Mitarbeiter frühzeitig erkannt werden können. Weiterhin möchte ich die Begriffe Gewalt und Aggressionen erläutern und welche Gewalt- und Aggressionsformen es überhaupt gibt.

Daraufhin stellte ich mir die Frage, welche Gründe, Ursachen und Auslöser zu Gewalt und Aggression gegenüber Schutzbefohlenen führen und durch welche Erscheinungsbilder Gewalt auftreten kann. Innerhalb meiner Literaturrecherche war ich auf der Suche nach Medienberichten über Gewalt in der stationären Altenpflege. Aufgrund der geringen Anzahl an Berichterstattungen stieg mein Interesse erneut an und führte zu weiteren Fragen.

Wird über Gewalt im Bereich der stationären Altenpflege kommuniziert oder ist es ein Tabuthema? Ab wann beginnt Gewalt? Wie weit muss ein Gewaltakt vollzogen werden, damit die Öffentlichkeit darüber spricht? Führen die hohen Anforderungen der Mitarbeiter und der ständige Personalmangel zu Gewalteinwirkungen gegenüber den Pflegebedürftigen? Wie kann Gewalt, durch Pflegepersonal ausgeübt, verhindert werden? Ist ein Konzept der Gewaltprävention in stationären Einrichtungen hilfreich?

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Gewalt?

2.1 Gewaltformen gegen Pflegebedürftige

2.2. Personale/direkte Gewalt

2.2.1 Körperliche Gewalt

2.2.2 Psychische Gewalt

2.2.3 Finanzielle Ausbeutung

2.2.4 Einschränkung des freien Willens

2.2.5 Vernachlässigung

2.3 Strukturelle Gewalt

2.4 Kulturelle Gewalt

3. Was sind Aggressionen?

3.1 Physische Aggressionsform

3.2 Non-verbale Aggressionsform

3.3 Verbale Aggressionsform

4. Zahlen, Daten, Fakten – Gewalt gegen Pflegebedürftige

5. Gründe, Ursachen und Auslöser von Gewalt und Aggressionen gegenüber der Pflegebedürftigen

5.1 Überforderung der Pflegekräfte durch die strukturellen Begebenheiten

5.2 Frustration der Pflegekräfte durch die hierarchische Rangordnung

5.3 Überforderung der Pflegekräfte durch die Pflegebedürftigen

5.4 Überforderung der Pflegekräfte durch private Einflussfaktoren

5.5 Frustration der Pflegekräfte durch zu geringes Einkommen

5.6 Burnout der Pflegekräfte

6. Prävention und Lösungsansätze gegen Gewalt und Aggressionen an Pflegebedürftige

6.1 Lösungsansätze aus betrieblicher Sicht

6.1.1 Fortbildungsangebote, Coaching und Weiterbildung

6.1.2 Supervision

6.1.3 Jahresmitarbeitergespräch

6.1.4 Personale Strukturen

6.1.5 Räumliche Strukturen

6.1.6 Handlungsspielräume

6.1.7 Mitarbeiterbesprechungen

6.1.8 Belohnung der Mitarbeiter

6.2 Lösungsansätze aus privater Sicht

6.2.1 Selbsthilfegruppen

6.2.2 Familienberatung

6.2.3 Entwicklung persönlicher Entlastungsstrategien

6.2.4 Bewältigung von Burnout

6.2.5 Umgang mit Aggressionen

6.3 Lösungsansätze aus behördlicher Sicht

6.3.1 Medizinischer Dienst der Krankenkassen

6.3.2 Wohn- und Pflegeaufsicht

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, Strategien zur Prävention von Gewalt und Aggressionen durch Pflegekräfte gegenüber Pflegebedürftigen in der stationären Altenpflege aufzuzeigen, indem Ursachen analysiert und präventive Lösungsansätze für Betrieb, Privatsphäre und behördliche Aufsicht erarbeitet werden.

  • Analyse von Formen und Definitionen von Gewalt und Aggression in der Pflege
  • Identifikation der Ursachen von Überforderung, Frustration und Burnout bei Pflegekräften
  • Untersuchung betrieblicher Interventionsmöglichkeiten zur Gewaltprävention
  • Darstellung privater Bewältigungsstrategien für das Pflegepersonal
  • Bedeutung behördlicher Kontrolle und Qualitätssicherung durch den Medizinischen Dienst

Auszug aus dem Buch

5.6 Burnout der Pflegekräfte

Burnout ist der Zustand andauernder Erschöpfung infolge von chronischem Stress. Die Krankheit ist gekennzeichnet durch eine emotionale Entkräftung (emotionale Erschöpfung), eine gleichgültige, distanzierte Einstellung gegenüber der Arbeit (Depersonalisation) und das Gefühl des beruflichen Versagens und des Vertrauensverlustes in die eigenen Fähigkeiten (Reduzierung der persönlichen Leistungsfähigkeit).

Der Begriff wurde im Jahre 1970 zum ersten Mal von dem Psychoanalytiker Freudenberger verwendet. In der stationären Altenpflege wirkt sich die Erkrankung in Form einer geringen Arbeits- und Leistungsfähigkeit oder krankheitsbedingten Fehlzeiten aus.

Laut eines Reportes einer gesetzlichen Krankenkasse haben sich die Krankschreibungen zwischen 1997 und 2012 mehr als verdoppelt. Im Jahre 1997 war jeder 50. Arbeitnehmer betroffen und arbeitsunfähig geschrieben worden. Im Jahre 2012 war jeder 22. Arbeitnehmer betroffen. Es erfolgte also ein Anstieg von 165 Prozent.

Anhand der geringen Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Pflegekräfte, kann ein nicht zurechnungsfähiger Umgang mit Pflegebedürftigen abgeleitet werden. Aufgrund der Überforderung der Pflegekräfte und das nicht eingestehen der Erkrankung besteht die Gefahr, dass sie ihre Aggressionen an den Bewohnern auslassen, Gewalt ausüben oder auch Bewohner in der pflegerischen und medizinischen Versorgung vernachlässigen oder sogar auch falsch behandeln. Die genannten Fehlversorgungen können fahrlässig aber auch vorsätzlich ausgeübt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin begründet die Wahl des Themas Gewalt in der Altenpflege durch ihre berufliche Erfahrung und den demografischen Wandel sowie die damit verbundene Notwendigkeit des Mitarbeiterschutzes.

2. Was ist Gewalt?: Definition des Gewaltbegriffs anhand theoretischer Modelle und Abgrenzung verschiedener Gewaltformen wie physische, psychische und strukturelle Gewalt.

3. Was sind Aggressionen?: Theoretische Einordnung von Aggressionen und Darstellung ihrer Erscheinungsformen wie physische, non-verbale und verbale Aggressionen.

4. Zahlen, Daten, Fakten – Gewalt gegen Pflegebedürftige: Zusammenfassung empirischer Studien zur Prävalenz von Gewalt in der Pflege und statistische Einordnung des Ausmaßes von Pflegefehlern.

5. Gründe, Ursachen und Auslöser von Gewalt und Aggressionen gegenüber der Pflegebedürftigen: Analyse der Faktoren, die Pflegekräfte zur Gewaltanwendung führen, darunter Personalmangel, Hierarchien und Burnout.

6. Prävention und Lösungsansätze gegen Gewalt und Aggressionen an Pflegebedürftigen: Vorstellung konkreter Maßnahmen auf betrieblicher, privater und behördlicher Ebene zur Vermeidung von Gewalt.

7. Schlussbetrachtung: Resümee der Arbeit mit der Bestätigung, dass Überforderung ein wesentlicher Faktor für Gewalt ist und Prävention trotz hoher Kosten betriebswirtschaftlich sinnvoll bleibt.

Schlüsselwörter

Altenpflege, Gewaltprävention, Pflegekräfte, Aggressionen, Burnout, Stress, Personalschlüssel, Überforderung, Arbeitsbedingungen, Pflegedokumentation, Supervision, Gesundheitsförderung, stationäre Pflege, Bewohner, Strukturqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Thema Gewalt durch Pflegekräfte gegenüber Pflegebedürftigen in stationären Altenpflegeeinrichtungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die Definition von Gewalt und Aggression, die Ursachen für gewalttätiges Verhalten bei Pflegekräften und Möglichkeiten der Prävention.

Welche Forschungsfrage steht im Fokus?

Die zentrale Frage ist, ob Gewalt durch die hohen Anforderungen und die Überforderung der Pflegekräfte entsteht.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Studien sowie Berichten zur Situation in der stationären Altenpflege.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ursachen wie Personalmangel, Hierarchien und Burnout sowie Lösungsansätze für Betriebe, das Privatleben und behördliche Kontrollen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Altenpflege, Gewaltprävention, Pflegekräfte, Aggressionen, Burnout, Arbeitsbedingungen und stationäre Pflege.

Warum ist das Thema Burnout für die Gewaltprävention so wichtig?

Burnout führt zu emotionaler Erschöpfung und reduzierter Leistungsfähigkeit, was die Gefahr erhöht, dass Pflegekräfte Aggressionen an den Bewohnern auslassen.

Welche Rolle spielen die Angehörigen bei der Gewaltaufdeckung?

Angehörige können sich bei Unzufriedenheit an die zuständigen Kontrollbehörden oder den Medizinischen Dienst wenden, um Missstände aufzudecken.

Was sind betriebliche Handlungsspielräume?

Es sind Freiräume für Pflegekräfte, unterteilt in Entscheidungs-, Tätigkeits-, Interaktions- und Anerkennungsspielräume, die helfen, Frustration zu mindern.

Wie kann eine Pflegekraft persönlich bei Aggressionen reagieren?

Empfohlen wird das sofortige Verlassen der Situation, das Aufsuchen eines leeren Raumes zum Dampfablassen und der Austausch mit Kollegen.

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Details

Title
Gewaltprävention in der stationären Altenpflege
Subtitle
Gewaltige Grenzüberschreitungen der Pflegekräfte gegenüber der Pflegebedürftigen
College
University of Hamburg  (Institut für Weiterbildung)
Course
Studiengang Sozial- und Gesundheitsmanagement
Grade
1,7
Author
Sandra Mahncke (Author)
Publication Year
2014
Pages
41
Catalog Number
V293472
ISBN (eBook)
9783656909743
ISBN (Book)
9783656909750
Language
German
Tags
Gewalt Altenpflege Fachkräfte Pflegepersonal hilfebedürftig gewaltforme Prävention Aggression Vernachlässigung Burnout Qualitätsmanagement Gesundheitsmanagement psychische Gewalt physische Gewalt Kommunikation Mitarbeiterführung Lösungsansätze Überforderung Frustration demografischer Wandel Fluktuation Senioren Auslöser von Gewalt Kontrollbehörden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Mahncke (Author), 2014, Gewaltprävention in der stationären Altenpflege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293472
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