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Die Phasen der Mediation

Titel: Die Phasen der Mediation

Seminararbeit , 2012 , 11 Seiten

Autor:in: Mark Groh (Autor:in)

Psychologie - Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Mediation. Überall dort, wo Menschen zusammentreffen, können Konflikte entstehen: Ob im Familienleben, in der Wirtschaft, am Arbeitsplatz, in der Schule oder in der Umwelt – Konflikte lassen sich nicht immer vermeiden. Der Weg zum Gericht, so sinnvoll und notwendig er in vielen Fällen auch ist, muss nicht zwangsläufig eingeschlagen werden. Gerade wenn persönliche oder geschäftliche Beziehungen erhalten bleiben sollen und die Faktoren Zeit und Geld eine Rolle spielen, kann die Mediation eine geeignete Möglichkeit der außergerichtlichen Konfliktlösung sein. Zunächst soll der Begriff der Mediation erklärt werden. Im Anschluss an diese Betrachtung soll auf die einzelnen Phasen der Mediation eingegangen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriff der Mediation

3. Phasen der Mediation

3.1. A – Auftragsklärung

3.2. L - Liste der Themen

3.3. P – Positionen und Interessen

3.4. H – Heureka

3.5. Abschlussvereinbarung

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Ablauf von Mediationsverfahren und stellt die fünf Phasen der sogenannten ALPHA-Struktur vor, um aufzuzeigen, wie Konflikte strukturiert und außergerichtlich gelöst werden können.

  • Grundlagen und Definition der Mediation
  • Die Bedeutung der Auftragsklärung als Fundament des Prozesses
  • Methodiken zur Identifikation von Interessen und Konfliktthemen
  • Kreativitätstechniken zur Lösungsfindung (Heureka-Phase)
  • Anforderungen an eine rechtsverbindliche Abschlussvereinbarung

Auszug aus dem Buch

3.3. P – Positionen und Interessen

In der dritten Phase fixiert sich zunächst jeder einzelne Beteiligte auf seine eigene Position. Konfliktparteien stellen ihre eigene Position klar, um dadurch den Konflikt auf den Punkt zu bringen. Aufgabe des Mediators in dieser Phase ist es, die verborgenen materiellen und immateriellen Interessen der Parteien zu erkunden und die entscheidenden Probleme auf den Punkt zu bringen. Wir befinden uns nun in der wichtigsten Phase der Mediation, da hier die wahren Interessen und Beweggründe der Parteien zu Tage treten.

Hierbei gibt es allerdings zwei Probleme. Zum einen wollen die Parteien meistens ihre wahren Beweggründe nicht offenbaren, da sie dies als Eingeständnis der Schwäche werten oder evtl. gar nicht wissen, was ihre Interessen sind und ferner der Gegenpartei auch nicht Informationen über die eigene Position zukommen lassen wollen. In dieser Situation kann es helfen wenn der Mediator mit den Parteien in Einzelgespräche tritt. In dieser Phase sollen die Parteien wieder anfangen, nicht nur mit dem Mediator, sondern auch miteinander zu kommunizieren. Hierbei wird die Technik des „Paraphrasierens“ eingesetzt. Diese Methode beinhaltet die Wiederholung des Standpunktes mit den Worten des Mediators. Dadurch wird sichergestellt, dass jede Partei den Standpunkt richtig erfasst und versteht.

Um eine Einigung während der Mediation zu erzielen, ist es wichtig, die alten Positionen zu verlassen, um die jeweiligen Interessen, Werte und Bedürfnisse hinter den Positionen sichtbar werden zu lassen. So wird transparent, warum den Beteiligten das eine oder das andere wichtig ist. Daraus sollen dann im idealtypischen Verlauf von den Beteiligten selbst (denn nur so sind sie langfristig tragbar) zukunftsfähige Lösungen entwickelt werden. Dabei sollte man aufpassen, nicht zu zeitig in Harmonie und Euphorie zu verfallen, denn wer zu schnell eine Einigung erzielen will, erreicht oft das Gegenteil, wenn die anderen Beteiligten noch nicht dafür bereit sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der Mediation als alternative Konfliktlösungsmethode, um persönliche sowie geschäftliche Beziehungen außerhalb gerichtlicher Verfahren zu wahren.

2. Begriff der Mediation: Dieses Kapitel definiert Mediation als strukturiertes, außergerichtliches Verfahren, in dem ein neutraler Dritter die Parteien bei der eigenverantwortlichen und freiwilligen Lösungsfindung unterstützt.

3. Phasen der Mediation: Dieses Kapitel stellt die fünf Phasen der ALPHA-Struktur vor, die einen methodischen Rahmen für den Fortschritt der Konfliktlösung bilden.

3.1. A – Auftragsklärung: Die Auftragsklärung bildet das Fundament der Mediation, in dem Rahmenbedingungen definiert und ein rechtlich verbindlicher Mediationsvertrag geschlossen werden.

3.2. L - Liste der Themen: In dieser Phase werden die Konfliktpunkte systematisch erfasst, um das gegenseitige Verständnis zu fördern und den Kern des Konflikts transparent freizulegen.

3.3. P – Positionen und Interessen: Dieses Kapitel analysiert die tieferliegenden Beweggründe der Parteien, um den Fokus von starren Positionen auf die tatsächlichen Bedürfnisse zu lenken.

3.4. H – Heureka: Hier werden Kreativitätstechniken und Strategien vorgestellt, die helfen sollen, neue, tragfähige Lösungsansätze für den Konflikt zu entwickeln.

3.5. Abschlussvereinbarung: Die letzte Phase dokumentiert das Ergebnis des Mediationsprozesses nach einer sorgfältigen Prüfung auf Umsetzbarkeit und Realitätsnähe.

4. Fazit: Das Fazit unterstreicht die Notwendigkeit einer gewissenhaften Vorbereitung jeder Phase, um die Eigenverantwortung der Beteiligten zu fördern und nachhaltige Lösungen zu gewährleisten.

Schlüsselwörter

Mediation, Konfliktlösung, ALPHA-Struktur, Auftragsklärung, Mediationsvertrag, Konfliktparteien, Interessen, Kommunikation, Paraphrasieren, Heureka-Phase, Kreativitätstechniken, Abschlussvereinbarung, Prozessmoderation, Allparteilichkeit, Streitbeilegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit bietet eine fundierte Übersicht über den Ablauf von Mediationsverfahren und erklärt die fünf Phasen, die notwendig sind, um Konflikte konstruktiv zu bewältigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Definition von Mediation, der Strukturierung des Verfahrens in Phasen und den spezifischen Kommunikationstechniken, die Mediatoren einsetzen.

Welches Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Lesern das Modell der ALPHA-Struktur verständlich zu machen und die Bedeutung der einzelnen Prozessschritte für eine erfolgreiche Konfliktlösung darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener Phasenmodelle und der theoretischen Aufarbeitung von Mediationsstrategien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die fünf Phasen der Mediation: Auftragsklärung, Themenliste, Arbeit an Interessen, Lösungsfindung sowie die Erstellung einer Abschlussvereinbarung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Mediation, Konfliktlösung, Eigenverantwortung der Parteien, Allparteilichkeit des Mediators und die sogenannte ALPHA-Struktur.

Warum wird die erste Phase als die wichtigste eingestuft?

Die Auftragsklärung ist entscheidend, da hier die Rahmenbedingungen festgelegt werden und Fehler, die in diesem Stadium gemacht werden, im weiteren Verlauf des Prozesses nur schwer zu korrigieren sind.

Was unterscheidet die "Heureka-Phase" von anderen Abschnitten?

Diese Phase dient gezielt dem Finden von Lösungen. Hierbei kommen Kreativitätstechniken zum Einsatz, um starre Denkmuster zu verlassen und Raum für neue Impulse zu schaffen.

Welche Rolle spielt die "Abschlussvereinbarung" im Mediationsmodell?

Sie bildet den formalen Abschluss, der erst dann ausgearbeitet wird, wenn die Parteien alle Kriterien der Lösungsprüfung erfüllt haben, und dient als Dokumentation der von den Parteien selbst gewählten Einigung.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Phasen der Mediation
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Nürnberg früher Fachhochschule
Autor
Mark Groh (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
11
Katalognummer
V293522
ISBN (eBook)
9783656910169
ISBN (Buch)
9783656910176
Sprache
Deutsch
Schlagworte
phasen mediation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mark Groh (Autor:in), 2012, Die Phasen der Mediation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293522
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  11  Seiten
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